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Hallo zusammen,

seit einiger Zeit leide ich an wiederkehrenden Panikattacken und andauernder Angst. Ich weiß langsam echt nicht mehr was ich tun soll...ich bin mir auch nicht 100% sicher dass ich hier im richtigen Forum bin.

ich bin 28 Jahre alt und arbeite seit 2 Jahren.

Am besten ich erzähle die ganze Geschichte mal chronologisch.

Die erste Panikattacke hatte ich im Urlaub. Dort habe ich mir meinen Halswirbel einrenken lassen worauf ich ein kurzes Schwindelgefühl hatte. Daruafhin habe ich den (im nachhinein sau dummen) Fehler gemacht, dass ich im gegoogelt habe ob Auftreteten kann, woraufhin ich die Info las, dass es dabei ein gewisses Schlaganfallrisikiko verbunden ist. Da habe ich mich dann in kurzer Zeit so reingesteigert, dass ich tatsächlcih eine Panikattacke mit Schwindel etc bekommen habe. Daraufhin bin ich in die Notaufnahme wo natürlich nichts dergleichen festgestellt wurde. Danach kam ich mir natürlich etwas dumm vor, weildie Symptome wohl ganz offensichtlich durch im Internet suchen ausgelöst wurden, aber ich konnte die Sache für ein paar Tage vergessen. Dann holte mich das Thema doch wieder ein und ich beschäftigte mich erneut mit Schlaganfällen etc.

Die 2 Panikattacke hatte ich dann genau 1 Woche später und sie kam wie aus dem nichts bei der Arbeit. Wieder genau das gleiche Gefühl wie bei der ersten - Schwindel, Herzrasen, Todesangst, Druck im Hinterkopf etc. Diesmal war mir allerdings zumindest halbwegs klar, dass es kein Schlaganfall ist, sondern - genau wie bei der ersten Attacke - einen anderen psychischen Auslöser hat. Die Attacke war dann nach ca 30 -40 Minuten wieder komplett vorbei.

In den kommenden 2-3 Wochen hatte ich dann ziemlich viel Stress beim arbeiten, wodurch ich mir die Frage stellte ob ich tatsächlich bei dem Unternehmen weitermachen sollte. Das ganze war eine sehr belastenden Situation für mich. Gleichzeitig war es aber auch merkwürdig, da der gleiche Stress die Jahre zuvor mir nichts ausgemacht hatte. Panikattacken hatte ich in dieser Zeit nicht, allerdings hatte ich jeden Abend Rückenschmerzen. Ich bin dann zum Orthopäden der nichts feststellen konnte (ich bin eigentlich gut trainiert, und mache 4-5 mal die Woche Sport, wobei mir das mittlerweile immer schwerer fällt)

Wieder genau eine Woche später hatte ich dann erneut eine Panikattacke - wie aus dem nichts. Wieder die gleichen Symptome wie bei den ersten Attacken....

Seitdem geht es mir deutlich schlechter als vorher. Ich kann nicht mehr durschlafen und wache jeden Morgen bzw. mitten in der Nacht auf und kann dann nicht mehr einschlafen was mich mit der Zeit ungaublich zermürbt. Ich habe die ganze Zeit eine diffuse Angst, bin unruhig und ungelaublich angespannt, nervös und schreckhaft. Ich weiß allerdings nicht wovor ich Angst habe. Den Streß im Job konnte ich weitgehend durch ein Gespräch mit meinem Chef reduzieren, und diese Angst vor einem Schlaganfall habe ich eigentlich auch nicht mehr. Stattdessen habe ich mehr Angst eine Depression zu haben und mein bisheriges glückliches Leben nicht mehr wiederzubekommen...und diese Angst wird mit jedem Tag den ich diese Angst habe schlimmer. Am meisten hilft es mir momentan wenn ich mich ablenken kann (sei es durch arbeiten oder durch Sport). Sobald ich aber nicht abgelenkt bin ist die Angst sofort wieder da.

Ich weiß langsam echt nicht mehr was ich machen soll. Ich habe zwar schon ein Gespräch mit einem Psychotherapeuten ausgemacht, aber ich weiß nicht wie ich die Zeit bis dahin überbrücken soll. Ich würde echt alles dafür tun der dieses Gefühl wieder loszuwerden und der gleiche positive Mensch zu werden der ich noch vor einigen Monaten war...

Hat hier jemand eine AHnung um was es sich hier handeln könnte und vor allem hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht und Tipps was ich am besten tun soll um diese dauerhafte Angst, Schlafstörungen etc wieder loszuwerden?

Danke schon mal im Vorraus!

