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Hallo zusammen,
ich bin ganz neu hier und vielleicht kann mir ja jemand helfen.
Seit ca. 7Jahren habe ich phasenweise auftretende Atemnot.D.h.ich glaube, nicht genug Luft zu bekommen.Muss dann gähnen und tief Luft holen, aber nicht immer kommt die Luft durch. Anfangs habe ich jahrelang die Symtpome ignoriert. 2014 kam ich dann als Notfall in das Krankenhaus, da zu akuter Atemnot Zittern des gesamtes Körpers,Übelkeit, Unruhe usw dazu kamen. Befund: keiner. Es wurde nichts festgestellt. Das Atemproblem kam und ging immer wieder. Der Ärzte Marathon begann.Schilddrüse, Herz, Lunge.
.alles ohne Auffälligkeit. Ich konzentrierte mich immer mehr auf meine Atmung,das Problem begann,mein Leben zu steuern und schränkte mich zusehends mehr ein. Einzige Verbesserung erzielte eine Homöopathin mithilfe von Tropfen. Behoben war das Problem jedoch auch nicht. Im Juli diesem Jahres der zweite Notfall.Extreme Angst,Atemnot, Schwindel, Übelkeit, zittern... Wieder Krankenhaus. Diagnose: Asthma.dies war für mich fraglich,weil die Symtpome beispielsweise immer durch Ablenkung besser werden bzw in Ruhe viel schlimmer werden und Asthma kaum situationsgebunden auftritt. Soweit so gut, nach Austesten von drei Asthmasprays.Keinerlei Besserung...
Seit Oktober mache ich nun eine Psychotherapie.
Kennt jmd von euch meine Symptome und möchte sich mit mir austauschen? Schon das würde mir enorm helfen.All meine Gedanken drehen sich nur noch um die Atmung,Angst, die Frage, ob ich jemals wieder normal leben kann... Mittlerweile bin ich unendlich verzweifelt...

Danke schon jetzt!

07.11.2015 00:36 • 05.12.2015 #1


15 Antworten ↓


Hallo Resi92,
deine Schilderung klingt nach einer Panikstörung, wie du es schon bezeichnet hast, und nach hyperventilieren.
Ich habe das Problem seit circa fünfzehn Jahren und es wird vermutlich nie ganz weg gehen, aber es ist sehr niedrig und selten und komme damit auch gut zu recht. Wenn ich eine Panikattacke habe und hyperventiliere mache ich eine Atemübung, bei dem ich regelmäßig und gering atme. Ich glaube schon, dass man dem Problem nicht so viel Macht und Raum geben sollte, aber es dennoch auf etwas hinweist, auf das man schauen sollte.
Gruß

07.11.2015 04:26 • #2



Diagnose: Panikstörung

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Danke für deinen Kommentar. Es beruhigt mich schon,dass ich nicht die einzige bin,die daran leidet.
Was mich derzeit beschäftigt ist einfach, wieso jahrelang die Symptome phasenweise auftraten, d.h. fùr ein paar Tage kamen und dann wieder gingen und seit Juli nun ununterbrochen da sind. Es spitzt sich zwar nicht mehr zu richtigen Attacken zu,jedoch habe ich eben seit Juli permanent das Gefühl, den Zwang an die Atmung denken zu müssen und tief Luft zu holen usw.. Nur an einzelnen Tagen war ich symtpomfrei. Ist dies normal? In allen Berichten lese ich fast ausschließlich dass Symtpome nur während Panikattacken auftreten. Solch eine hatte ich jedoch in extremer Form nur zwei mal,als ich eben ins Krankenhaus darauf bin. Aber dass Symptome sich partout über Wochen und Monate halten?!

07.11.2015 10:51 • #3


Hallo,

habe zwar eine andere Symptomatik, aber dass sich Symptome ändern und einem das irgendwie nicht erklärlich ist, das kommt schon vor. Mich hat das auch oft beunruhigt. Manchmal wird es einem ja dann mit der Zeit klar, warum sich etwas verändert hat. Gibt es irgendwelche äußeren Gründe dafür, auch wenn sie Dir nicht so wichtig erscheinen?

