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Guten Morgen,
seit Freitag bin ich länger als 6 Wochen krank geschrieben. Psychotherapie habe ich im April begonnen.
Aus dem ALG I Bezug falle ich ja somit raus. Nun ist die Frage: Was habe ich von Seiten der Krankenkasse zu befürchten?
Habe vorgestern dort angerufen und man wollte mich zurückrufen. Dies passiert aber nicht. Womöglich halte die mich für so blöd, dass ich nicht weiß, dass ich nun Krankengeld beziehen muss...
Von Seiten des Arbeitsamtes kam in den ganzen 6 Wochen außer ein paar Vermittlungsvorschlägen NICHTS.
Was habe ich nun zu erwarten? Ich mache mir natürlich schon wieder Gedanken. Mein Arzt hat der Krankenkasse mitgeteilt, dass ich derzeit NICHT arbeitsfähig bin und dies nicht absehbar ist.
Wird die Krankenkasse nun erfahrungsgemäß Ärger machen? Können die einen in eine Klinik "zwingen"? Meine Psychotherapeutin sagte, dass sie das bei mir nicht für nötig halt. Ebenso wenig eine medikamentöse Behandlung. Sicherheitshalber habe ich aber im Juni noch einen Termin bei einer Neurologin. Falls die Krankenkasse das Attest meines Hausarztes anzweifelt.
Ist damit zu rechnen, dass ich ganz schnell bei einem Gutachter lande?
Und falls dieser mich für arbeitsfähig erachtet oder mir sonstwelche Vorschläge macht: Kann ich das ablehnen, mich aus dem ALG I bzw. Krankengeldbezug abmelden und mich einfach über meinen Mann familienversichern? Diesen Druck halte ich nicht aus.
Ich bin auf der Suche (auf eigene Faust) nach einem Job, den ich ausüben kann. Heißt: Flexibel, in der Nähe und nicht so viele Stunden. Aber natürlich gibt es solche Stellen nicht gerade wie Sand am Meer.
Also vielleicht könnt ihr mir schreiben, was ich nun zu befürchten habe. Ich habe jetzt schon Panik.

19.05.2013 11:55 • 20.05.2013 #1


8 Antworten ↓


Ach ja. Die Diagnosen lauten: angstäquivalente Ängste vor Krankheiten, Erschöpfungszustand mit vielfältigen Somatisierungen, vor allem Schwindel (und dahinter hat die Ärztin geschrieben, was alles schon untersucht wurde). Mein Hausarzt hat noch: mittelschwere Depressionen und Angststörung genannt.

19.05.2013 11:59 • #2



Länger als 6 Wochen krank Was erwartet mich nun?

x 3


Peppermint
http://www.ratgeber-aktuell.com/ausbild ... nkheit.htm

Vielleicht hilft dir das weiter.....

19.05.2013 12:02 • #3


Peppermint
http://www.wer-weiss-was.de/Anfragen/ww ... -mehr.html

Das ist besser....

19.05.2013 12:06 • #4


Schlaflose
Bei mir lag der Fall etwas anders, weil ich vor meiner Krankschreibung nicht arbeitslos war, aber ich wurde nach den 6 Wochen Lohnfortzahlung von meinem Arbeitgeber (d.h. vom Staat, ich bin im Öffentlichen Dienst angestellt) zum Amtsarzt geschickt und einige Wochen später nochmal. Die Krankenkasse hat dann monatelang aufgrund des amtsärztlichen Gutachtens und den Diagnosen meines Therapeuten die Krankschreibung vom Hausarzt anstandslos akzeptiert. Nach etwa 8 Monaten wollten sie mich zu einer stufenweise Wiedereingliederung auffordern, aber das war dann nicht notwendig, weil ich genau zu dem Zeitpunkt meine neue Stelle antreten konnte.

19.05.2013 12:12 • #5


Danke für den Link und eure Meinungen. Die Frage ist vor allem: Nach wie langer Zeit schicken die einen denn zum Gutachter? Und sagen die dann: Wenn sie nicht in eine Klinik gehen, kriegen sie auch kein Geld mehr?

19.05.2013 12:29 • #6


Huhu Pumuckel

Die Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber beträgt 6 Wochen.
Danach gibt es für 78 Wochen Krankengeld von der Krankenversicherung.

Ob und wann einem die Krankenversicherung in dieser Zeit zu einem Gut-
achtertermin oder zu einer Kur "verdonnert", ist Einzelfallabhängig.
Wenn genügend andere Gutachten und Arztberichte vorliegen, die eine
eindeutige Arbeitsunfähigkeit bescheinigen, dann wird darauf (mit etwas
Glück) oft verzichtet.

Ganz liebe Grüsse, Der Beobachter

19.05.2013 12:55 • #7


Ich hoffe, dass die mir nicht postwendend mit einem Gutachter kommen. Und wie ist das, wenn der einem eingeschränkte Tätigkeit bescheinigt? Also beispielsweise, man lt. deren Meinung 3 Stunden am Tag arbeiten könnte?! Wird man dann wieder dem Arbeitsamt zugeschoben? Und bekommt man dann nur noch anteilig Geld? Oder kriegt man weiter das volle Geld und muss sich halt für 3 Stunden was suchen?

19.05.2013 20:18 • #8


Huhu Pumuckel

In aller Regel wird man nicht sofort bei Krankengeldzahlung zu
einem Gutachter geschickt.

Bei mir wurde 2002, nach meinem Krankenhausaufenthalt, noch
8 Monate Krankengeld (ohne Amtsgutachten) weitergezahlt. Es
wäre sogar noch länger gezahlt worden, aber ich wollte damals
wieder arbeiten, und bin freiwillig zum Arbeitsamt gegangen.
(Natürlich wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ich bei
diesem Amt bereits als "Irrer" abgestempelt war)

Übrigens bleibt der ALG1 Restanspruch nach dem Krankengeld er-
halten, man kommt also nicht direkt in HartzIV und kann auch zu
nichts gezwungen werden.

Deine Unsicherheit und Ängste kann ich aber sehr gut verstehen,
habe sie ja gerade erst selber mit der Rente erlebt.

Kopf hoch, viel Kraft und liebe Grüsse, Der Beobachter

20.05.2013 13:20 • #9




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