Hoffnungsschimm.

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Hallo ihr lieben,

ich muss mich mal wieder dringend mit euch austauschen. Ich habe im Moment wieder ganz starke Dissoziationen,die nicht selten in Panikattacken übergehen,weil ich das Gefühl habe mich aufzulösen.

Zur Erklärung : Ich war jetzt 1 1/2 Jahre krank geschrieben, zum 1.10 hatte ich meinen Job gekündigt und habe ein Studium und einen 400€ Job angefangen.

Ich hatte die Dissos eigentlich ganz gut im Griff,aber jetzt ist es so,dass ich mich(Gefühlt) in einer Dauerdissoziation befinde,die mal schlimmer und mal besser wird.
Das Gefühl ist so furchtbar.Ich hatte vorhin das Gefühl den Boden unter meinem Füßen nicht zu spüren, als ich zur Arbeit gegangen bin.Ich konnte nicht richtig sehen und habe kaum was wahrgenommen. Dazu das Gefühl, dass alles nicht real ist.

Außerdem ist mir ständig schwindelig.

Mir macht das alles wieder so Angst!Ich vermeide momentan nichts und stelle mich allem.

Natürlich ist das alles sehr anstrengend für mich:quasi von 0 auf 200%.


Das Problem ist,dass Skills nicht helfen dieses konstante Gefühl der Derealisierung/Depersonalisierung aufzuheben.

Kennt das jemand?


Liebe Grüße!!

PS:ich habe übers Handy geschrieben - Fehler bitte ignorieren

09.10.2012 20:10 • 04.09.2019 #1


36 Antworten ↓


Marie1981


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Hallo Hoffnungsschimmer.

Ich kenne das nur zu gut. Ich nehme es als Warnsignal von meinen Körper wahr. Mit wird alles zu viel. Ich bracuhe eine Auszeit. Es war so schlimm, das mich mein Arzt krankschreiben musste. Nun bin ich wieder zur Ruhe gekommen und langsam geht es mir besser.

LG

09.10.2012 20:15 • #2


Hoffnungsschimm.


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Hallo Marie!

Danke für deine Antwort!! Du hast auch Dissos?Wie äußert sich das bei dir?

Ja ich denke auch,dass das im Moment alles sehr viel für mich ist

LG

09.10.2012 20:36 • #3


Marie1981


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Meist ist es wenn mir alles zu viel ist. Ich laufe dann wie auf Wolken, bekomme alles so unreal mit, wie als wenn ich hinter einer Wand noch sitze oder eine Plastiktüte um mich rum ist. Habe dann immer Angst mich nicht mehr zu spüren und sogar noch ohnmächtig zu werden. Es sit alles so unreal.

Mein Arzt sagt, dass es ein Warnsignal des Körpers ist. Der Körper oder Geist hält sich von den Stress ab. Versuche zur Ruhe zu kommen und abzuschalten.

09.10.2012 20:41 • #4


Hoffnungsschimm.


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Ja das kenne ich auch so!Hast du dann auch manchmal so beängstigenden Gedanken?

09.10.2012 20:44 • #5


Marie1981


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Bei mir können es dann auch gleich PA`s werden. Also denke das ich glaich ohnmächtig werde bzw. die Kontrolle verliere.
Aber es gab mal eine Situation, da hatte ich auch wieder diese Dissoziation, ich hatte wieder Anst vor einer Situation und den ganzen Vormittag habe ich mich so wei weg gefühlt, dann in der Situation habe ich gemerkt, dass meine Angst unbegründet war und dieses Unreale/die Dissoziation war einfach weg und das ging ganz plötzlich. Damit will ich sagen, dass unbewusst irgendwas laufen muss.

LG

09.10.2012 20:49 • #6


Hoffnungsschimm.


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Wenn es ganz schlimm wird mit den Dissos,folgen bei mir auch die PA´s.

Ich habe im Moment auch das Gefühl, dass mein Gehirn total Reizüberflutet ist. Ich habe das Gefühl visuell gar nicht alles erfassen zu können, weil es zu viel ist.

