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Hallo zusammen,

ich bin ja schon sehr froh, dieses Forum gefunden zu haben, zu wissen, dass es auch andere gibt, die dieses Problem haben.
Ich hatte bis vor paar Monaten mit Panikattacken zu kämpfen. Vor genau einem Jahr ist mein kleiner Bruder tödlich verunglückt, ein paar Monate später fing es an. Auf einmal konnte ich nicht mehr im Stau stehen oder an roten Ampeln, ich habe Herzrasen ohne Ende bekommen und solch fürchterliche Angst - ohne Grund. Ich bin auch in Therapie, was mir auch sehr geholfen hat.. aber irgendwie, die Logik für mich fehlt - wenn es denn eine gibt. Ich kann wieder Auto fahren, kann mich wieder in Kinos begeben ohne Angst zu haben. Wie man sieht, ich hatte es vorallem bei Situationen wo ich nicht "auskam". Der genaue Hintergrund warum ich genau da Angst hatte - keine Ahnung. Naja auf jedenfall leide ich seit ein paar Monaten nicht mehr so darunter, es kommt nur noch ab und zu dieses "unreale" Gefühl. Alles ist Fremd, sogar mein Körper, ich betrachte Situationen von so weit weg und versuche alles mich normal zu verhalten. Ich kann dieses Gefühl leider schlecht beschreiben, da es dafür einfach keinen, für mich passenden Begriff gibt. In den Situationen könnte ich keine "Lebenswichtigen Entscheidungen" treffen. Und jetzt die Frage, woher kommt das? Was geht da im Kopf vor, dass es Schlagartig kommt, manchmal sogar über 1-2 Stunden anhält und dann wieder Schlagartig weg ist? In der Zeit bin ich auch nicht fröhlich, ich versuche mich zu konzentrieren, dass ich wieder normal werde... was natürlich nicht funktioniert. Ich habe angst, dass ich in dieser Zeit komplett die Kontrolle über mich verliere... Kann mir hier jemand helfen? Mir erklären wie es dazu kommt, was da im Kopf passiert um so vielleicht zu einer Lösung zu kommen. Denn ich möchte mit diesem Gefühl nicht Leben... ich will wieder die sein, die ich vorher war. Danke.

02.08.2017 12:50 • 02.08.2017 #1


18 Antworten ↓


Hallo,
Ich kann dir leider nicht erklären was da genau in deinem Kopf passiert, ich hoffe das kann dir jemand anderes erklären. Ich kann dir nur sagen: du bist nicht allein ! Ich hab die beschriebenen sympthome genau wie du, gerne auch mal länger als 2 Stunden. Am schlimmsten ist es auf der Arbeit was mir am besten hilft, ist immer die Ablenkung ! Ist ein wirklich wiederlicher Zustand.

Bis dahin alles gute

C.T

02.08.2017 13:04 • #2



Derealisation - woher kommt es genau?

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Ich habe das fast immer mal stärker mal schwächer, es ist auch wirklich schwer zu beschreiben in ganz akuten Fällen ist es bei mir sogar so das ich total erstarrt und bewegungslos da sitze mich selbst nicht mehr fühle, weder mein Körper oder so.
Und es fühlt sich alles fremd und unwirklich an die Umgebung mein Körper, irgendwie bin ich dann oft sehr weit weg, fühl mich getrennt von mir selbst und getrennt von der Welt.
Also zu meiner derealisation kommt noch depersinaliesation.
Bei mir liegt das an meinem Trauma.