Barrin

23.10.2015 11:13 • 23.11.2015 #1


38 Antworten ↓


Hallo Barrin,

herzlich Willkommen im Forum.
Die Angst das es nie wieder anders sein wird und du für immer mit dieser Angst leben musst kenne ich nur zu gut. In diesen Situationen scheint es Ausweglos wieder ein glückliches Leben zu führen. Dem ist aber nicht so, ich durfte das am eigenen Leib erfahren

Die Symptome die du beschreibst sind die Symptome von klassischer Panik. Die andauernde Angst gehört dazu und auch die Schlafstörungen. Durch die Panikattacken bist du verunsichert und angespannt, vielleicht sogar ängstlich - und das dauerhaft. Dadurch kann auch dein Körper nicht mehr abschalten. Das äussert sich dann in Schlafstörungen.
Eine Psychotherapie ist der richtige Weg. In den meisten Fällen durchläuft man eine Verhaltenstherapie: Man lernt die Symptome kennen und richtig zu deuten. Dann konfrontiert man sich immer und immer wieder mit den belastenden Situationen. So wird man mit der Zeit die Panikattacken wieder los. Eigentlich sind Panikattacken nämlich nur eine selbstantrainierter Missinterpretation von Signalen des Körpers

Panikattacken hat jeder Mensch. Allerdings ist es bei den meisten Menschen nicht so, dass sie aus heiterm Himmel die Symptome überinterpretieren. Normalerweise liegt schon vorher etwas im argen, sprich: Großer Stress, Trauer, ein Ungleichgewicht in der Psyche. Wichtig ist in der Psychotherapie herauszufinden, welche Umstände zum damaligen Labilitätszustand geführt haben und diese im bestmöglichen Fall abzustellen.

Ich hoffe ich konnte dir damit schonmal ein bisschen helfen, auch wenn alles sehr allgemein gehalten ist.

23.10.2015 12:48 • x 1 #2



Panickattacken und andauernde Angst

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Hallo ihr lieben, ich habe mal wieder fürchterliche Angst, Problem ist ich weiß nicht vor was ?! Ich habe so ein brennen im Rücken und auch im Brustbereich! Ich bin 15 Jahre alt und leide seit 2013 an einer angststörung Vorallem Herzphobie. Hab schon wieder Angst was am Herzen zu haben ... Das macht mich fertig

23.10.2015 13:16 • #3


Hallo,
das kenne ich alles.
Mir ging es lange genau so wie Dir.
Mein Auslöser war als ich in der Arbeit eine Liste mit Zahlen bearbeitete, und auf einmal das Bild vor meinen Augen verrutschte, so als ob es in der Mitte geteilt wurde. Kann es jetzt nicht besser beschreiben.Nach diesem Moment bekam ich richtig Angst. Auf dem Nachhauseweg konnte ich nicht mehr richtig geradeaus laufen, hatte das Gefühl im Boden zu versinken, die Richtung nicht mehr halten zu können.
Am nächsten Morgen das gleiche, am übernächsten, und von da an immer.
Also rein zu Dr Google, dort alles gefunden von Gehirntumor über MS. Ich war der absolut festen Überzeugung MS zu haben, es kam auch noch ein Reifengefuehl um die Brust, um den Kopf dazu.
Also, erst bin ich zum Internisten als ich übelstes Herzrasen und Panikattacken bekam. Der hat mir erstmal Betblocker gegeben, weil mein Blutdruck zu hoch war.
Der Schwindel hörte nicht auf. Er hat dann ein CT veranlasst, im Gehirn alles in Ordnung. Danach war ich beim Orthopäden, habe Mass. bekommen, auch keine Besserung.
Zum Schluss beim Neurologen, der endlich erkannte was los war.
Er gab mir ein Antidepressivum. Anfangs hatte ich echt Angst vor dem Medikament, aber dann war der Leidensdruck doch so groß und ich fing damit an. Der Anfang war echt hart, aber so nach 4 oder 5 Tagen merkte ich deutlich dass die Symptome immer weniger wurden, bis sie fast ganz verschwanden.
Und ich bekam wieder mein altes Leben zurück.
Ich habe nur den Fehler gemacht und keinen Therapieplatz gesucht.
Das hast du schon ganz richtig gemacht. Du wirst sehen, alles wird wieder gut.
So viele Menschen haben diese Probleme.
Irgendwann geht diese Fehlermeldung im Gehirn ihre eigenen Wege, und das gilt es einfach zu bekämpfen. Und es gibt Mittel und Wege.
Du schaffst das.
Liebe Grüße

23.10.2015 13:51 • x 1 #4


Hallo,

erstmal danke für die Antworten!

