Hey Queeny,
Das ist ja dann tatsächlich dein wahr gewordener Alptraum! Erstmal möchte ich dich mal bisschen trösten

, ich kenne das.
Ich hatte zwar keinen Herzinfarkt, aber auch mein leben lang psychosomatische Beschwerden abwechselnd Bauch oder Herz. Zudem ausgeprägte Verlustängste. Verdauung und Herz das sind ja auch die Organe die anfällig für Stress sind und schnell mit Symptomen reagieren.
Und dann hatte ich plötzlich ernste Probleme mit meinem Bauch, weswegen ich dann auch ins Kh musste und sollte sogar operiert werden.
Mein Alptraum! Ich war ausser einmal als Kind nie im Krankenhaus und hatte seitdem angst davor.
Ich hatte für die zeit dort eine Dauer Panik Attacke. Es war so schrecklich! Zum Glück war dort auch eine Psychologin die mir kurzfristig tavor aufschrieb.
Vorher hatte ich auch immer schon PAs gehabt, auch schon ewig. Aber nie So starke medis bekommen.
Das zeug wirkte, aber natürlich war die angst danach wieder da. Und man kann es ja nicht ewig nehmen.
Auch für mich war eine Therapie immer schwierig, aber meine Therapeutin ist gut! Bei mir kam auch dazu, dass mein Bruder sich das Leben nahm und man mir nicht sagen konnte ich müsse mich nicht um meine lieben sorgen. Sie verschwanden ja tatsächlich plötzlich!
Aber ich muss sagen mit der Krankheitsangst ist es schon besser geworden.
Ich kenne das prozedere im Krankenhaus seit jahren und bin deutlich entspannter. Habe nicht mehr jedes mal Todesangst.
Gebracht hat mir viel eine stationäre Therapie. Ich glaube sowas gibt es auch für solche Fälle wie bei dir, dass jemand mit seinem Krankheitsbild nicht zurecht kommt.
Man kann ja auch mit Herzinfarkt noch lange leben dank der Medikamente sogar länger als hätte man keinen gehabt, da man so gut kontrolliert und eingestellt ist.
Auf der anderen Seite ist es ja tatsächlich so, daß wir alle und auch die Angehörigen ständig sterben können. Und es irgendwann auch tun.
Jedenfalls kann man lernen mit dieser Sterblichkeit zu leben und dankbar für den Augenblick zu sein.
Zudem kommen die Ängste ja durch frühe kindheitserlebnisse und sind nicht angemessen.
Anders ausgedrückt:
JA, du kannst sterben!
JA, jeder zeit!
JA, davor kann man angst haben
Aber ändern tut es nichts.
Das mass der Angst ist bestimmt durch das empfinden als Kind.
Übertrieben.
Du lebst jetzt ja schon seit 10 Jahren anscheinend ohne weiteren Infarkt.
Wie ist denn der medizinische stand?
Überleg dir eine stationäre Therapie zu machen, die darauf spezialisiert ist
Atemübungen vom yoga haben mir geholfen mich zu entspannen in akut Situationen.
Du hast Einfluss auf deinen Blutdruck, kannst ihn erhöhen (kannst du super

)
Aber auch lernen dein Herz zu heruhigen.
Ich glaube aber am meisten könnte dir glaube helfen.
An eine höhere Macht, gott, Schicksal wie du es auch nennen willst.
Du wirst sterben, wenn Gott (dein Schicksal) es will. Nicht eher und nicht später.
Du weißt nicht wann es ist, aber es wird passieren. Und es liegt nicht in deiner macht.
Ich übe täglich, nicht nur was das Thema angeht, daran zu denken und vertrauen zu lernen. Es hat alles seine Richtigkeit.
Ich glaube als Kind hatten wir eben keine Sicherheit, keine Hoffnung, dass alles schon richtig ist und lernten kein Urvertrauen.
Urvertrauen ist aber letztlich glaube an Gott, da wir alle darauf vertrauen müssen, dass alles seine Richtigkeit hat, oder?
Du bist vor 10 Jahren nicht gestorben, weil es nicht sein sollte.
Irgendwann soll es sein. Hab vertrauen, dass du in Sicherheit bist,auch wenn du stirbst.
Das ist das schwerste was wir doch letztlich aber alle lernen müssen.
Wenn man das begreift wird man unwahrscheinlich ruhig.
Es hält bei mir oft noch nicht lange, ich gerate noch öfter in angst und Panik, aber erinnere mich dann wieder.
Kennst du den Gelassenheitsspruch der AAs?
Gott, gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden