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Hallo zusammen
Vor kurzem hat meine Tochter zum ersten mal in dieses Forum geschrieben(Erst 16 und schon Panikattacken)
Ich als Mutter ,fühle mich so hilflos.
Es tut mir so unendlich Leid und weh,meine Tochter zu sehen,wie sie sich jeden ein Stückchen zurück zieht.
Wir können gott sei dank gut miteinander reden,und ich habe mich auch schon viel über Agoraphobie erkundigt,um besser damit umgehen zu können.
Ich habe mich schon mit einer Therapeutin in Verbindung gesetzt und Ende Mai einen Termin zum erst Gespräch.
Heute morgen als ich sie in die Schule bringen wollte,bekam sie wieder Angstzustände,so das ich sie wieder mit nach Hause nehmen musste,was in letzter Zeit häufiger passiert ist.
Sie möchte am liebsten garnicht mehr in die Schule.
Sie weiß das sie kämpfen muss,und möchte ja auch wieder ein normales Leben führen,aber die Angst ist stärker.
Gibt es hier im Forum betroffene Eltern deren Kinder an Angst und Panikattacken leiden?
Wie geht ihr damit um?
Ich habe Angst und Sorge,das sie die Schule bald garnicht mehr bewältigt bekommt.
Sie ist eigentlich so ein Lebensfroher Mensch,aber sie wird immer trauriger und zieht sich zurück
Ich bin dankbar für jeden Tip und Ratschlag.
Liebe grüße

09.04.2008 13:23 • 09.05.2018 #1


16 Antworten ↓


Hallo und herzlich willkommen!

Es ist schön das du dich als Mutter damit auseinander setzt. Meinen Mann z.B. der ja auch ein aussenstehender ist und nicht unter Panik leidet, habe ich als Aufgabe gegeben das Buch "Angstfrei Leben" Luicina Barret zu lesen, damit er versteht was in mir vorgeht und wie er mithelfen kann.

Für Deine Tochter ist es ganz wichtig, obwohl es schwer ist, sich der Angst zu stellen. Um so öfters sie die Flucht antritt wird es immer schwerer.
Hold ihr lachen wieder zurück. Treibt Sport, damit sie energie autanken kann.

Ich wünsche ganz viel Kraft, sie wird es schaffen

Liebe Grüße

Regi

09.04.2008 14:24 • #2



Meine Tochter(16 Jahre)hat Angst u.Panikattacken

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hallo
auch von mir ein herzliches willkommen
ich hab seit 5 jahren panikattacken ich weis wie es deiner tochter geht
du must sie unterstützen so gut es geht
eine therapie ist das einzig richtige was anderes hilft da leider nicht es ist schwer als mutter sein kind so leiden zu sehen ich habe selbst 3 kinder und weis das
ich wünsche dir alles liebe und gute und viel kraft die wirst du brauchen
aber ihr schaft das
liebe grüße susanne

09.04.2008 17:19 • #3


Hey,und Hallo

Ist echt schwer was Du da mitmachst,habe selbst eine 17jährige Tochter.
Bei mir,ist es mein Vater mit Angstattacken,bringt einen fast aus der
Fassung.Das einzig richtige,ist eine Therapie,halt durch.
Ich denke das man deiner Tochter helfen kann.

Ganz liebe Grüße

Tanzmamba

10.04.2008 18:44 • #4


Ich habe einen Termin bei einer Therapeutin und einen Termin bei der Schulverweigerungs Ambulanz.
Beide Termine sind im Mai.
Heute hat die Schulphychologin angerufen,um sich zu erkundigen wie es meiner Tóchter geht.
Sie ist sehr verständnissvoll,und hat auch noch mal mit der Lehrerin gesprochen.
Von aussen merkt man meiner Tochter nichts an,aber sie spricht ja mit mir darüber,und daher weiß ich das es innerlich bei ihr ganz anders aussieht
Ich weiß das ich erst mal mein bestes gegeben habe.
Heute habe ich Autogaines Training mit ihr gemacht,sie konnte sich aber noch nicht richtig fallen lassen.
Was mich noch belastet,ist das ich mir Vorwürfe mache,ob meine Ehekrise die fast 5 jahre gedauert hat schuld daran ist wie es ihr jetzt geht?
Inzwischen haben mein Mann und ich die krise gut überstanden,und unsere Familie lebt wieder friedlich miteinander.
Ich habe mit meiner Tochter darüber gesprochen,ob die Situation sie noch belastet,und sie verneinte es.
Sie sagte"das sie mal mir der Bahn gefahren ist,und es ihr während der fahrt sehr schlecht ging(Übelkeit,Hitzewellen,Magenschmerzen,Durchfall usw.)
Sie meinte das könnte sie traumatisiert haben.
Ich hoffe das die Gespräche und die Therapie die sie bekommen wird,ihr helfen werden,wieder ihren Weg zu gehen.
Liebe grüße

10.04.2008 20:38 • #5


Hallo Mama Bebieh,

hat du zusammen mit deiner Tochter schon mal mit den Lehrern
in der Schule gesprochen?

