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Hallo ihr lieben,

auf der einen Seite schaffe ich im Moment wieder einiges:in der Stadt shoppen,ich war auf einem großen stadtfest,und am Sonntag bin ich das erste mal seit 1 Jahr wieder ein Stück Autobahn gefahren. Allerdings habe ich trotzdem ständig Symptome und manchmal brauche ich auch 2 Anläufe.

Ich nehme seit 1 Monat Sertralin und habe das Gefühl, dass es den antrieb gesteigert hat und mir hilft mich zu überwinden.

Jetzt zu dem Problem :Ich bekomme zwischendurch so diffuse Angstzustände mit Derealisierung.Ich kann das gar nicht so richtig beschreiben.Ich werde total nervös,komischer Schwindel (der aber auch kein richtiger Schwindel ist) und habe angst einfach angst!Ich weiß dann aber auch nicht genau wo vor. Ich habe dann Angst total verrückt zu werden, wegen der begleitenden Derealisierung.

Habe auch oft das Gefühl,dass meine Augen total überfordert sind und gar nicht alles aufnehmen können.


Kennt das jemand?es ist schwierig das zu beschreiben.außerdem schreibe ich übers Handy.

Liebe Grüße!

21.08.2012 12:27 • 04.05.2021 #1


22 Antworten ↓


Freue mich über antworten!

21.08.2012 14:29 • #2



Diffuse Angstzustände :(

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Hallo!
Ja, das kenne ich auch gut. Ich hatte jetzt 4 Wochen Urlaub und habe in dieser Zeit einiges unternommen.
Ich bin sogar Fahrrad gefahren und habe viele Strecken zu Fuß bewältigt.
Ab Donnerstag muss ich wieder arbeiten und meine Symptome werden immer schlimmer. Der Schwindel geht gar nicht mehr weg und ich habe nur noch Angst.
Ich kann auch gar nicht genau beschreiben WOVOR ich Angst habe, denn ich arbeite schon seit über 20 Jahren an der gleichen Behörde und kenne dort alles gut.
Aber ich habe immer große Angst, dass mir auf der Arbeit was schlimmes passieren wird und ich nicht mehr selbständig nach Hause kommen kann.
Die Sehstörungen habe ich auch zwischendurch. Manchmal sehe ich alles nur ganz hell oder ganz dunkel. Dann krieg ich immer Panik, dass ich blind werden könnte oder so.

Liebe Grüße
Taddy

21.08.2012 14:39 • #3


Das was Taddy beschreibt kenne ich auf der Arbeit auch ganz genau. Da ist so eine paradoxe Angst, mir könnte gleich etwas passieren und zwar nichts Gutes. Es fällt mir dann unglaublich schwer, mich noch zu konzentrieren. Eigentlich ist mir wie Zusammenbrechen und Weglaufen gleichzeitig.

Entje

21.08.2012 17:40 • #4


@ Entje
Was machst du denn dann auf der Arbeit, wenn du Angst bekommst? Schaffst du es dich irgendwie zu beruhigen?
Ich würde dann immer am liebsten einfach weglaufen

21.08.2012 20:55 • #5


Djete
Hallo!

Also mir gehts seit wenigen Tagen genau gleich - mir ist es lange relativ gut gegangen, aber seit Kurzem hab ich auch diese, wie du es beschreibst, diffuse Angst und dazu Derealisation.
Ich fühle mich wie zur Zeit meiner ersten Panikattacken - es ist eben sehr diffus und längere Zeit - für mich schlimmer als übliche Panikattacken, die im jeweiligen Moment stark sind, aber dann doch immer weg gehen.
Also ich kann dich verstehen, ich hab zur Zeit auch das Gefühl, verrückt zu sein...nicht dass ich es glaube, aber es fühlt sich so an.


Lg und Gute Nacht

21.08.2012 21:59 • #6


Mir geht es auch genauso..genau meine symptome. aber ich habe inzwischen gemerkt, dass sie schlimmer sind, wenn was vorgefallen ist und besser ist wenn es mir gut geht. deshalb bin ich inzwischen ziemlich sicher dass es "nur" die psyche ist und kein tumor

LG Eure Püppi

21.08.2012 22:01 • #7


hab das auch u vor allem die derealisation nervt mich am meisten. bisher bin ich zwar noch nicht verrückt geworden, aber trotzdem hab ich dann immer panik davor.

