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tarec
Mein Problem ist, das nach meinen Attacken ich immer wieder Brust und Rückenschmerzen habe. Alles im Bereich BWS.
Hat das noch wer und kann mir jemand sagen warum das so ist?
Während dee Attacke hab ich das auch nur ist der Schmerz danach wie ne Art muskelkater.

07.07.2015 19:04 • 09.07.2015 #1


11 Antworten ↓


Boho_Flower
Hey

Ich bin zwar kein Arzt und auch kein Experte, aber ich denke, dass das Verspannungen sind. Wenn man Angst und/oder Panik hat ist man verkrampft und angespannt - logisch. Und irgendwann ist die Muskulatur von der ganzen Anspannung so verhärtet das es schmerzt. Ich zb habe super häufig Nacken & Schulterschmerzen... Wie gesagt, ich bin kein Experte, aber ich denke das es daran liegt

07.07.2015 19:18 • #2



Beschwerden nach der Attacke

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Perle
Hallo Tarec,

Angst- und Panikpatienten haben oft eine hohe Körperanspannung. In meiner "schlimmsten Zeit" war fast mein gesamter Körper im Ausnahmezustand in Sachen Verspannung. Insbesondere die BWS war betroffen. Mir hilft moderater Sport, Wärme und Krankengymnastik ganz gut, um die Verspannungen zumindest zu lindern.

LG, Martina

07.07.2015 19:19 • #3


tarec
Ich danke euch für die schnelle antwort

07.07.2015 19:37 • #4


Hallo tarec,
ging mir auch so, als ich vor 3 Jahren die ständigen Atacken hatte. Mein rechter Arm war kaum Brauchbar. Der Magen tat weh. Beim Arm half stretchen und Wärme und Mass.. Beim Magen half Wärme und Melissengeist. Für den Körper ist eine Panikatacke eine große Belastung. Beides macht mir Heut noch Probleme, wenn ich arg angespannt bin.

07.07.2015 22:10 • #5


Illithia
Ich habe genau die gleichen Symptomatiken nach meinen PA. Rückenschmerzen vor allem links oberhalb, was sich bis in den linken Rippenbogen zieht. Das sind definitiv Verspannungen durch die Attacke. Hat auch mein Arzt bestätigt. Zu Anfang haben diese Symptomatiken meine PA drastisch verschlimmert, weil ich dann der Annahme war, gleich einen Herzinfarkt zu bekommen. Ichnhatte dann quasi für Stunden diese PA. Heute weiß ich aber, das es Quatsch ist und seitdem hab ich höchstens mal eine richtig heftige Attacke die aber schnell wieder verschwindet. Ich glaube, um so mehr man schonmal eine PA hatte, desto mehr weiß man damit um zu gehen und man weiß, das alles halb so schlimm ist und nichts von dem, was man gerade fühlt einen umbringen kann. Also keine Sorge. Ist normal.

08.07.2015 01:16 • #6


Ich kann dir sogar sagen, dass die Anspannung soweit geht, dass ich z.B. immer Durchfall und Übelkeit bis hin zu Erbrechen hatte, weil sogar mein ganzer Bauchraum so angespannt war.

Das ist schon ein richtiger Teufelskreis. Irgendwo ziept es. Angst. Panik. Anspannung. Irgendwann Entspannung. Dann ziept es wieder. (Und das Ziepen könnte - wie bei mir - bspw. so aussehen:
stechen, ziehen, Druck im Brustkorb/Herzgegegen, Schultern, Arme - Gedanke: Herzinfarkt. Alarm!
ODER Bauchschmerzen, Druck, Krämpfe: Darmkrebs. Alarm!
ODER Müdigkeit, Abgeschlagenheit (was meinst du, wie sehr Angst den Körper ermüden kann?!), Konzentrationgsprobleme: Krebs. Alarm!
ODER Sehstörungen, kribbelnde/taube Beine/Finger: ALS oder sonst irgendeine Nervenkrankheit. Alarm!

