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Hallo ihr Lieben.

Ich melde mich mal wieder mit einer Frage. Mein Körper spielt zur Zeit total verrückt.
Ein ganz besonders unangenehmes Gefühl schleicht sich bei mir ein.

Ich werde nach dem aufstehen eine Stunde später massiv müde. Meine Wahrnehmung wird kleiner, ich fühl mich wie auf einer Dro.. Als hätte ich eine Schlaftablette genommen. Ich muss mich hinlegen so schlimm. Schwindel kommt dazu, Übelkeit und Erbrechen. Druck im Kopf. Und Panik.

Ich bin wie weggetreten. Ich kann es kaum beschreiben aber es ist die Hölle. Der Kopf rattert. Was ist es? Eine Panikattacke? Nebenwirkungen (Doxepin)? Was ernstes? Der Kopf fühl sich wie überfahren an. Und es dauert ewig bis ich mich wieder einigermaßen davon erholt habe.

Kennt das jemand?
Wahrscheinlich ist es eine Panikattacke aber warum vorher diese komische Benommenheit? Meine Kopfhaut zieht sich auch zusammen. Ach es ist einfach zum heulen.

10.11.2021 09:00 • 18.11.2021 x 1 #1


24 Antworten ↓


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Ach was ich vergesse habe. Danach habe ich kälteschauer und muss weinen. Manchmal Stunden lang. Und bin weiterhin total erschöpft.

10.11.2021 09:09 • #2


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Erschöpfung vor Panikattacke?

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Angor
Hallo

Schau mal hier, offensichtlich leidest Du unter einer Derealisation, das ist ein Symptom einer Angststörung und kann auch im Rahmen einer Panikattacke auftreten.
https://www.weiss.de/derealisation-depe...ation.html

Es muss Dich aber nicht ängstigen, eine Derealisation ist eine Art Selbstschutz der Psyche.
Nach einer Panikattacke war ich auch immer ziemlich erschöpft udn müde.

Offensichtlich kommen bei Dir aber noch Depressionen dazu, bist Du in Therapie?

LG Angor

10.11.2021 09:15 • x 3 #3


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Diese Erschöpfung ist ja aber vorher da. Deswegen muss ich mich hinlegen und dann geht es erst richtig los. Wie ein schlechter Dro. und am Ende muss ich mich meistens übergeben.

Druck auf den Ohren habe ich auch.

Ja bin gerade sogar stationär und habe es auch schon oft angesprochen aber so wirklich eine Antwort habe ich bis jetzt noch nie bekommen.

10.11.2021 09:26 • #4


moo
Guten Morgen,

dass Du relativ bald nach dem Aufstehen müde wirst, kann mehrere Ursachen haben. Schlechter oder unzureichender Schlaf, unausgeglichener Hormonhaushalt (insb. Serotonin), Nahrungsmittelunverträglichkeiten und natürlich die hier bekannten Klassiker (Stress, Grübelei, Angst). Die Doxepin-Nebenwirkungen würden z. T. auch halbwegs passen. Trizyklische ADs können je nach Patient nahezug gegenläufig wirken aber ich gehe davon aus, die wirst Du nach ausreichender Überlegung der Fachärzteschaft verordnet bekommen haben und nicht einfach so aus der Hüfte?

Zitat von 1RosaRot1:
Und es dauert ewig bis ich mich wieder einigermaßen davon erholt habe.

Hast Du den Eindruck, dass lediglich der Zeitfaktor eine Rolle spielt oder musst Du Dich auch unbedingt nochmal hinlegen, damit es besser wird? In letzterem Fall würde ich den Kreislauf (Blutdruck u. Herzfrequenz) im Auge behalten und bei längerer Problematik den AD-Arzt darauf ansprechen. Ich kenne ein paar Fälle, die immens Unruhe auf trizyklische ADs entwickeln. Kenne natürlich Deine Vorgeschichte nicht und es besteht bei Angstpatienten immer der Verdacht, die Angst wäre der dominante Auslöser. Kann man so sehen, ich glaube jedoch eher an eine Nebennierenschwäche, die sich im Laufe längerer Phasen mentaler Probleme manifestiert und in den allermeisten Fällen unerkannt bzw. unbeachtet und idF unbehandelt bleibt.

Das mit dem Zusammenziehen der Kopfhaut kenne ich sehr gut im Rahmen zahlreicher erlebter DR/DP-Sequenzen. Würde es als Nebensymptom bezeichnen und keine weiteren Gedanken darauf verwenden.

10.11.2021 09:26 • x 2 #5


Angor
Zitat von 1RosaRot1:
Ja bin gerade sogar stationär und habe es auch schon oft angesprochen aber so wirklich eine Antwort habe ich bis jetzt noch nie bekommen.

