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Hi,
Ich habe da mal eine Frage an euch. Vor ca 2 Monaten hatte ich eine PA, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob es tatsächlich eine war. Vor dem Schlafengehen bekam ich plötzlich Herzrasen, war sehr unruhig und konnte nicht schlafen.. Obwohl ich mir zwar kurz gedacht habe was ist wenn mein Herz plötzlich aufhört zu schlagen? hatte ich keine richtige Todesangst. Das ganze hat sich gesteigert und dauerte seltsamerweise auch 3-4 Stunden an.. Hin und wieder schoß mir zwar schon der Gedanke durch den Kopf, jetzt verrückt zu werden, aber irgendwie war es alles aushaltbar... Das Herzrasen und die extreme Unruhe haben auch noch den ganzen nächsten (bzw. abgeschwächt die nächsten) Tag(e) angedauert. Ich war auch beim Arzt, das EKG war in Ordnung. Daher die Vermutung, dass es eine Panikattacke war. Hinzukommt, dass ich ca 2 Wochen zuvor Dro. konsumiert habe. Ich könnte mir vorstellen, dass das Ganze damit in zusammenhang steht.
Das komische ist, dass ich auch jetzt noch negative Auswirkungen spüre, obwohl das ganze schon länger her ist und sich nicht wiederholt hat. Insgesamt hat sich die Unruhe und auch die Schlafprobleme gebessert, manchmal gibt es aber auch Rückfälle und ich merke, dass die Angst vor der Angst zurückkommt. Dann versuche ich mich abzulenken, ruhig zu atmen und positiv zu denken. Das funktioniert auch so weit, dass keine erneute PA zustande kommt. Allerdings merke ich dass es nach solchen Situationen wieder schlimmer wird mit dieser inneren Unruhe oder Angespanntheit... Hin und wieder kommt es dann auch vor, dass ich erst gegen 3 Uhr einschlafen kann und dann ist die Unruhe am nächsten Tag auch wieder groß.

Nun zu meiner Frage: Denkt ihr dass das überhaupt eine Panikattacke war? Und kann man das auch alleine (weil ja eine positive veränderung zu bemerken ist und sich die PA nicht wiederholen) in den Griff zu bekommen ist oder denkt ihr, ich sollte mir lieber professionelle Hilfe suchen?

Sorry für den langen Text und Danke schonmal für jede Antwort!

08.08.2017 12:56 • 08.08.2017 #1


4 Antworten ↓


petrus57
Solange die Panikattacke nur einmalig auftrat und du sonst weiter keine Probleme hast braucht du keine professionelle Hilfe.

Wichtig ist, dass du dich nicht andauernd damit beschäftigst.

08.08.2017 13:26 • #2



Panikattacke? Auswirkungen noch Monate danach

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Icefalki
Wenn das alles ist, weisst du jetzt, dass D.rogen für dich nicht gut sind. Verbuche das Erlebnis als eine sehr gute Reaktion deines Körpers, der dir mitgeteilt hat, lass lieber die Finger weg von dem Mist. Und sei dafür dankbar.

08.08.2017 13:49 • #3


Das ist sowieso klar, ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie sehr ich mich über mich selbst ärgere. Ich sehe auch Durchaus die positiven Effekte (mehr Sport, frische Luft, gesunde Ernährung, kein Koffein,...). Ich frage mich eben nur ob und wann diese ständige Unruhe und Ängstlichkeit' endlich weggeht. Hinzukommt dass sich inn diesen Rückfallphasen irgendwie alles sinnlos und leer anfühlt.

08.08.2017 14:12 • #4


Icefalki
Dazu musst du verstehen, dass sich Angst quasi sehr schnell lernen lässt. Einmal gefühlt, schon hängst du drin, weil es einem den Boden untern den Füßen weg zieht.

Was dann kommt ist die Angst vor der Angst. Und der Kreislauf setzt ein. Durch die Angst davor, schießt dir das Adrenalin ständig ein. Sprich, du bleibst angespannt und wartest förmlich darauf, was nun kommt.

Sehr logisch, denn für dein Empfinden und die Reaktionen darauf ist dein Körper programmiert. Nix anderes, als ein gesunder Mechanismus, der dich vor Gefahr schützen möchte. Kämpfen oder flüchten, dazu ist Adrenalin und Co nützlich.

Nun, eine Panikattacke ist nix anderes, als eine körperliche Reaktion auf einen Stresslevel. Und sein es ein Durcheinander deiner Körperhormone auf Substanzen von außen. Bringst das aber nicht in Zusammenhang, und deshalb bleibt dir die Angst im Kopf. Jetzt ist es eben die Angst vor dieser Angst.

Beschäftige dich mal ganz ausgiebig mit diesen Zusammenhängen. Dadurch kommt dann Logik rein.

Und wenn's nicht deutlich besser wird, dann hol die Hilfe. Je länger du wartest, desto mehr verfestigt das Ganze. Ist evtl. auch ein Phänomen unseres stressigen Lebens. Druck, Leistung, Erfolg. Davon kann man sich schon mal fürchten, bzw. auch über die eigenen Kräfte gehen..

08.08.2017 15:21 • x 1 #5





Dr. Christina Wiesemann