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Tiffey93
Hallo zusammen,

grundlegend muss ich sagen, dass es mir eigl ganz gut geht. Ich bin aktiv am Leben dabei, sehe meine Familie häufig, hatte gerade eine Woche Urlaub. eigl läuft alles.

Nur habe ich momentan oft ein komisch Ich Gefühl und bin irgendwie vergesslich.
Außerdem kreisen bei mir oft die Gedanken wie folgt: Ich existiere auf dieser Welt. Es fühlt sich aber nicht so an als würde ich existieren. Aber ich existiere ja. Trotzdem passiert es alles nur in meinem Kopf und wird da konstruiert. Meine Umwelt ist real und das weiß ich. Ich spüre sie ja. Aber trotzdem fühl sich das Leben komisch an. wie war es früher? Bevor ich die ersten Panikattacken hatte? Dann vergleiche ich immer meine Gefühle von gerade mit denen von damals.

Außerdem, und damit habe ich eigl die größten Probleme. Ich war ja wie gesagt im Urlaub letzte Woche. Ich kann mich auch an alles erinnern und weiß ja auch, dass ich da war. Aber es fühlt sich irgendwie nicht so richtig so an als ob. Vielleicht ist es auch, weil ich mich zwanghaft versuche so zu fühlen wie beispielsweise damals als ich im Urlaub war. Ich hänge quasi zwischen meiner gerade vergangenen Vergangenheit und der Gegenwart. super komisch. Außerdem kommen mir andere Menschen wieder so surreal vor.

Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich quasi das richtige Leben verlernt habe und es jetzt erst wieder lernen muss.

Was sagt ihr dazu? Geht es euch ähnlich und wenn ja, ist es weggegangen und muss ich einfach nur warten und so weitermachen wie bisher?

LG

13.09.2020 19:17 • 11.10.2020 x 1 #1


7 Antworten ↓


Unruhe_in_Person
Huhuu!

Keine Ahnung,ob ich Dir weiter helfen kann,aber mal gucken.^^

Zitat:
Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich quasi das richtige Leben verlernt habe und es jetzt erst wieder lernen muss.



Es kann gut möglich sein,dass Du Dich erst an Dein,ich sag mal "neues" Leben gewöhnen musst.Ich meine,es war ja vorher anders und die ganze Umstruktierung ist eben nicht so einfach.
Bei mir st es manchmal so,dass ich dann die Leute anpiekse mit denen ich gerade unterwegs bin um für mich selbst festzustellen:Ja,ich erlebe das alles gerade wirklich.Vorallem versuche ich einfach so gut es geht jeden Tag zu leben und auszukosten.Es geht mir also auch oft so,dass ich denke,dass das alles irgendwie nicht real ist oder ich da bin,aber die um mich herum eher durch...einen Schleier oder sowas in der Art wahrnehme.
Ich hab son kleines Täschen,wo ich Duftstoffe wie Lavendelöl aufbewahre und ganz wichtig:Irgendwas geschmacksintensives.Vielleicht ist dasd auch etwas für Dich um Dich dabei zu unterstützen durch den Schleier zu kommen?


Liebe Grüße,
Unruhe_in_Person

14.09.2020 09:04 • #2



Komisches Ich-Gefühl

x 3


Herr76
Zitat von Tiffey93:
Hallo zusammen, grundlegend muss ich sagen, dass es mir eigl ganz gut geht. Ich bin aktiv am Leben dabei, sehe meine Familie häufig, hatte gerade eine Woche Urlaub. eigl läuft alles. Nur habe ich momentan oft ein komisch Ich Gefühl und bin irgendwie vergesslich. Außerdem kreisen bei mir oft die Gedanken wie folgt: Ich existiere auf dieser Welt. Es fühlt sich aber nicht so an als würde ich existieren. Aber ich existiere ja. Trotzdem passiert es alles nur in meinem Kopf und wird da konstruiert. Meine Umwelt ist real und das
weiß ich. ...



Hy du, das liest sich für mich wie eine Derealisation.
habe ich und hatte ich in diesem Jahr sehr oft, vielleicht im Zusammenhang mit meiner Depression, kam immer wieder vor. Ist nichts Schlimmes, aber es macht einem natürlich Angst.
mir hilft es immer in diesen Momenten leichte Ablenkung zu suchen, sei es spazieren zu gehen oder auch versuchen mit Leuten zu reden, um diesen gefühlten Abstand zu verringern.. Habe immer gedacht, dass jeder mit dem ich mich unterhalte, das merkt und oft darauf geachtet was ich überhaupt von mir gebe bei Unterhaltungen etc das mache ich aber nicht mehr, sondern man wird wieder sicherer, wenn man versucht nicht darauf zu achten.. Aber auch ich habe oft noch dieses Gefühl und versuche mich dann abzulenken, damit ich so wenig wie möglich darüber nachdenke...

14.09.2020 09:55 • x 2 #3


Tiffey93
Danke schon mal für eure Nachrichten!

Ja, mit derealisation hatte ich vor längerem schon sehr zu kämpfen, damals aber so schlimm, dass ich nicht mal mein Gesicht im Spiegel erkannt habe. Hin und wieder gucke ich immer noch in den Spiegel und komme mir unwirklich vor aber dabei denke ich mir mittlerweile nicht mehr so viel..

Das mit dem Leute anpieksen mache ich übrigens auch aber eher so aus Reflex:-D
Das habe ich in der Berufsschule schon immer aus Spaß mit meinem Sitznachbar gemacht... ich streichle dann auch oft meine Freundin, wenn sie da ist oder fasse Gegenstände in meiner Umgebung an. Das hilft dann auch immer für einen kurzen Moment.

Trotzdem habe ich das jetzt schon so unterschwellig seit ziemlich genau zwei Jahren und ich will einfach, dass es endlich mal aufhört...

14.09.2020 10:57 • x 1 #4


Mond9019
Mir hilft folgende Übung aus der Achtsamkeit sehr gut:

Ich benenne für mich im Geiste fünf Dinge, die ich in diesem Moment sehe.
Dann vier Dinge, die ich höre.
Drei Dinge, die ich fühle (also taktil erfassen kann).
Zwei Dinge, die ich rieche.
Eine Sache, die ich schmecke.

14.09.2020 11:19 • x 2 #5


Tiffey93
Hi Mond!

Das ist ein super Tipp! So kommt man tatsächlich näher an seine Umwelt.

Danke dir!

14.09.2020 14:32 • #6


Tiffey93

11.10.2020 20:22 • #7


Hey,
Das Gefühl was du beschreibst, kann ich gut nachvollziehen, so geht es mir auch immer wieder aber aktuell leider mehr als sonst. Es fühlt sich bei mir so an, als wäre mein körper nicht echt und alle Bewegungen würden nicht zu mir gehören. Wenn ich laufe, macht es mir Angst, weil dieses seltsame Gefühl da ist. Meine Therapeutin sagt, das wäre die Depersonalisierung, ein Angstsymptom.
Ich mache so oft ich mich aufpassen kann, progressive muskelentspannung, das hilft immerhin manchmal etwas.

11.10.2020 20:33 • x 1 #8




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