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Hallo ihr Lieben

Ich möchte mich mit euch gerne über einen ganz bestimmte frage unterhalten.
Was braucht man/wir um endlich zu kapieren das uns nichts passiert?

Kurz dazu wie ich jetzt gerade zu dieser Frage komme:

Ich bin seid Dienstag in einer Tagesklinik da sich meine Angst vor 8 Wochen doch nochmal sehr verschlechtert hat und mir klar wurde, dass ich noch mehr daran arbeiten muss.
So seid ich dort angefangen habe gehts mir wieder sehr viel schlechter. Bin eigentlich den ganzen tag panisch und hab etliche körperliche Symptome! Ist mir auch total klar dass es jetzt erst mal so ist da ich dort ja permanent mit all meinen Ängsten konfrontiert bin. Schlimm ist nur dass es auch zu Hause dann nicht wirklich besser wird . Sooo jetzt zu meinen Gedanken. All diese Symptome kenne ich und ich stell mich Ihnen auch! Bin jeden Tag fleißig hin gegangen trotz Panik und habe jedes merken können, dass das was ich befürchtet habe NICHT eingetreten ist!
In den letzten Tagen frage ich mich vermehrt warum dass einfach nich fruchtet. Warum ich trotzdem jeden morgen mit genau den selben Ängsten aufstehe und jedes mal wieder denke dieses mal könnte es anders sein und doch was passieren. Warum denkt man jedes mal dass es sich diesmal schlimmer anfühlt? Seid 9 Jahren habe ich Angst vor Ohnmacht (um mal eine meiner Ängste zu nennen)
es ist mir NIE passiert und ich stelle mich wirklich häufig meiner angst davor. Ich frage mich einfach was brauche ich noch um endlich zu kapieren dass es nicht passiert!? Welcher Beweis soll da noch kommen?

Warscheinlich geht es vielen von euch so. Vielleicht schaffen wir es ja eine Antwort darauf zu finden oder uns ihr zumindest zu nähern.

Liebste Grüße lila

11.01.2014 23:09 • 13.01.2014 #1


16 Antworten ↓


Die Frage stelle ich mir jezt auch schon gut 4-5 Jahre seit ich diese sch.... Angst habe, ich glaube einfach das bei manchen Menschen irgendwas im Hirn oder was weiss ich kaputt ist und Ängste verursacht, denn ich tue und mache auch alles dagegen, aber es fruchtet nichts, deshalb denke ich eher daran das was unerforschtes einfach nicht so funktioniert wies bei anderen funktioniert.

gruß Daniel

11.01.2014 23:12 • #2



Endlich akzeptieren dass einem nichts passiert!?

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Hallo Daniel

Ja diese Gedanken hatte ich auch schon! Irgendeine Synapse die falsch läuft. Aber wieso hatte man dass dann nicht von Geburt an und wieso gibt es dann auch Phasen in denen doe Ängste sehr viel besser sind! ?
Ich überlege ob es vielleicht das Restrisiko (dass ja nun mal bei allem besteht) ist mit dem wir nicht umgehen können?

11.01.2014 23:15 • #3


Angst ist ja eigentlich nicht wirklich zu beschreiben
oder zu begreifen,vor allem diese irrationalen Ängste
die wir hier haben.
Ich denke,man kann eher lernen besser damit umzugehen,
als Sie jemals richtig zu verstehen.
Jahrelang hab ich versucht zu verstehen,warum ich diese
Angsterkrankung habe,
jahrelang hab ich mich bemüht damit umzugehen.
Ersteres ist mir bis heute nicht gelungen,
Letzteres zeigt endlich Erfolge.

