Zitat von Sabah:Zitat von FragileWings:Mir wurde es so erklärt, dass die Angst sich von mir nährt und auch alles versuchen möchte, bei mir zu bleiben. Daher wäre es kontraproduktiv, die Übungen nicht zu machen und auszuruhen.
Nur die Frage ist,
wie schafft man das, wenn man ohnehin nicht großartig belastbar ist und zusätzlich beispielsweise vom Vortag noch völlig fertig ist?
Die Frage kann aber auch lauten, wie man es schafft, wenn man sich ausruht?
Natürlich braucht jede Ruhephasen, ganz klar.
Meistens bin ich nach der Konfrontation auch so müde, dass ich ersteinmal schlafen muss und am nächsten Tag sind die Augen schwer, alles schmerzt und am liebsten würde ich nur das Pflichtprogramm erfüllen (heißt bei mir, an den Schreibtisch schlurfen und meine Arbeit zu machen. Ich arbeite von zu Hause aus).
Das ist so das Pensum, was mir mein Körper einreden will, zu schaffen.
Aber ich habe in den letzten Wochen gelernt, dass das nicht stimmt.
Es gibt noch soviel Kraft, die ich einfach nicht nutze.
Und dennoch versuche ich - so schwer es fällt - jeden Tag eine Übung zu machen.
Oft bin ich den Tränen nahe, mir ist elend schlecht und oft verbringe ich die Stunde vor der Übung im Badezimmer.
Aber ich weiß, dass meine Angst mich einfach davon abhalten möchte, stärker zu sein, also mach ich es.
Bei mir ist es so, dass es nach einem Tiefpunkt wieder bergauf geht, ich spüre plötzlich Kraft und halte durch. Ich muss nur an den Punkt kommen, an dem ich stärker bin als meine Angst. Früher habe ich nie sol lange durchgehalten, doch meine Thera hat es mir gezeigt. Danach bin ich wieder so geschafft, dass ich gleich ins Bett falle aber mit einem guten Gefühl und beim nächsten Mal klappt diese Übung wieder besser und mit jedem Mal wird die Angst weniger.
Ich habe mich schon geschlagen gegeben, wollte meine Angst annehmen, das Resultat war, dass ich Wochen das Haus nicht verlassen konnte. Jetzt geht es bergauf und ich versuche einfach, den
Glauben an mich zu stärken, denn nun sehe ich, was ich alles schaffen kann.