21.08.2012 22:49 • #8


vielen dank, für eure lieben antworten!!

ich bin im moment eiegntlich nur über das handy online, deshalb ist es mit dem antworten meinerseits manchmal ein bisschen schwierig. aber ab nächster woche müsste ich wieder internet haben.
es ist gut zu lesen, dass ich mit diesem problem scheinbar nicht alleine darstehe.

habt ihr dann auch so schreckliche angstmachende gedanken, wie:"was ist das leben überhaupt"existieren wir wirklich""gleich gibts einen knall und ich bin ganz woanders".
Manchmal fühle ich mich auch nicht richtig und habe angst nicht mehr laufen zu können,oder fasse dinge an , weil ich angst habe das ich träume .Kann das gar nicht richtig beschreiben aber hoffe das ihr mich versteht, wie ich das meine!

Und dann ständig dieses gefühl"gleich passiert etwas"

@taddy:ich drücke dir ganz doll die daumen, dass du es morgen auf der arbeit angstfrei schaffst!Glaub an dich!!

Liebe grüße an euch alle und ich hoffe ihr antwortet weiter!

22.08.2012 13:45 • #9


Danke für die Aufmunterung!

Ich war heute nochmal beim Arzt und hab ihn gefragt, ob er meint, dass ich arbeitsfähig bin.
Er meinte:"Ja klar!! Sie könnten auch noch nebenbei für einen Marathon trainieren und Ihnen würde nichts schlimmes passieren!"
Also, das mit dem Marathon lass ich mal besser
Aber arbeiten gehen werde ich in Angriff nehmen....
Ich hoffe, dass ich nicht völlig durchdrehe vor lauter Panik!!

22.08.2012 14:52 • #10


Hallo!
Ich hatte das auch, diffuse Angst und das Gefühl, überall würde etwas unfassbar Gefährliches lauern. Mich hat das irgendwann nur noch genervt, ich konnte gar nicht mehr darauf eingehen so genervt hat es mich! Ich hab nur noch zumgezappelt und konnte nicht stillsitzen und hatte das Gefühl, unter Starkstrom zu stehen.
Diese Seite hat es mir endlich erklärt:
http://www.depression-therapie-forschun ... rmone.html
Im großen und ganzen brodelte ich in einem Pool aus Adrenalin. Ich hatte super viel emotionalen Stress gehabt und mein Körper konnte nie die Stresshormone irgenwie abbauen, also hat sich alles gestaut und mich in den Wahnsinn getrieben.
Dann hab ich Pause gemacht und ein Ausdauertraining durchgezogen, 2 Monaten lang täglich 5 Stunden joggen ect..
Es wurde zwischendurch schlimmer weil mein Körper endlich alles freisetzen konnte. Aber nach 2 Monaten war plötzlich Ruhe und ich konnte zum ersten mal einfach in meinem Zimmer ferngucken ohne ein Wölkchen am Angsthimmel. Die Angst ward seitdem nichtmehr gesehen.
Mein Tipp: Powert euch aus, setzt die Stresshormone frei!

22.08.2012 17:04 • #11


@ Taddy

Wenn es dir morgen auf der Arbeit vielleicht mal nicht so gut gehen sollte, dann ist das auf jeden Fall nur, weil deine innere Erwartungshaltung wahrscheinlich groß sein wird. (Gehts mir auch gut? War mir nicht eben gerade schwindlig? Was mache ich wenn...) Lass dich davon nicht überrumpeln. Es sind erstmal nur 2 Tage, dann ist schon Wochenende.

Ich arbeite bei einer Behörde und habe mit vielen Menschen zu tun. Ich kann mich nicht mal so eben zurückziehen, was die Angelegenheit sehr schwer macht. Wenn so ein Angstzustand in mir anfängt hochzukriechen, reiße ich alle Fenster auf- brauche Luft, dann trinke ich Wasser und hoffe, dass man mir mein Elend nicht ansieht. Außerdem habe ich immer Notfallplan A-B-oder C im Kopf und eh ich mich für einen entschieden habe, stelle ich fest, dass es gar kein Notfall ist.

Alles Gute für dich morgen, Entje

22.08.2012 17:39 • #12


zur zeit hab ichs auch wieder jeden tag. heut hab ich mich auf arbeit echt den ganzen tag so gefühlt, als wär ich gar nicht da. ich frag mich halt nur, wo is man denn dann? ich kann zwar rational denken, sonst könnt ich ja nicht arbeiten, aber zwischendurch muß ich auch löcher in die luft starren oder mich umgucken im raum, um zu sehen, ob die welt überhaupt noch so da ist.

ach, das sagt der arzt so einfach. finde es schwierig, unter diesen umständen arbeiten zu gehen.

