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Ich bin ja jetzt eine Weile hier im Forum und dachte mir, es wäre vllt passend mal zu schreiben, was mein Hintergrund ist...warum ich erkrankt bin. Dann erklärt sich vieles von selbst und ich möchte euch einfach daran teilhaben lassen...

Und jetzt erzähle ich (kurz) meine Leidensgeschichte. Ich bin Einzelkind und meine Mutter war im Prinzip allein erziehend. Nur in den ersten 4-6 Jahren hatte meine Mutter einen Freund. Dann lernte sie die Zeugen Jehovas kennen und trennte sich von ihm, weil als ZJ darf man ja keine unehelichen Beziehungen haben. Ich wurde dann also auch in dem Glauben erzogen. Mit allem drum und dran. Keine Geburtstage, kein Weihnachten, kein Karneval, lein Sylvester, kein Ostern.

Meine Mutter war eigentlich von Anfang an überfordert. Eine wirkliche Mutter-Kind Beziehung hatten wir nie. Sie fing sie an mich zu kontrollieren über Körpersprache. So wie Mensch z.B. mit Tieren kommunizieren kann über Körperhaltung und Mimik, so signalisierte sie mir, wie ich mich in ihrem Beisein zu bewegen hatte. In welchem Abstand ich zu laufen hatte, ob ich ihr in die Augen schauen durfte, wann ich stehen bleiben musste...all sowas. Wenn ich nicht parrierte schlug sie mich. Mit Vorliebe ins Gesicht. Auch vor anderen Menschen. Zu Hause gab es richtige Trachten. Sie sperrte mich in die Wohnung, wenn sie zu Abendkursen ging. Sie sperrte die Küche und das Wohnzimmer ab wenn sie zum einkaufen ging. Ich durfte nicht die Straßenseite wechseln wenn ich draußen spielte, so dass sie mich zu beiden Hausseiten beobachten konnte. Ich durfte mich in der Schule nicht wehren. Ich war schon im Kindergarten die, die man sich zum hänseln und schikanieren ausgesucht hatte, halt ein typischen Opfer und ein Gebot der Bibel ist ja, wenn dir jemand auf die eine Wange schlägt, so halte ihm die andere hin. Das habe ich auch gemacht. Draußen gab es Gewalt und daheim auch. Meine Mutter hat nachts phantasiert und schlafgewandelt und so kam es vor, das sie mich auch nachts angeschrien hat. Bis ich 12 Jahre alt war, schlief ich mit ihr in einem Bett. Ich konnte nur schlafen wenn sie geschnarcht hat. Ansonsten war ich immer auf der Hut.

1994 waren wir im Urlaub auf Texel und lebten in einem Wohnmobil. Ich schlief in einem Hochbett und habe Nachts Dinge von innen vor die Tür gestellt, sodass ich hörte, wenn sie schlafwandelnd rein kam. Ich erinnere mich wie ich angsterfüllt in meinem Bett lag und sie mit weit aufgerissenen Augen, also nut ihren Kopf am Rand des Hochbettes langlaufen sah. Der reinste Horror.

Als ich 12 Jahre alt war fing ich an zum Jugendamt zu gehen damit mich mal jemand "rettet". Es hat satte 4 Jahre gedauert, bis ich ausziehen durfte. Ich musste allerdings mehrfach von zu Hause abhauen um meinen Leidensdruck zu untermauern. Wenn Kind in Deutschland nicht grün und blau geprügelt ist, macht das Jugendamt nichts. So meine Erfahrung. Durch das nach draußen gehen mit dem was meine Mutter mir tagtäglich antat, verstärkte sich ihr Verhalten. Sie fing an mich noch häufiger zu schlagen. Ich musste daheim zu bestimmten Zeiten bestimmte Räume putzen und sie kontrollierte das. Wenn sie schlecht drauf war schubste sie mich vom Hocker, wo ich drauf stand um auch an obere Bereiche des Möbiliar dran zu kommen. Oder riss mich an den Haaren herunter. Einmal bin ich beim runterstürzen mit dem Kopf auf die Bettkante geknallt und habe mir nichts getan. Es war zum kotzen das ich nie was hatte womit ich hätte zum Arzt gehen können.

