Pfeil rechts
4

Hallo erstmal,
Kurze Vorgeschichte.
leide seit 2017 an Depressionen und extremen Ängsten ( Angst vor Verlusten, Kontrollverlust,. )
Dazu kamen dann Panikattacken gefolgt von derealisation welche innerhalb ein paar Tage weg war. Ich bin seit April in einer Klinik
Jetzt hatte ich wieder eine Panikattacke aber schon vor 3 Wochen ca
Die Ärzte und Therapeuten sagten mir dass ich keine klassische derealisation habe sondern existenzielle Ängste
Ich frage mich ständig was das Leben bzw Die Realität überhaupt ist und ganz wichtig: ob die Menschen die ich sehe wirklich ein eigenes Leben haben oder sie nur für mich existieren.
Habt ihr eine Idee wie ich da raus komme?

04.07.2019 18:56 • 05.07.2019 #1


11 Antworten ↓


Mir ist so etwas überhaupt nicht bekannt. Kannst du mir bitte deine Diagnosen nennen?

04.07.2019 19:38 • x 1 #2



Existenzielle Ängste

x 3


Hallo Simpleme,
In einer Therapie bist du ja bereits, was überhaupt das wichtigste ist in so einem Zustand. Wir Angstpatienten haben hin und wieder Realitätsverlust. Hinterfragen uns ob alles was um uns herum real ist, wir stehen oft neben uns, beobachten das ganze wie im Traum. Zu mind.ich habe hin und wieder sowas. Frag mich dann ob ich verrückt werde! Verfalle in Panik. Das ist falsch. Meistens passiert mir sowas wenn etwas ganz schnell gemacht werden muss, z.B. die Küche neu streichen, alles muss raus, streichen, alles wieder aufräumen... es muss schnell gehen, denn man hat meistens nur ein Wochenende dafür. Da ich dann nur am hantieren bin, vergesse alles um mich herum und wenn alles fertig ist, frag ich mich ob ich das ganze gemacht habe, ob das grade Wahr war. Setze mich hin und betrachte alles aus eine andere Perspektive und da ist man wieder. Jeder von uns hat mal so eine Situation erlebt.

Den Teufelskreis unterbrichst du in dem du erstmal den Grund für deine Erkrankung findest, was ist in Vergangenheit passiert, was war der Auslöser?!
Achtsamkeit! Versuche es mit Achtsamkeit. Du hinterfragst dich wahrscheinlich viel zu viel. Die Frage WARUM hat noch keiner beantwortet glaub ich.
Du bist grade 18, du hast dein Leben vor dir. Fang an was zu erleben, verrückte Dinge zu machen, Gesund zu werden.
Was evtl.auch noch hilft, sind die 5 Sinne: hören, sehen, schmecken, fühlen und riechen. Für einen Moment einfach mal inne halten und die Sinne durchgehen. Was seh ich, was höre ich..... die Dinge anderes wahrnehmen.

04.07.2019 19:50 • x 1 #3


Zitat von Jochanan:
Mir ist so etwas überhaupt nicht bekannt. Kannst du mir bitte deine Diagnosen nennen?

Angst, Depressionen und Panikattacken

04.07.2019 20:29 • #4


Soviel ich darüber grade lesen konnte sind Existenzielle Ängste oder Krise wenn man nach den Sinn des Lebens sucht. Die Frage WARUM! Warum bin ich hier? Was mache ich hier? Warum ich? Warum? Einfach warum?

Falls ich es falsch verstanden habe, bitte ich schon mal vorab um Entschuldigung.

04.07.2019 20:36 • #5


Gaulin
Zitat von simpleme:
Die Ärzte und Therapeuten sagten mir dass ich keine klassische derealisation habe sondern existenzielle Ängste
Ich frage mich ständig was das Leben bzw Die Realität überhaupt ist und ganz wichtig: ob die Menschen die ich sehe wirklich ein eigenes Leben haben oder sie nur für mich existieren.
Habt ihr eine Idee wie ich da raus komme?

