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K
Hallo liebes Forum!

Durch eine liebe Freundin bin ich auf dieses Forum aufmerksam geworden und versuche nun hier etwas Hilfe zu finden.

Dazu meine Geschichte:

Im Mai letzten Jahres bin ich im Auto plötzlich hyperventiliert, mir war schwarz vor Augen, schwindelig und alles fing an zu kribbeln. Mein Mann brachte mich sofort ins Krankenhaus. Untersuchungen ergaben nix.

Drei Wochen später das gleiche wieder, aber ohne Hyperventilation, sondern ,,nur mit dem ständigen kribbeln in Armen und Beinen/Kopf, Schwindel, Herzstolpern, Kloß im Hals, Benommenheitsgefühle wie in Watte gepackt zu sein.

MRT von der HWS und vom Kopf alle komplett unauffällig, Blut super, Schilddrüse super, Ultraschall von allen Organen super, neurologische Untersuchungen alle unauffällig.

Die Symptome blieben jedoch und der Ärztemarathon begann.

Im Juli bin ich dann endlich zum Neurologen der Panikattacken feststellte nach Schilderung der ganzen letzten Monate und mir angeboten hat Citalopram 20mg einzunehmen. Ich lehnte ab, aber die Symptome blieben und immerhin habe ich einen kleinen Sohn zu versorgen. 14 Tage später habe ich mich doch dazu entschlossen das Rezept für die Tabletten zu holen und mir ging es mit 10mg wesentlich besser, ich ging zumindest in BEgleitung wieder unter Menschen, und alle Symptome verschwanden

Im August bin ich dann auch endlich nach einem Jahr schwanger geworden und eine riesen Last ist von mir gefallen.

Mein Arzt riet mir die Tabletten weiterzunehmen.

Die Symptome sind alle weg, aber sobald ich allein mit Sohnemann im Haus bin fange ich an nervös zu werden, bin froh wenn der Tag irgendwie rum ist und Männe nach Hause kommt. Ich male mir immer und immer wieder die Situation von Mai aus und denke zugegebener Maßen auch an schlimme Krankheiten, obwohl ich von Kopf bis Fuß durchgecheckt wurde.

Meine Frage an euch: Hört dieses Gedankenkarussell irgendwann mal wieder auf? Kann ich irgendwann einfach wieder das Leben mit meinen bald zwei Kindern genießen, ohne Angst zu haben umzukippen oder gar was schlimmes zu haben?

Mich machts echt traurig, ich war sonst so ein fröhlicher Mensch, aber diese Attacke im Auto warf mich vollkommen aus der Bahn und ich finde da nicht raus!!

21.01.2012 18:35 • 01.02.2012 #1


10 Antworten ↓


K
BIn ich hier falsch im Forum, oder weiß keiner einen Rat?

23.01.2012 10:41 • #2


A


Neu hier und brauche eure Hilfe

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G
Mit dem zweiten Kind wird es vielleicht noch schlimmer werden. Denn dann bist du noch mehr im Stress und Stress ist leider der Hauptausloeser für deine Symptome. Wichtig ist, dass du dir darüber bewusst bist, dass es nur Panikattaken sind. Dadurch sind sie leichter zu ertragen und sie werden schwaecher mit der Zeit. Aber dein Stress wird erst mal zunehmen nach der Geburt. Auch die Hormone spielen nach der Geburt eine Rolle. Sie koennen die Symptome verstärken. Also wunderte dich nicht, wenn es dir schlechter geht. Versuche dich zu entspannen, wann immer es geht! Versuche nicht die perfekte Mama zu sein! Lass Haushalt mal links liegen! Bekomme kein schlechtes Gewissen, wenn dein Sohn mal zurückstecken muss. Das ist nun einfach mal so! Versuche ausgeglichen zu sein! Setze die Prioritäten so, dass du dich gut fühlst!

Wenn sie wieder kommen, die Panikattaken, versuche nicht gegen sie kämpfen! Sie gehen vorüber und du wirst sie überleben! Ich kenne die Zweifel, wenn sie kommen. Sag dir dann: mein Blut ist super! Mein Herz ist gut! Kein Grund sich aufzuregen!