Wenn ich in Kurzform beschreibe, was Ursache meiner PTBS ist, so sage ich immer, meine Mutter hat mich gehalten wie einen abgerichteten Hund und mich durch Gewalt und Essensentzug konditioniert. Ich könnte jetzt noch x-Sachen aufzählen, aber wichtig ist ja, wie gehe ich heute damit um? Was hat diese Kindheit mit mir auf ein ganzes Leben betrachtet gemacht?

Teil 2 folgt direkt hiernach...

25.10.2013 08:30 • 26.06.2019 x 2 #1


38 Antworten ↓


Also, mit 18 Jahren machte ich meine 1. Psychotherapie. Ich habe ja zum Glück immer jedem erzählt was meiner Mutter mit mir gemacht hat (um gerettet zu werden) und habe nie was verdrängt. Auch heute trigger ich nicht. Das ist natürlich sehr gut für den Therapieerfolg. 2002 hatte ich nach einem Hoch einen sogenannten Burn-Out und bei mir brach eine Angst und-Panikstörung aus, die mittlerweile cronisch ist. In einem meiner Befunde steht, das sich die PTBS durch die Angststörung ausdrückt. Und von 2003 bis 2005 machte ich Psychotherapie Nummer 2.

Im Jahr 2007 hatte ich eine gehaltene Fehlgeburt und der Embryo musste operativ entfernt werden und das war bei mir eine Re-Traumatisierung und es folgte Therapie Nr. 3.

Und 2010 hatte ich eine schwere Depression mit suizidalen Gedanken. Zum Ersten Mal überhaupt das ich solche Gedanken hatte. Es war die Sehnsucht, das endlich mal emotionelle Ruhe herrschen möge...

Ich war ich der Tagesklinik, was sehr gut tat und nehme seither Citalopram®. Ich bin seither stabil. Den Kontakt zu meiner Mutter habe ich nach etlichen Jahren des Wunsches sie ändern zu können, sie zur Einsicht zu bewegen, mit ihr zusammen zu reflektieren, im Dezember 2008 abgebrochen. Es geht mir sehr gut mit dieser Entscheidung.

Im letzten Jahr August wurde meine Oma beerdigt und dort traf ich auf meine Mutter und bin voll konfrontiert worden mit dieser tiefsitzenden Angst vor ihr und konnte beobachten wie sie nach wie vor tickt und habe somit eine erneute Bestätigung bekommen, das meine Entscheidung eine sehr gesund für mich war. Ich habe 2008 endlich aufgehört an Utopie zu glauben. Das war befreiend.

Heute ist es so, das ich aufgrund der PTBS und Angststörung nur Teilzeit arbeiten bräuchte, hätte ich denn Arbeit. Ich wohne als Single mit meinen Katzen und arbeite ehrenamtlich im Bereich der Beratung von psychisch kranken Menschen in der Selbsthilfe. Im Vergleich zu anderen Zeiten geht es mir natürlich gut. Aber zuweilen finde es arg zu kotzen, das ich, Opfer, ein Leben lang die Fehler, die Misshandlung meiner Mutter an mir ausbaden darf. Ich werde nie ohne staatliche Unterstützung auskommen. Ich werde nie eigene Kinder haben, weil ich bei Überforderung auch aggressiv werde und ich werde nie normale zwischenmenschliche Beziehungen führen. Der Schatten der Kindheit liegt über allem. Ich mache das Beste daraus.

25.10.2013 08:31 • x 2 #2


Das ich 4 Jahre lang bestimmt jede Woche beim Jugendamt gesessen bin, überrascht mich heute auch. Aus welchem Holz das Kind geschnitzt ist/war... Ich glaube an sowas wie Schutzengel und ich denke, meiner, hat ganze Arbeit geleistet. Es sind auch heute noch der hohe moralische Anspruch und ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, was mich treibt.

