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Hallo Allerseits ,

Bin jetzt endlich mal zu dem Entschluss gekommen mich mit meiner Angst auseinander zusetzen. Und mich eventuell auch mit anderen Leidensgenossen auszutauschen.

Ich fang mal an und stelle mich Kurz vor mein Name ist Christian und ich bin 20 Jahre alt und man würde wirklich denken ich wäre ein ganz normaler Jugendlicher aber im verborgenen inneren sieht es meist anders aus.Derzeit mach ich eine Ausbildung im Bürobereich. Habe Panikattacken seit ca. 4 Jahren . Mal mehr mal weniger . Und gerade jetzt wo alles so gut gelaufen ist wird es wieder miserabel sodass ich es mir alles selbst verbaue.

Alles fing an vor ca. 4 Jahren eine Fahrt mit Freunden nach Frankreich alles war in Ordnung naja der Fahrer stand unter Dro. der Beifahrer und das Auto war ein alter Transporter der technisch keinen Einwandfreien Eindruck zeigte die ganze Fahrt über war halt ganz normal wie vorher auch immer bis auf den Punkt meine erste Panikattacke es ging einen steilen Berg auf ner Autobahn bei Saarbrücken runter es Rappelte alles und es kam mir so vor als wollt meine Seele aus meinem Körper ich dachte wirklich es wäre alles vorbei und das wäre es jetzt mit mir. Danach war nichts mehr so wie es mal war der Arzt im Krankenhaus sagte es wäre eine Nieren Unterfunktion gewesen und ich hätte zu wenig getrunken die Erklärung
Reichte mir vor erst.

Dann war eine Zeit lang alles in Ordnung bis auf das ich nicht mehr in die Schule wolte hatte dort ein beklemmendes Gefühl also bin ich nicht gegangen hatte ja Angst und durch diese Angst verbaute ich mir einiges.

Nun zum derzeitigen Zeitpunkt ich habe im August eine Lehre begonnen es lief alles so gut das ich sogar meine Probezeit gestrichen bekommen habe . Nur seitdem die Zeitumstellung war geht es wieder bergab ich habe Angst im Dunkeln Auto zu fahren als Beifahrer wohl bemerkt zum Führerschein kam es noch garnicht da meine Hauptangst die Autobahn ist :/ . Jetzt liegt der Betrieb auch noch ausgerechnet neben einer Autobahn sodass es mir immer schwerer fällt dorthin zu fahren abgesehen von den 20km Schleichwegen die extra gefahren werden müssen.

Jetzt muss ich natürlich nachdem ich die letzten 3 Tage krankgeschrieben war wieder in den Betrieb würde auch gerne meinem Chef die Angst offen legen aber ich weiß auch nicht jetzt liege ich im Bett mit einem schei. Gefühl und weiß nicht ob ,ich mich nicht besser wieder verstecken soll wie ich es immer getan habe. Ich habe es langsam leid und weiß nicht wo dass noch hinführen soll. Derzeit wirken noch nichtmal mehr meine Citalopram . :/

Ich habe Angst wieder vor dem nichts zustehen eine Ausbildung abzubrechen wo der Job mir Spaß macht.
Aber mit meiner Angststörung ist das alles nicht so einfach.

Momentan weiß ich wirklich nicht wie es weitergehen soll . :/

So das war vorerst meine Geschichte für Tipps Tricks und Ratschläge wäre ich jederzeit dankbar.

Ich rede vollkommen offen über meine Panikattacken so könnt auch ihr euch melden zwecks Austausch.


Liebe Grüße

16.11.2014 22:34 • 19.11.2014 #1


11 Antworten ↓


Nadi-Jan26
Hallo Herzlich Wilkommen

Ich leide auch an Panik und Angst.

Weißt du den bis heute nicht warum du panik hast ?
oder welche Punkte deine Panik auslösen ?
Hast du schon versucht an Autobahn zu Fahren ?

16.11.2014 22:44 • #2



Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll

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Hotin
Hallo Anonym1701,

schön, dass du hier bist.

Angst und Panikattacken können wie bei Dir sehr unangenehme Gefühle erzeugen.
Wchtig ist immer sicher zu stellen, dass Du ansonsten gesund bist. Ist das der Fall, bekommst Du,
das bestimmt wieder in den Griff.

Die Angst ist ein Steuerungssignal. Dieses Gefühl soll uns von Natur aus helfen, Gefahren zu erkennen
Eigentlich will die Angst nur unser Bestes. Wenn man sie aber allein entscheiden lässt,
wann sie Hilfe und Gefahr schreit, gibt es häufig die bekannte Angststörung.
Die Ängste kann man wieder reduzieren, wenn man versteht, wie der Körper das mit der Angst regelt. Das heißt um Angstgefühle zu verringern ist es notwendig einiges über sich selbst zu lernen. Dies ist nicht schwer. Keine Angst.
Es verändert auch nicht die Persönlichkeit. Es erfordert allerdings eine ganz neue Sichtweise
und eine Verhaltensänderung.

Es lohnt sich dies zu versuchen!
Solltest Du daran Interesse haben, melde Dich bitte bei mir.

Viele Grüße
Hotin

16.11.2014 22:44 • #3


Der wahre Grund ist mir bis heute wirklich nicht klar geworden da es aus heiterem Himmel kam.

Meine Panik wird ausgelöst durch weite Ausblicke(angoraphobie)
Rolltreppen in Kaufhäuser, Allgemein Fahren im Auto

Ja zu Beginn meiner Ausbildung hatte ich mich mal wieder rangewagt bin vorher locker 2 Jahre nicht mehr gefahren aber es hat gut funktioniert jetzt wo es dunkel ist abends wars das da wird es sogar schwer für mich die Schleichwege in Kauf Zunehmen da ich dummerweise das Ende nicht sehe und es mir so dermaßen Angst bereitet das alles vermeide was dazu führen könnte

16.11.2014 22:50 • #4


Icefalki
Hallo anonym,
Erstmal ein herzliches Willkommen hier bei uns.