11.01.2014 23:18 • #4


Pepe Silva
Es sind bei mir die Symptome, die mich in den Moment vergessen lassen, dass ich nichts habe und nichts passieren kann. Wenn ich mal einen Tag habe, ohne irgendwelche Schmerzen, dann habe ich keine Angst. Ganz einfach. Dann denke ich auch garnicht dran nach und vergesse auch, dass ich ein psychosomatisches Problem hab. Sobald ich mal einen Tag hab, mit Kopfschmerzen/-druck, Herzrasen, Schwindel ect. pp., dann geht's wieder los, obwohl man zig-mal abgeklärt hat, dass man organisch gesund ist.
Meiner Meinung wird man panisch, weil wir es nicht begreifen, was mit uns passiert.

Es liegt auch an den Meschen selbst. Ich zum Beispiel bin ein Grübler, der über alles nachdenkt. Der, der selbst wenn ich einen Plan ausdenke, über alle Schritte nachdenke und auch überlege, was passieren kann, wenn's schief geht und über möglichen Konsequenzen. Wenn ich Kopfschmerzen hab, denke ich nach. Warum hab ich diese Kopfschmerzen? Sind es Spannungskopfschmerzen? Und da ich von Natur aus ein pessimistisch-eingestellter Mensch bin, der lieber das Negative kommen sieht und vom Positiven überrascht werden will, gehe ich natürlich vom Worst-Case-Szenario aus, was dann bei mir eine herbe Angst auslöst.

Also um deine Frage zu beantworten, was wir brauchen, um zu kapieren, dass uns nichts passieren kann:

Nachdem man beim Arzt (Neurologe, Dentist, Kardiologe, Orthopäde) war und geklärt hat, dass nichts am Hirn hat, die Zähne okey sind, die Halswirbelsäule gerade ist und das Herz im takt schlägt:

1. Eine positive Einstellung
2. Kein Grübler sein

Es ist einfacher gesagt, als getan. Das weiß ich. Selbst ich halte mich nicht dran. Aber zumindest konnte ich so meine Angst vor der Angst besiegen.

12.01.2014 02:04 • #5


Erst mal vielen Dank für eure Antworten!

Mitsouku ja, manchmal denke ich auch es wäre besser aufzuhören zu versuchen zu verstehen wieso was so ist wie es ist. Aber ich brauche das irgendwie zu verstehen warum ich welche angst habe um raus zu finden was ich daran ändern kann. Sonst schweb ich ka ständig auf dem selben Level. Und umgehen kann ich damit erst, wenn ich weiß wieso und was ist...

Pepe,
Ja mir geht es genau wie dir, mache mir Stunden lang Gedanken über ein und das selbe Symptom. Komme zwischendurch auf eine Antwort und doch grüble ich weiter.
Ich denke auch immer dass das Symptom zuerst da ist und daraufhin angst folgt. Aber all diese Symptome werden ausgelöst durch einen Gedanken oder die Bewertung. Und deshalb denke ich dass doch oft die innere Haltung oder ein Gedanke am Anfang steht den man vielleicht garnich wahr genommen hat als solchen. Das macht es natürlich super schwierig die Symptome zu vermeiden. Dann ist es wahrscheinlich das wichtigste wie du sagst es nich negativ zu bewerten und sich nich damit zu beschäftigen. Wenn das mal so einfach wäre... -.-
Ich denke dass das aushalten und merken das nichts passiert immer noch am besten hilft. Und zwar wirklich ohne sich dabei abzulenken! Das schaffe ich auch bei leichter bis mittelstarker angst. Bei richtiger Panik bin ich jedoch zu keinem rationalen Gedanken mehr in der Lage habe ich das Gefühl.
Und all meine Erinnerung an überstandene Attacken sind wie weg geblasen, bzw. ich schenke ihnen kein Vertrauen mehr und das versteh ich einfach nicht! Weil ich glaube das wäre in diesem Moment dass was wirklich helfen würde! Der Glaube daran dass man weiß dass es ausgehen wird wie jedes mal! Nämlich mit keinem schlimmen Ausgang...!
Hmmm :-/

12.01.2014 02:23 • #6


Pepe Silva
Was für Symptome hast du denn?

