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anni91
Guten Abend /Nacht ihr lieben:)

Ich stellte mir gerade die Frage , (wie so oft) , was ich denn noch alles tun kann um aus meinem elenden Angstkreislauf und somit dristen Alltag auszubrechen.
Ich würde gerne in ein neues fittes leben starten.
Früher war ich in Sportvereinen und konnte mich nie beschweren. Klar, die Sportskanone war ich noch nie , ich habe es aus Spaß an der Freude gemacht (Gardetanz,Badminton) und hatte auch dort manchmal Probleme mit der Kondition.
Jedoch sieht es derzeit so aus ,dass ich der Angst viel Freiraum in meinem leben gab.
Ich ging oft in Schonhaltung und bekam/bekomme Herzrasen beim geringsten Gang durch die Wohnung oder Putzen ect.
Ich würde gerne wieder mit Sport beginnen,da ich mich selbst nicht fit fühle, mir das sehr zu schaffen macht und ich meinem Körper in der Hinsicht vertrauen will. Ich schnaufe nach 10min. Anstrengung schon wie ne Dampflock und bekomme Schnappatmung.
Nur, wie fange ich als komplett Konditionsloser Mensch an?
Ich rauche und Joggen darf/soll ich laut Arzt nicht weil ich n Gefahr Laufe meinen Rücken sonst zu ruinieren. Schwimmen wäre das beste,aber da ist mir noch die Angst im Weg um alleine ins Schwimmbad in der nächsten Stadt zu gehen.
Was ratet ihr mir? Wie beginne ich am besten?

Ich danke euch schonmal:)

LG Anni

06.02.2014 02:30 • 10.02.2014 #1


13 Antworten ↓


@ Anni,
ich denke du solltest als erstes mal einige Sportarten ausprobieren,
damit du merkst,was dir Spaß machen könnte.
Wie wärs im Winter mit Eislaufen,wandern...
eventuell 3 mal die Woche ins Schwimmbad gehen und dich so
langsam in Kondition bringen?

06.02.2014 09:28 • #2



Sport- wie damit anfangen?

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Also ich war mein Leben lang unsportlich und habe vor ein paar Wochen auch beschlossen, mit dem sporteln anzufangen. Ich mache nun etwa 5 Tage die Woche Sport und zwei Ruhe ich mich aus. Ich habe angefangen mit Walken kombiniert mit Joggen. Die ersten zwei Wochen bin ich nur einmal beim Walken gejoggt und jetzt schaffe ich es dreimal. Dazu laufe ich immer eine Strecke, bei der auch ein steiler Berg ist, den ich dann sehr zügig hinaufwalke. Bei ganz schlechtem Wetter (Regen ist nicht so schlimm, aber Kälte tut meiner Lunge nicht gut), mache ich drinnen etwa 30 Minuten Gymnastik kombiniert mit Tanz und Aerobic. Ich habe festgestellt, dass meine Kondition schon viel besser geworden ist.
Wenn du nicht joggen darfst, wäre doch Walken interessant, weil es gelenkschonender ist.

06.02.2014 09:57 • #3


hallo anni91,
mir gehts wie dir. ich war auch mein leben lang schon unsportlich. Im Schulsport war es mir am liebsten wenn wir rythmische Gymnastik hatten, da konnte ich zumindest mit meinem guten Musikgefühl punkten.
Ballsportarten waren mir ein Greuel und die jährlichen sportfeste erst recht.
Inzwischen bin ich knapp 50 Jahre alt und es haben sich zu meiner Unsportlichkeit noch diverse Wehwechen dazugesellt, die das ganze nicht leichter machen. Ich habe eine Arthrose im Sprunggelenk (von einem Schlittschuhunfall) und mein Rundrücken und die Nackenverspannung machen mir zunehmend zu schaffen. Von meiner chronischen Mastozytose rede ich erst gar nicht. Ich hab mich mit der Krankenkasse und dem hiesigen Physio- und Sportstudio kurzgeschlossen und jetzt kann ich für 25 euro pro monat 2 jahre lang Rehasport machen. Die Angebote dort sind vielfältig. von Rückenschule in 3 Schwierigkeitsgraden (ich hab Rückenschule im sitzen gewählt) bis Zumba über Pilates usw. wird da alles mögliche angeboten. Außerdem kann ich an den Physio- und Ausdauergeräten trainieren so oft ich will.
Ich bin nach 1 stunde leichten Trainings so fertig, dass ich kaum noch geradeauslaufen kann. Ich falle regelmässig in Unterzucker und mir wird Schwindelig obwohl ich vorher entweder eine Banane oder einen Riegel esse. Ich muss es konsequent durchziehen auch wenns mir anfangs noch so schlecht geht, ich möchte im Sommer wieder vermehrt radfahren und mein Freund der eine ziemlich gute kondition hat, muss ständig auf mich Rücksicht nehmen wenn ich so unsportlich bin.
Es ist im moment eher ein Kampf als Spaß für mich.
Aber ich hoffe ich kann meinen schweinehund weiter überwinden.

06.02.2014 10:29 • #4


Google mal "Fit ohne Geräte" das Buch ist ne tolle Sache und eine gute Basis, um mit dem Sport anzufangen. Da haste ein minimalen Aufwand ca.30min 4-5 mal die Woche Training, es gibt also keine Ausreden mehr von wegen keine Zeit. Das Haus brauchst du auch nicht verlassen, also auch perfekt für soziale Phobieker oder ängstliche geeignet.
Gibt es für Frau und für Mann

LG

06.02.2014 11:10 • #5


anni91
Huhu,

Und erstmal vielen dank für eure zahlreichen Antworten.