So wie du das beschreibst, bist du schon in Behandlung. Wie lange nimmst du schon die Citalopram. Wer fährt dich zur Arbeit?
Ich würde offen mit dem Chef sprechen. Sagst ja schon, dass du gut darüber reden kannst. Ich habe auch eine autobahnphobie und die immer noch nicht abgelegt. Hatte die 1. Attacke aber beim selber fahren. Als Beifahrer geht alles. Vielleicht kannst du selbst besser mit dem Auto fahren, musst es mal ausprobieren. Dann hättest du ja Das Auto selber im Griff.

Evtl. Wäre auch eine Therapie denkbar. Was meinst du. Aber morgen ist Arbeit angesagt, da führt kein Weg dran vorbei. Glaube mir,,ich verstehe dich nur zu gut, aber du musst da hin, sonst wird alles nur noch schlimmer. Parallel dazu kümmerst du dich um eine Therapie, damit du vorankommst.
Und schau, hier gibt es so viele mit den gleichen Problemen, und alle kämpfen um ihr seelisches Gleichgewicht. Reihe dich ein und kämpfe.

LG icefalki

16.11.2014 23:03 • #5


Citalopram nehme ich jetzt 30mg seit 11 Monaten.

Zur Arbeit fahren mich meine Eltern Mutter oder Vater.

Ich weiß eben nur nicht ob das was bringen würde ob er Verständnis zeigt ich meine er wird bestimmt nicht sagen brauchst nicht zuarbeiten bekommst trotzdem deine Ausbildung und so weiter .

Hatte mal vor 2 Jahren eine gesprächstherapie begonnen aber hat nicht so wirklich geholfen am meisten hatte ich mich dann doch selber therapiert. Bin aber der Zeit auf der Suche nach einem Verhaltenstherapieplatz aber das dauert noch bis da etwas in Aussicht ist.

16.11.2014 23:08 • #6


Icefalki
An was denkst du denn, wenn du da im Auto sitzt, was da passieren könnte?

16.11.2014 23:12 • #7


Am Anfang eigentlich nichts nur dann wird es enger.
Meine Atmung verändert sich .
Meine Gedanken tendieren zu was ist denn jetzt schon wieder .
Der Puls steigt automatisch
Mir wird heiß vom Kopf bis in die Füße
Ich schlucke 200 mal bis es nicht mehr geht .
Und dann drehen sich meine Gedanken um trinken da sich dadurch meine Atmung normalisiert und dann ganz schnell raus aus dem Auto. Egal wie
Eigentlich habe ich nur Angst vor der Angst und warte förmlich nur dadrauf das was passiert .

16.11.2014 23:17 • #8


Icefalki
Ich denke, dass Hotin dir da weiterhelfen kann. Es kann das ganz gut erklären. Und wenn du einfach mal im Auto sitzen bleibst und es durchstehst? Du bist ja nicht allein.

Icefalki

16.11.2014 23:28 • x 1 #9


Es funktioniert dann auch bin danach stolz wie Oscar aber ich vermeide es einfach weil ich Angst hab diesen Weg zu gehen Paradox aber wahr ich weiß ja das es mir besser geht wenn ich mich Stelle . Aber das ist so schwer :/

16.11.2014 23:33 • #10


Icefalki
Weiß ich auch. Ist echt zum kotz.... Aber halte es aus. Je öfter du das tust, desto besser.
So jetzt geh ich schlafen und wünsche dir eine ruhige Nacht und morgen viel Kraft.

LG icefalki

16.11.2014 23:38 • #11


hallo anonym1701,

was willst du denn damit bezwecken, dass du deinem chef von deinen ängsten erzählst?
ich könnte mir vorstellen, dass er wenig damit anfangen kann (einfach weil er vielleicht keine erfahrungen damit hat) und befürchtet, dass du deine ausbildung abbrechen könntest.
ich denke auch, dass du dir damit eine basis für entschuldigtes fehlen schaffen würdest. würde dein chef von deiner angst wissen, würde es dir viel leichter fallen den ein oder anderen tag zuhause zu bleiben, denn man weis ja bescheid, was mit dir ist... und ich könnte mir auch vorstellen, dass sich das dann schließlich in einem kreislauf endet, den du nicht erreichen willst.
stelle dich deinen ängsten, entwickle strategien, wie dir das autofahren leichter fällt.
ich kenne die angst auf der autobahn... lenk dich ab, mit radio hören, lesen, smartphone... führe gespräche mit dem fahrer. aber flüchte nicht aus der situation, dann wirst du sie irgendwann garnicht mehr aufsuchen. halte panikattacken bewusst aus und denk in der attacke darüber nach, was genau jetzt zu diesem anlass geführt hat. du wirst merken, dass sich kein plausibler grund für deine attacke feststellen lässt.

es wäre schade, wenn du deine ausbildung aufgrund deiner ängste abbrechen würdest. das wäre nicht nur schade, sondern auch feige. denn sobald man der angst den raum gibt über das eigene leben zu bestimmen, ist der weg zurück unglaublich schwer.

trau dich, du schaffst das! allein die erfahrungen, die du hier im forum lesen kannst, zeigen dir, dass es unglaublich vielen menschen so geht und bisher ist keiner aufgrund seiner angst gestorben oder hatte gar andere lebensbedrohliche symptome.

alles gute dir.

19.11.2014 10:28 • #12



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