Nach meiner Erfahrung entlastet es ungemein, wenn die Angsterkrankung
kein Geheimnis ist ... man braucht sich nicht zu verstellen, Ausreden erfinden.
Ich kenne das sehr gut aus meinem Beruf.

Ich denke, über die Lehrer und dann auch über die Mitschüler kannst du sehr viel Druck von deiner Tochter nehmen. Aufklärung ist sehr wichtig.

Habe Mut, Ihr schafft das ganz bestimmt

Ganz liebe Grüße
Michael

10.04.2008 21:17 • #6


Ich habe auch mit der Lehrerin gesprochen damit meine Tochter sich verstanden fühlt.
Gestern hatte mich ja die Schulphychologin angerufen um sich nach meiner Tochter zu erkundigen.
Sie sagte mir auch"Das sie auch noch mal mit der Lehrerin gesprochen hat und diese aufgefordert hat mit den anderen Lehrern die meine Tochter unterrichten zu informieren,damit meine Tochter sich verstanden fühlt.
Ich weiß nur all zu gut wie sie sich fühlt,da ich eine Zeitlang durch die Beziehungskrise,Depressiv Krank war(Klinikaufenthalt,Medikament,keinen Sinn mehr im Leben gesehen)
Inzwischen habe ich mich aber selber wieder daraus geholt.
Die Depressionen sind nicht weg,aber ich habe gelernt auch die schlechten Tage anzunehmen und aus jedem Tag das beste zu machen.ohne Medikament,und Therapeuten.
Ich kann wieder lachen und mich an vielen Dingen erfreuen.
Ich hoffe das ich in der Hinsicht meiner Tochter ein Vorbild sein kann,das sie sieht man kann es schaffen
Ich spreche auch mit ihren Freunden und Freundinnen über ihre Situation,damit sie wissen wie sie damit umgehen können,und meine Tochter muss sich dann nicht verstellen,und kann ihre Gefühle raus lassen.
Ich weiß aus eigener Erfahrung wie es ist,wenn alle mit dem guten Ratschlag ankommen"Du musst einfach nicht dran denken,dann gehts von alleine wieder weg"
Wer soetwas nicht selber erlebt hat,kann sich nur schwer in die Lage des betroffenen versetzen.
Mein Motto"Nehme die Steine,die sich dir in den Weg stellen,als Brücke nach oben"
Liebe grüße

11.04.2008 08:05 • #7


Liebe Mama Bebieh,

sorry, das ich mich gestern nicht mehr gemeldet habe. Ich finde es richtig toll wie du dich um Deine Tochter kümmerst.
Was ich gut finde das die Lehrer unterrichtet werden. Ich wünsche euch das alle Lehrer damit verständnissvoll umgehen.

Meine Tochter wurde vor 1 1/2 Jh. an der Grundschule gemobbt, leider zeigte keiner Verständinss, weil so etwas ja nicht sein kann. Meinen Kampf führte ich alleine ohne Unterstützung. Meine Tochter konnte ich auffangen, jetzt hoffe ich das so etwas nie wieder passiert.

Ich wünsche euch viel Kraft.

Liebe Grüße

Regi

11.04.2008 08:30 • #8


Für Kinder ist es wichtig,das sie wissen,das sie sich da nicht alleine durchboxen müssen.
Ich weiß das meine Mutter sich frühre aus allem rausgehalten hat,nach dem Motto"Da schaffst du schon"
leider habe ich es nicht immer geschafft und mich oft im Stich gelassen gefühlt.
Was im Erwachsenen Alter dazu geführt hat,das ich mich oft minderwertig gefühlt habe.
Erst durch die krise und durch die kurzeitige Trennung von meinem Mann,habe ich gelernt was in mir steckt.
Heute trammpelt keiner mehr auf mir rum!
Es hört sich hart an,aber manchmal muss man erst ganz unten ankommen,um wieder hoch zu kommen.
Während meiner depressionen,habe ich oft gedacht,ich packe das nicht mehr,wollte manchmal sterben,hatte keine Kraft mehr.
Jeder tag war ein harter Kampf.
Aber heute habe ich viel daraus gelernt.
Ich möchte diese Zeit nicht nocheinmal durchmachen, aber heute kann ich es besser machen.
Die Fehler die damals zu den Deppressionen geführt haben kann ich heute vermeiden,da ich gelernt habe was ich falsch gemacht habe.
Man wird oft krank weil man immer "JA"sagt,obwohl man "NEIN"mein!
Ich sage meiner Tochter immer wieder,das sie ein toller Mensch ist,das sie sich für niemanden verbiegen soll.
Das sie auf ihr inneres hören soll,was ihr gut tut und was ihr nicht gut tut.
Das sie anderen nicht nach dem Mund reden soll nur um denen zu gefallen.
Jeder Mensch ist auf seine Art etwas ganz besonderes,und wertvoll.
Krisen wie z.b Angst und Panikattacken,Depression usw.können passieren,deswegen ist man noch lange nicht verrückt oder irre.
Lasst euch nie etwas anderes einreden!
Ich bin eine Kämpferin,nur wer aufgibt hat verloren.
Wenn es bei euch mit dem Erfolg nicht sofort klappt,dann sollte man sich nicht unter Druck setzen,sondern eine kleine Pause gönnen.
Wenn man wieder etwas Kräfte gesammelt hat,kann man wieder aufstehen und weiter in sein Leben Laufen"Schritt für Schritt"
Liebe grüße

