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hallo

ich bin erst 15 jahre alt und leide seit ca februar 2008 unter panikattacken..
es kam einfach ganz plötzlich und ich kann nicht verstehen warum.

ich lebe in einer ganz normalen familie und habe auch keine schicksalsschläge erleben müssen. ich habe viele freunde und auch in meiner schule werd ich gemocht. ich würde mich mal als ganz normal und durchschnittlich beschreiben. klar bin ich nicht immer ganz zufrieden mit mir und allgemein aber ich denke das das an meinem alter liegt und daran das ich in der pubertät bin..

ich hab jetzt von meinem hausarzt eine überweisung zu einer psychologin, ich hoffe wirklich das sie mir helfen kann da ich doch schon in meinem alter dadurch sehr eingeschränkt bin..

ich bin immer sehr unsicher über meine krankheit zu reden da die meisten betroffenen schon weit über 20 sind.. ich habe noch niemanden getroffen noch über niemanden gelesen der in meinem alter ist..

am häufigsten tritt die krankheit bei leuten zwischen ende 20 und 40 auf
ich bin halt sehr viel jünger..
das macht mich halt immer stuzig..

ich frag mich auch immer wie es dazu komen konnte vor allem schon in meinem alter

hat bei euch die therapie gewirkt und seid ihr heute wieder ganz gesund?
ich hab echt angst und könnte heulen wenn ich daran denk das ich mir von der krankheit die ganze jugend versauen lasen muss.. gerade in der zeit zwischen 14-20 jahren aus die man später immer gern zurückschaut und sich gern daran erinnet...

habt ihr auch tips was mir helfen könnte wenn sich eine panikattacke akündigt?

und wie lange hat eure heilung so gedauert?


ganz liebe grüße:)


ach ps: ich hab an manchen tagen zwar keine panikattacken aber dann hab ich manchmal ein zwei tage am stück das gefühl so innerlich aufgewühlt zu sein so inner lich rastlos irgetwie habt ihr das auch und wiosst ihr was ich mein?


ach noch was bei mir weis nur meine mama mein papa "bescheid" ich glaub ich kann einfach nicht mit meine freunden darüber reden weil die es nicht verstehen würde kennt ihr das auch weil sie einfach sich nicht vorstellen könnten wie das ist und erhlich gesagt ist mir das auch ein bisschen peinlich und unangenehm.. es weis auch keiner außer meinen elter das ich bald zum psychologen geh..

ich glaub das meine einziger "vorteil" gegenüber anderen patienten vielleicht ist, dass ich schon ca 2 oder 3 monate nach dem ersten auftrten sicher wusste das ich unter panikattacken leide..


tut mir leid das mein text so unglaublich lang ist aber ich musste ds einfach mal loswerden..

liebe grüße

19.06.2009 14:54 • 22.06.2009 #1


14 Antworten ↓


Hallo...

Panikattacken auch in Deinem Alter sind gar nicht so ungewöhnlich....leider dauert es aber meistens länger, bis eine Attacke als solches auch wahrgenommen, bzw. von den Ärzten richtig diagnostiziert wird.

Auch wenn Dein privates Umfeld stimmt...Panik kann auch durch schlechtes Allgemeinbefinden, Blutdruck, Dro. etc. ausgelöst werden,

19.06.2009 14:58 • #2



Erst 15 jahre alt

x 3


Hallo funnygirl,

ich war damals auch erst 15, allerdings haben sich meine Eltern gerade scheiden lassen! Weiß auch heute erst, das es damals PA waren! Geh' auf jeden Fall zu der Psychologin! Mir hat meine sehr geholfen! Schon das Reden hilft, Medis kamen dann zwar auch noch dazu, aber anders geht es am Anfang meist nicht! Steck' nicht den Kopf in den Sand, es wird wieder besser!

19.06.2009 15:05 • #3


ich wunder mich halt warum es genau in der zeit angefgangen hat..
gerade in der zeit war eigentlich alles in ordnung also in der schule freundeskreis usw ich war auch mit mir selbst erstaunlich zufrieden:P
und Dro. nehm ich nicht und hab ich auch noch nie genommen..

wie lange dauert es eigentlich so im durchschnitt bis man wieder gesund ist?