Ja. Es ist ein Teufelskreis. Aber: Man kann ihn durchbrechen. Das heißt: Als erstes musst du dich ablenken. Das ist sau schwer. Das Hauptproblem bei der Angst ist jedoch, dass man sich zu sehr damit beschäftigt, ihr zu viel Aufmerksamkeit schenkt und sie somit automatisch überbewertet.

Du solltest versuchen deine Gedanken umzulenken auf die Problemlösung. Die heißt nicht, was hat dein Körper? Sind das Symptome? Hast du einen Herzinfarkt? Sondern: Was läuft schief? Was verursacht solche Blockaden in dir, dass dein Körper "Stop" schreien muss. Wer ist nicht gut für dich? Wo machst du deinen Mund nicht auf? Wo fühlst du dich nicht wohl? Wann werden deine Wünsche übergangen? Wo wirst du nicht ernst genommen? Wo wirst du eingeschränkt? Wer respektiert dich nicht? Wer überschreitet deine Grenzen? Und ganz wichtig: Kennst du dich und deine Wünsche und was tust du für dich und deine Wünsche?

Das klingt alles immer so "Psycho".... Aber die Akzeptanz und das Verständnis, dass es die Psyche wirklich gibt und einem die Angst eigentlich nur helfen bzw. zeigen will, dass irgendwas in deinem Leben bzw. deinem Verhalten schief läuft, sind das, was den Knoten löst. Glaube mir! Ich hab es selbst erlebt.

08.07.2015 11:30 • x 2 #7


Hallo Paddlmädchen,

dein o. Beitrag hat mich sofort angesprochen und spiegelt mein momentanes Dilemma wieder.

Auch ich bin in dem von dir beschriebenen Teufelskreis gefangen und versuche seit Monaten, mich zu befreien.
Nachdem mich in den ersten Monaten die üblichen Symptome (von Globusgefühl bis Ohrengeräusche) gequält haben, hat sich in den letzten Wochen alles auf den Magen/Darmbereich konzentriert. Die Beschwerden und Verdauungsstörungen sind mein ständiger Begleiter und je mehr ich mich mit den Symptomen beschäftige, desto stärker werden sie. Ich stelle mir dann unentdeckte, schwere Krankheiten vor, was die Situation weiter verschlimmert. Zur Nacht hin gehen die Beschwerden zurück und schlafen kann ich recht gut.

Mein Problem: Ich bin von Morgens bis Abends gedanklich ununterbrochen mit den Symptomen beschäftigt -Bewusste Ablenkung durch Beschäftigung, Arbeit oder der Versuch, die Gedanken umzulenken klappt überhaupt nicht. Die Grübeleien sind trotzdem vorhanden und sorgen somit für chronische Beschwerden. Wenn ich jedoch "aus heiterem Himmel" gezwungenermaßen abgelenkt werde (was gaaanz selten vorkommt - z.B. bei einem anregenden Gespräch oder einem aufregenden Fussballspiel im TV) merke ich, wie die Beschwerden zurückgehen. Klappt aber wie gesagt nur bei gezwungener Ablenkung und nach kurzer Zeit gehen die Grübeleien wieder los und die Beschwerden setzen wieder ein. Autogenes Training hilft selten, und wenn, dann auch nur für kurze Zeit.

Ich werde jetzt mal versuchen, die von dir beschriebene Denkweise über die Psyche und über mögliche Ursachen der Symptome nachzudenken (vielen Dank für diesen Denkansatz) aber meine Frage ist:

Hast du evtl. aus eigener Erfahrung noch einen Tipp, wie ich die quälenden Gedanken abbrechen kann, das ist wie ich glaube mein großes Problem. Habe übrigens auch bei mir den Eindruck, dass mein ganzer Körper total angespannt ist. Kann die Verspannung deiner Meinung nach tatsächlich so auf den Darm gehen? Du hast ja so etwas angedeutet.

Viele, liebe Grüße!