Grüße

pc

07.11.2015 16:14 • #4


Ja mein Therapeut meinte,wir müssen der Ursache auf den Grund gehen,wieso die Symptome ausgerechnet seit Juli nicht mehr weggehen.dafür muss es seiner Meinung nach einen Auslöser geben, da sie zuvor ja nur phasenweise auftraten und immer wieder verschwanden und eben nicht blieben. Aber nach wie vor habe ich Angst, die verschiedenen Ärzte haben vielleicht doch etwas über sehen und ich bin krank oder wenn nicht, dass die Panikstörumg nicht mehr weggeht und die Symptome für immer bleiben, dass die Therapie keine Besserung bringt. Und dann ist alles ein Teufelskreis. Das nachdenken, die symtpome, Angst, Unsicherheit, verzweifelt sein...

07.11.2015 18:50 • #5


Nach all den Untersuchungen musst Du eigentlich körperlich gesund sein.

Was die Angst betrifft, dass es nie wieder verschwindet: Du machst erst seit sehr, sehr Kurzem eine Psychotherapie, also keine Panik, gleich im zweifachen Sinn. Natürlich ist es normal, sich gerade zu Anfang einer Therapie diese Fragen zu stellen. Ohne irgendetwas Genaueres zu wissen, würde ich aus dem Bauch heraus sagen, dass es irgendwie mit einer veränderten Situation in einem wichtigen Lebensbereich bei Dir zu hat, weiß natürlich nicht, ob es stimmt.

Grüße

pc

08.11.2015 18:10 • #6


Jetzt muss ich aber nochmal nerven. Kann es sein,dass Symptome wie Atemnot permanent da sind ich aber nur vereinzelt richtige Angst oder Panik empfinde? Müssten nicht das Angst gefühl und die Panik im Vordergrund stehen?

08.11.2015 19:05 • #7


Klar kann das sein. Atemnot ist ja schon ein Angstsymptom. Vielleicht bist Du jemand, der dazu neigt, Ängste zu unterdrücken. Dann würdest Du es erst ab einer bestimmten Schwelle als Angst oder Panik wahrnehmen. Dass sich psychische Konflikte in körperlichen Beschwerden äußern, die einem richtig Sorgen bereiten, aber harmlos sind, ist wirklich nicht selten. Hab ich in anderer Form auch schon erlebt.

Grüße

pc

09.11.2015 17:20 • #8


Momentan ist es wieder schlimmer. Mit dem schlechter Luft bekommen steigt die Angst, hab ich doch was am Herz. Hab ich doch Asthma. Habe jetzt nochmals Asthma spray benutzt.es bringt null.dann denk ich wieder,drei versch. Sprays und keines hilft,dann kann es auch kein Asthma sein. Und immer wieder kommt der Gedanke auf,was wenn mir keiner helfen kann und auch die Psychotherapie keine Besserung bringt? Aber was soll es sein außer Angst? Eine ernste Krankheit wird kaum durch Ablenkung besser werden oder gerade abends und in Ruhe unerträglich werden? Zumal, bei welcher Krankheit konzentriert man sich zwanghaft auf die Atmung rund um die Uhr? Es muss doch der Kopf sein oder nicht? Langsam bin ivh echt verzweifelt und will nur noch dass es weggeht...

