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Hi,

ich leide seit fast 8 Jahren unter Agorapobie mit Panikattaken. Habe schon so viel ausprobiert doch jetzt geht es mir wieder mega schlecht.

Wir haben letztes Jahr ein Haus gebaut und ich habe ein Kind bekommen. Alles traumhaft eigentlich, nur in dieser Zit bin ich wieder an meine Grenzen gekommen. Daraufhin hab ich im Internet einen klasse bericht gefunden der mir die letzten 2 Monate so geholfen hat, das ich fast ein Angstfreies Leben führen konnte. Bin Essen gegangen mit meiner Familie, auch ein Kinobesuch war kein Problem und dann...

Ich habe vor eine Woche eine neue Arbeit begonnen den meine Elternzeit vorbei ist und jetzt... Ich bin jeden Tag am Ende, habe das Gefühl duch zu drehen. Jemand hat gesagt erzeuge ich auf den einwirkenden Druck gegendruck und gebe nicht nach kann das natürlich sehr ungesund werden.

Ich verstehe das nicht. Der neue Job ist spitze, liebe Kollegen, klasse Chef und das Angebot zur Teamleiterin habe ich auch schon bekommen. Warum vetflucht geht es mir jetzt so schlecht?

Hoffe so jemanden zu finden der mich versteht und mit dem ich mich austausche kann...

Bitte helf mir...

10.02.2013 14:20 • 14.02.2013 #1


11 Antworten ↓


Ich sage mal so: Es ist kein Wunder bei dieser Doppelbelastung, dass es einem schlecht geht. Ein kleines Kind, ein Job. Wie soll man das einfach so meistern? Früher war das ja auch nicht so. Heute soll man alles sein.Ehefrau, Mutter, Haushalt machen und noch arbeiten gehen. Dann kriegt man Burn out, bricht zusammen. Wie sagte man früher so schön: Man kann nicht auf mehreren Hochzeiten tanzen oder mehreren Herren dienen!
Ich würde kürzer treten, wenn das möglich ist. Denk an dich, dein Kind, deine Familie. Das ist viel wichtiger als sich für einen Chef und den Job kaputt zu machen. Erst recht, wenn man eh schon krank ist.
Ich kann es auch nicht. Vielleicht mal ein kleiner JOb irgendwann. Aber mit zwei kleinen Kindern schaffe ich das nicht. Und ich gestehe das ja auch ein.

10.02.2013 14:32 • #2



Hilfe bei Agoraphobie mit Panikattaken

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Hi Aladin,

klar sind das mehrer Belastungen aber was die Arbeit angeht sprechen wir hier von 4 Std. tägl. Klar ist das was neues und alles saufregend. Aber ich habe mich jeden morgen gefreut auf arbeit zu gehen. Ich will neues lernen und kann nicht durch meine Attaken. Bis ich gar nichts mehr wahrnehme und ich denke ich dreh durch.

Genau das ist das problem. Ich will, kann aber nicht durch die Panik. Weiß nun absolut nicht mehr wie ich damit umgehen soll.

ich will so viel neues und glaube langsam ich werde das nie können. Dafür bin ich zu labiel oder? Kann man das ändern?

10.02.2013 15:45 • #3


Bestimmt. Machst du denn eine Therapie? Wissen die das bei dir auf der Arbeit? Ich stelle mir das auch sehr schwer vor. Egal, um wie viele Stunden es sich handelt. Es ist schwer, mit sowas arbeiten zu gehen. Aber hier im Forum sind viele, die es machen und auch wieder können. Ich würde es an deiner Stelle zwar versuchen. Mir aber im Hinterkopf die Option offen halten, wieder auszusteigen und eine Kur zu machen oder notfalls eine zeitweilige Rente zu beantragen. Denn wenn du ganz zusammen brichst, ist niemandem geholfen. Genesung sollte an erster Stelle stehen. Wegen deinem Kind und deiner Familie. Es kommt nämlich später kein Chef und dankt einem. Wie du hier lesen kannst, haben schon viele die Kündigung bekommen. Ich auch vor vielen Jahren. Undank ist der Welten Lohn.

10.02.2013 17:03 • #4


Hallöchen...
also ich seh das nen bissel anders...
WIR sind nicht körperlich krank und WIR sind genauso stark wie alle anderen auch, wenn nicht sogar noch stärker, weil wir gelernt haben mit unserer "Krankheit" zu leben.
Wird jetzt die Arbeit aufgegeben hat die schei. Angst ja wieder das erreicht was sie wollte... Glückwunsch!

