Pfeil rechts

Dr. Doris Wolf
Hallo zusammen

Mitte des Jahres werden wir mit einem großen Video Ratgeberportal zum Thema Angst und Panik an den Start gehen. Neben Angstvideos und Angst Selbsthilfe-Strategien überlegen wir, auf dem Mobiltelefon Notfallhilfen für drohende Panikattacken anzubieten.

Die Idee ist: wenn Ihr merkt, dass Ihr eine Panikattacke bekommt, dann könnt Ihr eine Nummer wählen und hört dann beruhigende Worte, werdet zu einer entspannenden Atemübung angeregt, usw.

Fändet Ihr das hilfreich?
Welche Worte oder Strategien würden Euch in einem solchen Moment helfen?

Denkbar wäre auch eine Sms. Der Nachteil ist jedoch, dass nur wenige Worte gesendet werden können.

Ich freue mich auf Eure Vorschläge und Antworten.

Doris Wolf

23.02.2008 14:39 • 25.02.2008 #1


16 Antworten ↓


Hallo

Ich finde das mit dem Telefon Super!
Das ist sicher sehr hilfreich

Lg

23.02.2008 14:50 • #2



Notfallhilfe bei drohenden Panikattacken

x 3


Ich fände das sehr gut......
Klasse Idee!!

23.02.2008 15:17 • #3


Ja das ist eine super Idee! Nur der Anruf dürfte halt nicht so teuer sein!
Musik klingt gut! Und ein paar ermutigende Worte sind auch bestimmt hilfreich!

23.02.2008 15:48 • #4


Auf jeden Fall wäre das ganz Klasse! Meistens bin ich ja alleine zu hause und da hilft mir sehr viel der Griff zum Telefon. Aber ich kann schlecht Nachts um 3 irgendwen anrufen. Da würd ich mich echt freuen. Werde bestimmt Stammkunde.

23.02.2008 16:52 • #5


Find ich generell ne ganz super Idee! Stell mir das aber in der Praxis sehr schwierig vor. Und ich rede nur vom techn. und organisatorischem Umsetzen. Derjenige der dann auf diesem Weg gerade Hilfe sucht möchte ja nicht in einer Warteschlange landen. Und der Andrang wird riesig sein.

Vielleicht sollten sich "einfach" zwei - drei Betroffene finden die sich Vertrauen und mit denen man über seine PA sprechen kann, auch zu jeder Tages oder Nachtzeit. In wieweit man sowas ausbauen kann lass ich mal offen.

23.02.2008 17:54 • #6


Sonnenstrahl
Die Idee finde ich genial!
Ist mir schon einige Male so ergangen, dass es mich unterwegs ganz "plötzlich" erwischt hat u. ich voller Panik versucht habe, jemanden anzurufen, nur um eine vertraute Stimme zu hören.

Allerdings ist es niederschmetternd, wenn man dann niemanden erreicht! Deswegen muss ich mich dem Beitrag und den Bedenken von nopanic anschließen.

Denn, wenn man sieht, wie viele Hilfesuchende hier im Forum sind, wird der Andrang mit Sicherheit sehr groß.

Denke aber, dass wenn das "Notfalltelefon" an den Start geht, uns allein schon der Gedanke hilft, dass es das überhaupt gibt. Wie alles, was NEU eingeführt wird, wird man nach u. nach bemerken, woran etwas hapern könnte und man kann es verbessern.

Ich sehe dem jetzt erst mal sehr optimistisch entgegen u. freue mich darauf!

LG Sylvia

24.02.2008 11:09 • #7


Hallo Doris Wolf,

die Idee mit dem Telefon ist klasse.

In einer extremen PA-Situation (im Büro) hat mir meine Psychologin sehr geholfen. Es war einfach gut, ihre beruhigende Stimme mit klaren Anweisungen zu hören.

Wirklich, eine gute Idee.

Liebe Grüße und einen sonnigen Sonntag
Michael

24.02.2008 11:45 • #8


Dr. Doris Wolf
Hallo Michael

was waren das denn für Anweisungen, die dir geholfen haben?

Ich stelle mir einen Text so ähnlich wie diesen vor:

Ganz ruhig. Du hast alles unter Kontrolle. Atme dich frei: Atme tief ein und in einer Bewegung wieder aus. Halte jetzt den Atem an und jetzt atme wieder ein, gleich wieder aus und halte wieder den Atem an.

Balle deine rechte Hand zur Faust, ganz fest, halte die Anspannung und lass los. Spüre die angenehme Entspannung, die sich in deiner Hand ausbreitet. Jetzt balle deine linke Hand zur Faust, ganz fest und lass wieder los.

Nimm eine aufrechte und selbstbewusste Körperhaltung ein und sage dir innerlich mit fester Stimme: "Ich bin sicher. Alles in Ordnung. Ich bin gesund. Mir geht es gleich besser.

Was siehst du gerade? Was hörst du im Moment? Lenke deine Aufmerksamkeit auf deine Umgebung. Merke dir alle Gegenstände, die eine blaue Farbe haben. Was ist blau in deiner Umgebung?

Begleite mich in deiner Vorstellung auf einer Strandwanderung. Du spürst den warmen Sand unter deinen Füßen, die Sonne wärmt angenehm deine Haut, du hörst ein wohltuend und beruhigendes Rauschen des Wassers. Alles ist friedlich und ruhig.

Wenn möglich, gehe schnellen Schrittes auf und ab. Bewege dich. Wenn das nicht geht, dann summe oder singe laut oder innerlich dein Lieblingslied. Lehne dich entspannt zurück.