12.01.2014 02:32 • #7


Schlaflose
Zitat von lila1988:
Hallo Daniel

Ja diese Gedanken hatte ich auch schon! Irgendeine Synapse die falsch läuft. Aber wieso hatte man dass dann nicht von Geburt an und wieso gibt es dann auch Phasen in denen doe Ängste sehr viel besser sind! ?

Es liegt nicht an einer Synapse selbst, sondern an den Botenstoffen, die die Informationen zwischen den Synapsen weiterleiten. Wenn da ein Ungleichgewicht besteht, kommt es zu "Fehlmeldungen". Das kann durch enstprechende Medikamente z.B. Antideperessiva ausgeglichen werden.

12.01.2014 08:45 • #8


Pepe, puh ich versuche mal ein paar aufzuzählen: Ganz eklich finde ich dieses Schwäche und zittergefühl im Körper. Da fühlt man sich ja erst recht als könne man sich nicht auf den Beinen halten. Dann Übelkeit, Bauchbeschwerden, Schwindel, starke Müdigkeit, heiß und kalt werden. Das sind erst mal so meine hauptsymptome.

Schlaflose, dass das so ist wenn ein panikanfall da ist weiß ich. Aber es ist doch nich so dass wir das alles dadurch bekommen!? Denn dann wären wir ja wirklich körperlichen Vorgängen ausgesetzt!? Ich nehme antideptessiva und opipramol zur Nacht! Und trotzdem gibt es Phasen wo ich das Gefühl habe alles in mir dreht durch. Und dann geht es irgendwann wieder. Und das ist verbunden mit bestimmten Auslösern. Von daher denke ich, dass der Auslöser wo anders liegt als im Körper und dass es so auch mit Einstellung und den richtigen Gedanken wieder aufzulösen ist. Und die synaptischen Geschichten lösen wir mit bestimmten Gedanken aus!?
Wie seht ihr das?

12.01.2014 12:07 • #9


novemberrain
Zitat von lila1988:

Warum ich trotzdem jeden morgen mit genau den selben Ängsten aufstehe und jedes mal wieder denke dieses mal könnte es anders sein und doch was passieren. Warum denkt man jedes mal dass es sich diesmal schlimmer anfühlt?


Das ist vermutlich die Antwort auf Deine Frage.
Man denkt den ganzen Tag an die Angst- der Blick richtet sich nach INNEN. Wir wachen auf und scannen unseren Körper ab- sobald was piekt, geht das Gedankenkarussel wieder los.

Lila 1988,
Du stellst Dich Deinen Symptomen jeden Tag. Aber vermutlich mit der falschen Einstellung. Du bist froh, wenn Du konfrontiert hast und es überstanden hast. Oder Du bist froh, wenn die Angst gar nicht erst aufkam.
Dadurch zeigst Du der Angst aber trotzdem noch, dass Du Dich vor ihr fürchtest.
Ich denke, wenn man keine Angst mehr hat vor der Angst, wird sie abnehmen.
Es geht nicht darum OHNE Angst zu leben, sondern mit ihr umgehen zu können.

Du sollst die Angst nicht nur "aushalten", sondern WIRKLICH davon überzeugt sein, dass sie zwar sehr bedrohlich wirkt, aber im Grunde genommen harmlos ist.
Wie viele Sicherheitsmaßnahmen schleppst Du mit Dir rum? Handy, Wasser, Lutschpastillen, Medikamente für den Notfall, Talisman?
Doch nur, weil Du glaubst, im Falle eines Angstanfalles völlig hilflos zu sein.
Wenn Du auf diese Maßnahmen locker verzichten kannst, bist Du überm Berg.

Ich weiß, das ist alles leichter gesagt, als getan.
Aber es hängt alles von unserer inneren Einstellung ab.

