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Tiffey93

Tiffey93
Mitglied

Beiträge:
80
Themen:
4
Danke erhalten:
76
Mitglied seit:
Hallo zusammen,

grundlegend muss ich sagen, dass es mir eigl ganz gut geht. Ich bin aktiv am Leben dabei, sehe meine Familie häufig, hatte gerade eine Woche Urlaub. eigl läuft alles.

Nur habe ich momentan oft ein komisch Ich Gefühl und bin irgendwie vergesslich.
Außerdem kreisen bei mir oft die Gedanken wie folgt: Ich existiere auf dieser Welt. Es fühlt sich aber nicht so an als würde ich existieren. Aber ich existiere ja. Trotzdem passiert es alles nur in meinem Kopf und wird da konstruiert. Meine Umwelt ist real und das weiß ich. Ich spüre sie ja. Aber trotzdem fühl sich das Leben komisch an. wie war es früher? Bevor ich die ersten Panikattacken hatte? Dann vergleiche ich immer meine Gefühle von gerade mit denen von damals.

Außerdem, und damit habe ich eigl die größten Probleme. Ich war ja wie gesagt im Urlaub letzte Woche. Ich kann mich auch an alles erinnern und weiß ja auch, dass ich da war. Aber es fühlt sich irgendwie nicht so richtig so an als ob. Vielleicht ist es auch, weil ich mich zwanghaft versuche so zu fühlen wie beispielsweise damals als ich im Urlaub war. Ich hänge quasi zwischen meiner gerade vergangenen Vergangenheit und der Gegenwart. super komisch. Außerdem kommen mir andere Menschen wieder so surreal vor.

Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich quasi das richtige Leben verlernt habe und es jetzt erst wieder lernen muss.

Was sagt ihr dazu? Geht es euch ähnlich und wenn ja, ist es weggegangen und muss ich einfach nur warten und so weitermachen wie bisher?

LG

11.10.2020 x 1 #1


7 Antworten ↓


U
Huhuu!

Keine Ahnung,ob ich Dir weiter helfen kann,aber mal gucken.^^

Zitat:
Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich quasi das richtige Leben verlernt habe und es jetzt erst wieder lernen muss.



Es kann gut möglich sein,dass Du Dich erst an Dein,ich sag mal "neues" Leben gewöhnen musst.Ich meine,es war ja vorher anders und die ganze Umstruktierung ist eben nicht so einfach.
Bei mir st es manchmal so,dass ich dann die Leute anpiekse mit denen ich gerade unterwegs bin um für mich selbst festzustellen:Ja,ich erlebe das alles gerade wirklich.Vorallem versuche ich einfach so gut es geht jeden Tag zu leben und auszukosten.Es geht mir also auch oft so,dass ich denke,dass das alles irgendwie nicht real ist oder ich da bin,aber die um mich herum eher durch...einen Schleier oder sowas in der Art wahrnehme.
Ich hab son kleines Täschen,wo ich Duftstoffe wie Lavendelöl aufbewahre und ganz wichtig:Irgendwas geschmacksintensives.Vielleicht ist dasd auch etwas für Dich um Dich dabei zu unterstützen durch den Schleier zu kommen?


Liebe Grüße,
Unruhe_in_Person

#2


A


Komisches Ich-Gefühl

x 3


Herr76
Zitat von Tiffey93:
Hallo zusammen, grundlegend muss ich sagen, dass es mir eigl ganz gut geht. Ich bin aktiv am Leben dabei, sehe meine Familie häufig, hatte gerade eine Woche Urlaub. eigl läuft alles. Nur habe ich momentan oft ein komisch Ich Gefühl und bin irgendwie vergesslich. Außerdem kreisen bei mir oft die Gedanken wie folgt: Ich existiere auf dieser Welt. Es fühlt sich aber nicht so an als würde ich existieren. Aber ich existiere ja. Trotzdem passiert es alles nur in meinem Kopf und wird da konstruiert. Meine Umwelt ist real und das
weiß ich. ...



Hy du, das liest sich für mich wie eine Derealisation.
habe ich und hatte ich in diesem Jahr sehr oft, vielleicht im Zusammenhang mit meiner Depression, kam immer wieder vor. Ist nichts Schlimmes, aber es macht einem natürlich Angst.
mir hilft es immer in diesen Momenten leichte Ablenkung zu suchen, sei es spazieren zu gehen oder auch versuchen mit Leuten zu reden, um diesen gefühlten Abstand zu verringern.. Habe immer gedacht, dass jeder mit dem ich mich unterhalte, das merkt und oft darauf geachtet was ich überhaupt von mir gebe bei Unterhaltungen etc das mache ich aber nicht mehr, sondern man wird wieder sicherer, wenn man versucht nicht darauf zu achten.. Aber auch ich habe oft noch dieses Gefühl und versuche mich dann abzulenken, damit ich so wenig wie möglich darüber nachdenke...

x 2 #3


Tiffey93
Danke schon mal für eure Nachrichten!

