Alles nachvollziehbar, ist eine wirklich schwierige Phase für Dich.
Ich kann mir in Deiner Situation vorstellen, dass es Dir so vorkommt, als wenn Dir durch den Knockout Deiner Schwester "ein Arm abgenommen" wurde und Du jetzt zusätzlich auch noch für sie da sein musst. Du fühlst Dich geschwächt - das ist normal und absolut verständlich.
Aber bedenke: Deine Schwester LEBT! Sie macht gerade eine harte Zeit durch - ich kenne das aus eigener Erfahrung. Evtl. (!) kann es länger dauern, bis sie wieder auf 70-80% ist. Das kann jetzt keiner sagen.
Ich bin mir sicher, Deine Schwester ist Dir geistig ebenso nah wie vorher. Ein Burnout ist kein Schicksalsschlag von "außen", sondern ein "Thema" das einen betrifft. Und als EZ hast Du da verständlicherweise deutlich mehr Empathie als ein Außenstehender. Wenn ihr charakterlich stark ähnelt, wäre es schon hilfreich, wenn Du darauf achtest, Dich nicht zu überlasten.
Aber dass auf der Reise etwas passiert oder schlechtes Gewissen - beides ist unangebracht, wirklich.
Im Übrigen kann diese "Krise" in Eurer Schwesternbeziehung eine bisher unbekannte (?) Qualität hervorbringen. "Krise als Weg" sozusagen, um Dahlke's Buchtitel frei zu nutzen...
Alles Gute - Ihr schafft das, gemEINsam!