19.06.2009 15:08 • #4


Huhu,

Ich bin zwar "schon" 21 aber Jugend schützt nicht davor, dass mit der Seele was nicht stimmt

Ich hab PAs bekommen, nachdem mein Papa letzte weihnachten plötzlich gestorben ist, und das wurde auch sehr schnell erkannt -allerdings von mir, meine Ärztin hat völlig versagt- und ich hab auch blitzschnell einen Therapieplatz bekommen.
Das ist jetzt gerade mal 6 Monate her, dass mein Papa gestorben ist, und ich leb wieder ein ganz normales Leben

PAs müssen einen nicht vom Leben abhalten, im Gegenteil.
Ich hab nach den PAs viel mehr Hobbies aufgenommen und viel mehr Sport gemacht und und und, ich bin viel mehr raus als jemals zuvor und hab viel mehr erlebt als jemals zuvor.
Ich hab vor den PAs nie so viel in meiner Freizeit gemacht wie währenddessen und danach.
Ich hab sogar mein Abi gemacht, obwohl ich PAs hatte, auch Referate gehalten, war in der Schule jeden Tag da und voll dabei.

Das eine muss das Andere nicht ausschließen.

Es gibt Leute, die verkriechen sich mit PAs, aber du scheinst so ja nicht zu sein. Du schreibst ja nicht, dass es dich groß einschränkt, es ist halt unangenehm.
Ich hatte teilweise Todesängste während einer Attacke, weiß nicht, wie arg das bei dir ausgeprägt ist.
Aber ich konnte trotzdem ein ganz normales Leben führen, und das kannst du auch.
Stell dich nicht drauf ein, dass die Panik jetzt deine Jugend verdorben oder so -das wird nicht passieren, wenn du es nicht willst.

Ich denk mir immer, dass wir ja der Pilot unserer Seele sind.
Wenn man sich denkt, die ganze Zeit:
"schei., die PA machen meine Jugend kaputt!"
Dann kommt es wahrscheinlich echt so.
Aber wenn man sich denkt:
"Naja, man kann doch trotzdem Alles machen, was man will!"
Dann kommt es eben so

Ich hab nicht eingesehen, mich zu Hausez u verstecken mit meiner Angst, ich hab ganz normal weiter gemacht und ich glaube, deshalb ging bei mir die Heilung auch so schnell.

Man muss einfach nur wissen, dass die Panik nur ein Zeichen vom Körper ist, dass mit der Seele was nicht stimmt.
Vielleicht hast du ja innerlich Angst vor Irgendwas, vor Verlust oder dem Erwachsenwerden oder was weiß ich.
Das musst du selber heraus finden
Ich hab nach und nach in der Therapie meine Ängste erkannt und gelernt, damit umzugehen.
Viel wichtiger ist aber:
Die PA sind nichts Böses, nichts Schlimmes.
Es ist wasn ormales, eine Reaktion vom körper darauf, dass die Seele um Hilfe schreit und angst hat.
Es macht einen aufmerksam auf Misstände, also ist die Angst ein Freund.
So sehe ich es mittlerweile, und ab dem Punkt, wo ich die Angtst so akzeptieren konnte, ging es bei mir stetig bergauf

Manchmal, wenn ich sehr gerührt und emotional bin, oder mich unwohl fühle, dann stolpert mir das Herz bzw. setzt einmal aus. So fühlt es sich zumindest an.
Früher hab ich dann Panik bekommen, heute denk ich mir:
"Ach, das bedrückt mich jetzt, da muss ich was dran ändern."

