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Hallo, hab mir heut so meine Gedanken gemacht...leide schon seit ca. 20 Jahren immer wieder unter Angst und Panikattacken mit allen Symptomen! Und das immer wieder extrem steigende Adrenalin etc. kann doch dem Körper auch mit der Zeit schaden? Oder? Es heisst ja immer, es kann einem in einer Panikattacke nichts passieren - die Symptome können einem nichts...aber vielleicht macht der Körper doch mal nicht mehr mit wenn man diese Angstattacken schon so lange hat?!! Was denkt ihr? Lg soeh

21.06.2012 18:17 • 24.06.2012 #1


27 Antworten ↓


hallo

21.06.2012 21:45 • #2



Können langjährige Angst/Panikattacken dem Körper schaden?

x 3


Gute Frage. Ich glaube aber nicht, dass Panikattacken allein hier viel ausmachen. Der Körper gewöhnt sich an vieles, auch an Adrenalinschübe und Belastungen. Außerdem ist das Empfinden bei einer Panikattacke auch immer schlimmer als die eigentlichen körperlichen Auswirkungen und Reaktionen. Ich denke, ob nun eine Panikattacke oder körperliches Training oder schwere Arbeit, ist letzten Endes egal.

Deshalb sollte man auch, wenn möglich, bei Panikattacken Sport treiben. Je mehr der Körper in Form ist, umso geringer fällt die eigentliche Attacke aus.

21.06.2012 22:44 • #3


So etwas ähnliches habe ich mich auch gefragt...

Was ist wenn man wirklich mal einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hat? Da entscheiden ja oft Sekunden/Minuten und wenn man sich dann denkt "Ach, ist doch bestimmt wieder nur ne Panikattacke" und nicht zum Arzt geht kann das ja durchaus lebensgefährlich enden...

21.06.2012 22:46 • #4


Zitat von Neuro87:
So etwas ähnliches habe ich mich auch gefragt...

Was ist wenn man wirklich mal einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hat? Da entscheiden ja oft Sekunden/Minuten und wenn man sich dann denkt "Ach, ist doch bestimmt wieder nur ne Panikattacke" und nicht zum Arzt geht kann das ja durchaus lebensgefährlich enden...


Ich glaube, Gedanken wie: "Ist doch bestimmt wieder nur eine Panikattacke", stellt sich bei einem Problem wie Herzinfarkt nicht. Das wird man schon mitbekommen, wenn wirklich mal ein Problem anliegt. Mir ist zumindest noch nie untergekommen, dass Herzpatienten fröhlich durch die Gegend spazieren konnten während eines akuten Problems, Panikpatienten aber können dies tun.

21.06.2012 22:52 • #5


Muss mal meinen Neurologen darauf ansprechen, ob es da irgendwelche Studien drüber gibt.
Aber gut kann die PA für den Körper nicht sein, es ist ja Stress pur. Und dieser schwächt das Immunsystem. Hab auch schon oft drüber nachgedacht, ob mein Herz wegen des hohen Pulses mal ganz schlapp macht (Herz ist ja immerhin wie ein Motor und wenn es ständig auf Hochtouren läuft - na, ich weiß nicht recht ob das so gut is).
Gehen wir einfach mal davon aus, dass es keine Schäden durch PAs gibt, sonst steigern wir uns ja noch mehr rein, oder?

21.06.2012 23:01 • #6


Zitat von deni1985:
Zitat von Neuro87:
So etwas ähnliches habe ich mich auch gefragt...

Was ist wenn man wirklich mal einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hat? Da entscheiden ja oft Sekunden/Minuten und wenn man sich dann denkt "Ach, ist doch bestimmt wieder nur ne Panikattacke" und nicht zum Arzt geht kann das ja durchaus lebensgefährlich enden...


Ich glaube, Gedanken wie: "Ist doch bestimmt wieder nur eine Panikattacke", stellt sich bei einem Problem wie Herzinfarkt nicht. Das wird man schon mitbekommen, wenn wirklich mal ein Problem anliegt. Mir ist zumindest noch nie untergekommen, dass Herzpatienten fröhlich durch die Gegend spazieren konnten während eines akuten Problems, Panikpatienten aber können dies tun.



Und ich weiss von Fällen, in denen die Leute nicht mal gemerkt haben, dass sie beispielsweise einen Herzinfarkt hatten und das eher durch Zufall rausgekommen ist. Gibt ja auch bei Herzinfarkten große Unterschiede...

