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Partychr

Partychr
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Moin,

kennt ihr das auch ?

Wenn ich in Ruhe liege oder mich ausruhen bin ich entspannt und ruhig….

Aber sobald ich aufstehe oder mich etwas bewege kommt eine Unruhe in mir auf…. , als ob ich Mega gestresst wäre oder einen 1.000 m Lauf hinter mir hätte….

Wenn ich laufe schaffe ich auch eher weniger, erst recht wenn ich mich beeile und zum Beispiel renne um den Bus zu erreichen bin ich nach weniger als 100m vollkommen außer Atem ……

Ich bin quasi dauerhaft unter Anspannung und sobald ich mich etwas bewege wird es schlimmer bzw. schon fast gestresst….

Kennt das einer ?
Würde mich darüber gerne mit jemanden austauschen….

Eigentlich würde ich auch gerne etwas mehr Sport machen, bin aber immer zu erschöpft dazu, dass ich meistens direkt nach der Arbeit erschöpft auf die Couch falle und eigentlich immer auch Probleme habe aus dem Bett morgens zu kommen….

Selber Hygiene fällt mir sehr schwer

Ich würde mich da gerne mit jemanden zu austauschen….

22.06.2024 x 1 #1


75 Antworten ↓
Krylla

Krylla
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@Partychr
Ich glaube, ich habe inzwischen es einfach drinnen, dass ich weiß, dass die Angst wieder vorübergehen wird.

Natürlich sind längere Zeiten der Sorgen und Ängste sehr anstrengend und Unterstützung tut gut, damit man weiß, dass man nicht alleine ist.
Reden ist auch super, da da manchmal ja das rationale Denken etwas strauchelt.

Bei neuen Dingen brauche ich auch sehr lange.
Bei den Ohrgeräuschen brauchte ich bestimmt ein halbes Jahr. Aber ich bin mit dem, was ich hatte, realistisch dran gegangen.
Wenn es funktioniert, dann ist das super und wenn nicht, dann kann ich mir was neues überlegen. Aber gerade versuche ich eben erst einmal nur das statt vieles auf einmal. Und es hat funktioniert. Ich habe ein Fundament, an dem ich weiter arbeite.

Auch wenn ich anderen immer sage, dass man über seine Situation auch weinen darf, da es ein Weg zu der Akzeptanz ist (es ist nun einmal auch eine Trauer wegen dem vorherigen Leben da), schaffe ich das selbst nicht immer so gut.
Wenn ich es aber zulasse, dann ist das unglaublich befreiend.
Dabei konzentriere ich mich aber dann wirklich auf das aktuelle Problem.
Meine Gedanken gehen nicht in die Richtung, dass mein Leben jetzt scheinbar furchtbar ist, sondern, dass ich eben mein vorheriges Leben vermisse. Das jetzige Leben steht gar nicht im Fokus.
Wie um eine verstorbene Person. Man darf sich nicht in die Opferrolle stecken. Aber man darf um Vergangenes weinen. Es war wichtig.
Wenn man nun eine Depression hat, kann das natürlich sehr schwer sein.

Und vor allem muss man lernen, dass man nicht zu hart mit sich selbst sein darf.
Da mag ich gerne die Übung: Was würdest du jemanden raten, der mit diesem Problem zu dir kommt?
Deine Antwort wird wahrscheinlich ganz anders sein als das, was du von dir selbst verlangt. Aber man sollte sich so gut behandeln, wie man es mit anderen tut, die Hilfe brauchen.
Das ist extrem schwer und ich arbeite selbst immer noch dran und treibe mich damit regelmäßig in die Verzweiflung.

Es ist viel üben. Und es gibt immer wieder Rückschläge. Aber man kommt dann langsam immer besser aus ihnen heraus.

Natürlich beneide auch ich ab und an die anderen, die so viel Energie haben.
Aber inzwischen habe ich mir mein Leben so gebastelt, dass ich mit meiner Energie auch ein schönes Leben leben kann. Hauptsache ich bin glücklich.
Was mir nur meistens noch im Weg steht, sind die Leute, die es nicht verstehen und mir sagen, dass ich es doch einfach machen soll. "Einfach" ist ein böses Wort und in meinem Haushalt verboten.
Wäre es so einfach, hätte man das Problem nicht. 😃

22.06.2024 13:25 • x 1 #62


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Erschöpfung bei kleinster Anstrengung

x 3


E

Ex-Mitglied
Gast

@Partychr
Zitat:
Bei Morristown die Symptomatik allerdings zuletzt eherbschkechter geworden,Heisst es nicht dass ADHS im Erwachsenenalter eher besser wird als schlechter ?


Morristown, Autokorrektur beste. Very Happy

ADHS wird im Alter nicht besser im Sinne von es verschwindet, aber das Gehirn lernt damit umzugehen wie mit einer Seh- oder Hörschwäche.