11.04.2008 08:53 • #9


Hallo,
meine Tochter ist auch 16. Sie ist im Februar in der Schule umgekippt und hatte danach(wie einige ihrer Freundinnen auch) eine Grippe. Danach wollte bzw. konnte sie nicht mehr zur Schule gehen, sie sagte sie hätte Angst wieder umzufallen.Da ich auch an Angsterkrankung leide habe ich sofort reagiert beim Jugendamt sofort einen termin bei einer Psychologin bekommen. Die hat ihr erklärt das sie durch diese umfallen angefangen hat zu generalisieren, sie hat an ihren Freunden gezweifelt, an sich selbst, an ihrer Lebensform.
Wir haben sie jeden Morgen zur Schule gebracht und oft wiedr mitgenommen ihre beste Freundin hat Tips von der Psychologin bekommen: sie soll aufpassen, das Lisa richtig atmet, nicht zu schnell und schön ruhig, sie soll sie immer erinnern- Ruhig und still passiert was ich will-. Ich habe ihr Bachblütennotfallbonbons gekauft die ihr gut geholfen haben. Nach 4-5 Anläufen ist sie in der Schule geblieben und ich war völlig durch mit den Nerven. Danach hatte sie Anfangs noch Angst vor der Stunde wo sie umgekippt war, aber das hat sich auch wieder gelegt. Sie ist jetzt wieder genausogut drauf wie vorher und hat ihre mündliche Prüfung mit 1 bestanden.
Sie hatte mir einen Brief über ihre Ängste geschrieben, weil Alles erzählt man doch nicht, der Brief hat mich geschockt, was in meinem Kind vorgeht und ich dachte sie hätte mir alles erzählt.
Aber mit viel Liebe und Geduld haben wir gemeinsam als Familie und ihre Freudinnen dies Phase überstanden und es geht ihr wieder gut.

11.04.2008 10:33 • #10


Ich habe gerade mit meiner Tochter über deinen Beitrag gesprochen.
Auch habe ich ihr nochmals versichert,das sie mit mir über alles reden kann,und wenn sie nicht über alles mit mir reden kann,das sie mir das auch gerne schreiben kann.
Sie sagte"Das sie mit mir über alles spricht und auch keine hemmungen hat,mit mir über bestimmte Dinge zu sprechen.
Heute Mittag kommt ihre Mitschülerin die auch gleichzeitig ihre Freundin ist,um ihr den aktuellen Hausaufgabenstand in der Schule mitzuteilen.
Im Moment versuche ich alle mit ein zubeziehen,um meiner Tochter soviel Druck wie möglich ab zu nehmen.
Es ist nicht einfach für mich,denn da ist mein Job,meine anderen 2 Kids,mein Mann,der mich aber unterstützt.
Ich gebe mein bestes.
Ich denke,das ich schon viel erreicht habe,dadurch,das ich es schnell erkannt habe,das mit meiner Tochter etwas nicht in Ordnung ist,und auch schnell reagiert habe,indem ich mir Hilfe,Ratschläge und Unterstützung geholt habe.
Ich glaube,das es nämlich sicherlich viele Eltern gibt,die soetwas garnicht wahr haben wollen,das mit ihrem kind etwas nicht stimmt.
Sie versuchen dann auf Kosten des Kindes ihr heiles Familienbild aufrecht zu erhalten.
Liebe grüße