02.08.2017 13:12 • #3


Lina111
Hey ich habe es heute nicht mehr aber ich hatte es damals anderthalb Jahre am Stück... Derealisation kommt oft in Kombination mit Angsterkrankung.
Es soll bzw ist eine Art Schutzmechanismus deines Körpers. ich habe damit anderthalb Jahre lang gelebt und es ist wirklich verdammt hart denn natürlich will man nicht sein ganzes Leben wie im Traum wahr nehmen.. aber wenn man lernt es zu ignorieren verschwindet es auch irgendwann, so war es bei mir. Ich merkte wie es nach und nach nicht mehr durchgehend ist und irgendwann verschwand es. Mein Therapeut hatte mir damals auch ein Lehrbuch drüber mitgegeben und ich konnte mich einlesen. Depersonalisation hatte ich auch aber nur einmal kurz..
Wenn du diese Zustände in Dchüben bekommst heißt das eigentlich dass dein Körper sich gerade von deinem anderen ich trennen möchte damit er mal zur Ruhe kommt. Ich weiß dass es ein total doofes Gefühl ist aber es hilft wirklich nur eins ist annehmen und als nichts schlimmes bewerten.

Lg

02.08.2017 13:53 • #4


Verstehe ich das richtig das es also eine Art Schutz ist des Körpers, aber die Gefahr ist doch vorbei ich habe mich von allem getrennt was mir schadet aber es hört trozdem nicht auf.
Vor was will er mich den noch beschützen zumale Ich oft diese gefühllosigkeit habe was auch eine Art Schutz ist den wenn ich das fühlen würde was ich eig fühlen soll mich das töten würde, ich möchte einfach nur raus aus diesem stendigen ich muss beschützt werden darum fühle ich nix, darum trennt sich mein Körper von mir oder ich mich von meinem Körper.
Das mag ja sinnvoll sein aber auf Dauer nicht lebar damit

02.08.2017 14:00 • #5


Riccardo 1978
Hallo. ich habe /hatte es auch durch eine Angststörung und Depression. über Monate am Stück. ich kann es nur so sagen es annehmen über sich ergehen lassen und Ruhe bewahren. ich habe mich immer abgelenkt.oder Kopf im kalten Wasser. Ich weiss das ist sehr schwer und man denkt jetz dreht man komplett durch.das schöne ist man merkt gar nicht das nicht mehr da ist.

02.08.2017 14:20 • #6


Riccardo 1978
Zitat von ranma:
Verstehe ich das richtig das es also eine Art Schutz ist des Körpers, aber die Gefahr ist doch vorbei ich habe mich von allem getrennt was mir schadet aber es hört trozdem nicht auf.
Vor was will er mich den noch beschützen zumale Ich oft diese gefühllosigkeit habe was auch eine Art Schutz ist den wenn ich das fühlen würde was ich eig fühlen soll mich das töten würde, ich möchte einfach nur raus aus diesem stendigen ich muss beschützt werden darum fühle ich nix, darum trennt sich mein Körper von mir oder ich mich von meinem Körper.
Das mag ja sinnvoll sein aber auf Dauer nicht lebar damit

Hallo ranma. weil du es ja noch hast bist du auch noch nicht gesund. nehmst du medi

02.08.2017 14:22 • #7


Zitat von Riccardo 1978:
Hallo ranma. weil du es ja noch hast bist du auch noch nicht gesund. nehmst du medi


Nein ich nehme nichts ich mag eig auch keine Tabletten.
Ja ich ertrage einfach den Zustand nNicht mehr, ich bin zum Psychologen habe ein 3/4 Jahr bei ihm über so viel geredet, hab ne Therapie gemacht und eig ist alles nur noch schlimmer geworden