Das Alleinsein ist ein zweischneidiges Schwert. Ich lebe nun seit 16 Jahren allein in meiner eigenen Wohnung und mit Haustieren. Es bedrückt mich nicht oder löst was aus. Das nicht. Aber, als ich zum Beispiel vor 3 Jahren in der Tagesklinik war, da habe ich es sehr genossen, nicht allein zu sein und war überrascht, das ich sogar einschlafen konnte, wenn wir z.B. im großen Saal Pause gemacht haben. Ich könnte mir sehr gut vorstellen später mal in einem Mehr-Generationenhaus zu leben. Da habe ich meine Räume zum Rückzug und aber gemeinschaftliche Bereiche. Das wäre was für mich. Das ist es "normal" sich zurück zu ziehen. Wohingegen in einer Partnerschaft sicher verletzte Gefühle und Rechtfertigungen damit verbunden wären...



Ich fühlte mich auch immer als "Verräter" wenn immer ich zum JA ging. Und dennoch war das wie ein Trieb.... Aber ich wurde auch von Angehörigen als Verräterin angesehen. Es ist nicht nur die subjektive Wahrnehmung oder Angst vor....

Bis heute sehen einzelne Familienangehörige mich als "Verräter" an. Und es hat für mich mehrere Beigeschmäcker.

Einerseits fühle ich mich als Opfer.
Dann wider rum verblasst meine Kindheit mehr und mehr und ich habe manchmal das Gefühl "übertrieben" zu haben. Dann gibts Momente, z.B. nach Albträumen, wo mir völlig klar ist das ich alles richtig gemacht habe...
Sehr absurd...

25.10.2013 08:32 • x 2 #3


Hallo ihr lieben.
Ich habe mal eine Erinnerung aus meinen Aufzeichnungen hier hinein kopiert, die wie ich finde die Ambivalenz ganz gut zeigt...

Eine Erinnerung:

Im Alter von ungefähr sieben Jahren, also noch im Grundschulalter, bin ich an mehreren Abenden in der Woche allein zu Hause und wartete auf sie. Sie ist zu schulischen Fortbildungen und das Alleinsein in der Wohnung ängstigt mich sehr. Harmlose Geräusche, wie z.B. die Wellensittiche im Käfig oder das Umhergehen der Nachbarn klingen bedrohlich und nah. Die laute Stille kann ich nur mit Mühe aushalten. Ich muss es ja. Mit zusammen geknubbelten Papier drücke ich den Rigel der Wohnungstür in die Tür, damit die nicht ins Schloss fällt. Einen eigenen Schlüssel durfte ich nur in Ausnahmefällen haben, also nicht gerade spät abends. Nur mit Socken an den Füßen tapse ich eine Treppe im Hausflur hinunter, stelle mich im dunkeln an das große Treppenhausfenster und beobachte, was draußen geschieht. Zu Beginn bin ich noch so klein, das ich mich am unteren Rand des Fensterrahmens festhalte und so gerade über den Rand linse. Vom Fenster aus sehe ich den gesamten Fußweg, welcher von der Bushaltestelle bis zur Haustür führt. Das Licht der Laternen, die unten am Bürgersteig stehen, wirft Schatten der sich bewegenden Bäume in das Treppenhaus. Die Bewegungen lassen mein Blut in den Adern gefrieren, doch ich bleibe am Fenster stehen.

Damit meine Füße nicht so kalt werden, trete ich immer wieder von einem Fuß auf den anderen. Pantoffel trage ich nicht, denn die Nachbarn könnten mich ja hören. Leise sollen meine Wege sein. Unbemerkt, damit ich keine Strafen zu erwarten habe.

Wenn ich sie den Weg über die Wiese kommen sehe, erschrecke ich jedes Mal fürchterlich, sprinte die Treppe hinauf, reiße das Papier aus der Tür, schließe sie ganz leise und renne schnell in mein Kinderzimmer. Längst muss ich um diese Zeit schlafen. Völlig bewegungslos, still, flach atmend obwohl mir das Herz bis zum Hals schlägt, liege ich in meinem Bett. In dem Augenblick, in dem ich den Lichtschein unter meiner Tür als schmalen Strich erkennen kann, atme ich erleichtert auf. Sie war wieder da. Kein Alleinsein. Keine Angst. Hoffentlich keine Strafe .
Glücklich schlief ein kleines Mädchen mit sehr kalten Füßen ein.


