Hallo Taratanita,
vielen, vielen Dank für den langen und für mich beruhigenden Text! Bin so froh, dass ich nicht alleine mit meinen Problemen bin. Ja, wir haben wohl genau die selbe Symptomatik.
200/100 habe ich jetzt noch nicht gemessen; aber so ähnliche Werte z.B 191/105 oder 153/110 oder 174/96 usw.......
Das komische daran ist, dass so eine Krise oft kam, ohne dirket davor einen Auslöser (Streit, Stress, oder Angst) gehabt zu haben. Diese Kriesen (oder auch PA´s) kamen meistens in Entspannungsphasen.
Bisher hab ich ja gedacht, dass es eine organische Ursache hat. Bei meinem Ärztemarathon ist nichts festgestellt worden. Der Internist und Nierenspezialist haben einen Tumor von dem du gesprochen hast ausgeschlossen, deshalb hab ich keine Überweisung zum MRT.
Der Hausarzt hat mir auch Bisoprlol 5mg verschrieben, welches ich auch regelmäßig nahm und trotzdem kamen die Kriesen.
Erst der letzte Arzt gab mir Tavor mit und ich hab auch 2 Stück schon genommen und sie haben gewirkt.
Tut mir leid, dass auch dein Vater gestorben ist, aber dann kennst du ja wie ich auch den Auslöser.
Würd mich freuen wenn du mir berichtest was das MRT ergeben hat.
Liebe Grüsse S.
Zitat von Taratanita:@hondalogo ,
ich kenne Deine Symptomatik ganz genau. Als ich 2008 meine Examensarbeit fertig hatte und nach zehn Tagen Urlaub abends alleine ganz entspannt vorm Fernseher saß, hatte ich zum ersten Mal eine Bluthochdruckkrise.
Hab ein Meßgerät von meiner Mutter in der Wohnung, da sie sich ein neues gekauft hatte.
Plötzlich hatte ich einen totalen Kopfdruck und fühlte mich total schlecht, wirklich sterbenselend. Da hab ich dann meinen BD gemessen, war 200/ 100.
Ich überlegte einen Notarzt zu ruefen, aber hatte Angst , erstens , dass wenn es kein Herzinfarkt oder Schlaganfall ist, ich sozusagen den RTW "blockiere" und zweitens alleine im Krankenhaus zu landen.
Der BD ging die ganze Nacht nicht runter, ich hab kein Auge zugetan. Morgens hab ich mir ein Taxi gerufen und mich zu meiner Internistin fahren lassen. Dann folgte das große Programm Blutentnahme, EkG, Herzecho,Belastungs-EKG, Ultraschall von Bauch und Nieren und Langzeitblutdruckmessung. Bei letzterer war der BD ganz leicht erhöht.
Von Panikattacken war überhaupt keine Rede.Hab dann nen Betablocker verschrieben bekommen, Bisoprolol 5mg/morgens.
Hab die Bluthochdruckkrisen trotzdem wieder bekommen und zwar jeweils nach einem halben Jahr....Dafür hab ich als Notfallmedi Adalat, da geht der Blutdruck dann langsam runter, aber man fühlt sich trotzdem mies.
Einmal war ich über Nacht in der Notaufnahme, hatte mir zum ersten Mal den Notarzt gerufen und die haben mich zur Beobachtung dabehalten. Hatte das ganze Equipment die Nacht über angeschlossen, Blutdruckmesser, EKG, der BD stabilisierte sich dort ohne Medikamente. Auch da sprach keiner der Ärzte von Panikattacken.
Es gibt einen sehr seltenen meist gutartigen Tumor ein Phäochromozytom der auch Bluthochdruckattacken auslöst.
Wurde bei mir schon im Urin und Blut untersucht aber nix gefunden, nun war ich beim Endokrinolgen und der meinte die sicherste Diagnostik um ein Phäo festzustellen ist ein MRT der Nebenniere.
Nun werde ich also ein MRT machen lassen.
Hab selbst nie an Panikattacken gedacht, aber letztes Jahr im August starb mein Vater an Krebs und da hatte ich innerhalb von 6 Wochen drei Bluthochdruckkrisen und zufällig war meine Internistin auf Urlaub.
Der Vertretungsarzt meinte dann, ich sollte es mal mit Tavor versuchen, wenn davon der BD runtergeht sei es eine Panikattacke....
Das habe ich mich aber nicht getraut auszuprobieren, weil Tavor mich total gleichgültig macht.Ich hatte nun die letzte Bluthochdruckkrise vor einem Jahr und trotzdem hab ich immer die Angst, dass es wieder auftritt, traue mich auch nicht mehr alleine weit weg zu fahren....
ist etwas lang geworden der Text.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass das nur eine Panikattacke sein sollte. Fühle mich aber total unfrei seitdem. Naja nun erstmal zum MRT.
Und jeder Arzt hat eine andere Meinung dazu. Bei den Untersuchungan bisher wurde keine organische Ursache gefunden.
Tara