Es ist momentan natürlich auch sehr anstrengen stundenlang zu lernen,dann noch arbeiten zu gehen,einkaufen,haushalt,kochen .Ich war schließlich 1 1/2 Jahre krankgeschrieben und versuche das jetzt aber alles,trotz der symptome ,zu schaffen.

10.10.2012 13:03 • #7


Kaninchen

Kaninchen


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Hey ihr 2

ich kenne das leider auch zuuuu gut ! Dieses ewige "neben sich stehen" Gefühl.
Manchmal bekomme ich dann auch schnell Angst. Aber bevor sich das ganze dann in eine Panik steigert, versuche ich mich irgendwie abzulenken. Und hinterher bin ich immer absolut erschöpft.

10.10.2012 16:35 • #8


Lady1988


Ich muss aber sagen, dieses Gefühl kommt bei mir, wenn ich Zeit habe nachzudenken. Also wenn ich arbeite oder so ist es mir noch nicht passiert. Wenn ich in der FH sitze ist es eine riesige Belastung. Meist lass ich mich da krank schreiben, weil es mir alles zu viel wird.
Ich denke auch, dass es ein Warnsignal des Körpers ist. Naja hauptsache es tritt nicht bei Prüfungen auf.

10.10.2012 16:52 • #9


Hoffnungsschimm.


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Hallo ihr zwei "mitleidenden"

ich habe es im moment so gut wie durchgängig - das ist soooo anstregend. Weiß gar nicht, wie ich es schaffe arbeiten zu gehen und zu lernen.

Ich hoffe, dass es wieder nachlässt,sobald ich mich an das neue stresslevel gewöhnt habe.

Das problem ist, dass ich halt ,leider, trotzdem angst habe, dass da was anderes hintersteckt.

Hinzu kommt nach, dass ich .ausgelöst durch diese gefühle, ständig so angstmachende gedanken habe wie: "was ist überhaupt real, warum existieren wir, existieren wir wirklich, löst sich jeden moment alles auf" usw. das macht mich solche angst. Kennt ihr diese gedanken?

LG

10.10.2012 19:50 • #10


Lady1988


ich denke dann so komische Sachen wie, bin ich denn ich, ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll, ich denke über meine reale Existenz nach, fühle mich irgendwie leer. Aber sobald ich zu Hause bin ist es weg. Da steckt irgendeine Angst dahinter.

10.10.2012 20:05 • #11


Hoffnungsschimm.


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ja genau das kenne ich auch!!Und man kann diese gedanken und das gefühl gar nicht richtig in worte fassen!!Das find eich auch so schlimm. Ich kann das noch nicht mal meiner therapeutin richtig erklären, weil es einfach nicht geht!

10.10.2012 20:13 • #12


Lady1988


ich musste letztens zu meiner Hausärztin ich glaube sie hat dar gar nicht verstanden und dachte ich will blau machen....
Es ist auch schwer zu verstehen. Aber bei mir ist es, wenn mir alles zu viel wird. Schule verbinde ich mit nichts guten. Darum ist es auch nur dort. Zuhause achte ich da gar nicht so darauf und da wäre es auch nicht so schlimm, weil da bin ich alleine und muss keine angst haben in Ohnmacht zu fallen oder so..

10.10.2012 20:20 • #13


andi1975


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hallo ihr lieben!

hier ein (vielleicht momentan noch ein insider) buchtipp:

DEPERSONALISATION UND DEREALISATION
DIE ENTFREMDUNG ÜBERWINDEN

von matthias michal

habs gestern zu ende gelesen und es ist sehr informativ ,hilfreich und konkret.

es ist kein ratgeberbuch in dem sinne.es ist eigentlich eher für psychologen,therapeuten,psychiater...aber eben auch für betroffene.es ist auch verständlich geschrieben.er selbst ist psychologe.wenn man selbst in therapie geht,ist dieses buch auch ein guter leitfaden.

hat allerdings nur knapp 120 seiten und kostet 25 euro.über diese psychophatolische krankheit gibts leider noch nicht sehr viel und vorallem in deutsch geschrieben.

lg und alles gute!

11.10.2012 07:24 • #14


Hoffnungsschimm.