Diese Kompensation ist bis zu einem gewissen Grad möglich, sodass die Symptomatik im Alter nicht mehr so augenscheinlich ist wie bei kleinen Kindern, die ihr Verhalten noch nicht so stark an die Umwelt angepasst haben.

Auf deutsch - man lernt es zu verstecken.

Zitat:
Zumindest in der Schule kann ich mich dran erinnern dass ich oft mit dem Stuhl gewippt bin, manchmal dadurch auch umgefallen…


Zeugnisse bzw Beurteilungen der Lehrer sind in der Diagnostik ein wichtiger Baustein.

Bei mir zog sich das wie ein roter Faden durch die Schule.

Bei Alexander liegt eine Hochbegabung vor, aber er lässt sich zu schnell ablenken. Er wirkt unkonzentriert, hat Probleme Anschluss bei Mitschülern zu finden. Er erledigt Hausaufgaben nicht gründlich, vergisst immerwieder Schulmaterial und ist schnell frustriert, wenn ihm etwas nicht gelingt.

Besonders im Sport, Musik und Kunstunterricht blüht er auf, aber bei theoretischen Fächern fällt es ihm schwer dem Lehrplan zu folgen. Er stört den Unterricht mit Zwischenfragen, die zu weit vorausgreifen oder nur entfernt mit dem Thema zu tun haben.

Usw usf.

Dann kamen ja später noch Kippen, Alk., Dr. dazu, um mich selbst zu sedieren. Das hab ich quasi 25 Jahre gemacht. Mich sediert. Von morgens bis abends. Und nebenbei dann arbeiten, als wenn nix wäre. Ohne wäre ich immer viel zu aufgeregt gewesen, hätte zu viel gelabert, wäre im Gedanken iwo anders gewesen.

Der Arzt meinte aufgrund dieser ganzen Dinge dann, dass da praktisch gar keine Diagnose mehr erfolgen muss, weil es einem ins Gesicht springt.

15.06.2024 19:08 • x 1 #33


Zum Beitrag im Thema ↓


A
Hi,

Ich kenne das zu gut, ich hab eine generalisierte angst und panikstörung und bin auch viel erschöpfter als der normale mensch. Auch treppensteigen etc fühlt sich für mich viel schwerer an und anstrengender. Das mir hygiene kenne ich genauso ich denke ich gehe nicht so oft duschen wie ein 0815 mensch. Lg

x 2 #2


Luce1
@Partychr ja. Wenn ich krank bin.

Ich nehme an, Du sitzt bzw. liegst viel.

Da wird kein Körper ja nicht gefordert.

Wenn Du dann aufstehst, ist das für den Körper fast eine Anstrengung weil er das nicht mehr gewohnt bist.
Du musst Dich bewegen. (Ich weiß …). Wer rastet der rostet.


Ich mag es nicht, Diagnosen zu stellen. Mich lies aber aufhorchen, dass Dir die Hygiene schwer fällt.
Ist das, weil Du keine Kraft mehr hast?

x 1 #3


Partychr
@Luce1
Gefühlt ja, weil ich zu müde bin um das zu machen….., ist aber gefühlt schon seit Jahrzehnten….

#4


Partychr
Zitat von Angsthase3112:
Hi, Ich kenne das zu gut, ich hab eine generalisierte angst und panikstörung und bin auch viel erschöpfter als der normale mensch. Auch ...

Und wie gehst du damit um oder was machst du dagegen ?

#5


Schlaflose
Zitat von Partychr:
Wenn ich laufe schaffe ich auch eher weniger, erst recht wenn ich mich beeile und zum Beispiel renne um den Bus zu erreichen bin ich nach weniger als 100m vollkommen außer Atem ……

Früher, als ich 0 Sport gemacht habe, ging es mir auch so. Als Schülerin habe ich es noch nicht einmal geschafft, mehr als die Hälfte um den Sportplatz zu laufen und musste wegen Atemnot und Seitenstechen stehenbleiben.
Mit Mitte 30 fing ich an erst Walking zu machen und dann zwischendurch immer wieder Laufschritte einzulegen und langsam die Laufphasen zu verlängern. Nach ca. 6 Wochen war ich imstande 20 Minuten am Stück zu joggen. Jetzt mit 62 kann ich immer noch 10km am Stück joggen und andere Ausdauersportarten machen. Und gegen innere Unruhe ist das beste, was man machen kann, weil dabei Adrenalin abgebaut wird.

x 3 #6


Luce1
@Partychr

Ich habe seit 27 Jahren diesen Kram. Von daher … bei mir ist aber die Depression vorrangig, und das endet in Angst.

Wie begehst Du den Tag?
Wenn Du keine Kraft für das Duschen hast,
wie kochst Du für Dich etc?