10.02.2013 17:19 • #5


Zitat von nicky76:
Hallöchen...
Wird jetzt die Arbeit aufgegeben hat die schei. Angst ja wieder das erreicht was sie wollte... Glückwunsch!


Generell muss man schon sagen, nachgeben sollte man nicht. Es geht ja darum, Wege zu finden mit der Angst, Druck und den schlechten Gefühle umzugehen.
Da helfen auch keine Kuren oder Rückzug von der Arbeit. Das sind alles nur Interventionsmaßnahmen, wenn es wirklich gar nicht mehr geht, aber keine Lösung.

@Stephanie
Inwieweit hast du denn schon etwas gegen das Angstproblem unternommen? Therapie wäre hier wohl angeraten wenn man selbst keine zufriedenstellenden Lösungen erarbeiten kann.

10.02.2013 20:52 • #6


Naja vor 4 Jahren bin ich zu einer Verhaltenstherapie, wodas festgestellt wurde. Angeblich durch meine Kindheit und Jugend und und und... Nur gehe ich ab Dienstag zu eine Ti8efenpsychologisch fundierten Psychotherapie. Doch bei den 5 Vorgesprächen wurde wieder alles durchgekaut und mir ging es wieder mega schlecht. Ich denke vVerarbeiten ist das eine. Dann sollte man aber aufhören immer wieder in der Vergangenheit rum zu rühren. Den "verdrängen" ist auch eine Art der Verarbeitung und wenn ich immer wied3er alte leiden aufsuche kanns nie besser werden.

Ich würde nur gern wissen wollen, wie ich den entstehenden Druck durch jetzt noch Arbeit, Kind und Haus unterbringen kann. Ich hab so lust zu arbeiten. 25 Std. die Woche... Schön langsam anfangen. Aber sobald ich in eine Druck Situation gerate fägts wieder an. Bin dem einfach nicht mehr gewachsen. Das schlimmste neben Shwindel, Hals zugeschnürrt und schweißausbrüche ist glaube das Gefühl als wäre ich ncht mehr anwesend. Ich kann mich nicht mehr wirklich artikulieren oder glaube das zumindest., Mimik und Gestik sind total eingeschränkt... Und seit neuem wieder die Angst durchzudrehen. Kann das denn pasieren? Man sagt ja eigentlich nicht aber... Es gibt doch Menswchen die einen Schicksalsschlag erlitten haben und "ein ding laufen haben".

LG

10.02.2013 22:36 • #7


Hab Agoraphobie mit Panik seit 14 Jahren, den Schwindel hab ich nun seit 1 Jahr und ich arbeite 45 Std. Woche, mir ist seit diesem einem Jahr alles zuviel, weiss auch nicht mehr wie ich das schaffen soll, da mein Kind seit der Scheidung auch total verrückt spielt, alle fragen mich wie ich das aushalte.... Man soll gegen die Angst angehen - aber ich mache es ja täglich! Ich hatte sie früher auf der Arbeit nicht, aber seitdem ich dort fast umgekippt wäre vor einem Jahr und der Blutdruck über 200 war habe ich auch auf Arbeit Panik...die im KH wussten nicht was sie mit mir machen sollten...aber seitdem Vorfall geht der Druck und der Puls schnell in die Höhe - aber sonst ist er okay - und was mache ich seitdem? Nur noch am Blutdruck messen privat....hab schon Bammel das ich dadurch auch noch eine Herzphobie entwickelt habe.

Hatte fest entschlossen nun doch mal eine Kur zu machen aber meine Hausärztin hatte dieses Jahr noch gar net auf und es wird wohl auch nix mehr...nun wurde auch noch bei meiner Mutter was festgestellt und sie soll operiert werden, dann wurde mein Dispo von heut auf morgen gekündigt, obwohl sich nichts an meinem Einkommen geändert hat!...schlimmer kanns bald net mehr kommen dieses Jahr...

Soll eine Mutter Kind Kur wirklich auch stressig sein? Das könnte ich ja auch nicht noch gebrauchen...ich weiss ehrlich gesagt bald gar nix mehr...

Was machst Du bei Schwindel während der Arbeit? Ich finds arg schlimm...ich muss ja immer dadurch...nix mit hinsetzen, bedienen, weiter bedienen....Angst es sehen alle....ich werd dann puterrot...ganz furchtbar. Wenn ich dann Entspannungsübungen oder so machen könnte aber ist wohl schlecht als Verkäuferin Ich bin dem allem nicht mehr gewachsen - aber ich muss, schon für meine Mam muss ich jetzt stark sein, aber wie. Seit Jahren läufts immer wieder so: durchhalten, durchhalten, durchhalten...und laufend der Blutdruck, dann Asthma seit 10 Jahren, dann 1 bis 2 mal jährlich Lungenentzündung...ich glaub mein Körper streikt ...

