irgendwie ist momentan der wurm drin. ich fühl mich permanent derbe angespannt, letzten samstag wieder sehr starke panikschübe, so dass ich seit langem wieder eine halbe tavor genommen habe. es ist momentan echt zum verzweifeln. ich treibe seit anfang märz sport (meist drei mal die woche fitnessstudio, ab und an auch schwimmen), ernähre mich immer besser, habe auch schon ein paar kg abgenommen. meine hoffnung, dass das ein mittel zur besserung ist wurden zumindest bisher nicht erfüllt.
mittlerweile ist mein blutdruck sehr hoch, meist so bei 155/100, wobei der puls zumindest dann immer normal ist (zw 70-90). ich habe das messgerät schon weggepackt, damit ich mich nicht kirre mache. ich habe gleich einen arzttermin, und werde dort eine 24 h messung vorschlagen. ich habe bisher 2 mal so eine messung machen lassen, weil ich dachte, das mein blutdruck zu hoch sei, beide male war er dann aber gut.
zudem habe ich meiner therapeutin auf den ab geredet, und werde sie nachher zu ihrer sprechzeit noch einmal anrufen. 2 sitzungen habe ich noch (aufgespart) und werde mit ihr besprechen ob eine folgetherapie möglich ist. ich merke, dass ich jemanden zum reden brauche. jemanden der mir hilfestellung geben kann. nicht nur freunde oder familie, die es meist gut meinen aber doch nicht richtig verstehen.
nun ist der punkt gekommen, wo ich mich frage, was genau der auslöser ist, bzw. welche punkte mit hineinspielen. ich kann mich entsinnen, dass ich vergangenes jahr zu dieser zeit (april, mai) auch probleme hatte, evtl liegt es also auch am wetter umschwung. aber das wetter kann ja nicht nur schuld sein. dann kommt der punkt, das ich angst um meine zukunft habe, da mein vertrag nur bis zum 31.12. geht. und da kommt man dann wieder in den teufelskreis, denn der wird ja sicher nicht verlängert wenn man so oft krank ist. durch die krankheit aber sehe ich mich momentan so nicht in der lage zu arbeiten. usw. dann mache ich mir gedanken um meinen vater. ihm geht es nicht sonderlich gut, wg finanzieller sorgen. ich habe mich ja für die privatinsolvenz entschieden, er ist zu stolz dafür. doch auch wenn ich mir permanent einrede, dass er erwachsen ist und es sein ding ist, er ist und bleibt mein vater. und ich bin gerade hilflos in der hnsicht.
zudem habe ich festgestellt, dass ich seit geraumer zeit wieder in einem unglaublich negativen denken verfallen bin. ich kann nichts, ich bin nichts und wenn ich einen fehler mache oder meinen job verliere werde ich nie wieder was finden. ich male mir die schlimmsten horrorszenarien aus. das ich nie wieder gesund werde und mich gut fühle. das ich immer allein bleiben werde usw. dann manifestiert sich der druck, die angst, es kommt zum ausbruch. ich vergleiche meine momentane situation mit jemanden, der in einem fluss im eis eingebrochen ist. die strömung treibt ihn unter dem eis vorwärts. nur ab und an kann er kurtz durch die decke brechen und nach luft schnappen, aber die strömung ist zu stark und zieht ihn wieder unter das eis. so fühle ich mich, nur dass man die luftnot mit dem druck vergleichen kann. ich stehe permanent unter druck, nur ab und an fühle ich mich gerade besser. heute morgen zb hatte ich ohrenrauschen, augenflimmern, schwindel und einen leichten kopfschmerz. also anzeichen für zu hohen blutdruck. habe dann mich krank gemeldet, einen entspannungstee getrunken und einen arztermin gemacht. und dann eine lange pmr. das tat gut. danach (bzw vor den letzten 3, 4 anspannungen) bin ich eingeschlafen. auch gestern nach 30 min moderatem ausdauertraining war es für ne stunde so gut. dann wurds wieder schlimmer.
ich bin noch nicht so weit wie vor 3 jahren, als alles so kacke war, dass ich mich hab einweisen lassen. und ich möchte auch nicht wieder zu diesem punkt kommen sondern es so schaffen. vll. ist es nun nur eine phase, die man als depressiver mensch mal hat. und mit hilfe (enstpannungsübungen, sport, ernährung + therapie) komme ich da wieder raus. finde den ast im fluss, durch den ich mich an land ziehen kann.
aber aktuell fühle ich mich einfach nur unter druck, hilflos und schlecht