08.07.2015 17:21 • #8


Hallo Nordlicht,

das Wichtigste ist: Akzeptieren, dass die Angst momentan da ist und nicht dagegen kämpfen. Irgendwann hab ich mir echt gedacht: "Ach, dann heute hald mit Angstgefühl. Tut mir ja nix. Fühlt sich nicht schön an. Hält mich aber von Nichts ab.". Ich hab mich nicht mehr rein gestresst. Das hat lang gedauert, hatte aber den größten Effekt auf dem Weg zur Besserung.

Und: Es ist wirklich wichtig, dass du darauf kommst WOHER deine Angst kommt. Versuch deine Grübelei darauf zu lenken. Woher kommt die Angst? Wenn du das weißt, wird Alles besser.

Also: Was mir bei der Hypochonder-Geschichte geholfen hat waren Fakten. Ich bin so ein Typ. Ich brauch das. Ich hab mir gedacht: Ok, es gibt schlimme Krankheiten, ABER mittlerweile kann man viele Krankheiten schon viel besser heilen als früher. Die Wahrscheinlichkeiten, bestimmte Krankheiten zu bekommen, ist eher bis absolut unwahrscheinlich. Ich hab mir viele Statistiken durchgelesen. Das hat mir sehr geholfen. Wobei ich hier vorweg sagen muss, ich brauch das. Wenn man da wirklich seeeehr empfindlich ist, würde ich das NICHT empfehlen.

Verspannungen können extrem! auf den Darm gehen. Was meinst du woher der Reizdarm kommt? War mir vorher auch nicht klar, aber ja. Definitiv! Bei Anspannung, Stress, Nervosität habe ich mittlerweile immer Durchfall. Aber das ist nicht schlimm. Ich weiß ja jetzt, woher es kommt.

Ich wünsche dir einen schönen Abend!

08.07.2015 22:04 • x 2 #9


Danke für die Antwort. Das sind für mich ganz neue Denkansätze, mit denen ich mich jetzt auseinandersetzen werde.

Ein Problem bei mir ist wohl auch die Ungeduld. Wenn es mir ausnahmsweise einmal ein paar Stunden besser geht, denke ich immer, dass die Beschwerden dann sofort für immer verschwinden müssten. Tun sie aber nicht. Und wenn die Beschwerden, derzeit wie gesagt Magen-Darm, dann wieder da sind...lass ich den Kopf wieder hängen und bin wieder ganz unten...und das wiederum verstärkt die Symptome bzw. Beschwerden......

09.07.2015 11:26 • #10


hauensteinblau
Vielen Dank für Eure Kommentare, genau das ist nämlich auch mein Thema und mein großes Problem.

Ich bin momentan wieder sehr verzweifelt, weil die Attacken heftiger geworden sind und ich wünsche mir
so sehr, daß es eine Heilung gäbe.

Ich denke Ihr könnt nachvollziehen, daß gerade dieser Beitrag und Kommentar mir aus der Seele spricht und
es mir beim Lesen schon besser geht.

Vielen Dank dafür und es ist ein Trost das es solche Menschen wie Euch gibt.

Eure Marion

09.07.2015 13:28 • #11


Das mit der Ungeduld kenne ich zu gut.

Meine Therapeutin konnte mir aber gut erklären, dass es so laufen muss, dass es Rückfälle geben muss und wird. Denn: Man hat dem Gehirn gelernt, wenn man sich (unbewusst) anspannt, bei Aufregung, Stress etc., dann muss es ein Angstgefühl senden, also tut es das. Aber es wird immer besser.

Bei mir wurde es "wellenartig" besser. Das heißt: Ich hatte stark Angst, dann war es weg. Dann hatte ich wieder Angst, aber schon nicht mehr so stark und auch nicht mehr so lang, dann war es wieder weg.... Und so weiter...

Übrigens: In meinem Kopf ist das Alles noch so verankert, dass ich oft bei großer Freude und/oder Vorfreude ein Angstgefühl habe. Das irritiert mich immer, da ich aber mittlerweile verstanden habe, wie, wo, was, warum, ist es kein so großes Problem mehr.

PS: Wenn ihr mögt, könnt ihr mal mein Thema "mein neues Leben" lesen

09.07.2015 22:49 • x 1 #12



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