#7


Luce1
Zitat von Schlaflose:
Mit Mitte 30 fing ich an erst Walking zu machen und dann zwischendurch immer wieder Laufschritte einzulegen und langsam die Laufphasen zu verlängern. Nach ca. 6 Wochen war ich imstande 20 Minuten am Stück zu joggen. Jetzt mit 62 kann ich immer noch 10km am Stück joggen und andere Ausdauersportarten machen.

1:1 wie ich.

Ich muss sagen, ich bin seit 4 Jahren das erste Mal richtig mit Antidepressiva eingestellt.

#8


A
@Partychr ich akzeptiere es größenteils und mache einfach weiter obwohl ich keine kraft habe. Nach dem sprichwort augen zu uns durch.

x 1 #9


Partychr
@Luce1
Ich habe aktuell noch da große Glück dass ich quasi neben meinen Eltern auf dem selben Grundstück wohne und mir da einiges an Arbeit abgenommen wird……., sonst muss ich immer einen guten Zeitpunkt abwarten ab dem es mir gut geht und dann quasi diese Phase ausnutzen….

x 1 #10


Partychr
@Luce1
Das hört sich gut an…., also seit 4 Jahren Beschwerdefrei ?

Ich bin derzeit dabei Paroxetin 20mg seit 1 Woche am einnehmen.
Davor habe ich ca. 3 Wochen mit 10mg angefangen.

Im Moment sind die Ängste vermutlich durch die Erhöhung verstärkter vorhanden….

#11


Partychr
@Luce1
Ja, das Problem ist echt blöd….,

ich gehe Abends meist gut gelaunt und oft auch Angstfrei ins Bett, voller Hoffnung…..

Schlafe meistens auch Gutsein und durch… und kaum werde ich wach ist die Angst wieder voll da und ist die erste die mich morgens nach dem aufwachen begrüßt….., das zieht mich immer direkt so stark runter dass ich so müde bin dass ich zwar nicht mehr einschlafen kann aber auch zu müde zum aufstehen bin.,.,,

Wenn ich mir dann morgens dabei eine Entspannung anhöre komme ich teilweise gut runter dabei, möchte da aber gar nicht mehr rauskommen, so müde bin ich danach…..

x 1 #12


E
@Partychr

Zitat:
Gefühlt ja, weil ich zu müde bin um das zu machen….., ist aber gefühlt schon seit Jahrzehnten….


Wurdest Du mal auf ADHS getestet?

Ich kenne die Symptomatik übrigens 1:1. Seit ein paar Monaten ist es allerdings wesentlich schlimmer als vorher.

#13


Partychr
@illum
Nein, wieso ?

#14


E
@Partychr

Weil es tatsächlich einen starken kausalen - neurobiologischen -Zusammenhang zwischen ADHS, Depression und Angststörung gibt. Ein chronischer Noradrenalin und Dopaminmangel. Deshalb bin ich so...faul.

Ich kenne Deine Symptome wiegesagt 1:1. Seit Jahrzehnten.

Bei mir wurde das erst vor 2 Monaten diagnostiziert und bis jetzt habe ich mich noch geweigert das Ritalin zu nehmen, weil ich es nicht glauben will, dass es damit zusammenhängen soll und ich Angst vor dem Medikament habe.

Meine Freundin, die übrigens ADS hat und die die Probleme ebenfalls kennt, hat sich als Versuchskaninchen bereiterklärt und gesagt, das wirkt wie ne Beruhigungstablette bei ihr.

Zudem hat sie mir ein Video gezeigt, in dem ich mich wiedererkannt habe:

x 2 #15


Partychr
@illum

Noch beruhigender als jetzt schon ?

Dann würde ich vermutlich gar nicht mehr aus dem Bett kommen, oder versteh ich da was falsch ?

#16


E
@Partychr

Das Gefühl der chronischen Erschöpfung ist bei ADHS durch die Hyperaktivität des Gehirns verursacht. Also eine psychogene Erschöpfung.

Wer den ganzen Tag nur grübelt und deshalb geistig nicht zur Ruhe kommt, der hat irgendwann keine Kraft mehr die einfachste Dinge zu erledigen, weil sie mega anstrengend werden.

Klingt die innere Unruhe im Kopf ab, kommt der Körper wieder aus seiner Schonhaltung raus.

#17

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Partychr
@illum

Bemerkt man eine Hyperaktivität des Gehirnes irgendwie ?

#18


E
@Partychr

Beim Hirnscan ^•^

Nein, Spaß. Was ist der Grund Deiner inneren Unruhe? Weißt Du das? Warum fühlst Du dich gestresst und angespannt sobald Du aufstehst?

#19


Luce1
Zitat von Partychr:
also seit 4 Jahren Beschwerdefrei ?

Psychisch: ja. Körperlich noch nicht ganz.

Wir haben das Antidepressiva auf die nächste Stufe (höher) gesetzt und ich fühle mich nicht mehr müde, mache keinen Mittagsschlaf mehr etc

x 1 #20


A


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