Heute weiß ich nicht mehr um die Länge der Zeit, die ich so dastand und auf sie wartete. Ich sehnte mich nach ihr und gleichermaßen fürchtete ich sie. Ich definiere es noch genauer: Strafen hatte ich zu befürchten weil ich SIE ersehnte. Angst, weil SIE nicht da war.

25.10.2013 08:34 • x 2 #4


Mein Weg nach den 16 Jahren

Am 26 Juli 1995 bin ich nach 2 Jahren Kampf beim Jugendamt endlich von meiner Mutter ausgezogen. Ich war da 16 Jahre alt, eine lange , dünne Jugendliche mit Hennarot gefärbte lange Haare und von Wesen her irgendwo zwischen sehr schüchtern und rebellisch. Meine Mutter und ich hatten bis zu dem Tage ein halbes Jahr nicht mit einander gesprochen. Sie legte mir immer Zettel oder auch mal längere Zettel auf mein Platzdeckchen in der Küche, die ja morgens noch geöffnet war. An dem besagten Morgen lag morgens da ein Zettel, meine Mutter war schon aus dem Haus und ich wartete auf den Bulli und der Erzieherin vom betreuten Wohnen. Auf dem Zettel stand, das ich den Schlüssel auf den Korridortisch legen solle und die Türe hinter mir zu ziehen.

Es schellte, meine zukünftige Betreuerin / Erzieherin Irmela kam hoch und wir brachten meine Kartons in den Bulli. Als wir fertig waren ging Irmela mit hoch, zu meinem letzten Mal die Türe schließen. Ich schaute nicht zurück in die Wohnung aber ich weiß das dass ins Schloss ziehen der Wohnungstür in mir ein Gefühl der Angst auslöste. Und Trauer. Es war ein Schnitt, eine Abschied der irgendwie ja doch keiner war. Mein Kaninchen Mümmelmann musste ich zurück lassen.

Ich war in mich gekehrt und traurig und hatte Angst vor dem unberechenbaren neuen, was da auf mich zu kommt. Wir saßen also im Bulli. Es war Sommer und die Fenster waren runter gekurbelt und Irmela bot mir eine Zichte an. Cool dachte ich. Ich darf in Gegenwart meiner Erzieherin rauchen. Wie gut. Plötzlich brüllte Irmela Tarzanmäßig raus aus dem Fenster. Und lachte. Ich lachte mit und war überrascht über so viel Lockerheit. Wir fuhren nicht weit. Nur bis zum Hühnerheini umme Ecke. Da lud mich Irmela zu Blaubeerpfannekuchen ein.

Das ich eine Ess-Störung habe, das wusste sie damals schon. Das hatte sie bei meinem Erstgesprächstermin in der Wohngemeinschaft beobachtet.

Von daher war die Kippe, das Brüllen, der Fahrtwind und die köstlichen Pfannekuchen genau das was ich brauchte.

Für einen Start in die gewünschte aber völlig unbekannte Freiheit.

25.10.2013 08:35 • x 2 #5


Meine Therapiezeiten:

1997 - 1999 Gesprächstherapie

Ich ging hin wegen Verfolgungswahn. Und wir haben in den 1,5 Jahren alles aufgeschrieben und erarbeitet was zwischen meiner Geburt und dem 16 Lebensjahr geschehen ist. Heraus kam, das mein Verfolgungswahn nichts anderes war, als eine Projektion meiner Mutter in einer imaginäre Person. Ich habe zwar räumlich meine Mutter und dieses Leben verlassen mit meinem Auszug, aber tatsächlich führte ich die "Kontrolle", die meiner Mutter immer über mich ausübte, weiter. Diese Therapie war meine produktivste und interessanteste. Da habe ich viel verarbeitet und herausgefunden.