Ja, mit derealisation hatte ich vor längerem schon sehr zu kämpfen, damals aber so schlimm, dass ich nicht mal mein Gesicht im Spiegel erkannt habe. Hin und wieder gucke ich immer noch in den Spiegel und komme mir unwirklich vor aber dabei denke ich mir mittlerweile nicht mehr so viel..

Das mit dem Leute anpieksen mache ich übrigens auch aber eher so aus Reflex:-D
Das habe ich in der Berufsschule schon immer aus Spaß mit meinem Sitznachbar gemacht... ich streichle dann auch oft meine Freundin, wenn sie da ist oder fasse Gegenstände in meiner Umgebung an. Das hilft dann auch immer für einen kurzen Moment.

Trotzdem habe ich das jetzt schon so unterschwellig seit ziemlich genau zwei Jahren und ich will einfach, dass es endlich mal aufhört...

x 1 #4


Mond9019
Mir hilft folgende Übung aus der Achtsamkeit sehr gut:

Ich benenne für mich im Geiste fünf Dinge, die ich in diesem Moment sehe.
Dann vier Dinge, die ich höre.
Drei Dinge, die ich fühle (also taktil erfassen kann).
Zwei Dinge, die ich rieche.
Eine Sache, die ich schmecke.

x 2 #5


Tiffey93
Hi Mond!

Das ist ein super Tipp! So kommt man tatsächlich näher an seine Umwelt.

Danke dir!

#6


Tiffey93

Wenige Gefühle / Körper kaum spürbar

Nabend zusammen,

ich muss mal wieder ein paar meiner Gedanken und Gefühle loswerden.

Ich nehme seit einer Woche ca. Bispprolol gegen meine Extrasystolen. Das ist das erste Mal, dass ich Medikamente dagegen bekomme, da sie nach einem 24 h EKG auf 3.500 Stück am Tag gestiegen sind. Außerdem habe ich 90 Doppelschläge.

Mit geht es zwar ganz gut soweit nur plangen mich Momentan eine Reihe Gedanken/Gefühle. Außerdem habe ich Schmerzen oben in der Mitte des Kopfes, die mal stärker, mal schwächer sind.

Ich und meine Freundin ziehen in 3 Wochen in meine Heimatstadt zurück und ich freue mich auch schon sehr, auch wenn ich da mit gemischten Gefühlen rangehe, da ich dann mit ihr zusammen dort wohne. Ich habe die Angst, dass ich mich zu sehr nach den guten alten Tagen sehne und es ganz anders wird, weil sie dann dabei ist. Außerdem hat sich in den letzten 4 Jahren dort sehr viel verändert. Ich bin zwar wieder in meinem alten Verein eingetreten und es sind immer noch viele Leute da, die früher auch da waren aber naja, so ist die Zeit eben.

Heute haben wir viele Sachen gepackt in Kartons und waren heute morgen sogar mit Freunden frühstücken und ich muss sagen, es geht mir sogar ganz gut. Ich halte die Tage in letzter Zeit viel besser durch ohne große Einschränkungen oder dass ich überdurchschnittlich viel Ruhe brauche. Allerdings sind den Tag hindurch oft so Gefühle vorhanden wie bspw. Jeden Morgen, dass ich keine Lust habe zu Duschen. Einfach weil es sich nicht so anfühlt wie früher. Ich habe immer das Gefühl, dass ich die Wärme weniger spüre. Außerdem fühlt sich mein Kopf immer so anders an und wenn ich mein Gesicht einschäume, fühlt es sich dumpf an. So unecht. und ich kann mich ja noch erinnern, wie es sich noch vor 2 Jahren angefühlt hat.

Auch fühlt sich der Rest des Tages alles manchmal so dumpf an. Ich habe dann kein so richtiges einordnendes Gefühl, wo ich mich gerade befinde und mit wem ich gerade zusammenlebe auch wenn ich all das ja weiß. Nur eben das Gefühl ist nicht so da. Auch wenn ich manchmal reden möchte, kann ich es zwar aber naja, so richtig fühlt es sich auch nicht an. wenn ihr versteht Very Happy
Ich habe morgens in der Tat nicht mehr die Probleme damit mich aufzuraffen oder so. Ich mag bloß dieses ekelige leere Gefühl nicht.

Ich freue mich in der Tat schon wieder auf meine Heimat, da ich dort mehr Sport machen werde und meinen Freundeskreis etwas 'verkleinere'. Dann wird es alles vielleicht ein wenig ruhiger.

Kennt jemand einen Teil dieser Gefühle?

LG
Tiffey

#7


W
Hey,
Das Gefühl was du beschreibst, kann ich gut nachvollziehen, so geht es mir auch immer wieder aber aktuell leider mehr als sonst. Es fühlt sich bei mir so an, als wäre mein körper nicht echt und alle Bewegungen würden nicht zu mir gehören. Wenn ich laufe, macht es mir Angst, weil dieses seltsame Gefühl da ist. Meine Therapeutin sagt, das wäre die Depersonalisierung, ein Angstsymptom.
Ich mache so oft ich mich aufpassen kann, progressive muskelentspannung, das hilft immerhin manchmal etwas.

x 1 #8






Dr. Christina Wiesemann
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