16.11.2015 23:02 • #9


Hallo Resi92,
ich kenne die von dir beschriebenen Symptome sehr gut. Ich hatte genau diese vor 10 Jahre bei meinem ersten Angstschub. Das "Hauptproblem" war damals bei mir auch diese Enge um die Brust, das Gefühl es kommt nicht genug Luft durch bis in die Lungen. Dieses Gefühl hatte sich so langsam eingeschlichen, war anfänglich nur latent und ohne, für mich überhaupt spürbare Angst da.. Aber nachdem es vermehrt auftrat und ich darauf achtete wurde es schlimmer, bis es in einer Panikattacke beim Autofahren gegipfelt ist. Nach diversen Arztbesuchen war zum Glück schnell klar, dass es durch Angst kommt und mir wurde zur Verhaltenstherapie geraten. Geholfen hat mir abzuklären, dass nichts körperliches vorliegt (das hast du ja auch schon getan) und überhaupt zu verstehen was da genau! vor sich geht, wenn man Angst hat. Damit solltest du dich unbedingt beschäftigen, denn dann verliert es langsam seinen Schrecken, denn speziell die Atmung hat eine sehr wichtige Rolle bei Angst und Panik.
Mir hat auch enorm geholfen das Thema Angst anzugehen mit allem drum und dran... Und was übrigens auch ganz wunderbar getan hat war Yoga und zwar Kundalini Yoga, da geht es hauptsächlich um die die Atmung. Ich habe damals eine gute Freundin mitgenommen, bei den ersten Terminen.. Es hat garnicht so lange gedauert, dann konnte ich wieder selbstbewusst durchatmen

Naja und dann zum Selbsthilfeakutprogramm: Sich immer wieder bewusst zu machen, was da gerade im Körper passiert ist nichts gefährdendes oder falsches. Es fühlt sich nur so an, wir überinterpretieren das Ganze. Es kann dir wirklich nichts passieren!
Bei meiner Therapie haben wir das auch durchgesprochen und es klingt hart, aber ich fand es sehr schlüssig was sie sagte.. "Wenn dem Körper wirklich Sauerstoff fehlen würde oder irgendwas organisches schief läuft dann hat er ein wunderbares Notprogramm, welches er einschaltet. Er bringt sie in die Waagerechte." Damit möchte ich nur sagen, dass wir biologisch schon ziemlich gut ausgestattet sind.. Es lohnt sich wieder Vertrauen aufzubauen in dich, loszulassen und nicht mehr alles kontrollieren zu wollen... Dein Körper macht das sehr gut, vielleicht gerade ein bißchen zu übereifrig..
Ich hoffe du kannst heute Abend noch zur Ruhe kommen!
Viele Grüße, milky

17.11.2015 00:28 • x 1 #10


Was mich einfach total verunsichert ist, dass es wohl typisch für eine Panikstörung ist, dass Panikattacken auftreten. Aber meine Symtpome traten ja "nur" phasenweise ohne ein typisches Angst Gefühl auf und gingen auch wieder. Mittlerweile sind die Symptome jedoch so gut wie immer da seit Juli. Und dann fangen wieder meine Gedanken an. Ist es doch etwas anderes? Wieso gingen die Symtpome früher immer wieder weg und bleiben derzeit aber? Wieso ist es manchmal stärker und manchmal schwächer? ... Und das Gemisch aus allen Gedanken macht mich wahnsinnig. Und dann die zurück bleiben Angst und Unsicherheit darüber, wieso und warum und ob es wirklich nix schlimmes ist...

17.11.2015 00:37 • #11


Das ist nicht ungewöhnlich, dass du Symptome hast ohne spürbare Angst und Panikattacken oder es nur ab und zu ausufert. Es klingt auch ein bißchen mehr nach Angst vor der Angst. Also "Angstgedanken" die bei dir eine große Rolle spielen. Versuch dich mal wirklich mit der Definition Panikattacken und generalisierte Angst auseinander zu setzen und dann zu schauen, was zutrifft. Aber sei beruhigt, das ist wirklich häufig so wie du es beschreibst... Dass es jetzt dauerhaft da ist wird auch seinen Grund haben, den kannst du in der Therapie ausfindig machen..
Kopf hoch..