13.02.2013 11:46 • #8


Zitat von Ivy78:
Hab Agoraphobie mit Panik seit 14 Jahren, den Schwindel hab ich nun seit 1 Jahr und ich arbeite 45 Std. Woche, mir ist seit diesem einem Jahr alles zuviel, weiss auch nicht mehr wie ich das schaffen soll, da mein Kind seit der Scheidung auch total verrückt spielt, alle fragen mich wie ich das aushalte.... Man soll gegen die Angst angehen - aber ich mache es ja täglich! Ich hatte sie früher auf der Arbeit nicht, aber seitdem ich dort fast umgekippt wäre vor einem Jahr und der Blutdruck über 200 war habe ich auch auf Arbeit Panik...die im KH wussten nicht was sie mit mir machen sollten...aber seitdem Vorfall geht der Druck und der Puls schnell in die Höhe - aber sonst ist er okay - und was mache ich seitdem? Nur noch am Blutdruck messen privat....hab schon Bammel das ich dadurch auch noch eine Herzphobie entwickelt habe.

Hatte fest entschlossen nun doch mal eine Kur zu machen aber meine Hausärztin hatte dieses Jahr noch gar net auf und es wird wohl auch nix mehr...nun wurde auch noch bei meiner Mutter was festgestellt und sie soll operiert werden, dann wurde mein Dispo von heut auf morgen gekündigt, obwohl sich nichts an meinem Einkommen geändert hat!...schlimmer kanns bald net mehr kommen dieses Jahr...

Soll eine Mutter Kind Kur wirklich auch stressig sein? Das könnte ich ja auch nicht noch gebrauchen...ich weiss ehrlich gesagt bald gar nix mehr...

Was machst Du bei Schwindel während der Arbeit? Ich finds arg schlimm...ich muss ja immer dadurch...nix mit hinsetzen, bedienen, weiter bedienen....Angst es sehen alle....ich werd dann puterrot...ganz furchtbar. Wenn ich dann Entspannungsübungen oder so machen könnte aber ist wohl schlecht als Verkäuferin Ich bin dem allem nicht mehr gewachsen - aber ich muss, schon für meine Mam muss ich jetzt stark sein, aber wie. Seit Jahren läufts immer wieder so: durchhalten, durchhalten, durchhalten...und laufend der Blutdruck, dann Asthma seit 10 Jahren, dann 1 bis 2 mal jährlich Lungenentzündung...ich glaub mein Körper streikt ...


Wie ist das mit Rente oder weniger arbeiten? Ich trau mich doch net mal zum Arzt zu fahren, der ist 30 km von hier entfernt! Meine Wohnung genauso, weil ich so wenig verdiene wurde mir für die Wohnung von der Arge Geld abgezogen, weil die Wohnung zu gross ist...jahrelang reichte ein Attest meiner Hausärztin. Aber dann wollten die ein Gutachten...bitte helft mir! Kann doch net sein das ich weniger Geld habe als ein normaler Hartz4 Empfänger mit 45 Std Woche....Hätte dann nicht eigentlich die Arge den Gutachter stellen müssen? Aber ich hätte auch Angst das die mir mein Kind wegnehmen würden aufgrund der Angst dann.... bin total ratlos

Kommt ein Psychiater auch nach Hause und macht so ein Gutachten oder wie läuft das?

Danke Danke Danke, falls Ihr mir hier ein wenig helfen könnt....

13.02.2013 11:57 • #9


Hallo liebe Ivy78,

man sagt immer es gibt menschen dennen geht es schlechter und dann schreibst du mir. He wenn ich mir deine Geschicht anhöre würde ich dir so gern sofort helfen aber wie?

Als aller erstes solltest du eine Mutter kind kur beantragen. Du bestimmst was dort gemacht wird und kein anderer. Hatte auch vor kurzem eine Therapie beantragt die wurde jedoch abgelehnt, mit der begründung ich solle für mich eine richtige Kur beantragen die für mich mit meinem speziellen Problem ausgelegt ist! Allerdings erfolgen die OHNE Kind und gehen ca 7 Wochen. Wenn du also dein Kind unterbringen kann (kann dich ja trotzdem besuchen kommen), dann mach so eine Kur. Hab auch eine bekannte der hat so eine Kur soooo sehr geholfen. Sobald mein Kind bissl größer ist werde ich das auch tun.