Kannst du dich mit jemandem unterhalten? Dann tu es, jetzt.

Ich verabschiede mich jetzt von dir. Aber du weißt ja: Ich bin für dich da, wann immer du mich brauchst. Du schaffst es. Alles Gute.


Habt Ihr Verbesserungsvorschläge?

Grüße Doris

24.02.2008 11:50 • #9


Ich finde die Idee auch total klasse. Der Text ist super so, da geht´s mir schon beim Lesen besser.

Das Notfalltelefon wird sicher vielen Leuten helfen können. Auch wenn wir alle hoffen, es nie zu brauchen...

LG
Molli

24.02.2008 12:12 • #10


Hallo Doris,

die Anweisungen klangen ähnlich wie deine Vorschläge:
- Atemübung (Bauchatmung)
- PMR
- was sehe ich, was höre ich, was rieche ich
- ich bin sicher und habe die Kontrolle

Dein Textvorschlag finde ich sehr gut (das mit der Traumreise am Meer evtl. weglassen).

Übrigens: Seit Januar 2008 biete ich Entspannungskurse für PMR an und es ist gut zu sehen, wenn die Kursteilnehmer freitags abend etwas gestreßt kommen und entspannt und gut gelaunt in das Wochenende gehen.

Und ... dochmals Danke an dich, Bernd und "Robbi" Merckle
Michael

24.02.2008 12:21 • #11


Hallo Doris,

die Idee finde ich sehr gut! Ich denke, wie das technisch umzusetzen ist, dass wissen Fachleute dieses Gebietes besser. Da mach ich mir gar keine Sorgen. Das lässt sich sicher hinkriegen und zwar auch so, dass mehrere Personen gleichzeitig Hilfe bekommen.
Also ich hab mir Ihren Text ausgedruckt und werde ihn mir "zurechtbasteln" - also auf mich zuschneiden und dann bei mir führen. Wichtig finde ich auf jeden Fall die Atemübung! Die hat mir immer gute Dienste geleistet! Auch die Übung mit den Fäusten und die Aufforderung zur Betrachtung der Umgebung (blaue Gegenstände) ist super.
Das mit der Strandwanderung, Auf-und-Ab-Gehen, singen usw. wäre mir in einer akuten Situation zu viel. Da könnte ich mich nicht drauf einlassen. Auch die Frage, ob man mit jemandem reden kann, wäre für mich nicht gut, denn wenn es nicht ginge, könnte mich das erneut in Panik versetzen.
Aber wie gesagt: das sind nur meine ganz persönlichen Ansichten.
Das wird jeder etwas anders sehen.
Zum Schluss möchte ich noch darauf verweisen, dass vor ein paar Tagen eine Teilnehmerin im Forum den Vorschlag eines "Notfallkoffers" gemacht hat, den ich auch ganz toll finde! Es ging dabei um das Sammeln von Möglichkeiten, was einem in einer akuten Situation hilft. Da hat sicher jeder eine andere Strategie und die, die noch gar keine haben, bekommen ein paar Anregungen, die sie ausprobieren könnten.
Also ich fände das sehr hilfreich. Vielleicht kann man das aufgreifen?

Viele Grüße - Kasu -

24.02.2008 12:35 • #12


Dr. Doris Wolf
Hallo Kasu

ja, das mit dem Notfallkoffer Thema habe ich gesehen. Leider gibt es bislang nur 2 Beiträge. Vielleicht kann der eine oder andere ja noch was von sich beitragen.

Freue mich, dass mein Vorschlag auf so viel positive Resonanz stößt. Bin für weitere Anregungen dankbar.

Euch allen einen beschwerefreien Sonntag.

Grüße Doris

24.02.2008 13:12 • #13


liebe doris,

die idee ist gut und hilft sicherlich wenn keiner im umfeld da ist.
auch den text finde ich genial.
vielleicht solltet ihr noch einbauen:
-eine kleingkeit essen, was kaltes trinken
-schöne musik hören
-bei atemproblemen kaugummi kauen
herzlichen dank für eure mühe. ohne euch wäre ich nach einem jahr noch nicht so weit wie ich bin, DANKESCHÖN!

24.02.2008 20:04 • #14


Dr. Doris Wolf
Hallo Madre

danke für deine Vorschläge.

Grüße Doris

24.02.2008 20:13 • #15


Hallo...
ich finde die Idee auch super...
vor allem ist es abends - nachts - morgens sehr hilfreich... gerade wenn man alleine ist und sich mit der Angst auseinander setzen muss... denn tagsüber gibt es mehr Möglichkeiten, sich abzulenken oder Hilfe zu finden... nachts ist das schon schwieriger...
die Nummer müsste eine 0800 Nummer sein...
Die aufmunternden Worte sind sicher auch sehr hilfreich und das Gefühl das jemand da ist, der mich versteht und mir helfen kann...

25.02.2008 11:06 • #16


Ja ich fände das auch super.

Ich bin überzeugt dass Worte bei vielen Menschen helfen können.
ALs ich vor kurzem beim Frisör sass und ich sprürte dass mich eine PA überkommen würde lass ich im Buch und ich lass nur die Zeilen und Wörter wo es darum ging dass mir nichts passieren kann und dass ich es kommen lassen soll es schon willkommen heissen da es mir nichts machen kann.
Mir hat das geholfen.

Ich finde es eine super Idee da auch schon in anderen Bereichen viel geholfen wird mit beruhigenden Worten.

Manon

25.02.2008 13:16 • #17



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Hans Morschitzky