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Hallo zusammen

Möchte mich kurz vorstellen: bin weiblich 29 jahre alt und habe letzten oktober nach einem nervenzusammenbruch die diagnose erschöpfungsdepression erhalten. Seit etwa 4 monaten nehme ich AD und temesta (ja ich weiss Temesta macht abhängig).... Zusätzlich bin ich ambulant in einer gesprächstherapie.
seit meiner diagnose habe ich mich aus meinem gewohnten leben etwas zurück gezogen und hab mir viel ruhe gegönnt. vorher bin ich immer viel gereist und habe mein leben so gut es ging genossen!

ich hatte seit der diagnosen stellung 2 panik attacken welche ich aber eigentlich gut überstanden habe, versuche seither mich einfach nicht in grosse menschenmassen
Zu begeben weil mir dann unwohl ist...

nun zu meinem eigentlichen anliegen: ende nächster woche ist geplant, dass ich für 2 nächte an die cote d'azur fliege (1.std flugzeit plus 45 min bus reise), in begleitung meiner mamma. dort wäre dann geplant, dass wir auf freunde treffen und abends dann ein konzert inkl. nachtessen (alles sitzplätze) besuchen. Der 2.tag wäre dann nichts geplant ausser ein bisschen baden und je nach lust & laune etwas sightseeing bevor es am 3.tag nachmittags wieder nach hause geht! Anschliessend hab ich dann noch ferien zu hause geplant. Irgendwie zieht es mich total weg aber anderer seits mache ich mir grosse sorgen und ich bin total angespannt und unruhig: wie soll ich den flug überstehen? was wenn mir alles zu viel wird und ich das nachtessen nicht aushalte inkl. konzert? was wenn ich mit einer krise aufstehe am
Tag der abreise oder am tag nach der ankunft oder bei abreise?
Hinzu kommt dass mir öfter übel ist, psychisch bedingt. was wenn
Mir dann da plötzlich übel ist?

War im januar 2 tage in den bergen (2std autofahrt) ging alles gut hab da einfach total schlecht geschlafen und bin tod müde nach hause gekommen!

vielleicht habt ihr ja tipps für mich!

04.08.2014 16:45 • 04.08.2014 #1


10 Antworten ↓


hallo mutlos,
mir gehts da ähnlich. und wir fahren nächste woche auch "nur" an die cote d´ azur. bin bis letztes jahr vor meiner depression und den panikattacken im tiefsten afrika und asien rumgetingelt. jetzt hab ich auch schon ein wenig bammel wegen diesem nahen urlaubsziel. falls du keine notfallmedikamente hast (ich auch nicht) beruhigt es dich vielleicht dass es sowohl am flughafen als auch am urlaubsort krankenhäuser gibt? nur für den ernstfall. aber du weißt sicherlich dass panickattacken dich nicht umbringen werden, es sind halt die gedanken dazu. ich weiß nur zu gut... also ich hatte am flughafen vor vielen jahren mal eine und bin einfach zur krankenstation (wusste damals noch nicht das es eine ist). der arzt hat blutdruck gemessen und danach war alles wieder gut... helfen dir rescue-tropfen? neurexan ist homöopathisch und auch ganz gut. vielleicht als stütze kannst du es dir schon morgen besorgen und testen. ist keine chemie.... liebe grüße

04.08.2014 17:12 • #2



Erschöpfungsdepression & Ferien

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was ist temesta? und hilft dir das bei den übelkeitsattacken?

04.08.2014 17:14 • #3


Zitat von zisa444:
was ist temesta? und hilft dir das bei den übelkeitsattacken?

beruhigungstabletten, sind auch unter lorazepam bekannt (benzodiazepan)... Gegen die übelkeit habe ich zum einen magen säuren hemmer welche ein wenig helfen und einfach anti übelkeit tabletteb

04.08.2014 17:18 • #4


helfen die tabletten dir? ist es die angst vor der angst bezüglich deinem urlaub? dagegen hilft glaub ich nur das durchstehen, oder? ich hab mir auch schon überlegt ob ich lorazepam notfallmäßig verschreiben lasse. ich habe glaub ich keine suchtproblematik. es würde mir nur helfen wenn ich wüsste dass es im äußersten notfall etwas gibt. nimmst du es nach bedarf? ich habe mirtazipin, nehme aber nur ein krümelchen zum einschlafen. außerdem wird mein blutdruck so niedrig davon dass ich neben mir steh wenn ich mich nicht bewege...