Das komische bei mir ist, dass es am Anfang schon ganz klar die Angst vor einem Schlaganfall war. Das war aber wie gesagt nur die ersten 2 Wochen wirklich so. Danach wurde die Angst davor schwächer und dann begann das mit den Rückenschmerzen, wobei es mir zu diesem Zeitpunkt psychisch eigentlich noch gut ging. (Deshalb war ich auch beim Orthopäden)

Seit der letzten habe ich keine Panikattacken mehr aber jetzt diese andauernde Angst, Unruhe und eben Schlafstörungen, was sich zumindest für mich recht deutlich von dem Zustand vorher mit den Panikattacken unterscheidet. Ich habe ich keine Rückenschmerzen mehr... dafür die Angst ich könnte eine Depression bzw ein anderes psychisches Problem haben. Und da mir eigentlich klar ist, dass ich ein psychisches Problem habe (und zwar die Angst davor ein eben solches zu haben) macht mir das wiederum noch mehr Angst. Dadurch verstärkt sich wiederum die Angst und die Schlafstörungen und der Leidensdruck erhöht sich. Ich hoffe das ist jetzt irgendwie verständlich. Es ist jedenfall ein regelrechter Teufelskreis und je mehr ich darüber nachdenke dest schlimmer wird es...

Vielleicht liegt das auch in der Natur der Sache wenn man Angst vor Depression etc hat. Bei einem Schlaganfall etc. würde man ja eine heftige körperliche Reaktion erwarten, deshalb reagiert man auch bei der Angst davor eher mit einer Panikattacke. Bei einer Depression wäre es ja eher ein dauerhafter Zustand der Niedergeschlagenheit...! Kann aber auch sein dass ich hier falsch liege.

Gibt es irgendeinen Tipp, was ich schonmal versuchen könnten bevor die Psychotherapie beginnt? Bis dahin dauert es leider noch so lange.


Gruß
Barrin

23.10.2015 14:45 • #5


Eine Angststörung bedeutet nicht unbedingt, dass du dauerhaft Panikattacken haben muss. Es gibt sehr, sehr viele Arten von Angststörungen. Das ist aber auch etwas Gutes, denn sie sind sehr gut zu therapieren. Oft geht eine Angststörung mit einer Erschöpfungsdepression einher. Die bemerkt man aber erst, wenn die Angst quasi schon wieder weg ist.

Ich würde an deiner Stelle einfach schonmal schauen: Welche Stressfaktoren habe ich in meinem Leben? Was kann ich davon jetzt abstellen, was vielleicht später? Nehme ich mir Zeit für mich selbst um überhaupt Mal runter zu kommen? Damit meine ich nicht den Fernseher oder die Zeitung, sondern rausgehen, spazieren gehen, Fahrrad fahren, fotografieren, malen,.....einfach Zeit mit dir selbst verbringen. Gibt es einen Ausgleich zum Stress? Sport ist bei Angsterkrankungen ein kostenfreies Mittel um Unruhe abzubauen. Viele Ärzte empfehlen joggen - ich mache lieber Kraftsport. Lebst du nur in den Tag hinein oder gibt es einen festen Tagesablauf? Wenn nein, wirst du mit deinem Therapeuten eh einen Tagesplan ausarbeiten, denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier und ihm geht es mit einem immer gleichen Tagesablaf am Besten Dann kannst du damit auch schonmal jetzt anfangen

Diese Dinge werden es nicht über Nacht besser machen. Mache Dinge steigern auch erstmal die Unruhe und Angst. Aber da muss man dann einfach durch. Das ist das A und O bei einer Verhaltenstherapie.

23.10.2015 15:17 • #6


Elfie
Hallo nicole,
also hat dir der Neurologe geholfen? Das ist ja gut. Ich war mal bei einem, wegen ständigen Kopfschmerzen. Der untersuchte mich dann und hatte irgendwie ein komisches Gefühl. Wir waren uns nicht gerade sympathisch. Er schickte mich dann zum ct. Dort war alles io. Danach habe ich es leider schleifen lassen, mir einen neuen zu suchen. Aber wenn ich das so lsse, werde ich mich damals bemühen
Lg

09.11.2015 15:15 • #7


Hi zusammen,
tut mir leid, dass ich mich so einfach einklinke, aber ich hab so tierische Angst. Vielleicht kann mir jemand einen Tip geben.
ich muss morgen Blut abgenommen bekommen und sitze jetzt hier im Büro und kämpfe mit der Angst. Die Spritzenphobie hab ich schon sehr sehr lang. Letztes Jahr hab ich mich das erste mal "überwunden" und mir Blut abnehmen lassen. Mittlerweile hab ich aber wieder so ne schei* Angst, bekomme Panik und bin letztens sogar während der Blutabnahme umgekippt (was das ganze noch schlimmer gemacht hat).
Wie kann ich mich beruhigen? Hat jemand von euch auch mit Phobien zu kämpfen?
Liebe Grüße