Aber ich denke auch nicht, dass PA dem Körper schaden. Das Herz schlägt ja nicht 24 Stunden am tag zu schnell, sondern immer nur über den Zeitraum der Attacke, vllt auch ein bisschen länger... denke eher, dass Panikattacken den Körper auf gewisse Weise sogar "trainieren"...

21.06.2012 23:25 • #7


Das positive an meinen Attacken ist, dass ich Gewicht verliere (in Phasen mit viel Angst nehm ich schön ab). Seit einer Woche bin ich sozusagen fast angstfrei, stellte mich heute morgen auf die Waage und hab 2 Kilo mehr. Je besser es mir psychisch geht, desto mehr esse ich. Panikattacken sind bei mir wie eine Diät.
Dass es stumme Herzinfarkte gibt, die man nicht merkt, gibts tatsächlich (weiß ich von meiner Mutter. Der Infarkt wurde zufällig Monate später im EKG angezeigt und sie konnte sich gar nicht erinnern, dass sie sich sehr schlecht gefühlt hat).

21.06.2012 23:40 • #8


Ganz ehrlich, ich glaube, alleine die Sorge darum, dass Panikattacken schädlich sein können, ist wieder so symptomatisch wie es nur geht. Im Endeffekt sind wir doch alle ständig um unseren Körper bzw. daran interessiert, nicht die Kontrolle über ihn zu verlieren. Angst vor Krankheiten spielt eine riesige Rolle. Also auch die Angst, dass unsere Angst unseren Körper krank macht.
Davon abgesehen, ist es nicht der Fall soweit ich weiß. Der menschliche Körper hält eine ganze Menge aus. Genau das muss uns allen mal klarer werden, einfach, dass wir viel aushalten, bevor wir wirklich umkippen, uns übergeben müssen, einen Herzanfall bekommen oder sogar sterben müssen. Sport lässt einen genau das beobachten. Als ich mit meinem Ausdauertraining angefangen habe, war ich erstaunt, wie sehr ich mich anstrengen und verausgaben kann, ohne, dass etwas schlimmes passiert, sogar mit gegenteiligem Effekt, mein Körper (und meine Psyche!) profitiert davon.
Versteht mich nicht falsch, ich kann diese Sorgen nachvollziehen. Ich will sie nur nicht glauben und habe gesehen, dass ich das auch nicht muss.

22.06.2012 00:35 • #9


Da kann ich Pusemuckel nur zustimmen. Der menschliche Organismus ist auf Leistung/Bewegung ausgelegt. Je mehr man sich schont, umso schlimmer wird es doch.
Panikattacken mögen schlimm erscheinen aber es ist nichts, womit der Organismus nicht fertig werden würde, egal wie oft diese Attacken kommen.

22.06.2012 01:19 • #10


Liebe soeh,

geh mal zur Endrologie und lass einen Speicheltest machen, um dein Stresshormon zu testen.

Außerdem führe doch mal einen Panikattackenkalender. In dem kannst du festhalten, wann, wo und wie stark deine PA war. Das hilft dir vielleicht zu analysieren, warum du die PAs bekommst.

22.06.2012 07:42 • #11


Interessant, dass sich doch alle Panikpatienten die gleichen Gedanken machen. Ich habe mich das auch schon oft gefragt. Dass das Immunsystem geschwächt ist, glaube ich sogar. Denn ich nehme alles an Viren und Bakterien mit, was sich so anbietet

Manchmal frage ich mich echt, warum ausgerechnet ich sowas habe. Dann denke ich, dass es doch Leute gibt, die viel mehr Streß haben. Ich denke dann an Chirurgen, die stundenlang im OP stehen oder Piloten, die für viele Menschen verantwortlich sind. Und ich habe Angst, dass ich im Supermarkt umfalle oder im Kindergarten Manchmal verfluche ich das heutige Wissen um Krankheiten und Symptome. Früher hatte man kein Internet und keine Möglichkeiten, weiter zu recherchieren.

Komischerweise las ich im letzten Jahr einen Artikel über den Schlaganfall von Gaby Köster. Ratet mal, was ich anschließend vermutete, zu haben?! Klar. Schlaganfall. Bin sogar im MRT gelandet. Dann war es das Herz. Weil ich, genau wie ihr, auch denke, dass das Herz das ja nicht mit machen kann. Grrrrr. Ein endloses Thema.