So ist das mit der Angst.
Sie ist dein Freund, du musst sie nur verstehen und akzeptieren lernen

Alles gute,
Pilongo

19.06.2009 15:10 • #5


bei mir ist es so das ich eigentlich alles machen kann ohne was zu merken (meistens jedenfalls) die größsten probleme hab ich jedoch wenn ich ein auftritt mit dem musikverein habe
ich weis nicht vielleicht einfach weil ich da das gefühl hab aus der situation nicht raus zu können..
wenn ich merk das ich ein bisschen auf ne panickattacke "zusteuer" dann denk ich mir "nicht so schlimm im notfall kann ich ja rausgehn" dann ist sofort alles wieder in ordnung
ich muss halt nur die situationen in den griff bekommen aus denen ich nicht plötzlich "raus" kann

ich hab diesen winter eine musikprüfuing gemacht beio der man halt so ca 15-20 minuten in einem raum mit den prüfern ist und was vorspiel und halt noch so zu manchen sachen was gefagt wird (ich spiel ein blasinstumen)
ich hab die prüfung rumgekriegt ohne ein einziges mal das gefühl zu haben das mein herz aussetzt oder ich ne panickattacke bekomm

danach war ich einfach nur echt stolz auch mich einfach nur aus dem grund weil ich die situation gemeistert habe..


habt ihr eigentlich nach eurer therapie also nach dem ihr "geheilt" wart nochmal panickattacken gehabt?

19.06.2009 15:22 • #6


Hallo funnygirl,

wenn man erstmal sein Problem bzw. auch die Ursache dafür weiß, geht man schon ganz anders damit um, und kann dagegen steuern! Nach meiner Gesprächstherapie hatte ich keine PA mehr! Bei deiner prüfung warst du abgelenkt, hast dich auf dein Spielen konzentriert, damit hatte die PA keinen Platz mehr!

19.06.2009 15:46 • #7


hallo funnygirl,

ich war auch gerade erst 15 als bei mir die panik und die angst einsetzte. ich habe dann ein jahr die schule verlassen müssen , weil ich mich aus angst nicht mehr vor die tür getraut habe.
heute bin ich 20 und führe ein ganz normales leben.
auch ich habe, wie pilongo trotz der panik mein abi gemacht, und auch kürzlich den führerschein, obwohl ich beim autofahren manchmal richtig panik bekam.
du bist nicht die einzige die in dem alter solche probleme hat, die meisten geben es nur nicht offen zu. ich habe damals ganz offen über meine krankheit gesprochen, und daraufhin haben sich einige zu wort gemeldet, denen es ähnlich geht.

das wichtigste ist, dass du dein selbstvertrauen nicht verlierst, und daran glaubst, dass es besser wird, und das all das was du spürst und empfindest nichts lebensbedrohliches ist, sondern nur die auswirkungen deiner gedanken. und diese können dich nicht umbringen.

lieber gruß

19.06.2009 16:04 • #8


hey...

ich war 12 als ich die diagnose bekommen hab....aber schon im kleinkind alter hab ich sehr sehr viele ängste gehabt und mich zum beispiel nich alleine auf eine schaukel getraut oder andere dinge...
ich bin dann zu mehrer psychologen gegangen und war 8 monate in stationärer behandlung und naja jetzt hab ich es immer noch aber recht gut im griff...und bin auch immer noch bei einer therapeutin...

meine ängste kamen auch aus heiterem himmel und ich musste versuchen zu verstehen was passiert ist und was ich überhaupt habe

19.06.2009 19:13 • #9


Huhu,
Ängst sind keine Frage des alters und warum soll es dir die ganze Jugend versauen?Es ist bei jedem anders bei einigen ist es auch nur eine kurze Phase einfach überlastung.Und Panik ist eine Überreaktion der Seele.Bei mir ging die richtige Panik mit 24 los und trotzdem hatte ich wenn ich zurückblicke auch total schöne Phasen dabei trotz Panik.Am besten wirkt eine Therapie,da lernst du super mit klar zu kommen.Probier von deinen Eltern Unterstützung zu bekommen und rede darüber.
Ich wünsch dir alles liebe

20.06.2009 14:02 • #10


Zitat von funnygirl1231:
ich lebe in einer ganz normalen familie und habe auch keine schicksalsschläge erleben müssen. ich habe viele freunde und auch in meiner schule werd ich gemocht. ich würde mich mal als ganz normal und durchschnittlich beschreiben. klar bin ich nicht immer ganz zufrieden mit mir und allgemein aber ich denke das das an meinem alter liegt und daran das ich in der pubertät bin..