17.11.2015 00:50 • #12


So die Nacht ist endlich zu Ende. Klingt doof, aber ich bin ganz stolz, dass mir nichts passiert ist. Dass ich die Panikattacke heute Nacht überstanden hab und nicht zum Arzt bin US Angst. Ich glaube das ist schon eine Erkenntnis. Mir passiert nichts, auch wenn es noch so furchtbar ist... Und ich konnte die Angst und Unruhe einigermaßen eingrenzen... Bzw irgendwann kam ich endlich mal in den schlaf..

17.11.2015 08:34 • #13


Momentan is es wieder richtig schlimm.ich habe das gefühl ich bekomme keine luft., ich muss tief Luft holen und geht dies nicht wird die Angst und Panik noch größer. Umso länger ich mich beobachte und nachdenken habe ich den Eindruck ich atme zu schnell, zu flach und oberflächlich. Deswegen habe ich sicherlich auch das gefühl es kommt nicht genug an. Jetzt habe ich nochmal die Werte von der blutgasanalyse studiert.. Mein POCT O2 Sättigungswert war zu hoch im Blut. Sauerstoff Sättigung allgemein lag bei 98%. Und mein ph-wert bei der Blutgasanalyse war zu hoch. Dies ist ja typisch für Hyperventilation. Aber mich beunruhigt jetz zusätzlich noch der zu niedrige o2 wert im Blut. Kann es schon sein dass es wirklich "ur" Hyperventilation ist und durch das Fläche atme nicht genug O2 im Blut ankommt? Ich werde noch wahsinnig. Ständig muss ich in meiner Panik weiter suchen und denke ich habe doch eine schlimme erkrankung.. Kann mir jmd weiterhelfen?

05.12.2015 01:46 • #14


Zitat von Resi92:
Momentan is es wieder richtig schlimm.ich habe das gefühl ich bekomme keine luft., ich muss tief Luft holen und geht dies nicht wird die Angst und Panik noch größer. Umso länger ich mich beobachte und nachdenken habe ich den Eindruck ich atme zu schnell, zu flach und oberflächlich. Deswegen habe ich sicherlich auch das gefühl es kommt nicht genug an. Jetzt habe ich nochmal die Werte von der blutgasanalyse studiert.. Mein POCT O2 Sättigungswert war zu hoch im Blut. Sauerstoff Sättigung allgemein lag bei 98%. Und mein ph-wert bei der Blutgasanalyse war zu hoch. Dies ist ja typisch für Hyperventilation. Aber mich beunruhigt jetz zusätzlich noch der zu niedrige o2 wert im Blut. Kann es schon sein dass es wirklich "ur" Hyperventilation ist und durch das Fläche atme nicht genug O2 im Blut ankommt? Ich werde noch wahsinnig. Ständig muss ich in meiner Panik weiter suchen und denke ich habe doch eine schlimme erkrankung.. Kann mir jmd weiterhelfen?


Ich glaube du solltest es jetzt mal gut sein lassen.
Wenn die Sauerstoffsättigung bei 98% ist hast du keine ernsthafte Lungen bzw Herz/Kreislauferkrankung.
Mit den anderen Werten kannst du dich gerne ausgiebig beschäftigen,wenn du irgendwann mal wirklich ernsthaft krank sein solltest (was ich dir natürlich nicht wünsche).
Mal abgesehen davon kann dir hier niemand deine Fragen beantworten...
Wenn dich das Thema nicht los lässt,solltest du einen Lungenfacharzt aufsuchen und ihm diese Fragen stellen.

05.12.2015 02:35 • #15


engeline1705
auch ich kenne das mit der Atemnot, ich hab abe rkein Asthma. Früher als ich noch jünger war machte ich ein Lungenfunktionstest(da hatte ich noch keine PA) sate mir die Sprechstundenhilfe ob ich Asthma hätte? Ichhab einefach nicht die Kraft um bis zum Ende zu pusten....ich hab immer hyperventiliert...so kam ich auch ins KH. Das Problem ist das die imme rnach Diagnosen suchen das es irgendwoher kommen muss und nur sehr wenige Ärzte sagen einem das es auch psychisch sein kann.

05.12.2015 09:28 • #16



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