02.08.2017 14:35 • #8


.. Danke für eure Antworten. Das mit dem Schuzt hat mir mein Therapeut auch schon mal gesagt. Man versteht nur in diesen Zusammenhang den "Schutz" nicht, warum meine Psyche dann in dem Moment so überfordert ist. Aber es beruhigt mich wirklich zu hören, dass es auch wieder weg geht.
Ich hab mich ja schon riesig gefreut, als ich wieder normal Autofahren konnte ohne Panik. Außenstehende verstehen sowas auch überhaupt nicht. Als ich noch "gesund" war, hab ich es auch belächelt und nicht verstanden warum man auf einmal angst bekommt.. Naja, jetzt weiß ich es besser. In dem Moment könnte man verzweifeln, nur heulen und würde am liebsten die Reset Taste drücken.
Ich sag auch immer, 80% von alldem hab ich schon geschafft, aber das letzte, also dieses unreale fällt mir besonders schwer loszuwerden. Vorallem weil es mich in allen beeinträchtigt. Ich sitz in der Arbeit im Meeting - es passiert und ich kann nicht mehr klar denken. Die Dinge machen mir Angst, weil ich nicht mehr die Starke bin, die ich vorher war... Dass ich meine Arbreit nicht mehr so erledigen kann wie vorher bzw. meine eigenen Ansprüche erfüllen kann. Mit Ablenken tu ich mir bissl schwer, weil ich mich so extrem auf meinem Körper konzentriere.. ein Teufelskreis. Also muss ich sozusagen abwarten bis es von alleine verschwindet? Wisst ihr, was bei euch die Ursache ist?

02.08.2017 14:38 • #9


Riccardo 1978
Zitat von ranma:

Nein ich nehme nichts ich mag eig auch keine Tabletten.
Ja ich ertrage einfach den Zustand nNicht mehr, ich bin zum Psychologen habe ein 3/4 Jahr bei ihm über so viel geredet, hab ne Therapie gemacht und eig ist alles nur noch schlimmer geworden

ich bin kein Arzt oder will dir kein Tip geben. aber Medis können ein das Leben wieder lebenswerter machen. ich betone können. bin auch kein Freund von medi aber meiner Erkrankung sehe ich kein ausweg

02.08.2017 14:42 • #10


Hallo Ranma, Was mir in der schlimmsten Zeit auch geholfen hat, war Johanniskraut. Ich wollte mich nicht mit harten Psychopharmaka vollpumpen. Und das Johanniskraut hat wirklcih geholfen. Das blöde ist nur, damit darf man nicht in die Sonne gehen.

Also hat dir dein Therapeut so garnicht helfen können? Hast du für dich den Grund rausfinden können woran es lag?

02.08.2017 14:47 • #11


Zitat von 00luna00:
Hallo Ranma, Was mir in der schlimmsten Zeit auch geholfen hat, war Johanniskraut. Ich wollte mich nicht mit harten Psychopharmaka vollpumpen. Und das Johanniskraut hat wirklcih geholfen. Das blöde ist nur, damit darf man nicht in die Sonne gehen.

Also hat dir dein Therapeut so garnicht helfen können? Hast du für dich den Grund rausfinden können woran es lag?


Ja ich weiß das alles woran es liegt mein Psychologe ist super ohne ihn wär ich granet so weit gekommen, nur ist es jetzt das ich dringend ne Therapie brauche, weil er mit seinem Latein am Ende ist.

02.08.2017 15:03 • #12


Zitat von ranma:

Ja ich weiß das alles woran es liegt mein Psychologe ist super ohne ihn wär ich granet so weit gekommen, nur ist es jetzt das ich dringend ne Therapie brauche, weil er mit seinem Latein am Ende ist.


Also die Therapie hat bei dir alles schlimmer gemacht, sagst du... Wenn ich so direkt fragen darf, woran denkst du lag es? Und jetzt bist du auf der Suche nach einem neuen?

02.08.2017 15:45 • #13


Lina111
Zitat von ranma:
Ich habe das fast immer mal stärker mal schwächer, es ist auch wirklich schwer zu beschreiben in ganz akuten Fällen ist es bei mir sogar so das ich total erstarrt und bewegungslos da sitze mich selbst nicht mehr fühle, weder mein Körper oder so.
Und es fühlt sich alles fremd und unwirklich an die Umgebung mein Körper, irgendwie bin ich dann oft sehr weit weg, fühl mich getrennt von mir selbst und getrennt von der Welt.
Also zu meiner derealisation kommt noch depersinaliesation.
Bei mir liegt das an meinem Trauma.



Ja das kann gut davon kommen.
psyschich geht es dir ja noch nicht gut.
Dein Körper versucht dich quasi mit "Gewalt "runter zu fahren
Versuche es zu ignorieren wie gesagt ich hatte es 1 1/2 .Du schaffst das auch.