Ich hatte tatsächlich die ganze Zeit "Ausreden"parat.
Schließlich "ging es mir nicht gut"
Boah ich kanns selbst nicht mehr hören, ich habe satt und will endlich raus .
Nur die Angst steckt halt doch noch im Nacken und da ich ja so an Herzneurose leide ,mache ich mir immer sorgen ich könnte es zu sehr anstrengen. Umkippen ect.
Gibt es da eine Faustregel wie stark der Puls am Anfang in die Höhe sollte ?
Oder der optimalpuls ?iwie sowas? Ich kenn mich da halt null aus , unter euch gibts doch bestimmt welche,die nicht solche sportmuffel wie ich es bin,sind.. )

Lg

06.02.2014 13:45 • #6


hallo anni,

das mit dem puls ist so ne sache. am besten ist es wenn du den puls gar nicht erst misst und den sport so machst wie du dich wohlfühlst.

wenn du merkst dass es zu anstrengend wird dann mach halt langsamer. immer so wie man sich noch wohlfühlt.

beim joggen sagt man ja dass man so laufen soll, dass man sich währenddessen noch gut unterhalten kann.

pulsmessen verunsichert irgendwie nur.

06.02.2014 14:15 • #7


anni91
Okay aber mein Herz schlägt durch die Angst ja so schon purzelbaume:(
Das verunsichert mich

06.02.2014 14:27 • #8


und wenn du jetzt mit pulsuhr läufst dan wirst du ständig und dauernd auf die pulsuhr schauen.

solche pulsuhren zeigen auch schonmal falsche werte an.

ich hab mal den fehler gemacht und bin mit so nem pulsgurt ins fitnesstudio auf den crosstrainer gegangen. immer schön mit 130-140 puls. auf einmal zeigt mit das teil 230 puls ganz kurz an. kannst dir sicher vorstellen dass das trainng für mich gelaufen war obwohl ich wusste dass es eine fehlfunktion war.

fang doch einfach mal mit moderatem spazierengehen an. also stramm gehen, so wie es dir gut tut. du wirst sehen dass das mit der zeit immer besser geht und dann fängst du langsam an zu joggen 2 min joggen 2 min gehen immer im wechsel.

06.02.2014 14:31 • #9


anni91
Okay,das hört sich Gut an. So werde ich es versuchen.
Auch wenn es bestimmt schwer wird, momentan hab ich noch Streit mit meinem inneren Schweinehund;))
Aber ich werds ihm zeigen
Chacka!

06.02.2014 16:25 • #10


mach das und überfordere dich für den anfang nicht sondern steigere dich ganz langsam.
sieh das tägliche training als einen festen bestandteil deines lebens an.

so wie deine medizin.

06.02.2014 22:49 • #11


anni91
Medizin nehme ich keine Aber ich verstehe was du meinst;)
Danke nochmals für die Antworten!=))

LG

06.02.2014 22:50 • #12


Melde dich zu einem Kurs an. VHS Kurse gibt es doch zum Beispiel in jeder Stadt. Mir hilft das immer, wenn ich wo angemeldet bin, dann ist das ein fester Termin, zu dem ich dann auch gehe.

Ansonsten, finde ich einfaches Walken einen guten Einstieg, ganz nach dem Motte, hauptsache Bewegung.
Es gibt auch einige gute Fitness Videos auf Youtube, bei denen man mitmachen kann.

Nicht solange überlegen, wie man mit was anfängt, einfach machen .

07.02.2014 15:47 • #13


Unter der Frage: Wie mit Sport anfangen? , verbirgt sich für mich die Frage wie man sich für Sport motivieren kann. Der erste Schritt dazu ist meiner Meinung nach alles über die Vorteile von Bewegung zu erfahren. Viele Menschen wissen zum Beispiel nicht, dass Sport das Selbstbewusstsein stärken, Stress abbauen und den Blutdruck senken kann. Mit etwas Einsicht in das Thema wird man zum Beispiel schnell auf solche Triumphgeschichten stoßen, wie sie für die Sportgemeinde so üblich sind. Auch mit den typischen Respektspersonen kann man reden. Man kann sich vom Kardiologen erzählen lassen wie gut Sport ist etc.

Danach ist es wichtig sich einen Plan zu machen, Ziele zu setzen und sich nach Etappen (z.B. wie lang man laufen kann, wieviel man abgenommen hat etc.) zu Belohnen. Das sind allerdings die externe Motivatoren. Eine externe Motivation für mich war als ich mit dem Sporttreiben angefangen habe die schöne Ausrüstung, die ich mir hier gekauft hatte, und jetzt nicht untätig rumliegen lassen wollte.

Wo sich wohl die Spreu vom Weizen motivationstechnisch einstellt ist beim Sporttreiben. Ich hatte dabei ein richtiges Gefühl der Euphorie und anschließend der tiefen Entspanntheit. Diesem Gefühl jage ich jetzt immer hinterher.

Also noch mal Zusammengefasst: Schritt eins für die Motivation zum Sporttreiben ist das Wissen um die positiven Effekte von Sport, Schritt zwei die Schaffung von externen Motivatoren um anzufangen und letztlich sollte sich eine innere natürliche Motivation Einstellen, sollte das nicht gelingen kann man dieses Programm ruhig in mehreren Abschnitten seines Lebens immer wieder versuchen.

10.02.2014 12:50 • #14



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