09.11.2015 15:24 • x 1 #8


Elfie
Hallo feleli.
Erstmal ein was: ich finde, hier muss sich keiner entschuldigen, wenn er irgendwo mitschreibt. Dafür ist es doch da
Hast du schon bei dem Gedanken an eine spritze angst?
Es gibt so eine art, man nennt sie 'zauberpflaster '.
Würde dir das helfen, wenn du den einstich nicht merkst?

09.11.2015 16:33 • #9


Hallo Elfie, danke für deine Antwort.
Ja, der Gedanke macht mir schon angst. Ich könnte die Spritze nicht angucken, oder hinsehen wenn sie das Blut abnehmen.
Den Einstich nicht zu merken wäre angenehm. Was genau ist denn ein "Zauberpflaster"
Liebe Grüße

09.11.2015 16:51 • #10


Elfie
Ich kenne das aus dem Krankenhaus. Wird bei Kindern oder angst Patienten gemacht. Das wird vorher auf die einstichstelle geklebt und diese wird dadurch betäubt.

09.11.2015 16:58 • #11


Hallo Elfi,
ja, auf jeden Fall.
ich bin auch heute noch unglaublich dankbar, dass nach meiner Ärzteodyssee endlich jemand erkannt hat, was los ist. Zwei Allgemeinmediziner waren dazu überhaupt nicht in der Lage, HNO und Orthopäde sowieso nicht.
Ein Neurologe kann das sehr gut beurteilen.
Ich kann das allen in dieser Situation nur empfehlen, auch wenn es vielleicht etwas dauert, bis man den richtigen gefunden hat.
Es ist es wert, man ist nicht mehr im ungewissen und kann endlich seine Probleme anpacken und seine Lebensqualität zurückgewinnen.
Lg, Und alles Gute
Nicole

09.11.2015 20:25 • x 1 #12


Elfie
Lieben Dank Nicole. Ich werde mich da diese Woche sofort kümmern.

09.11.2015 20:59 • #13


Elfie
Man ist dumm, wenn man sowie schleifen lässt. Und Dummheit muss bestraft werden....

09.11.2015 21:02 • #14


Marly girl
Hallöchen alle zusammen
Also barrin ich habe auch seid 3 Monaten andauernde angst durch damals falsche antidepressiva eingenommen und garnicht vertragen und seid dem nur noch angst! Ich meine davor war ich auch schon empfindlich... Aber diese andauernde angst macht mir so zu schaffen hast du auch andauernde angstgedanken? Meine körperlichen symtome sind auch so schlimm! Ich habe keine freude mehr verscheinlich auch eine depressionen dazu bekommen habe seid vorgestern jetzt Tabletten bekommen citalopram hoffentlich helfen die mir:( eine Therapeutin habe ich ja zum Glück... Nur man denkt immer man hat das aller schlimmste von allen obwohl es vielen so geht:( aber nur mut irgendwie werden wir das auch wieder schaffen es dauert nur...liebe grüße

15.11.2015 20:08 • #15


Elfie
Es ist so schwer diesen inneren Schweinehund zu besiegen....

16.11.2015 11:37 • #16


Marly girl
Hallo elfie
Da hast du so recht momentan ist einfach noch die angst vor der angst einfach schrecklich!

16.11.2015 21:51 • #17

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Elfie
Hallo marly.
Man hat ständig angst, es könnte gleich wieder irgendwas passieren. Eine weile lang, habe ich mich nicht getraut, ganz normale Dinge zutun. Bei jeder Bewegung dachte ich, mein Herz macht das nicht mehr mit. Dann kam die angst dazu, was aus meiner Familie wird, vor allem mein kind, wenn ich nicht mehr da bin. Eine katastrophe. Zum Glück ist es so extrem nicht mehr, bzw nur noch selten.
Was hast du denn für Symptome?

17.11.2015 09:10 • #18


Marly girl
Hallo elfie
Momentan is es auch richtig schlimm bei mir einfach ständige angst das mir gleich was passieren könnte auch ständig körperliche symtome und keine freude mehr wie würde es damals bei dir besser? Liebe grüße

17.11.2015 18:36 • #19


Marly girl
Schlimm sowas

17.11.2015 18:37 • #20



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