Zitat von Celestine:Hallo Kuntergrau,
danke für Deine Antwort. Das Problem ist, dass ich mir gerade beruflich neue Wege erarbeitet habe, die sich natürlich nicht realisieren lassen, wenn ich eben diese Auszeit nehme...finanziell wird es dann auch eng! Und ich weiß auch nicht, ob es mir gut tun würde, keinen geregelten Tagesablauf zu haben, ob ich dann nicht vollkommen versacken wurde...das sind so meine widersprüchlichen Gedanken, die in meinem Hirn Karussell fahren..
In Hinblick auf die Finanzen würde ich mich mal beim Arbeitsamt erkundigen, wie es bei dir mit dem ALG2-Anspruch aussieht. Das sind immerhin 70% des letzten Lohns. Krankengeld von der Kasse ist auch etwas mehr als Hartz4. Also man kommt schon über die Runden (ich kenne natürlich deine Ausgaben nicht)
Aktiv zu bleiben, ist dann wirklich wichtig. Weiterbildungen, Teilzeit-Jobs, Ehrenämter, Kurse, Hobbys ... es gibt da wirklich viele Möglichkeiten. Es muss auch nicht zwingend irgendwas "produktives" sein.
Wenn du einen geregelten Tagesablauf haben willst, dann kannst du dir Tagespläne erstellen. Den Wecker kannst du dir ja auch stellen um nicht in den Tag hinein zu schlafen.
Zitat:Lerne, das Du auch gut und liebenswert bist, wenn Du nicht einfach funktionierst. Und lerne unbedingt Nein sagen.
Du darfst abschalten! Du darfst dich ausruhen! Du darfst einfach mal nichts tun!
Das musste ich auch erst wieder lernen.
Wenn du wirklich der Meinung bist, dass die Arbeit eine wichtige Säule in deinem Leben ist, dann behalte sie. Tu das aber nicht aus Schuld - oder Pflichtbewusstsein. Wenn die Arbeit für dich eher eine Belastung darstellt, dann bringt es wirklich nichts, wenn du dich kaputt-arbeitest. Das ist es nicht wert.
Das musst du dann aber abwägen. Meine Geschichte soll dir nur zeigen, wo das evtl. enden könnte.
Zitat:Ich finde es gut, dass Du Dich entschieden hast, auch wenn es eine erzwungene Entscheidung war. Hast Du denn schon einen Plan, wie es für Dich weiter gehen soll?
Seit Heute gehe ich ehrenamtlich im Tierheim mit Hunden Gassi. Es macht mir Spaß, die Hunde sind dankbar und ich fühle mich dadurch gut. Im Neuen Jahr beginne ich dann eine Weiterbildung und bewerbe mich dann auch wieder aktiv. Die Depression und meine SP sind nicht verschwunden, aber ich habe wieder ein dickeres Fell und bin v.a. nicht mehr so ein Nervenbündel (daher bin ich auch erst seit kurzem wieder Therapiefähig)
Bis dahin gehe ich meinen Hobbys nach und Faulenze. Nach 5 Jahren Arbeit ohne Krankmeldung und haufenweise verfallenen Urlaubstagen hab ich mir das auch verdient
