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Hallo,

Ich versuche nun mal hier mein Glück, dass ich vielleicht Antworten auf meine Ängste erhalten werde, bzw. welche Art von Psychologen ich diesbezüglich aufsuchen kann oder sollte.
Es ist jetzt drei Monate her, als ich bei einer Bergwanderung abgestürzt bin. Es war zum Glück kein sehr steiles Gelände, aber ich viel doch ein paar Meter einen Grasabhang hinab. Ins Tal wurde ich dann mit dem Rettungshubschrauber gebracht, da ein weitergehen nicht mehr möglich war.
Ich muss hinzufügen, dass ich ein geübter Bergwanderer und Kletterer bin - bzw. war - und stehts auf Sicherheit achtete.
Nun habe ich vor großen Höhen Schiss, Brückenüberquerungen - zu Fuß oder mit dem Auto - sind eine Qual für mich, mir wird dabei schwindlig auch wenn ich nicht hinuntersehe. Es ist schon der Gedanke daran. Selbst wenn ich Wandersendungen, Fotos oder ähnliches sehe, bei denen es steile oder aussätzige Passagen gibt wird mir vom bloßen zusehen wird mir schwummrig und ein ungutes Gefühl.
Alles was hoch ist kann ich nicht besteigen, freistehende Türme, hohe Leitern, auf einem Turm an der Mauer stehen (auch ist sie noch so hoch). Freunde wollte mir helfen und wir gingen in einen Kletterwald...keine gute Idee gewesen .
Treppen abwärts gehen sind ebenfalls kaum zu machen.Hat hier jemand schon ähnliches erlebt ? Vielleicht auch Bergwanderer die sich danach nicht mehr trauten ? Gibt es spezielle Therapien das zu heilen bzw. Psychologen ?
Vielen Dank.

02.10.2018 15:14 • 03.11.2018 #1


6 Antworten ↓


kopfloseshuhn
HI.
Um deine Frage zu beantworten, wüsste ichgerne mal, ob du sonst noch Symptome hast?
Also um genau zu sein: So was:
Das unwillkürliche Erinnern und Wiedererleben des Traumas (Intrusionen und Flashbacks)
Vermeidung, Verdrängung und Vergessen des Geschehens.
Nervosität, Angst und Reizbarkeit.
Verflachung der Gefühle und Interessen.
?

02.10.2018 16:07 • #2



Höhenangst bzw Höhenschwindel

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Schlaflose
Zitat von Volta67:
Hat hier jemand schon ähnliches erlebt ?


Vieles davon habe ich auch, ohne dass ich jemals einen Unfall oder ähnliches gehabt hätte.

02.10.2018 16:15 • #3


Icefalki
Hallo @volta , du hast etwas erlebt, das dir extremst klargemacht hat, dass ruckizucki aus mit lustig sein kann. Ich Sag das mal ein bisschen schnoddrig, aber zwischen Ja, kann alles passieren und jetzt ist es passiert liegen Welten.

Du hast deine Sicherheit verloren, deshalb kämpfst du mit diesen Ängsten.

Hier hilft dir Konfrontation. Bedeutet, du setzt dich diesen Trigger aus. Allerdings bitte mit einem Therapeuten, der dir dabei hilft. Ruf einfach Psychologen an und frag nach.

Ängste manifestieren sich, wenn man daran nicht arbeitet. Kriegt man aber wieder hin. Bist noch nicht lange drin.

Im Prinzip geht es um dieses einschneidende Thema, dass man eben nix im Leben wirklich immer im Griff haben kann. Das geht ganz schön an die Psyche, wenn man plötzlich feststellt, Mist, verflixt, ich bin ja wirklich sterblich.

02.10.2018 18:11 • x 1 #4


Hallo Volta
Mir passierte es vor 7 Jahren, der auslöser war auf einer Schnellstrasse wo mir Stressbedingt plötzlich schwarz vor den Augen wurde.Wie ich das Auto zur nächsten Haltebucht brachte war der Horror.Hatte Lämungserscheinungen konnte nicht mehr gehen .Im Krankenhaus meinten sie Druckabfall.Hatte ein dreiviertel Jahr zu kämpfen,von einem Doktor zum anderen, nichts kam raus.
Aber das schlimme daran ist ,da ich den Beruf Zimmermann ausübe
Das ich plötzlich Höhenangst bekam. An manchen Tagen schiebe ich gewisse arbeiten auf.Manchmal ist es so schlimm das ich meine Arme fast nicht mehr bewegen kann und wenn ich endlich vom Baugerüst runterkomme ,schweissgebadet und der puls auf 100.Hatte früher nie probleme .Bei Brücken lauf ich fast drüber.
Bin ein leidenschaftlicher Skifahrer doch den Sessellift meide ich wobei ich bei Gondeln keine probleme habe.Autobahnen oder Schnellstrassen meide ich gänzlich.
Ich kann gut nachvollziehen wies Dir dabei geht ! Psychische Hilfe nahm ich bis jetzt noch nicht im Anspruch denke mir,wie es gekommen ist wirds vl.wohl wieder gehen.

03.11.2018 07:11 • #5


Ich halte das für normal du hast erlebt dass all deine Erfahrung all dein Können dich nicht davor schützen kann das Unfälle eben passieren. Außerdem bist du abgestürzt sprich Höhe (egal welche ) selbst wenn man sie vorher als Genuss empfunden hat hat sich für dich ins Gegenteil verkehrt in Gefahr. Dein Kopf hat sich gemerkt Höhe = Risiko denn auch die Stelle wo du abgestürzt bist hast du noch Sekunden vorher sicher nicht als Gefahr betrachtet woher soll dein Kopf also wissen dass die Brücke, die Treppe oder die Leiter nicht auch plötzlich eine Gefahrenquelle darstellen. Sind sie ja auch man kann runter fallen ist uns theoretisch allen klar passiert aber im Regelfall nie oder eben immer nur den anderen. Diesmal warst du es aber selbst.
Ich würde mir da durchaus psychologische Hilfe suchen zumal ja, bei dir, der Auslöser deiner Angst ganz eindeutig ist und noch nicht lange zurück liegt da stehen die Chancen also sehr gut dass du deine Angst mit entsprechender Hilfe besiegen kannst.
Ich wünsch dir alles Gute.

Was mir grade noch einfällt. Meine Kinder sind beide Kletterer in ihren Trainingsgruppen sind oft andere Kinder mit Höhenangst. Falls du nicht direkt zum Psychologen willst sondern es selbst versuchen willst in den Griff zu bekommen geh doch mal zu einem erfahrenen Klettertrainer in eine Halle und Berichte ihm von deinem Problem. Dort kannst du deine Selbstsicherheit bestimmt mit einem guten Trainer zusammen schritt für schritt zurück gewinnen.

03.11.2018 07:32 • #6


Angor
Hallo

Ich rate Dir, Dich umgehend um einen Termin bei einem Psychologen zu bemühen, je eher Du das Trauma verarbeitest um so besser.

Nach dem schweren Arbeitsunfall meiner Tochter als Rennreiterin brauchte sie auch psychologische Hilfe.
Die Psychologin hat ihr super gut getan, sie war sogar dabei, als meine Tochter das erste mal wieder auf ein Pferd stieg, weil sie so eine Panik davor hatte.

Wenn so eine Angst sich erst festgesetzt hat, ist es viel schwerer, davon loszukommen.

Alles Gute!

LG Angor

03.11.2018 07:40 • #7




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