Delfin93
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Ich leide, wie wohl fast alle hier, unter Ängsten und Panikattacken. Hatte diese aber durch eine Therapie ganz gut im Griff, bis mein Körper mir einen Strich durch die Rechnung machte und ich aus heiterem Himmel eine Gesichtslähmung bekam, die nun schon 8 Wochen anhält
Da ich, trotz meiner 21 Jahre, noch zu Hause wohne und ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern habe, helfen mir meine Eltern extrem, indem sie mich beruhigen, einfach mit ihrer Anwesenheit.
So, nun ist es aber so, dass meine Eltern heute nicht da sind und ich die Nacht ganz alleine in unserem großen Haus verbringen muss
Ich konnte schon immer schlecht über Nacht alleine bleiben, hatte immer Angst und PAs. Doch seit der Gesichtslähmung ist es nochmals schlimmer geworden.
Die ersten Male alleine bleiben über Nacht waren sogar gut, da ich mich freiwillig dazu entschieden hatte. Ich hab mich gut gefühlt und bekam Besuch von Freunden, was unheimlich schön war. Doch diese Freunde hab ich nicht mehr, ich habe niemanden mehr. Bin ganz alleine. Ich würde so gerne mit jemandem reden, aber es gibt einfach niemanden, den ich anrufen könnte. Daher auch die Trauer, wenn ich alleine bin. Es kommen die Erinnerungen, an die schönen, vergangenen Zeiten wieder hoch. Ich bin unglaublich traurig, dass ich so einsam bin. Doch egal, was ich versuche, es ändert sich nicht.
Ich kann nicht mehr. Ich habe unglaubliche Panik vor der Nacht, würde einerseits am liebsten gar nicht ins Bett gehen, auf der anderen Seite aber auch ganz früh, um den Mist schneller hinter mir zu haben. Doch ich weiß, ich werde nicht vor 3 oder 4 Uhr schlafen.
Am liebsten würde ich eine Tavor nehmen, doch ich habe Angst vor einer Abhängigkeit. Habe Ende März erst ein MRT mit ordentlich Valium gehabt, dann keine Woche später 2 Tavor 0,5mg wegen eines Fluges und dann das letzte Mal Dienstag eine Tavor (ebenfalls wegen Flug) genommen.
Wie schaffe ich diese Nacht nur? Und vor allem, werde ich es jemals schaffen, mich von meinen Eltern zu lösen? Ich glaube nicht.
• • 12.04.2015 #1