Ich kenne das sehr gut. Es sind Selbstzweifel. Es gibt einiges was du tun kannst. Achtsamkeit, Selbstwert aufbauen, Meditation, Gedankenmuster hinterfragen und ins realistische umformen. Es ist ein Lernprozess und mit viel Übung schaffst du das.
Bist du aktuell noch in der Klinik? Oder machst du Therapie? Nimmst du Medikamente?

04.07.2019 21:26 • x 2 #6


Zitat von Gaulin:
Bist du aktuell noch in der Klinik? Oder machst du Therapie? Nimmst du Medikamente?

Ich bin noch in der Klinik. Ich nehme Citalopram 20mg und jetzt weil es sonst kaum auszuhalten ist, auf bedarf 10-15 Tropfen Atosil
Hättest du das auch dass du andere Menschen in Frage stellst ob sie wirklich existieren und ein eigenes Leben haben oder nur für mich existieren?

05.07.2019 08:30 • #7


Zitat von Flor:
Achtsamkeit! Versuche es mit Achtsamkeit. Du hinterfragst dich wahrscheinlich viel zu viel. Die Frage WARUM hat noch keiner beantwortet glaub ich.
Du bist grade 18, du hast dein Leben vor dir. Fang an was zu erleben

Wenn das nur so einfach ging... ich habe das nicht nur in Situationen sondern andauernd seit Tagen. Ich halte diesen Zustand nicht aus. Wie kommst du aus solch intensiven Gedanken wieder raus?

05.07.2019 09:13 • #8


Es ist auch mega schwierig das alles abzustellen. Ich lass es zu, wenn ich merke das mich die Panik kommt, dann fordere ich sie auf, sage auch: komm her, mach was du willst, gestern hab ich überlebt und heute werd ich auch überleben!
Meistens kommt dann was voller Schwung und sobald ich dann fest daran denke das nur meine Psyche mit mir spielt, schwächt sich das ganze. Es gibt Tage und Momente wo mir das nicht gelingt.
Man muss den Gedankenkarussel unterbrechen bevor man richtig rein rutscht. Man muss sich das ganze wie eine Strudel vorstellen. Eine Gedanke kommt, man steigert sich ein, dann fangen die Symptome an wie Herzrasen oder stolpern, zittern, Engegefühl... da muss man Schluss machen können, aber stattdessen achten wir auf unsere Symptome, dadurch werden die Gedanken stärker und die Symptome ebenso. Blutdruck steigt, man atmet flacher, Schweißausbrüche, Kälte...die Strudel zieht uns mehr runter. Und wenn man einmal, beim ersten Gedanken und Symptome es schafft da auszusteigen, hat man gewonnen.

05.07.2019 11:31 • #9


Zitat von Flor:
Und wenn man einmal, beim ersten Gedanken und Symptome es schafft da auszusteigen, hat man gewonnen.

Und wie schaffst du es, da auszusteigen?

05.07.2019 14:07 • #10


In dem ich es mir sage das es mir nichts schlimmes passieren wird. Einfach nur hinhöre was mit mir grad passiert. Die Angst hat mehrere Gesichter, mal kommt es so, mal so. Dadurch das wir uns zu wenig Aufmerksamkeit schenken und die Angst die ganze Aufmerksamkeit von uns hat, breitet sie sich aus. Hat uns voll in Griff.
Es ist nicht einfach, aber wenn du erst verstehen wirst was Angst ist, dann wirst du es auch hinkriegen das deine Angst nicht so viel Beachtung bekommt. Mal dir was gutes tun, Buch lesen, spazieren gehen, Freunde treffen..... irgendwas was nur du willst und dir gut tut.

05.07.2019 14:28 • #11


Gaulin
Zitat von simpleme:
Hättest du das auch dass du andere Menschen in Frage stellst ob sie wirklich existieren und ein eigenes Leben haben oder nur für mich existieren?

Nein, das kenne ich so nicht.

05.07.2019 19:43 • #12



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Christina Wiesemann