Bitte nicht locker lassen, Du musst Dich damit nicht rumquälen, dafür bist Du doch in der Klinik, gute Besserung

10.11.2021 09:27 • #6


Lilith8990
Ich hatte auch schon DP/ DR ist unangenehm aber nichts schlimmes. Hatte ich letztens extremst oft in meiner Ausbildung gehabt.

10.11.2021 09:31 • x 1 #7


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@moo beim liegen wird es ja eher schlimmer aber ich bin so schwach das ich liegen muss und dann geht es aber los mit der Benommenheit und den ganzen anderen Symptomen. Ich habe schon sämtliche ad probiert bis jetzt nix vertragen.

Seit ich Doxepin nehme habe ich aber auch eher das Gefühl es wird schlechter. Ich werde gleich nochmal zu den Schwestern gehen und nach einem Gespräch mit der Ärztin bitten.

10.11.2021 09:34 • x 2 #8


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@Lilith8990 ja aber das Erbrechen und alle anderen Symptome dabei? Sind die normal?

10.11.2021 09:35 • #9


moo
Zitat von 1RosaRot1:
beim Liegen wird es ja eher schlimmer aber ich bin so schwach, dass ich liegen muss und dann geht es aber los mit der Benommenheit und den ganzen anderen Symptomen.

OK, hast Du beim erneuten Hinlegen die Augen offen oder machst Du sie zu?

Zitat von 1RosaRot1:
Ich habe schon sämtliche AD probiert, bis jetzt aber nix vertragen.

Hast Du sie auch lange genug probiert oder bist Du bereits während der Einschleichphase aus der Kurve geflogen?

10.11.2021 09:41 • #10


Haferbub
Zitat von 1RosaRot1:
@Lilith8990 ja aber das Erbrechen und alle anderen Symptome dabei? Sind die normal?

Ich habe schon öfters Tage mit starker DP/DR gehabt.
Erbrochen habe ich mich jedoch nie, anhand der Symptome würde ich das aber nicht ausschließen.
Aber starker Realitätsverlust, das Gefühl neben/hinter mir zu stehen, ein erschreckendes Unwirklichkeitsgefühl.
Hätte man das weiter gesponnen hätte ich nicht ausgeschlossen, dass es zu Schwindel kommt. Dieser könnte Übelkeit hervorrufen.

Sind aber alles nur Mutmaßungen und ersetzt keinesfalls eine ärztliche Meinung.

Könnte mir auch vorstellen, dass es in Zusammenhang mit einem Medikament, so dir denn eins verordnet ist, stehen kann. Gibt es aktuell keine anderen Ärzte, die du dahingehend fragen könntest? Oder den Arzt so lange nerven, bis da mal ne Antwort kommt?

Auch könnte ich mir vorstellen, dass die neue Situation Klinik dich psychisch so belastet, dass die Symptome so entstehen. Ob bewusst oder unbewusst, sei mal dahin gestellt. Oder dein Körper jetzt mal ein wenig zur Ruhe kommt und mit dieser Ruhe nicht klar kommt und über reagiert.

Aber, alles nur Vermutungen. Hoffe es legt sich bald wieder oder eine Ursache ist auszumachen liebe @1RosaRot1

10.11.2021 09:50 • #11


Lilith8990
Zitat von 1RosaRot1:
@Lilith8990 ja aber das Erbrechen und alle anderen Symptome dabei? Sind die normal?

Alle Symptome außer erbrechen. Aber habe auch Mal erbrochen, wo mir alles viel zu viel wurde. Ich lerne auch irgendwie nicht daraus und lade mir immer zig Aufgaben auf einmal auf, als alles nacheinander zu machen.

10.11.2021 09:52 • x 1 #12


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Zitat von moo:
OK, hast Du beim erneuten Hinlegen die Augen offen oder machst Du sie zu?

Ich kann sie kaum offenhalten aber habe Angst wenn ich sie schließe, dass es noch schlimmer wird bzw wird es beim schließen schlimmer. Als würde mein Körper komplett runterfahren aber halt unangenehm.

10.11.2021 10:24 • x 1 #13


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@moo und wegen den Ad sertralin und escitalopram habe ich jeweils beides für 6 Wochen genommen. Mich aber nur noch wie auf X.T.C. gefühlt. Schrecklich.

Mirtazeptin hatte mir massive Muskelkrämpfe verursacht und neuroleptika haben auch viele Symptome eher verstärkt.

Manchmal habe ich Angst, das mein Körper diese Medikamente nicht verstoffwechseln kann oder Ähnliches und ich deswegen immer heftiger reagiere. Unwahrscheinlich aber die Angst davor ist da.

10.11.2021 10:27 • x 1 #14


moo
Zitat von 1RosaRot1:
Ich kann sie kaum offenhalten aber habe Angst wenn ich sie schließe, dass es noch schlimmer wird bzw wird es beim schließen schlimmer. Als würde mein Körper komplett runterfahren aber halt unangenehm.

