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Hey,

wenn ich mich ein oder zwei Tage angstmachenden Situatuionen ausgesetzt habe, dann bin ich am nächsten Tag manchmal so erschöpft, dass ich am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben würde. Heute ist z.B. wieder so ein Tag. Fühle mich dann richtig kraftlos und einfach nur müde. Ich tendiere zu niedrigem Blutdruck. Kann es sein, dass der Blutdruck dann durch den Stress der letzten Tages bzw. des Vortages weiter runtergeht?

Habt ihr das auch manchmal, dass ihr völlig k.o. seid? Und was macht ihr dagegen? Ausruhen oder aktiv werden?

Oder muss ich jetzt noch befürchten, dass ich durch den ganzen Stress auch noch ein Burn-Out oder sowas bekomme?

lg Angsthäschen89

17.05.2013 14:55 • 17.05.2013 #1


8 Antworten ↓


Hallo!

Ich befinde mich auch gerade in einer anstrengenden Konfrontationsphase.
Den Erschöpfungszustand kenne ich, wobei ich es eher so sehe, dass nach der erfolgreichen Konfrontation alle Anspannung abfällt und ich dadurch müde werde. Sozusagen eher ein großer Entspannungszustand

Ich muss jeden Tag mir auferlegte Übungen von meiner Therapeutin durchführen, egal wie müde ich bin, ich muss die Aufgaben machen und ich "wache auch wieder auf", wenn ich in der Situation drin bin.

Mir wurde es so erklärt, dass die Angst sich von mir nährt und auch alles versuchen möchte, bei mir zu bleiben. Daher wäre es kontraproduktiv, die Übungen nicht zu machen und auszuruhen.

Burn Out ist ein Krankheitsbild und ganz oberflächlich gesagt, soetwas wie eine Depression, ausgelöst durch Anspannungssituationen (wie zum Beispiel Leistungserbringungen).
Ich denke, da musst du dir gar keine Sorgen machen.

17.05.2013 15:11 • #2



Erschöpfung nach Konfrontationsübung

x 3


Hallo,

ich brauche nur für 2 oder 3 Stunden einer angstmachenden / (über-)fordernden / ungewohnten / unerwarteten Situation ausgesetzt zu sein, um anschließend für mindestens einen, meist sogar mehrere Tage, völlig PLATT zu sein - sowohl körperlich als auch vor allem geistig. So gesehen schließe ich mich Deiner Frage mal an.

Wie ist das denn bei Dir? Fühlst Du Dich hauptsächlich körperlich k.o., oder auch "im Kopf" total erschöpft / unbrauchbar (so wie ich dann)? ......... Ach, jetzt habe ich Deine Zeilen im Vorstellungsthread gelesen - ich würde Dir erstmal raten, auch die körperlichen Beschwerden medizinisch abklären zu lassen, auch zu Deiner eigenen Beruhigung, und vielleicht kann man etwas dagegen tun. Dass Du eine Verhaltenstherapie machst ist natürlich prima und kann nur gut sein, aber falls hinter den Kreislaufproblemen etc. eine körperliche Ursache steckt, sollte dem ebenfalls nachgegangen werden.

Und man kann auch selbst einiges tun, es gibt sicherlich Nachrungsmittel die den Kreislauf unterstützen (ich persönlich schwöre seit Jahren auf meine täglichen 1-2 Bananen! ), sowie kalte oder Wechselduschen, ...

Vor ca. 10 Jahren hatte ich ganz ähnliche Symptome, wie Du in Deinem Vorstellungsthread beschrieben hast, habe dann Effortil-Tropfen für akute Situationen bekommen (allerdings hab ich die nur ca. 1 Jahr lang gebraucht, weil ich später durch die vielen heftigen Panikattacken irgendwann permanent Herzrasen hatte). Jedenfalls ist häufiges schwarzwerden vor Augen und Schwindelgefühl nicht normal, es sei denn, Du weißt 100%ig, dass es "nur" von Angst oder Panik kommt?

Viele Grüße

17.05.2013 15:41 • #3


Erstmal danke für eure Antworten.

Also, dass es wohl kein Burn-Out ist beruhigt mich ja schonmal.

Den Schwindel und das Schwarzwerden vor Augen habe ich mittlerweile nicht mehr. Das hatte ich nur zu der Zeit, als ich diese Magenprobleme hatte. Und mein Arzt meinte damals auch, dass ich zu niedrigem Blutdruck neige und dann nichts gegessen und so. Da passiert sowas.

Ich habe eigentlich seitdem gar keine Probleme mit dem Kreislauf mehr. Nur dieses eine Mal letzten Monat, da hatte ich auch so einen extrem anstrengenden Tag hinter mir und bin dann am nächsten Tag aber trotzdem in die Uni gegangen, obwohl ich mich schon total schlapp gefühlt habe. Naja das war vielleicht einfach zu viel Stress für mich? Mein Therapeut meinte auch, dass das die Erklärung sein könnte.

Wenn ich mich so k.o. fühle, bin ich generell gar nicht zu gebrauchen. Körperlich schlapp und will einfach nur schlafen. Und so wirklich leistungsfähig vom Kopf her bin ich dann auch nicht. Deshalb denke ich dann auch manchmal es ist einfach der Blutdruck, der dann im Keller ist.

Naja und wenn man sich so fühlt ist es natürlich noch schwieriger rauszugehen. Dann denk ich immer direkt, dass wenn dann auch noch die Angst dazukommt, ich gleich umfalle, obwohl ich auch immer Korodin Kreislauftropfen dabei habe und die seit der Magenschleimhautentzündung nicht mehr brauchte.