22.06.2012 13:42 • #12


Macht mal keine Wellen. Panikattacken sind harmlos. Das einzige Blöde dabei ist, das sich einige über Dinge Gedanken machen, wo überhaupt kein Anlass besteht.

Ich denke jeder Patient mit wirklichen physischen Problemen würde kein Mitleid verstreuen. Deshalb, take ist easy.

22.06.2012 22:22 • #13


Zitat von deni1985:
Macht mal keine Wellen. Panikattacken sind harmlos. Das einzige Blöde dabei ist, das sich einige über Dinge Gedanken machen, wo überhaupt kein Anlass besteht.

Ich denke jeder Patient mit wirklichen physischen Problemen würde kein Mitleid verstreuen. Deshalb, take ist easy.


Was bist du denn für ein Clown? Depressionen/Panikattacken sind genauso eine ernst zu nehmende Krankheit wie alle organischen Krankheiten! Leider haben das hierzulande viele Kleingeister, zu denen du dich auch zählen darfst, noch nicht verstanden.

23.06.2012 02:50 • #14


Danke für die zahlreichen Antworten;-) Ihr habt recht, Sport ist sehr wichtig, und am besten garnicht darüber nachdenken ob diese PA's auch schaden können. Ist schon schlimm genug, dass wir uns über jedes Missempfinden verrückt machen...Ich rege mich so über mich auf, kein Tag vergeht ohne dass ich nicht an diese Krankheit denke! Ich hab mir diese "-körperlich alles -abchecken-Gedanken" schon so angewöhnt nach all den vielen Jahren, dass ich das Gefühl mittlerweile habe, ich bekomm das nie mehr weg! Mein Therapeut meint zwar, das bekommen wir hin, so, dass ich damit umgehen kann...

23.06.2012 09:03 • #15


Zitat von Neuro87:

Was bist du denn für ein Clown? Depressionen/Panikattacken sind genauso eine ernst zu nehmende Krankheit wie alle organischen Krankheiten! Leider haben das hierzulande viele Kleingeister, zu denen du dich auch zählen darfst, noch nicht verstanden.


Hier geht es allein um Panikattacken, nicht um weitere psychische Leiden. Niemand sagt, Panikattacken sollten nicht ernst genommen werden. Einige glorifizieren sie aber bis zum geht nicht mehr. Sagt das mal jemanden der Krebs, Aids usw. hat. Da habe ich lieber Panikattacken, die mich mittlerweile peripher tangieren. Nur zu deiner Info: Ich habe Depressionen/Angstzustände, habe auch das Haus Monate nicht verlassen. Aber ich weiß, bin ein Kleingeist nur weil ich diesen Krankheiten keine Macht gebe. Oh man, manchmal wird es mir hier schlecht.

23.06.2012 11:29 • #16


Christina
Zitat von deni1985:
Sagt das mal jemanden der Krebs, Aids usw. hat.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass diejenigen hier im Forum, die tatsächlich schwerwiegende organische Erkrankungen haben oder hatten, niemandem die Angst vor Symptomen oder Krankheiten zum Vorwurf machen. Das tun immer nur welche, die glauben, den Stein der Weisen gefunden zu haben, weil sie gerade mal ein paar Wochen mit ihrer Problematik etwas besser klar kommen.

Zitat von deni1985:
Da habe ich lieber Panikattacken, die mich mittlerweile peripher tangieren. Nur zu deiner Info: Ich habe Depressionen/Angstzustände, habe auch das Haus Monate nicht verlassen. Aber ich weiß, bin ein Kleingeist nur weil ich diesen Krankheiten keine Macht gebe. Oh man, manchmal wird es mir hier schlecht.
Schlechtes Gedächtnis? Vor fünf Wochen sah das noch ganz anders aus:

Zitat von soeh:
Hallo, hab mir heut so meine Gedanken gemacht...leide schon seit ca. 20 Jahren immer wieder unter Angst und Panikattacken mit allen Symptomen! Und das immer wieder extrem steigende Adrenalin etc. kann doch dem Körper auch mit der Zeit schaden? Oder? Es heisst ja immer, es kann einem in einer Panikattacke nichts passieren - die Symptome können einem nichts...aber vielleicht macht der Körper doch mal nicht mehr mit wenn man diese Angstattacken schon so lange hat?!! Was denkt ihr? Lg soeh
Einzelne Panikattacken, auch wenn's viele sind, können einem tatsächlich nichts. Herz und Hirn schon gar nicht, darauf sind wir ausgelegt, das halten wir lässig aus - immer wieder und wieder. Das Adrenalin ist auch kein Problem... Aber: Auf sehr lange Sicht kann das Cortisol zum Problem werden, wenn man immer wieder Panikattacken (oder sonstigen massiven Stress) hat und die Stresshormone nicht (durch Bewegung = früher Kampf oder Flucht, heute Sport) mal abgebaut werden. Das geht dann wirklich aufs Immunsystem, den Blutdruck und das Hormonsystem.