22.08.2012 19:02 • #13


Hallo,

ich weiß es ist schon etwas her, dass ihr über diese diffusen Angstgefühle geschrieben habt, aber ich habe seit kurzem genau das Gleiche. Ich hatte bis vor 2 und halb Monaten nie damit zu tun, bis ich eine Art Panikattacke bzw die Ärzte meinen es wäre ein Nikotin- und Koffein Rausch gewesen, hatte und seitdem sich irgendwie alles für mich geändert hat.
Zuerst fing es an dass ich überhaupt nicht aufhören konnte an die Symptome zu denken und meinen Herzschlag zu hören. Ich habe ihn so laut gehört, als, ob mein Herz neben meinem Ohr schlagen würde.
Ich konnte eine Woche lang nicht schlafen weil ich voller Adrenalin war. Und immer wenn ich die Augen zu hatte sind mir ganz viele verschiedene Bilder durch den Kopf geschwirrt. Keine schlimmen sondern einfach nur ganz viele Bilder. Wie wenn man sich im Schnelldurchlauf n Fotoalbum anschaut.
Als das nach über ner Woche weg war habe ich mir dann alle möglichen körperlichen Krankheiten eingebildet oder bzw, dass ich jeden moment n Herzinfakt bekommen könnte oder mir eine Gehirnader platzt.
Das ging dann nach 3 Wochen weg. Aber dann habe ich mir viele Sachen im Internet durch gelesen und der Freund einer Freundin von mir arbeitet in einer Art Psychiatrie und daraufhin habe ich mir ganz viele psychische Krankheiten eingebildet, aber vor allen Dingen, weil mich ständig dieses Gefühl der Derealisierung begleitet hat und dieses Angstgefühl, aber halt nicht wissen wovor. Ich konnte genauso wenig wie ihr beschreiben, wieso ich angst hatte und wovor. und ich habe dann auch so Gedanken gehabt wie: Wieso existiert die Menschheit überhaupt? Und was macht das Leben im Allgemeinen für einen Sinn?....Und aber auch so Gedanken, dass ich bald in einem Alptraum aufwachen würde, wo nichts so ist, wie es vorher war bzw wir in so einer Art Matrix leben....
Total komisch und angsteinflössend wie ich finde, weil ich mir davor nie Gedanken über so Sachen gemacht habe.
Aber ich merke auch, dass ich seitdem dieser Vorfall war, genau darauf achte was ich denke und warum ich das gerade denke und ob ich gestresst bin. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich rund um die Uhr darauf achte, wie es mir jeden moment geht. Kennt das einer von euch?

Sorry, wenn ich euch hier so zutexte, aber ich will einfach nur, dass wieder alles wie vorher ist und ich mir nicht vorstellen kann, dass man von ein auf den anderen Tag anders ist und man nicht wissen kann woher das kommt.
Ich bin deswegen auch beim Psychologen und war auch schon bei einer Psychiaterin/Neurologin, die diverse neurologische Tests mit mir gemacht hat, wo nichts bei raus kam, die diese Phänomene erklären könnten, aber von Antidepressiva hat sie mir trotzdem abgeraten bzw gemeint, dass es noch nciht so akut wäre.
Aber ich habe einfach nur Angst, dass es nicht weg geht, denn es dauert jetzt über 2 und halb Monate und ich fühle mcih immer noch nicht "richtig" und habe Angst verrückt zu werden.

Ich freue mich darüber, wenn ihr mir Hinweise oder Tipps geben könntet!
Oder doch sagen könntet, ob mit Medikamenten alles weg geht.

Liebe Grüße

23.03.2013 16:59 • #14


Weg gehen, wie ein Schnupfen zum Beispiel, wird es nicht, auch wenn man sich das wünscht. Etwas in deinem Leben lief eben nicht optimal und der Körper - die Psyche reagiert. Wenn vorher alles in Ordnung gewesen wäre, wärst du nicht erkrankt. Ein langer Weg, auch mit dieser Lebenssituation seinen Frieden zu schließen, Dinge die passiert sind aufzuarbeiten und zu verändern.
Tabletten finde ich sinnvoll, wenn es einem so schlecht geht, dass man es nicht mal zur Therapie schafft oder gar nicht mehr "Herr im eignen Haus" ist. ( wie es Freud bezeichnete)

Verrückt wirst du nicht, ich denke es ist eine Art Reizüberflutung, die das Gehirn in den Ausnahmezustand bringt. Versuche möglichst viel abzuschirmen.
Mir gelingt das heute auch noch nicht immer und besonders auf Arbeit ist das echt quälend. Aber die guten Zeiten kommen wieder.