2003 - 2005 tiefenpsychologische Gesprächstherapie


Am 4. August 2002 hatte ich meine 1. Panikattacke. Den Tag werde ich nie in meinem Leben vergessen. Es folgte eine Anreihung von Angst & Panikattacken und Missbrauch von Medikamenten. Bis meine Hausärztin mir nach 3 Monaten ein Ultimatum stellte. Tabletten gibt es nur, wenn ich eine neue Psychotherapie beginne. Das war im März 2003. Ich setzte die Tabletten ab und fing die Therapie an bei einem Studienkollegen von ihr. Ich hatte damals einen "Burn-Out", verlor alles was mir lieb war, und bagann aus reiner Verzweiflung und Kraftlosigkeit bei diesem Therapeuten die Therapie, obwohl die Chemie zwischen uns überhaupt nicht stimmte. Aber ich hatte keine Kraft von einer probatorischen Schnupperstunde zur nächsten zu rennen. Diese Therapie hat mir zwar alle Skills an die Hand gegeben, wie ich mit meiner Angststörung umzugehen habe...sicher...inhaltlich habe ich einiges mitgenommen. Aber vom Gefühl her war und ist diese Therapie eher negativ besetzt.

2007 - 2010 Gesprächstherapie

Diese Therapie begann ich nach meiner Fehlgeburt und dieser kranken Beziehung zu meinem Ex-Freund. Bei der gleichen Therapeutin wie Therapie 1. Auch diese Gespräche waren sehr klärend. Ich konnte wieder vieles aufarbeiten und sie ist positiv in meiner emotionellen Erinnerung.

Sommer 2010 zehn Wochen Tagesklinik

Ich war ja noch nie auf der Psychiatrie oder TK. Das war ne tolle Zeit. Sehr stabilisierend und würde ich jederzeit wieder machen, wenn es mir nochmal so dreckig geht...

25.10.2013 08:36 • x 2 #6


Ist ein bissel viel Text...ich weiß...
hoffe aber das vllt doch eine oder andere schafft, sich da durch zu lesen... Ihr dürft auch ruhig gerne was dazu schreiben. Ich sehe das nicht als Tagebuch an. Wusste halt nur nicht wohin mit dem Fred...sowas wie "Eure Geschichte" gibt es ja leider nicht als Unterforum...

25.10.2013 09:12 • x 2 #7


Hallo Salome ,
Ja deine Geschichte ist sehr bewegend und umso stolzer solltest du auf dich sein
Dschungel Du dich aus dieser Situation hast befreien können auch finde ich es gut das du mit deinen Erfahrungen jetzt ehrenamtlich anderen hilft das gibt bestimmt auch vielen Mut
Nicht auf zu geben und dir die Schritte nach zu tun.

KLar es sind Dinge geschehen die man sein ganzes Leben lang nicht schütteln kann aber man kann es annehmen und lernen damit umzugehen und sein Leben wieder lebenswert zu gestalten.

AUch ich habe einige Traumatas hinter mir,hatte auch angefangen zu schreiben aber konnte es noch nicht weiter tun....
HAbe zwar durch Therapie alles gut verarbeitet aber wenn viel Stress von aussen auf mich trifft
Über längeren Zeitraum kommen die Migraeneattacken gehäuft mit Angst zurück.

25.10.2013 09:32 • #8


Zitat von cooky45:
Hallo Salome ,
Ja deine Geschichte ist sehr bewegend und umso stolzer solltest du auf dich sein.
KLar es sind Dinge geschehen die man sein ganzes Leben lang nicht schütteln kann aber man kann es annehmen und lernen damit umzugehen und sein Leben wieder lebenswert zu gestalten.


Und das hört ein Leben lang nicht auf...

25.10.2013 18:31 • #9


Deinen Beitrag finde ich sehr mutig! Du hast schon viel Erkenntnis gewonnen und bist auf einem sehr guten Weg!

25.10.2013 23:11 • #10


Ich möchte alle Mitleser meiner Geschichte bitten von PN`s an mich, bezogen auf meinen Fred hier (nur diesen Fred!) abzusehen.
Auch diejenige welche, die mir sehr biblisch geschrieben hat, möchte ich dringend bitten mich zu verschonen! Danke

26.10.2013 04:30 • #11


Hallo Salome,
ich habe ganz großen Respekt vor dir. Bin voller Bewunderung. Mit deiner Vergangenheit würde ich nicht mehr leben. Diesen Kampfgeist. Toll.
Ich finde es auch immer ganz toll, wenn solche Menschen anderen mit ihrer Erfahrung weiterhelfen.
Ansonsten bin ich jetzt eigentlich nur sprachlos.

