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Hallo... In den letzten Monaten fühlt sich mein Leben wie einziger Kampf an. Ich schwanke zwischen Depressionen, Ängsten und dem ständigen Gedankenspiralen.
Meine größte Belastung ist dabei die extreme Angst vor psychischen Krankheiten. Ich bin schon ewig Hypochonder, aber das ist das mit Abstand schlimmste in was ich mich bis jetzt reingeredet habe.
Ich finde keinen Weg da raus. Zwischendurch ist es immer Mal wieder kurz besser, aber es geht nicht weg und bringt mich durch extreme Existenz- und Zukunftsängste an die absolute Belastungsgrenze. Jeder Tag fühlt sich eigentlich nur wie ein Kampf ums Überleben an.
Jetzt habe ich mich vor kurzem noch aus einer toxischen Beziehung befreien können. Das ganze belastet mich noch extra weil ich nicht von ihm los komme. Gestern habe ich dann erfahren dass er in der geschlossenen ist und das macht mich trotz allem was er mir angetan hat ziemlich fertig.
Ich kann einfach nicht mehr und das schon seit über einem halben Jahr....die ganze Zeit habe ich mich immer zusammengerissen und weiter gemacht aber ich habe das Gefühl ich bin jetzt an einem Punkt an dem Nichts mehr geht. Ich würde mir so gerne eine Auszeit nehmen und wieder zu mir selbst finden, heilen können. Aber ich kann in keine Klinik, dann wäre mein WG Zimmer weg, ich würde kein Bafög mehr bekommen,... Da würde ich wieder den Boden unter den Füßen verlieren.
Ich würde sagen das ist die schwierigste Phase in meinem bisherigen Leben...
Hat jemand von euch Tipps was ich tun könnte? Oder kann eigene Erfahrungen im Umgang mit schwierigen Lebensphasen mit mir teilen? Ich habe liebe Freunde die für mich da sind, aber ich bin am absoluten Limit und habe das Gefühl mein Hirn und Verstand gibt bald den geist auf

27.04.2019 16:19 • 30.04.2019 #1


9 Antworten ↓


la2la2
Zitat von LouM:
Aber ich kann in keine Klinik, dann wäre mein WG Zimmer weg, ich würde kein Bafög mehr bekommen,...

Urlaubssemester beantragen und Hartz IV während der Zeit beziehen...... ist zumindest ne Möglichkeit, wenn du für mehrere Monate in ne Klinik willst.

27.04.2019 16:23 • x 3 #2



Schwierigste Phase in meinem Leben - wie Auszeit nehmen?

x 3


Safira
Im Ernst jetzt? So schnell ist das BAföG weg? Bei ein paar Wochen Klinik?
Lou bist du eigentlich in Behandlung? Ich weiß es jetzt nicht mehr so ganz genau.

27.04.2019 16:26 • x 1 #3


Zitat von la2la2:
Urlaubssemester beantragen und Hartz IV während der Zeit beziehen...... ist zumindest ne Möglichkeit, wenn du für mehrere Monate in ne Klinik willst.


Das ist eine Möglichkeit. Aber irgendwie fällt mir das so schwer. Vor allem weil ich zwischendurch immer ganz gute momente habe dann denke ich immer ich könnte es noch irgendwie alles schaffen...
Aber insgesamt fühle ich mich so ausgebrannt

27.04.2019 17:25 • #4


Zitat von Safira:
Im Ernst jetzt? So schnell ist das BAföG weg? Bei ein paar Wochen Klinik?
Lou bist du eigentlich in Behandlung? Ich weiß es jetzt nicht mehr so ganz genau.


Ich müsste halt ein Urlaubssemester beantragen und damit würde auch das BAföG wegfallen

Ich bin gerade bei einem übergangstherapeuten, weil ich immer noch keinen festen Therapieplatz habe. Suche schon seit über 6 Monaten aber es klappt einfach nicht, fühle mich da echt im Stich gelassen

27.04.2019 17:26 • #5


la2la2
Zitat von LouM:
Ich müsste halt ein Urlaubssemester beantragen und damit würde auch das BAföG wegfallen

Ja, aber nur während der 6 Monate Urlaubssemester. Anschließend bekommst du weiter Bafög......
Wenn du über 25 bist, ist das 0 Problem Hartz IV zu beziehen. Wenn du unter 25 bist, frag mal beim Jobcenter nach, ob die zahlen oder die sich weigern mit der Begründung, dass dann deine Eltern zahlen müssen....

29.04.2019 19:36 • x 1 #6


Zitat von LouM:
Das ist eine Möglichkeit. Aber irgendwie fällt mir das so schwer. Vor allem weil ich zwischendurch immer ganz gute momente habe dann denke ich immer ich könnte es noch irgendwie alles schaffen...
Aber insgesamt fühle ich mich so ausgebrannt


Man kann den Kuchen aber nicht essen und behalten. Ich weiß das klingt fies, aber so hat es mir mein Therapeut gesagt als ich lauter Einwände fand nicht in eine Klink zu können. Zum Schluss meinte er, dann soll ich halt weiter leiden. Zieh die Bremse, die guten Momente werden vielleicht immer weniger

29.04.2019 19:54 • x 1 #7


Zitat von Inneresmein:

Man kann den Kuchen aber nicht essen und behalten. Ich weiß das klingt fies, aber so hat es mir mein Therapeut gesagt als ich lauter Einwände fand nicht in eine Klink zu können. Zum Schluss meinte er, dann soll ich halt weiter leiden. Zieh die Bremse, die guten Momente werden vielleicht immer weniger


Da hast du Recht...bin nur momentan am überlegen ob ich einfach Antidepressiva nehmen soll mit der Hoffnung das Semester noch zu schaffen, und dann in die Klinik zu gehen

30.04.2019 00:09 • x 1 #8


Zitat von la2la2:
Ja, aber nur während der 6 Monate Urlaubssemester. Anschließend bekommst du weiter Bafög......
Wenn du über 25 bist, ist das 0 Problem Hartz IV zu beziehen. Wenn du unter 25 bist, frag mal beim Jobcenter nach, ob die zahlen oder die sich weigern mit der Begründung, dass dann deine Eltern zahlen müssen....


Bin leider erst 23 aber ich werde mich Mal informieren

30.04.2019 00:10 • #9


Zitat von LouM:
Da hast du Recht...bin nur momentan am überlegen ob ich einfach Antidepressiva nehmen soll mit der Hoffnung das Semester noch zu schaffen, und dann in die Klinik zu gehen


Das kommt doch wirklich darauf an ob und wie du es damit schaffen kannst. Überleg mal, was wäre es klopf auf Holz wenn du dir das Bein so brichst dass du drei Monate liegen musst? Du ganz alleine musst wissen ob Du Dich täglich an deine Grenzen bringen willst in der Gefahr dass sich etwas chronifiziert oder aber ob du dir schnellstmögliche Hilfe für deine Seele holst.

Wie lange geht denn dein Semester? verschiedene Kliniken haben ja auch Wartezeiten wenn du jetzt nicht als akuter Fall kommst

30.04.2019 06:39 • #10



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Mira Weyer