Als nächstes einen neuen Job! Auf jeden Fall. Was hast du den gelernt? Oftmals gibts auch Halbtagsangebote wo du mehr verdiehnst.

Schau doch mal die Zeitungen durch (da hab ich grad meinen neuen Job gefunden und mein Chef hat sogar verständniss für mein Problem), oder im Internet bei der Jobbürse. Melde dich arbeitssuchend! Dann kannst du nebenbei Angebote über vielleicht passende Stellen erhalten.

Ichlege dir ans Herz änder was. Du hast solch große Belastungen auf dich genommen. Das kann niemand schaffen!!!

Und zu dem Schwindel... Hab da auch noch keine Lösung aber meine Therapeutin meinte gestern das sind Anzeichen von Stress. Das heist es ist eindeutig zu viel und wenn der Körper übehaupt erholungsmöglichkeiten bekommt dann sind sie zu kurz und reichen nicht.

Eine Psychotherapie würde ich auch in Angriff nehmen!

Ich weiß es ist sehr viel auf einmal was du ändern sollst und du hast bestimmt auch so schon keien Zeit aber schon deinem Kind zu liebe MUSST du etwas ändern und das SOFORT! Der anfang ist immer schwer, aber eine gesunde Kombination aus allem wird dir helfen. Das wünsche ich dir ganz sehr!

LG

13.02.2013 14:11 • #10


Also ich denke, dass bei vielen auch der Job einfach zu belastend ist. Doppelbelastung, weite Strecken fahren und dann immer einen Chef im Nacken. Oder andere Vorgesetzte. Der Druck heutzutage wird doch immer höher. Wie soll man dem denn noch Stand halten?
Ich halte gar nichts davon, bis zum kompletten Zusammenbruch weiter zu machen! Nicht für einen Job. Wenn man so krank ist, steht es einem zu, in eine Klinik zu gehen, eine Kur zu beantragen oder notfalls auch eine Zeit lang eine Rente. Eine psychische Krankheit ist ebenso schlimm wie eine körperliche. Bei einem körperlich Kranken hat jeder Verständnis, wenn derjenige eine Kur macht oder eine Zeit lang Rente bekommt. Aber wehe, jemand macht das wegen Angst, Panik oder Burn out. Da schnattern alle direkt auf einen ein!
Wenn es nicht mehr geht, geht es eben nicht mehr!
Ich kann allerdings nicht nachvollziehen, dass man es nicht zum Arzt oder Amt schafft. Da muss man dann eben durch. Notfalls nimmt man eben ein Taxi oder einen Angehörigen mit. Das geht schon, wenn man will und wenn es einem wichtig ist.
Diese Durchhalteparolen gehen mir jedenfalls total auf die Nerven! Ich werde nie wieder einen Job machen, der mir nicht gut tut. Ich habe mich einmal in meinem Leben bis zum kompletten Burn out ausnutzen lassen! Weil ich auch so gedacht habe. Das mache ich gewiss nie wieder! Was hatte ich denn davon? Die Kündigung als ich ein paar Mal krank war. Einfach raus geschmissen, ausgetauscht. Ich kriege heute noch die Krätze, wenn ich meinen Ex-Chef in der Zeitung sehe.

13.02.2013 16:40 • #11


Hallo,

mir geht es ähnlich...Ich leide auch seit Jahren an Agoraphobie und Panik.Habe im Sommer mein Studium mit viel viel Anstrengung beendet und danach eine 15Std Stelle bekommen. Es hat mir Spass gemacht, ich hätte es mir von der Kompetenz zugetraut und das Geld hätten wir auch gut gebrauchen können...und was war? Musste schon nach drei Tagen aufhören, weil es irgendwie gar nicht ging:(( Dabei dachte ich vorher, ich könnte es schaffen...Zuerst war ich sehr traurig, aber ich versuche das beste draus zu machen und mir soviel Zeit zunehmen wie ich brauche...Ich habe einen 2-jährigen Sohn und musste mir das dann eingestehen, dass ich mit Haushalt, dem Kleinen und meiner Krankheit einfach ausgelastet bin...Ich nehme es jetzt an und versuche neue Kraft zu tanken, damit ich irgendwann auch wieder arbeiten kann...

Ich finde auch, dass Gesundheit immer vorgeht...Viel Kraft!

14.02.2013 19:13 • #12



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