Dann würde ich eher auf die Angst selber als tatsächlich unmittelbaren Auslöser tippen. Ich würde in diesem Fall den Geist vom Sehsinn weglenken hin zum Hörsinn (Summen einer Melodie oder eines angenehmen Tones, Hörbuch, Meditationsmusik). Alternativ auf den Tastsinn: Den linken Daumen mit der rechten Hand umschließen, Unterbauch massieren oder streicheln, die Fußsohlen reiben etc. Das geht alles auch im Liegen. Wichtig dabei: Augen schließen!

10.11.2021 10:32 • x 1 #15


moo
Zitat von 1RosaRot1:
Manchmal habe ich Angst, das mein Körper diese Medikamente nicht verstoffwechseln kann oder Ähnliches und ich deswegen immer heftiger reagiere. Unwahrscheinlich aber die Angst davor ist da.

Naja, so abwegig finde ich diese Angst nicht. Man sollte immer auch mal die Überlegung anstellen, ob es denn Sinn macht, einen Serotoninwiederaufnahmehemmer (Sertralin und anteilig auch Mirtazapin) zu nehmen, wenn u. U. so gut wie kein Serotonin (mehr) aufgrund Nebennierenschwäche vorhanden ist.
Wo übrigens kein Serotonin mehr da ist, tut sich auch Melatonin (Schlafhormon) schwer, sich zu bilden. Der Schlaf wird also uneffizient, es findet kein Upload statt, keine Neurogenese etc. Ergebnis: Schlappheit, Unausgeschlafenheit und idF Anfälligkeit für Schwindel, Zittern, DP/DR, PAs etc. Ein Teufelskreis sozusagen.
Ich persönlich halte mehr von 5-HTP, Sam-e, Magnesium-Threonat und vor allem Selen in Kombination. Aber mit solchen Vorschlägen wirst Du vor Ort keinen Arzt hinterm Ofen hervor locken...

10.11.2021 10:42 • #16


R
@moo wie kann man denn diese nebennierenschwäche feststellen! Blutuntersuchungen? Urin?

Ich hatte davon schon mal was gelesen aber keiner weiteren Beachtung geschenkt.

10.11.2021 10:51 • x 1 #17

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Lilith8990
Zitat von 1RosaRot1:
Ich kann sie kaum offenhalten aber habe Angst wenn ich sie schließe, dass es noch schlimmer wird bzw wird es beim schließen schlimmer. Als würde ...

Ich habe meinen Ärzten das auch immer so erklärt, dass ich das Gefühl habe mein Kopf fährt runter um sich neu zu starten. Ich habe dann sehr stark das Gefühl vom Kopf her abzudriften/ wegzutreten

10.11.2021 10:51 • #18


Schlaflose
Zitat von 1RosaRot1:
Nebenwirkungen (Doxepin)?


Seit wann nimmst du es, wieviel und wann? Am Anfang können schon solche Nebenwirkungen auftreten.

10.11.2021 11:49 • #19


moo
Zitat von 1RosaRot1:
wie kann man denn diese nebennierenschwäche feststellen! Blutuntersuchungen? Urin?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten. Eine einfache Methode ist ein (sehr umfangreicher) Fragebogen. Sofern dieser auf eine NNS hindeutet, gibt es auch ein paar simple Selbsttests, die man zuhause vornehmen kann.
Teurer, weil von der GKK nicht übernommen und nicht ganz unumstritten (da viele Ärzte nix damit anfangen können) sind sogenannte Neurostressprofile, die manche Labore (z.B. Lab4more, Biovis) anbieten.

Ich persönlich habe alles schon mehrmals gemacht, auch zur Kontrolle und muss sagen, dass in meinem Fall der aussagekräftigste Test der Fragebogen war. Er dient auch gut zur Verlaufskontrolle und Du hast da selber auch gleichzeitig einen Monitor, der Dir regelmäßig die wichtigsten Merkmale liefert.

Falls Du Dich darüber näher informieren möchtest, empfehle ich das Buch Grundlos erschöpft von Dr. Wilson. Ist ziemlich umfangreich das Thema, aber ich bin mir sicher, Du lernst viel Wichtiges daraus.

In diesem Zuge empfiehlt sich m. E. auch unbedingt das Buch Was die Seele essen will von Julia Ross. Leider erweckt der Titel den Anschein, dass es sich um ein Esoterik-Werk handelt, doch dem ist nicht so. Es geht darin um die 4 wichtigsten Neurotransmitter-Defizite, wie sie entstehen, wie man sie erkennt und v. a. wie man Abhilfe und Dauerprävention schafft. Für mich gehören diese beiden Werke unbedingt zusammen, wenn es um NNS, HPU, SD-Probleme und ähnliches geht.

10.11.2021 11:56 • #20


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