23.03.2013 17:30 • #15

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Ja tut mir leid, ich will mich, aber damit nicht zufrieden gebenl. Ich möchte nicht ein lebenlang mit diesen komischen Gefühlen leben... es ging ja vorher auch ohne. Ich glaube schon, dass man gegen diese Erkrankung irgendetwas machen kann. Fragt sich halt nur was. Ich denke, dass diese Art von Erkrankungen bzw die psychischen Erkrankungen noch nicht so gut erforscht sind wie andere körperliche Krankheiten und grad über diese Phänomene sowieso in der Öffentlichkeit nicht viel drüber geredet wird, weil es ein Tabuthema ist. Trotzdem glaube ich, dass es tatsächlich eine Erkrankung ist, die man wie einen Schnupfen weg bekommt, wenn man die richtige Methode anwendet.
Ob das jetzt Medizin oder Sport oder sonst was ist wie Hypnose.
Es ist ja auch schon viel besser geworden und ich gehe auch ganz normal meinem Leben nach, wie vorher auch, aber halt mit diesen Gedanken. Ich hoffe einfach nur, dass mir jemand sagen kann, wie man am besten damit umgeht.
Es muss doch irgendwelche Methoden geben, damit man sich am besten ablenken kann.

Danke für die schnelle Antwort Entje

23.03.2013 18:01 • #16


murray08
Das Thema ist ja schon älter, aber ich habe gerade heute auch so dieses Gefühl von diffuser Angst wieder, das irgendwie in einem brodelt und man nichtmal so recht weiß wovor man eigentlich Angst hat. Wohl zu viel Adrenalin... geht es jemandem aktuell oder derzeit hin und wieder genauso und was tut ihr dagegen, bzw. wie lenkt ihr eure Gedanken davon ab?

03.05.2021 19:41 • #17


Hallo Murray08, ja mir geht es im Moment auch so. Das heißt, eigentlich schon länger. Es brodelt im Inneren ein diffuses Angstgefühl, als ob ich mich unter einer Angstglocke befinde oder in einer Art permanenten Angstschwingung.

Ich habe keinerlei Angst VOR irgendwas, es ist einfach da. Das geht morgens nach dem Aufwachen los, da kommt der erste schlimme Cortisolschub und das bleibt meist bis zum frühen Abend so.

Ich kann zwar alles machen, aber es macht natürlich alles keinen Spaß so.

Ich gehe jeden Tag spazieren, so 5-6 km, mache Nordic Walking und abends progressive Muskelentspannung sowie Meditation. Das sind die Dinge, die mir derzeit helfen. Wenn ich draußen bin, wird es immer besser.

Ich bin da auch langsam am Verzweifeln, da ich das schon so lange habe.

03.05.2021 19:58 • x 1 #18


murray08
Ja, es sind wahrscheinlich in der Tat Stresshormone - immer wieder gut zu lesen, dass man nicht alleine damit ist, auch wenn ich natürlich uns beiden wünsche, dass das schnell wieder vergeht
Progressive Muskelentspannung werde ich mal probieren... für Meditation bin ich dann zu nervös, da bin ich nicht so ruhig, dass ich mich konzentrieren kann...

03.05.2021 20:24 • x 1 #19


Es dauert bei mir auch immer einige Zeit, bis ich mich beruhigen kann. Aber dann geht es.

Ich glaube, dass die äußeren Umstände die Angstschwingung nähren, selbst wenn es "nur" ein Wetterumschwung oder ein herannahendes Regengebiet oder viel Wind ist. Ich gehe damit sofort in Resonanz.

Ich höre schon keine Nachrichten mehr, Fernseher bleibt aus und wird nur mal für Sportsendungen angeschaltet, meistens Fußball. Aber es ist schon schwer, sich der ganzen derzeitigen Panikmache zu entziehen. Ich versuche es trotzdem.

03.05.2021 20:31 • x 1 #20



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