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V

VforVegeta
Mitglied

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5
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3
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Hallo,

ich habe das Problem, dass ich mir immer das Schlimmste ausmale und dann Panik bekomme.Das Blöde ist nur, dass mir schon oft Sachen passiert sind, die eher nicht so gewöhnlich sind und diese Ängste jedoch verstärken.

Ich habe eine seltene Blutgerinnungsstörung, was sich durch erhöhte Blutungsneigung äußert. Bei jeder Verletzung denke ich: "Hoffentlich werde ich nicht verbluten" "Hoffentlich hab ich keine inneren Blutungen" usw. Ich bekomme dann Panikattacken.

Dann hatte ich schon mal ein starkes Stechen im Kopf und Schmerzen auf einer Gesichtsseite. Bin dann zur Notaufnahme gefahren und musste im Krankenhaus bleiben, weil irgendwas mit meinen Reflexen nicht stimmte. Im Endeffekt soll es wohl ein durch die Kälte gereizter Gesichtsnerv gewesen sein.

Letztes Jahr hatte ich beim Mittagkochen plötzlich ein starkes Brennen in der linken Brust, was immer stärker wurde. Bin dann auch zur Notaufnahme gefahren. Ich musste dann auch wieder im Krankenhaus bleiben, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es ein Vorbote für einen Herzinfarkt sein könnte. Hatte dann einen Ultraschall am Herzen und Belastungsekg. Dort war alles gut und ich durfte wieder nach Hause. Es soll höchstwahrscheinlich ein eingeklemmter Nerv gewesen sein.

Dann hatte meine Mutter eine Colaflasche als Aschenbecher benutzt, in der sie Wasser reintat und ihre Kippen. Sie stellte die Flasche dann zu den anderen Flaschen auf den Boden. Natürlich achtete ich nicht drauf und nahm einen großen Schluck Zig... Fuhr dann ins Krankenhaus und hatte eine kleine Auffälligkeit im EKG (sollte diese beim Hausarzt kontrollieren lassen und dort war alles wieder gut)

Meine Panikattacken entstehen dadurch, dass mir wirklich schon komische Dinge passiert sind (lag z.B. auch 2 mal auf der Intensivstation, hatte schon eine Blutstillungsop usw.) Ich reagiere jetzt immer mit Panikattacken, wenn ich irgendwas an meinem Körper bemerke, was komisch ist. Manchmal frage ich mich, wie ich damit umgehen soll. Dazu kommt, dass ich Asperger bin.

08.01.2020 #1


3 Antworten ↓

B
Hallo an dich,
nun sind die wirklich auch "Dinge" passiert, die ja auch mal Angst machen können. Auch andere Menschen, ohne Panikattacken, lassen was abklären, wenn der Körper ungewöhnliche Symptome zeigt. Deine Einstellung ist gut, du willst Absicherung und gehst auch zur Untersuchung. Das nennt man auch, sich den Ängsten zu stellen.
Es geht auch darum, wieder Vertrauen in deinen Körper zu gewinnen. Machst du eine Therapie?
LG an dich

#2


A


Körper reagiert mit Panikattacken

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V

Mein Verlauf

Hallo,

alles fing damit an, dass ich einen Infekt hatte und damit durch die Gegend gelaufen bin, weil ich dachte, es sei nicht so schlimm.
Dann wurde mir beim Einkaufen komisch. So wie ein Schwächeanfall und schwarz vor Augen. Hatte dann richtig Panik und wollte einfach nur noch aus dem Laden. Auch Zuhause ging es mir sehr schlecht wie eine veränderte Wahrnehmung. Als sei alles weit weg. Außerdem war ich lichtempfindlich und lärmempfindlich. Ich dachte es käme von dem Infekt, aber es wirkte auf mich ziemlich bedrohlich.

Zwei Tage später ging es mir wieder besser und ich wollte in die Stadt zur Bibliothek mit der Straßenbahn fahren. In der Straßenbahn war es für mich schrecklich. Ich hatte das Gefühl, im Sitzen ohnmächtig zu werden. Als ich ausstieg war ich so müde, dass ich kaum bei Bewusstsein bleiben konnte.
Vor der Bibliothek war es sehr schlimm. Mich schauten auch schon andere Leute an und ich dachte schon, ich muss einen Krankenwagen rufen.
Irgendwie hab ich es doch wieder nach Hause geschafft und mir überlegt, dass es besser wäre, zum Arzt zu gehen.
Also wieder die gleiche Straßenbahnprozedur.
Ich hatte beim Arzt einen Blutdruck von 80/60, was wohl von dem Infekt kommen sollte. Ich solle einfach viel trinken.
An dem Tag hatte ich noch zusätzlich Ohrenrauschen, was irgendwie schlimm war.

Irgendwie hab ich die Tage rum bekommen, aber jeder Tag war eine Herausforderung. Nach dem Baden war mir schwindelig und schwarz vor Augen und mein Blutdruck war 200 (!) zu irgendwas
Manchmal aber auch nur 94.
Wenn ich rausging, war mir nach paar Metern komisch und ich hatte Angst vor dem Rausgehen. Mir ist dabei schwindelig, schlecht und ich fühle mich so als wär ich ganz weit weg.

Gestern war ich beim Arzt. Das EKG war normal. Blutdruck 180 zu irgendwas.
Der Arzt meinte, dass ich eine Angst- und Panikstörung habe und organisch gesund bin. Ich soll einen Psychotherapeuten suchen. Ich fühlte mich erleichtert und rief bei einem an. Dieser sagte, dass er noch nicht sicher ist, ob es wirklich psychisch ist und dass wohl noch ein paar Tests erfolgen müssten. Das hat mich irgendwie geschockt und ich weiß gar nicht mehr, was ich denken soll.

Hattet ihr auch schon mal sowas Ähnliches?

#3


xlex03
Hey!
Ja das kenne ich relativ gut. Erst gestern musste ich von der Schule abgeholt werden weil ich derartige Angstzustände im Bus und im Unterricht hatte, dass ich umkippen, mich übergeben oder die Kontrolle verlieren könnte. Eigentlich leide ich schon sehr lange an Angststörungen, bin dieses Jahr aber erst 2 Jahre in Behandlung. Eigentlich hatte ich meine Panikattacken meistens immer zu Hause und das war dann z.B., die Angst vor dem Tod oder, dass meiner Familie etwas passiert. Seit einer Weile habe ich jedoch vermehrt Angstzustände im Alltag, die eben Ohnmacht oder Erbrechen thematisieren und kann mich da sehr gut in deine Lage hineinversetzen. Hinzu kommt, dass ich wahrscheinlich eher einen niedrigen Blutdruck habe und eh schon Probleme mit meinem Kreislauf habe und immer mind. 3 Mahlzeiten am Tag brauche, um meinen Kreislauf irgendwie im Griff zu haben. Nur super, dass sich die Angst jetzt irgendwie damit verbunden hat und ich nie weiß, ob ich mir das nur einbilde oder wirklich was mit meinem Kreislauf nicht stimmt...

#4






Dr. Christina Wiesemann
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