17.05.2013 15:55 • #4


Bananen esse ich übrigens auch täglich. Die helfen mir immer super gegen gelegentliches Herzstolpern.

17.05.2013 16:01 • #5


Zitat von Angsthäschen89:
Bananen esse ich übrigens auch täglich. Die helfen mir immer super gegen gelegentliches Herzstolpern.

Genau - zum Beispiel!

Ah okay, jetzt habe ich es besser verstanden. Ob der Blutdruck durch den vorangegangenen Stress am nächsten Tag noch weiter absacken kann (in Deinem Fall jetzt), weiß ich auch nicht, oder ob es vielleicht doch mehr psychische / geistige Erschöpfung ist...? Hmmm, keine Ahnung.

Zitat von Angsthäschen89:
Naja und wenn man sich so fühlt ist es natürlich noch schwieriger rauszugehen.

Ja, richtig... Ich bin eins der besten Beispiele dafür, dass es absolut nicht empfehlenswert ist, häufiger oder für längere Zeit zu "pausieren", also sich auszuruhen... Irgendwann hängt man da schlimmstenfalls total drin fest, deswegen ist es auch sehr plausibel, was FragileWings geschrieben hat:

Zitat von FragileWings:
Mir wurde es so erklärt, dass die Angst sich von mir nährt und auch alles versuchen möchte, bei mir zu bleiben. Daher wäre es kontraproduktiv, die Übungen nicht zu machen und auszuruhen.

Nur die Frage ist, wie schafft man das, wenn man ohnehin nicht großartig belastbar ist und zusätzlich beispielsweise vom Vortag noch völlig fertig ist?

17.05.2013 16:36 • #6


Zitat von Sabah:

Zitat von FragileWings:
Mir wurde es so erklärt, dass die Angst sich von mir nährt und auch alles versuchen möchte, bei mir zu bleiben. Daher wäre es kontraproduktiv, die Übungen nicht zu machen und auszuruhen.

Nur die Frage ist, wie schafft man das, wenn man ohnehin nicht großartig belastbar ist und zusätzlich beispielsweise vom Vortag noch völlig fertig ist?


Die Frage kann aber auch lauten, wie man es schafft, wenn man sich ausruht?
Natürlich braucht jede Ruhephasen, ganz klar.
Meistens bin ich nach der Konfrontation auch so müde, dass ich ersteinmal schlafen muss und am nächsten Tag sind die Augen schwer, alles schmerzt und am liebsten würde ich nur das Pflichtprogramm erfüllen (heißt bei mir, an den Schreibtisch schlurfen und meine Arbeit zu machen. Ich arbeite von zu Hause aus).
Das ist so das Pensum, was mir mein Körper einreden will, zu schaffen.
Aber ich habe in den letzten Wochen gelernt, dass das nicht stimmt.
Es gibt noch soviel Kraft, die ich einfach nicht nutze.
Und dennoch versuche ich - so schwer es fällt - jeden Tag eine Übung zu machen.
Oft bin ich den Tränen nahe, mir ist elend schlecht und oft verbringe ich die Stunde vor der Übung im Badezimmer.
Aber ich weiß, dass meine Angst mich einfach davon abhalten möchte, stärker zu sein, also mach ich es.
Bei mir ist es so, dass es nach einem Tiefpunkt wieder bergauf geht, ich spüre plötzlich Kraft und halte durch. Ich muss nur an den Punkt kommen, an dem ich stärker bin als meine Angst. Früher habe ich nie sol lange durchgehalten, doch meine Thera hat es mir gezeigt. Danach bin ich wieder so geschafft, dass ich gleich ins Bett falle aber mit einem guten Gefühl und beim nächsten Mal klappt diese Übung wieder besser und mit jedem Mal wird die Angst weniger.

Ich habe mich schon geschlagen gegeben, wollte meine Angst annehmen, das Resultat war, dass ich Wochen das Haus nicht verlassen konnte. Jetzt geht es bergauf und ich versuche einfach, den Glauben an mich zu stärken, denn nun sehe ich, was ich alles schaffen kann.

17.05.2013 16:47 • #7


Zitat von FragileWings:
Das ist so das Pensum, was mir mein Körper einreden will, zu schaffen.
[...]
Es gibt noch soviel Kraft, die ich einfach nicht nutze.

Oh, da ist tatsächlich etwas dran, ich glaube bei mir dürfte das sogar ganz genauso sein...
Respekt vor Deinen Fortschritten und hoffentlich weiter so, das wünsche ich Dir. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wieviel Kraft und Überwindung das kostet. Wow...

17.05.2013 19:27 • #8


Zitat von FragileWings:
Das ist so das Pensum, was mir mein Körper einreden will, zu schaffen.
Aber ich habe in den letzten Wochen gelernt, dass das nicht stimmt.
Es gibt noch soviel Kraft, die ich einfach nicht nutze.


Das hat mich jetzt motiviert. Bin jetzt wenigstens noch eine Runde spazieren gewesen, auch wenn ich mir für heute deutlich mehr vorgenommen hatte . Und siehe da ich bin nicht umgefallen

Es stimmt ja schon, dass es auch nicht besser wird, wenn man zuhause sitzt. Wenn es nur immer so leicht wäre alles was man theoretisch weiß auch umzusetzen...

17.05.2013 19:28 • #9




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