26.10.2013 19:20 • x 1 #12


@ Rohdiamant

Dat geht doch ma runna wie Öl
Danke
Woher der Kampfgeist kommt...kann ich nur erahnen...
Ich glaube ja an Schutzengel, und das jeder Mensch eine Aufgabe hat...
Die die Seele vllt sogar schon bewusst vor der Geburt bewusst angenommen hat...
Vllt ist und war es meine Aufgabe den Kreislauf zu unterbrechen. Dafür zu sorgen das aus meiner Linie keine misshandelten Menschen mehr erwachsen.
Und das woanders Schadensregulierung und Aufklärung passiert...
Ich hoffe das klingt nicht allzu "hochtrabend"...

27.10.2013 03:18 • #13


Guten Morgen Salome,

deine Geschichte berührt mich sehr.

Du kannst stolz auf Dich sein, dass du schon als Kind den Weg zum Jugendamt aufgesucht hast. Ich wusste als Kind nicht mal das man sich da auch selbst melden kann und hätte es mir auch nicht getraut.

Nun bist Du auf den richtigen Weg und hast die vielen Hindernisse schon geschafft.

Hast du eigentlich noch Kontakt zu deiner Mutter?
NImmst du immer noch Medis?

LG

27.10.2013 06:42 • x 1 #14


Zitat von Marie1981:
Hast du eigentlich noch Kontakt zu deiner Mutter?
Nimmst du immer noch Medis?
LG


Hab den Kontakt nach jahrelangem Hoffen und verletzt sein im Dezember 2008 beendet.
Da gibts auch ne Geschichte zu:

Im November 2008 wurde ich an der Nase operiert. Ich hab ja Heuschnupfen und hatte zig Jahre abschwellendes Nasenspray genommen und als Reaktion hat meine Nase zuviel Schleimhaut aufgebaut, so dass ich so ca. 2 Jahre nicht mehr durch die Nase atmen konnte ohne mehrere Hübe Spray alle paar Stunden reinzumachen. Also habe ich mich nach langem ringen für die OP entschieden.

Meine Mutter und ich hatten damals Kontakt, schwierigen Kontakt weil sie immer noch so Kontrollmäßig unterwegs war und ich eigentlich nie authentisch sein konnte. Ich rief sie aus dem Krankenhaus an um zu fragen wann sie vorbei kommt mich besuchen. Und sie sagte, das sie mich überhaupt nicht besuchen käme,weil sie ja bis mittags arbeitet, danach mit dem Hund raus muss und dann wäre es ihr zu spät und zu stressig.

Die Ansage saß und ich habe mich nicht mehr bei ihr gemeldet. Dann kam am 1. Weihnachtsfeiertag ihr damals Noch.Ehemann bei mir zu Hause vorbei und gab mir eine große Weihnachtstüte mit Geschenken. Mit dem Spruch meine Mutter wäre besoffen gewesen als sie die Tüte gepackt hat und er wüsste nicht was drin ist. Er ist gegangen ohne weiteres. Ich denke,er hat sich geschämt und meine Mutter wartete außerdem unten im Auto auf ihn.

In der Tüte war gefüllt mit Wein, Süßkram und verschieden Geschenkpapierrollen.

Sie hat nie das Gespräch zu mir gesucht und ich war nach all den Jahren das 1. Mal an einem Punkt, wo ich es als Erleichterung empfand, keinen Kontakt mehr zu haben.

Irmela, meine ehemalige Erzieherin sagte immer un immer wieder zu mir, ich müsse aufhören zu hoffen, zu warten, mir eine Mutter zu wünschen die ich nie hatte und die es auch nie geben wird. Und ich hatte es zwar vom Verstand her verstanden, aber mein Gefühl, meine Hoffnungen waren h´ganz woanders und ich brauchte vermutlich viele Po-Tritte um "loszulassen". Das war kein bewusster Prozess, sondern passiert wie von selbst und ich war so unglaublich befreit.