Liebe Grüße

12.01.2014 13:07 • #10


Hallo novemberrain

Du hast sooooo recht! Genau das ist mein Knackpunkt! Ich bin nicht überzeugt dass mir nichts passiert! Ich denke dass es beim nächsten Mal schlimmer werden könnte und es dann doch nicht aushaltbar ist. Das liegt aber daran, dass ich in letzter Zeit Panikattacken hatte die wirklich schlimmer waren als die letzten Jahre! Da habe ich komplett das Vertrauen verloren, dass ich mir die letzten Jahre aufgebaut habe! Zu diesem muss ich jetzt erst mal wieder kommen!
Ja ich habe etliche Hilfsmittel auf die ich momentan ganz besonders nicht verzichte! Im Moment dreht sich bei mir auch eigentlich echt alles nur um die Angst vor der Angst und den damit verbundenen Gefühlen! Bin ständig nur am inneren scannen und Sachen die mir vorher nicht so viel ausgemacht haben, machen mir auf einmal total viel aus!
Mein größtes Problem ist, dass ich Angst vorm Wahnsinnig werden habe! Das die Attacken zu groß werden und dann sonst was passiert. Aber wie kann ich damit umgehen? Ich weiß es gerade einfach nicht!

12.01.2014 13:15 • #11


Habe eine sehr gute Seite gefunden! Lohnt sich, sie mal durchzulesen!

http://panicend.com/code.html

12.01.2014 14:40 • #12


novemberrain
Lila1988,

es geht kein Weg daran vorbei:
Du musst Dich Deiner Angst täglich stellen. Jeden Tag aufs Neue.
Du MUSST sogar Angst verspüren, denn ohne Angst ist es kein Training.

Flüchte nicht aus der Situation, es passiert nichts!

12.01.2014 15:18 • #13


Ja du hast recht! Das will ich auch versuchen. Nur manchmal kommen dann einfach körperliche Sachen dazu bei denen ich nicht weiß wie ich damit umgehen soll. Zum Beispiel heute habe ich super Schmerzen im Nacken und Schulterbereich! Kommt natürlich davon dass ich seid 6 Tagen wieder dauerangespannt bin... :-/ wenn ich mich jetzt meinen Ängsten stelle dann werden die Schmerzen ja noch schlimmer, da ich dann ja weiter verspanne. Dadurch neige ich dazu mich hinzulegen um die Muskeln zu schonen.
Da frage ich mich, was soll ich an solchen Tagen machen?

12.01.2014 15:44 • #14


Schlaflose
Zitat von lila1988:
wenn ich mich jetzt meinen Ängsten stelle dann werden die Schmerzen ja noch schlimmer, da ich dann ja weiter verspanne. Dadurch neige ich dazu mich hinzulegen um die Muskeln zu schonen.


Das ist aber genau das Falsche. Um Verspannungen zu lösen, ist Bewegung am besten. Und noch besser ist regelmäßiger Sport um die Muskulatur zu stärken, damit gar keine Verspannungen entstehen.

12.01.2014 15:59 • #15


ja das stimmt... das ist ja die Krux... der Körper sagt: Nicht bewegen! Aber genau dass ist es was man tun muss!
Ich merke auch immer das die Symptome ständig wechseln. Heute waren es die Muskeln, kaum war das weg, war es Übelkeit, kaum war das weg waren es Magenschmerzen. Alleine das steht ja schon dafür, dass nichts davon echt ist, wenn es sich auf einmal wieder erledigt!
Aber trotzdem denke ich jedes mal wenn es wieder da ist, dass es diesmal gefährlich ist oder bleibt!
Verflixt... das muss doch irgendwie mal hängen bleiben!

12.01.2014 17:53 • #16


Pepe Silva
Ich stelle mich meiner Angst, indem ich vor 10 Tage ohne Absprache mit den Doc, mein Medikament (Doxepin) abgesetzt habe, ohne es auszuschleichen. Mir ist klar geworden, dass die Medis meine Angst unterdrückt, aber nicht bekämpft. Und ein Leben nur mit Medikamente will ich nicht führen.

13.01.2014 01:07 • #17



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