Die Kinder werden grösser und alles wird leichter!

23.01.2012 10:57 • #3


kalina
Liebe Kalki,

die Antwort lautet: das ist bei jedem anders, es kommt darauf an woher die Ängste kommen, wie Du in Zukunft damit umgehst usw. Angsterkrankung ist nicht gleich Angsterkrankung. Es gibt Leute, bei denen gehts ganz weg, bei anderen kommt es immer wieder, bei vielen bleibt es aber leider und sie müssen lernen, damit umzugehen, d.h. sie bekommen Werkzeuge vom Therapeuten, Techniken, damit es besser wird. Ich würde mir an Deiner Stelle einen Verhaltenstherapeuten suchen. Kopf hoch!
Was mich eher verwundert ist, dass Dein Arzt Dir die Citalopram trotz Schwangerschaft gibt. Meine Ärzte im Krankenhaus (psychosom. Station) hatten mir gesagt, dass man SSRI (wie Citalopram) auf gar keinen Fall nehmen darf, schon bei Schwangerschaftswunsch lehnten sie es ab, diese Medis zu verschreiben. Frag doch noch mal einen anderen Arzt.

Liebe Grüße
Kalina

23.01.2012 17:34 • #4


K
Also, der Neurologe, sowie mein Internist als auch der Frauenarzt haben der Gabe von Citalopram zugestimmt, nach dem auch embryotox dieses Mittel als Mittel der Wahl ansieht in der Schwangerschaft. Mit dem Kleinen ist auch alles bestens. Gott sei Dank.

Tja, wo die Ängste her kommen. Ich wusste bis zu dem ,,Anfall im Auto letzten Jahres gar nicht das ich Ängste oder gar Panik habe

Mich traf es ja aus heiterem Himmel.

Ich hoffe einfach, dass mir nach der Geburt der Therapeut helfen kann bzw. auch die Hypnose weiterhelfen kann, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Seit 8 Monaten überlege ich schon wovon diese Ängste auf einmal kommen, aber ich bin ratlos.

23.01.2012 19:45 • #5


E
Hallo,

ich bin neu hier. Ich leide auch seit Mai unter den Panikattacken, ich kenne das was Du beschreibst nur zu gut. WIe fühlst Du Dich mit dem Medikament? Bringt es die versprochene Wirkung? Meine Ärztin hat mir auch zu einem Medikament geraten, doch habe ich auch davor Angst.

23.01.2012 20:05 • #6


kalina
Liebe Kalki,

die Haltung Deiner Ärzte erstaunt mich tatsächlich, aber so lernt man durch Infos von anderen Betroffenen immer wieder dazu. Es freut mich, dass es Deinem Kind gut geht und ich wünsche Dir auch weiterhin alles Gute mit der Schwangerschaft.

Auch bei mir kam damals alles aus heiterem Himmel und auch der Verlauf der weiteren Wochen wie Du ihn beschreibst, genauso hätte ich es auch sagen können. Genauso geht es vielen. Ich glaube nicht, dass es gut ist, wenn Du Dir den Kopf zermarterst, woher es kommt, das kannst Du dann mit Hilfe eines netten Therapeuten, dem Du vertraust (such genau danach) herausfinden. Sowas geht meist nicht so schnell. Versuch Dich sooft wie möglich zu entspannen, und alles was passiert zu akzeptieren. Schau auf Deine Gefühle und versuche auch negative Gefühle zu akzeptieren. Versuch Dich nicht dagegen zu wehren, alles ist in Ordnung, Du siehst, anderen geht es auch so. Es ist schwer, ich weiß, aber ich hatte damals, als es bei mir angefangen hat nicht so ein Forum und hab lange gar nicht gewusst, was los ist. Insofern ist das hier dann schon eine Hilfe, Du bist damit nicht alleine.
Alles Gute
Kalina

23.01.2012 22:02 • #7


K
Hallo Einzelkämpfer.

Ich habe das Medikament von Anfang an gut vertragen, hatte zwar auch Angst vor extremen Nebenwirkungen, aber die blieben zum Glück aus!