04.08.2014 17:24 • #5


Zitat von zisa444:
helfen die tabletten dir? ist es die angst vor der angst bezüglich deinem urlaub? dagegen hilft glaub ich nur das durchstehen, oder? ich hab mir auch schon überlegt ob ich lorazepam notfallmäßig verschreiben lasse. ich habe glaub ich keine suchtproblematik. es würde mir nur helfen wenn ich wüsste dass es im äußersten notfall etwas gibt. nimmst du es nach bedarf? ich habe mirtazipin, nehme aber nur ein krümelchen zum einschlafen. außerdem wird mein blutdruck so niedrig davon dass ich neben mir steh wenn ich mich nicht bewege...


ich habe abends auch 30 mg mirtazapin und morgens dann 2mg temesta. Sind die einzigen 2 medis welche mir wirklich helfen. Habe ca. 5 verschiedene ausprobiert bis ich diese genommen habe. ja es ist die angst vor der angst. halt eben so gedanken wie was mache ich wenn mir plötzlich unwohl ist? wenn ich das fliegen horror finde? Wenn ich da beim essen sitze und raus will das konzert aber noch ansteht usw...

04.08.2014 18:07 • #6


Hallo Mutlos,

kann deine Sorge verstehen, dass du Angst hast, dass dir alles zuviel werden könnte, wenn du schon einen Nervenzusammenbruch hattest.
Ich war damals auch zusammengebrochen, weil einfach alles über meine Kräfte ging und hatte mir dann auch erstmal viel Ruhe gönnen müssen, was aber einige aus meiner Umgebung missverstanden und das war für mich nicht gerade hilfreich.
Auch heute achte ich darauf, dass ich mir zwischendurch auch mal Ruhe gönne (hatte ich damals garnicht gemacht). Vielleicht würde dir ja das Erlernen einer Entspannungstechnik helfen. Ich hatte damals mit dem Autogenen Training angefangen, was ich bis heute beibehalte. Später kam dann noch Yoga dazu. Wenn ich mal unterwegs war und dann wieder zu Hause, hatte ich mich einfach mal ein viertel oder ein halbes Stündchen hingelegt, um zu entspannen.

Alles Gute für dich.

04.08.2014 18:43 • #7


Zitat von Finja:
Hallo Mutlos,

kann deine Sorge verstehen, dass du Angst hast, dass dir alles zuviel werden könnte, wenn du schon einen Nervenzusammenbruch hattest.
Ich war damals auch zusammengebrochen, weil einfach alles über meine Kräfte ging und hatte mir dann auch erstmal viel Ruhe gönnen müssen, was aber einige aus meiner Umgebung missverstanden und das war für mich nicht gerade hilfreich.
Auch heute achte ich darauf, dass ich mir zwischendurch auch mal Ruhe gönne (hatte ich damals garnicht gemacht). Vielleicht würde dir ja das Erlernen einer Entspannungstechnik helfen. Ich hatte damals mit dem Autogenen Training angefangen, was ich bis heute beibehalte. Später kam dann noch Yoga dazu. Wenn ich mal unterwegs war und dann wieder zu Hause, hatte ich mich einfach mal ein viertel oder ein halbes Stündchen hingelegt, um zu entspannen.


Alles Gute für dich.



Ich habe auch Entspannungsübungen nur fällt es mir manchmal schwer die entspannung zu finden, gerade wenn ich in dieser angespanntheit drin bin und unruhig bin! Habe mich gerade eben entschieden die Reise nicht anzutreten! Es wird seinen Grund haben warum ich mich dagegen entschieden habe auch wenn ich diesen jetzt noch nicht sehe!

Auch dir alles Gute! Es tut gut zu wissen dass man nicht alleine ist!

04.08.2014 19:05 • #8


Danke.
Ganz am Anfang fiel mir das auch eher schwer, in die Entspannung reinzukommen, aber durch regelmäßiges Üben wurde das dann mit der Zeit besser. Das braucht halt auch alles seine Zeit...
Und was auch wichtig ist, auf das zu achten, was einem guttut.

Wenn du dich besser damit fühlst, die Reise erstmal nicht anzutreten, dann mach das. Das bedeutet ja nicht, dass du überhaupt nicht mehr verreist...

04.08.2014 19:16 • #9


danke dir für die lieben worte! ich muss mich halt einfach gedulden und mir mehr zeit geben...

04.08.2014 19:44 • #10


Genau.

04.08.2014 19:49 • #11



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Dr. Reinhard Pichler