Ich war nicht mehr wütend, nicht mehr traurig, nicht mehr verletzt, hatte keine realitätsfernen Hoffnungen und der Kontaktabbruch passierte vor allem nicht aus Frust.

Hinter Frust steckt eine nicht erfüllte Erwartungshaltung und die hatte ich auf einmal nicht mehr.

Das ist bin heute geblieben.

Ich nehme 20 mg Citalopram.

27.10.2013 08:55 • #15


Zitat von Salome79:
Ich hoffe das klingt nicht allzu "hochtrabend"...

Nein, überhaupt nicht. Klingt eher so, als ob man anderen damit Hoffnung machen kann, auch auf ihren Schutzengel zu hören und ihren Kampfgeist herauszukramen.

Ich habe meinen übrigens inzwischen auch gefunden, aber als Kind war der irgendwie verloren und mit deinen Erlebnissen, weiß ich nicht, ob ich noch da wäre.
Zitat von Salome79:
Hinter Frust steckt eine nicht erfüllte Erwartungshaltung und die hatte ich auf einmal nicht mehr.

Das habe ich auch schon beobachtet. Je mehr Erwartungen man hat, umso öfter wird man enttäuscht und umso trauriger.....ist man. Also, ohne Erwartungen durchs Leben gehen und einfach schauen was kommt.
Einfacher gesagt wie getan.

27.10.2013 09:15 • x 1 #16


Zitat von Mirrii:
Würded Ihr vielleicht in den chat kommen dann könnten wir etwas reden http://keine-panik.org/login.php


Trotz 4 PN`s an dich hast du nicht einmal versucht deinen Beitrag hier zu löschen.
Man kann unten sehen wer gerade in Fred unterwegs ist und du warst es nicht.
Habe dich gemeldet da du Werbung für eine andere Webside machst.
Ich könnte grade echt brechen.
Ich mach mich hier nackig...seelisch...und du hast nichts besseres zu tun als auf ne andere Webside zu locken.

27.10.2013 09:17 • #17


Zitat von Rohdiamant:
[
Zitat von Salome79:
Hinter Frust steckt eine nicht erfüllte Erwartungshaltung und die hatte ich auf einmal nicht mehr.

Das habe ich auch schon beobachtet. Je mehr Erwartungen man hat, umso öfter wird man enttäuscht und umso trauriger.....ist man. Also, ohne Erwartungen durchs Leben gehen und einfach schauen was kommt.
Einfacher gesagt wie getan.


Ja, da sagste was. Sorry das ich hier gerade etwas rumspacke in meinem Fred...
Aber ich finde es maßlos respektlos, wenn jemand, egal wer, was sehr persönliches von sich erzählt und dann nutzt jemand anderes das, um eigene Bedürfnisse zu stillen. Das verletzt mich...
Es kann doch hier JEDER einen eigenen Fred aufmachen und gucken das er mit anderen ins Gespräch kommt. Man man man man.

Zurück zum Thema. Erwartungen.
An anderen Stellen habe ich sie leider immer noch... Aber was meine Mutter betrifft zum Glück nicht mehr...

27.10.2013 09:22 • #18


Ich hatte mich entschuldigt und dir gesagt bin neu hier sorry

27.10.2013 09:27 • #19


Zitat von Salome79:
Ja, da sagste was. Sorry das ich hier gerade etwas rumspacke in meinem Fred...

Warum, ist doch dein Fred, tob dich aus.
Aber im Ernst, das ist ärgerlich, da gebe ich dir Recht, aber es hilft dir auch nichts, wenn du dich darüber aufregst. Damit lenkst du nur die Aufmerksamkeit auf ihren Post und sie erreicht genau das, was sie wollte.

Am Besten ignorieren (im Fred) und die kurze Zeile geht einfach unter. (vorausgesetzt die anderen machen es auch so)

Erwartungen
Übung macht den Meister. Immer schön selbst an der Nase packen. Meine ist schon ganz rot.

27.10.2013 09:31 • x 1 #20




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