11.04.2008 12:32 • #11


Hallo Mama bebeih

Meine Tochter ist auch 16 Jahre Alt und leidet seit 1 Jahr unter Panikattacken! Mein Hausarzt hat sie ganz schnell an eine Nervenarztin überwiesen ,von der hat sie Medikamente bekommen wodurch es ihr viel besser geht . Schule war ohne Medikamente nicht möglich. Jetzt macht sie ihren Abschluss Klasse 10 und Jahrespratikum .Im Juli fängt sie ihre lehre an . Ich bin froh das sie es schafft allerdings
Muss ich sagen es geht wirklich nur mit Medikamenten. Mittlerweile ist sie auch in Therapie das ist ganz Wichtig! Ich selber leide auch unter Panikattacken , deshalb wusste ich auch ganz schnell bei meiner Tochter Bescheid woran sie leidet., mein Arzt meint er wäre Vererbung .Jetzt habe ich Angst um meine anderen Kinder. In der Schule wissen sie Bescheid wenn es ihr nicht gut geht kann sie nach Hause . Aber das ist zum Glück nicht mehr Passiert. Vielleicht Hilft es deiner Tochter ja auch wenn sie eine Zeit Lang ein Medikament bekommt um wieder Luft zu holen und neue Kraft zu Tanken. Ich wünsche dir und deiner Tochter ganz viel Kraft und Glück

Liebe grüße
Maria

12.04.2008 19:57 • #12


Liebe Mama Bebieh,
auch ich habe eine Tochter, 20 Jahre, mit massiven Ängsten. Seit 3 Jahren geht unsere ganze Familie durch allerlei Höhen und Tiefen. Würde mich gerne mit Ihnen austauschen. Möchten Sie meine e-mail Adresse?
Lieber Gruß, Calipso

26.04.2008 19:10 • #13


Hi ich bin selbst 16 und leide auch unter panikattacken ich zieh mich auch zurück geh kaum noch raus und bin grade mal 16 .
ich und ihre Tochter haben warscheinlich das gleiche problem.

Ich hoffe das es ihrer tochter demnächst wider gut geht wenn ihre tochter sich vlt mit mir austauschen möchte mit den Problemen kann sie sich gern melden lg Debby

27.04.2008 18:51 • #14


Meine Tochter hat nächste Woche ihren ersten termin zum gespräch im Klinikum,und ich hoffe sehr das es dann endlich vorwärts geht.
Sie schafft die Schule nicht mehr,und jeder gang nach draussenz.b Arzt.ist für sie ein Horror.
Letzte tage hat mich das alles umgehauen und ich musste selber zum Arzt.
Ich habe Antidepressiva bekommen,und im Moment geht es mir wieder etwas besser.
Es ist schrecklich zu sehen,wie sehr meine Tochter leidet.
Ich weiß das es noch eine lange zeit dauern wird,bis das überstanden ist,aber da müssen wir durch.
Ich weiß das ich im Moment alles für sie getan habe,jetzt muss man schauen was das Klinikgespräch bringt(Diagnose)weitere vorgenhensweise.
Debby"was habt ihr DU/deine Eltern bisher getan?
Liebe grüße
Liebe grüße

30.04.2008 13:34 • #15


Hallo zusammen

Ich habe von den Panikattaken deiner Tochter gelesen. Diese ist ja etwas länger her. Mich würde interessieren wie es ihr heute geht? Wie seid ihr damit umgegangen? Als ich das gelesen habe, dachte ich, ich könnte genau das selbe schreiben. Meine Tochter ist fast 12 und leidet seit ca 10 Wochen unter Panikattaken. Das kam aus heiterem Himmel. Seit dem geht es ihr und mir schlecht. Sie ist ein fröhliches Kind. Sehr Kontakt freudig. Unternimmt viel. Shopping macht ihr Spass. Seit den Attacken will sie nichts mehr davon. Mich macht das fertig und traurig, weil ich sie so nicht kenne. Wir waren vorgestern das erste mal bei einer Thrapeutin. Ich hoffe dass es schnell wieder gut wird.

06.05.2018 11:25 • #16


Hallo Mama Bebieh,

ich selbst habe meine erste Panikattacke mit 18 bekommen. Ich kann dir gleich zu Beginn sagen, dass ich sie komplett losgeworden bin.
Erstmal zu meinen Gründen: Ich habe sie in einer Zeit bekommen, als es mir eigentlich sehr gut ging. Deshalb kenne ich meinen Auslöser nicht wirklich.
Nach meiner ersten Panikattacke dachte ich die ersten Tage oder Wochen, dass etwas mit mir nicht stimmt und dass ich sterben werde. Es folgten weitere Panikattacken, jedoch nahmen sie irgendwann immer weiter ab. Eine Verhaltenstherapie hat mir dabei sehr geholfen.
Irgenwann bekam ich meine letzte Panikattacke auf der Arbeit und danach nun seit 2 Jahren nicht mehr. Mir hat in dieser Zeit Sport sehr viel geholfen. Sich alleine beim Joggen auspowern, zusammen mit Freunden im Fitnessstudio oder Schwimmbad, oder auch bei Stress in die Sauna gehen.

09.05.2018 13:00 • #17



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Dr. Hans Morschitzky