Liebe Grüße
Christina

23.06.2012 15:43 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich möchte mich Christina anschließen, was die Folgen für den Körper anbelangen, da gibt es nachgewiesene Stundien.

@ deni1985

Ich finde es richtig bedauerlich, dass psychische Krankheiten noch nicht einmal von denen ernst genommen werden. es ist schön, dass du dich momentan (!) berappelt hast und ich wünsche dir, das es so bleibt.
ABER, wenn nicht einmal WIR Betroffene dieses Krankheitsbild für voll nehmen, wie soll dann jemals eine gesellschaftliche Akzetanz jenseits des Belächelns statt finden???

Liebe Grüße,

Charly

23.06.2012 15:58 • x 1 #18


Wir reden am Thema vorbei. Ich habe nie behauptet, dass diese Krankheit nicht ernst genommen werden müsste, NIE.

Desweiteren, liebe Christina, kennst du meine Gesamtsituation nicht. Diese aus Bruchstücken aus diversen Threads zusammen zu stückeln halte ich für sehr gewagt. Jeder hat mal Phasen, wo es nicht so läuft. Betonung liegt hierbei auf Phasen.

Das Nächste: Hier im Thema geht es um Panikattacken mit eventuell körperlichen Schädigungen. Deshalb auch meine Antwort auf DAS THEMA, man sollte das nicht zu schwer nehmen. Niemand ist jemals wegen Panikattacken allein, körperlich zusammengebrochen. Deshalb etwas entspannt ausgedrückt: take ist easy. Aber daraus wird gleich wieder ein Strick gedreht und alles Mögliche hinein interpretiert. Auf sowas habe ich ehrlich gesagt keine Lust, auf doofe Anmache schon gar nicht. Deshalb frage ich mich, wo bei manchen hier das Problem liegt. Wohl eher weniger an meinen falsch interpretierten Beiträgen.

Noch ein kleiner Zusatz: Betroffene neigen gern dazu zu übetreiben und Gedanken zu entwickeln, die nicht angemessen sind. Deshalb sollte man in Bezug auf Panik allein mal ein paar Gänge herunterfahren, das ist nicht das Ende der Welt.

23.06.2012 18:13 • #19


Christina
Zitat von deni1985:
Desweiteren, liebe Christina, kennst du meine Gesamtsituation nicht. Diese aus Bruchstücken aus diversen Threads zusammen zu stückeln halte ich für sehr gewagt. Jeder hat mal Phasen, wo es nicht so läuft. Betonung liegt hierbei auf Phasen.
Klar kenne ich deine Situation nur aus deinen Beiträgen. Demnach hast du im April eine Therapie angefangen, die seit Mitte/Ende Mai Früchte trägt. Anfang Mai noch ständiges Blutdruckmessen, Mitte Juni nur noch ein Lächeln für die Panik übrig. Das ist schön für dich. Ob du tatsächlich "diesen Krankheiten keine Macht" mehr gibst, wird die Zeit (dir) zeigen. Auch das wäre schön für dich. Nur, "Oh man, manchmal wird es mir hier schlecht." ist echt nicht schön für die anderen - es klingt herablassend und beleidigend. Ich verstehe nicht, wieso du dich so äußerst, obwohl deine eigene akute Zeit - sei es Phase oder Gesamterkrankung - erst so kurz zurück liegt.

Zitat von deni1985:
Das Nächste: Hier im Thema geht es um Panikattacken mit eventuell körperlichen Schädigungen. Deshalb auch meine Antwort auf DAS THEMA, man sollte das nicht zu schwer nehmen. Niemand ist jemals wegen Panikattacken allein, körperlich zusammengebrochen.
Nein, es ging um mögliche körperliche Folgen langjähriger Angststörungen mit häufigen Panikattacken, also um die Folgen des durch Panik ausgelösten Dauerstress.

Liebe Grüße
Christina

23.06.2012 22:48 • #20



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