Zugegebenermaßen ist es mir auch schwer gefallen, mich auf solch ein Medikament einzulassen, aber diese ganzen Symptome, vor allem das kribbeln in Armen und Beinen und der Schwindel haben mich in dieser Entscheidung bestärkt es zumindest auszuprobieren.

Ich hatte keine extreme Attacke mehr seit ich die Tabletten nehme (10mg), wobei das grundsätzliche Angstgefühl, wenn ich einkaufen gehe oder allein mit Sohnemann zu Hause bin bleibt.

24.01.2012 14:40 • #8


E
Zitat von kalki:
Hallo Einzelkämpfer.

Ich habe das Medikament von Anfang an gut vertragen, hatte zwar auch Angst vor extremen Nebenwirkungen, aber die blieben zum Glück aus!

Zugegebenermaßen ist es mir auch schwer gefallen, mich auf solch ein Medikament einzulassen, aber diese ganzen Symptome, vor allem das kribbeln in Armen und Beinen und der Schwindel haben mich in dieser Entscheidung bestärkt es zumindest auszuprobieren.

Ich hatte keine extreme Attacke mehr seit ich die Tabletten nehme (10mg), wobei das grundsätzliche Angstgefühl, wenn ich einkaufen gehe oder allein mit Sohnemann zu Hause bin bleibt.



Hallo kalki,

genau das ist auch mein Problem, beim Einkaufen, beim Arbeiten ständig kommen diese Angstzustände/Panik. Das schlimme ist das ich sie auch zu Hause seit neuestem bekomme. Das war früher nicht so, da dachte ich zu Hause ist alles gut. Ich habe auch total Angst einmal umzufallen, wenn ich mit meiner Tochter einkaufen bin zum Beispiel. Wer weiß was man tun kann das es einfach nur weg geht? Das Leben ist so anstrengend geworden.

29.01.2012 11:53 • #9


L
Hallo ich bin neu hier,
Bin weiblich und 22 Jahre. habe seit einigen Tagen eure Beiträge beobachtet bzw. durchgelesen. Da ich unter panikattaken leide suche ich Hilfe. Beim Neurologen war ich auch schon konnten nix feststellen. Hab mir einige Bücher gekauft um mich mit dem Thema auseinander zusetzen.
Ich habe Panik sobald ich ein Einkaufszentrum Besuche. Hatte Ende Oktober einen Anfall in einem Einkaufszentrum begleitet von Migräne Anfall. Sobald ich einen Migräne Anfall bekomme bewege ich mich aus meiner wohung nicht mehr.
Ich suche einfach Menschen der gleichen mit dennen ich reden kann oder ich mir Tipps holen kann.

Danke für euer lesen.

30.01.2012 16:46 • #10


E
Zitat von La_mino:
Hallo ich bin neu hier,
Bin weiblich und 22 Jahre. habe seit einigen Tagen eure Beiträge beobachtet bzw. durchgelesen. Da ich unter panikattaken leide suche ich Hilfe. Beim Neurologen war ich auch schon konnten nix feststellen. Hab mir einige Bücher gekauft um mich mit dem Thema auseinander zusetzen.
Ich habe Panik sobald ich ein Einkaufszentrum Besuche. Hatte Ende Oktober einen Anfall in einem Einkaufszentrum begleitet von Migräne Anfall. Sobald ich einen Migräne Anfall bekomme bewege ich mich aus meiner wohung nicht mehr.
Ich suche einfach Menschen der gleichen mit dennen ich reden kann oder ich mir Tipps holen kann.

Danke für euer lesen.


Hallo La-mino,

mein Tipp den ich DIr geben kann ist versuche kleine Schritte zu machen, aber versuche immer wieder in ein Einkaufszentrum zu gehen. Ich selbst leide seit Mai unter ständigen Panikattacken, habe viel gelesen und ein Buch hat mir sehr geholfen das heißt Wenn plötzlich die Angst kommt. von Roger Baker.
Vielleicht hilft es Dir
liebe grüße

01.02.2012 21:44 • #11


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