02.08.2017 16:08 • #14


Die probelme die ich habe und die Depression ist auf Grund von traumas in der kindheit und eins wo vor 2 Jahren war. Und jetzt muss ich ne Traumatherapie machen

02.08.2017 16:09 • #15


Lina111
Zitat von 00luna00:
Hallo Ranma, Was mir in der schlimmsten Zeit auch geholfen hat, war Johanniskraut. Ich wollte mich nicht mit harten Psychopharmaka vollpumpen. Und das Johanniskraut hat wirklcih geholfen. Das blöde ist nur, damit darf man nicht in die Sonne gehen.

Also hat dir dein Therapeut so garnicht helfen können? Hast du für dich den Grund rausfinden können woran es lag?



Ich nehme das auch.
Habe kein AD vertragen.
Geh trotzdem in die Sonne halt mit lsv 50.

02.08.2017 16:10 • #16



Zitat von Lina111:


Ich nehme das auch.
Habe kein AD vertragen.
Geh trotzdem in die Sonne halt mit lsv 50.


Ja, mein Arzt hätte das nicht zu mir sagen dürfen "ja nicht in die Sonne gehen" da wars bei mir vorbei, dass ich nicht entspannt in der Sonne sitzen konnte. Somit hab ich es dann vorm Sommer abgesetzt. Aber ich muss sagen, dass es mir da natürlich besser ging.. ich jedoch immer im Hinterkopf hatte "das sind die Tabletten, das bist nicht du". Wie lang nimmst du die schon?

Was ich auch ganz arg habe, dass ich andere Menschen beneide um ihr "normal" sein.. Ich wäre wieder so gern ich selbst bzw. die wo ich vorher war. Und bin einfach teilweise deprimiert, weil ich keine Lösung dafür habe.. weil ich nicht mal weiß, vor was sich mein Körper bzw. meine Psyche in dem Moment schützt. Daher denke ich immer.. wird es überhaupt wieder werden, wenn ich nciht mal weiß, was genau los ist... Hab auch schon mal an Hypnotisieren gedacht.. Aber nicht dass ich es noch schlimmer mache.

02.08.2017 16:26 • #18


Lina111
Zitat von 00luna00:

Ja, mein Arzt hätte das nicht zu mir sagen dürfen "ja nicht in die Sonne gehen" da wars bei mir vorbei, dass ich nicht entspannt in der Sonne sitzen konnte. Somit hab ich es dann vorm Sommer abgesetzt. Aber ich muss sagen, dass es mir da natürlich besser ging.. ich jedoch immer im Hinterkopf hatte "das sind die Tabletten, das bist nicht du". Wie lang nimmst du die schon?

Was ich auch ganz arg habe, dass ich andere Menschen beneide um ihr "normal" sein.. Ich wäre wieder so gern ich selbst bzw. die wo ich vorher war. Und bin einfach teilweise deprimiert, weil ich keine Lösung dafür habe.. weil ich nicht mal weiß, vor was sich mein Körper bzw. meine Psyche in dem Moment schützt. Daher denke ich immer.. wird es überhaupt wieder werden, wenn ich nciht mal weiß, was genau los ist... Hab auch schon mal an Hypnotisieren gedacht.. Aber nicht dass ich es noch schlimmer mache.


Ja ich nehme es seit Dezember.ja bin trotzdem braun geworden muss nur ein bissi mehr aufpassen.HAHA
Ja das mit dem Normal sein wollen kenne ich wie gesagt vor 5 Jahren hat es angefangen.Hatte über 2 Jahre mit dem allen zu kämpfen dann hatte ich Ruhe und im Dezember hat eine schwere depressive Episode angefangen und glaub mir da geht nichts ohne Hilfsmittel..
Mache noch ne Verhaltenstheraphie seit Dezember.
Beim ersten mal vor 5 Jahren war ich sogar in einer Klinik und danach 2 Jahre in Verhaltenstheraphie.
LG

02.08.2017 19:48 • #19



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