Das klingt für mich etwas verdächtig. Ziemlich distanziert. Und du wirst auf der Schule ''gemocht''? Viele Leute belügen sich selbst bis sie psychishc krank werden. Was du schreibst klingt nicht ganz natürlich. Daran könnts liegen.

21.06.2009 15:01 • #11


Hi funny,
Ängste können tatsächlich in jedem Alter kommen, die Hochburg liegt bei Drchschnittlichen 37 Jahren. Wenn du zum Beispiel in Bezug auf deine Musik Angst bekommst, kann es sehr gut daran liegen, dass du ja aus dieser Situation scheinbar nicht so ohne weiteres "raus" kannst. Wie ist es denn beim Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Nach neuesten Ergebnissen kann die Angst mehrere Faktoren haben. Genetisch vorbelastet, physische Erkrankungen, etwas "Falsches" erlernt und vor allem auch in frühester Jugend ( man spricht sogar davon, dass es schon vor der Geburt ungünstige Umstände geben kann )etwas erlebt, was zur Zeit nicht mehr im Bewußstsein ist.
Allerdings sagt man genau so,dass man an seinem Problem auch erfolgreich arbeiten und gesund werden kann, ohne die genau Ursache zu kennen, da man eben Erlerntes auch wieder verlernen kann. Also ist der Weg zum Therapeuten sehr gut.
Ich wünsche dir ganz viel Glück und Mut!

21.06.2009 15:31 • #12


Huhu,

Wenn du schonmal erkannt hast, woran es liegt, ist das doch super gut.
Und wenn du bisher schon geschafft hast, dich selber dazu zu bringen, trotz der Angst Auftritte zu machen, dann bist du ja quasi schon durch die halbe Therapie durch

Ich hatte auch mal eine Panik-Attacke vor einem 2h-Vortrag vor der Klasse.
Da bin ich einfach raus, hab tief durchgeatmet und gesagt:
"So, das hast du schon so oft gemacht, es gibt keinen Grund, dass es diesmal nicht auch klappen sollte!"
Und dann war die Angst auch weg und ich habs geschafft.

Nach der Therapie hatte ich nie mehr eine richtige Attacke, also nicht mehr so, dass ich Angst hatte, zu sterben oder dass ich sie nicht kontrollieren konnte.

Manchmal, wenn mir was sehr unangenehm ist, krieg ich noch ein Herzstolpern oder dann zieht meine Brust oder der Kopf sticht.
Aber ich verfall dann nicht mehr in Panik, ich nehm es zur Kenntnis, dass mir das unangenehm ist, beruhige mich selber, dass ich das schon schaffen kann, und dann geht's auch wieder

Man muss bloß lernen, nicht mehr so die Kontrolle über sich zu verlieren.
Aber das kannst du ja schon.

Alles Gute weiterhin,
Pilongo

22.06.2009 13:33 • #13


danke für die vielen antworten:)


ich glaube ehrlich gesagt das ich ziemlich normal bin und ich glaube auch das ich mich selbst schon sehr gut einschätzen kann...
laut meinen freunden bin ich eigentlich auch eher bescheiden..
und ich weis nicht was sich an meinem leben und an meiner beschreibung verdächtig anhören soll..
ich bin unterwegs mit freunden und meine mama findet das ich manchmal auch ruhig etwas weniger machen könnte^^

ich vbersteh nicht ganz was du meinst aber ich würde mal behaupten das ich den ganz normalen alltag (bis auf meine panikattacken) einer 15 jährigen erlebe:)

lg

22.06.2009 17:25 • #14


achja veilleicht kommt ihr das etwas "distanziert" vor was ich geschreiben habe weil ich mich kurz fassen wollte und schon über meine panickattacken so viel geschreiben hatte das ich angst hatte wenn ich den text zu lang machen würde es vielleicht keiner lesen würde..

22.06.2009 17:28 • #15



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Dr. Hans Morschitzky