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Bei mir ist es nicht an eine bestimmte Situation gekoppelt.Es gibt bei mir mehrere Trigger.

@Andi: danke!!das ist ja super!ich war auch schon auf der suche nach einer vernünftigen Lektüre, allerdings habe ich nichts gefunden, was Lösungsansätze bietet.
Hat es dir geholfen?

LG

11.10.2012 07:40 • #15


andi1975


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geholfen..naja..ja schon.mir hat es schon ein wenig sie angst auch genommen.ich habe bestätigung erfahren und auch ein konkretes krankheitsbild.meine sicht auf diese zustände hat sich schon geändert.geheilt bin ich natürlich (noch) nicht.

es gibt da verschiedene unterscheidungen,wie zb primäre und sekundäre derealisation.eben auch gekoppelt an situationen zb aber das muss nicht sein.

grundtenor: die dp/dr kann ein EIGENES kranheitsbild sein zb nicht gekoppelt an eine pa. sie muss als solche diagnostiziert UND auch so BEHANDELT/THERAPIERT werden.UND das muss auch der betoffene selbst wissen/verstehen.

momentan ist es in der therapie(auch bei den meds) noch sehr oft so,daß dieses phänomen (ggf.krankheit) als begleiterscheinung gesehen wird oder auch gar nicht ernst genommen.auch aus unwissen heraus.du hast deinen finger verletzt aber dein bein wird untersucht...so in diese richtung.

aber es KANN auch eine nebenerscheinung sein und sich selbst mal da richtig einzuornden/orientieren ist dieses buch unter anderen sehr hilfreich,wie ich finde.verschiedene lösungsansätze und vorallem auch ERFAHRUNGEN sind auch enthalten.

JEDER PSYCHOLOGE/PSYCHITER/NEUROLOGE/B E T R O F F E N E sollte dieses buch lesen um besser helfen UND verstehen zu lernen.

dereal und depersonal,wenn sie primär da ist : vom therapieansatz/verstehen/ernst genommen werden/krankheitsbild/meds/wissen...daß steckt alles noch in den kinderschuhen.

lg

11.10.2012 08:32 • #16


Lady1988


habe auch mal eben im netz geschaut

http://www.infonetz-dissoziation.de/p-dissoziation.html

http://www.dissoc.de/issd13.html

http://www.dissoziation-und-trauma.de/p ... iation.pdf

Aber wenn ich das so lese, dann bekomme ich immer noch mehr Beschwerden und Erscheinungen

11.10.2012 09:53 • #17


Hoffnungsschimm.


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@lady: ja das kenne ich auch
@andi: Ich hatte die Disso eine ganze weile gut im griff, aber im moment ist es echt wieder schlimm.
Welche Diagnosen habt ihr denn?Vielleicht gibt es ja da Gemeinsamkeiten?

Bitte nicht erschrecken:
kombinierte Persönlickeitsstörung : -histrionisch/emotional instabil (Dissos hängen wohl damit zusammen)
Panikattacken/Agoraphobie Zwänge Depressionen Esstörung

11.10.2012 10:21 • #18


Lady1988


Also so genaue Diagnosen habe ich nicht, bin zwar in Behandlung aber eine genaue Diagnose habe ich nicht gesagt bekommen:-)

Aber ich denke mal:

Agoraphobie, Emetophobie Angst vor Hilflosigkeit/Ohnmacht, in letzter Zeit Stimmungsschwankungen (Depris), Esstörung habe ich bestimmt auch noch.

Von meinen medis bin ich nun weg, ganz alleine.... ich will das auch so in Griff bekommen. Durch die medis hatte ich starke Konzentrationsprobleme, das ist ungünstig für mich.

Aber ich denke genaue Diagnosen würden mich nur noch mehr verunsichern.

LG

11.10.2012 10:48 • #19


Hoffnungsschimm.


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Die Diagnosen weiß ich auch nur, weil ich in der Klinik war und den bericht gelesen habe. Meine Therapeutin hätte mir das mit Sicherheit auch nicht gesagt

Haben ja echt einige Gemeinsamkeiten- hab dir eine PN geschrieben

11.10.2012 11:25 • #20




Dr. Reinhard Pichler