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7

sevr
Hallo...
also, das dient mir hier nur zur Beruhigung und Ablenkung. Ich hasse Tavor, weil es eben den Atem stilllegen kann. Meine Panikattacken sind aber so übel momentan, dass ich nicht drum herum komme.

Ich habe gerade wieder 0,5 mg genommen, weil ich dachte, ich sterbe. Jetzt habe ich Angst, dass ich zu wenig atme. Wenigstens habe ich die Angst jetzt total gechillt, was ein sehr lustiger Moment ist eigentlich. Trotzdem will ich gar nicht schlafen gehen, aus Angst, dass ich zu wenig atme. Natürlich kenne ich alles in- und auswendig zum Thema Atemdepression. Ich habe eine höllische Erstickungsangst... warum, weiß leider kein Mensch.

Mein Atem lag vorhin bei acht mal die Minute, jetzt so bei 10. Ich versuche möglichst unverfälscht zu atmen, wenn ich ich hier aufzeichne ...hat jemand Erfahrungen mit dem Teufelszeug?

Sorry... ich bin momentan echt schwierig. Und wenn ich das hier in gesunden Zeiten lese, werde ich wieder keine Ahnung haben, wie ich jemals so denken konnte. Aber aktuell ist das einfach Realität. Ich muss echt mal langsam dahinter kommen, was bei mir schief gelaufen ist

05.02.2018 21:06 • 20.02.2018 #1


29 Antworten ↓


S
Bei der niedrigen Dosis wirst du sicher keine atemdepression bekommen

05.02.2018 21:11 • x 3 #2


A


Atemdepression nach Tavor?

x 3


sülchen
Lies mal meinen thread Atemdepression - Bradypneu/Schlafapnoe ... Hatte exakt dasselbe Problem. Hatte mich nur getraut ein wenig an der Tavor zu knabbern ... Abends max 0,5 aus der gleichen Angst heraus.... Ich hab's bisher überlebt. Aber frag meine Eltern nicht, was ich für'n Sch.ß hatte ...
In meinem thread wurden noch ganz wundervolle Beiträge für mich geschrieben, die mir helfen konnten.

Wünsche dir eine gute Nacht!

06.02.2018 00:02 • x 1 #3


sevr
Danke, schau ich mir an

Inzwischen gehts auch. Seit einer Stunde in etwa denk ich gar nicht mehr drüber nach. Ich les' mir das trotzdem gerne durch... die nächste Tablette kommt leider ganz sicher :/

06.02.2018 00:58 • #4


squashplayer
Hallo sevr,

ne von 0,5 mg kriegst du sicher keine Atemdepression und von 1 mg auch nicht. Die Medikamente sind nicht so wie die damaligen Barbiturate (glaube bis 50er Jahre?), die tatsächlich zum Atemstillstand geführt haben in zu hoher Dosis. Die Benzodiazepine sind aber ganz anders entworfen, keine Sorge!

Gruß

08.02.2018 16:35 • x 2 #5


sevr
Danke nochmal. Ich kann inzwischen sagen, dass die Sorge unbegründet war. Ich atme zwar mit Tavor deutlich langsamer, aber endlich mal vernünftig. Bei 8 Atemzügen pro Minute wird mir immer noch komisch, aber ich habe sowohl die 0,5mg als auch die 1mg überlebt

Danke für die Unterstützung.

15.02.2018 00:47 • #6


igel
Einer der Vorteile von Benzodiazepinen wie Tavor ist, das sie vergleichsweise untoxisch sind, selbst bei massiven Überdosierungen passiert sehr wenig. Atemstillstand durch 0,5 mg Lorazepam ? Praktisch unmöglich. Benzodiazepine besitzen eine hohe therapeutische Breite und können im Akutfall hochdosiert verabreicht werden, dafür gibt es Tabletten mit 2,5 mg Lorazepam. Ausserdem kann ein Arzt Medikamente wie Lorazepam oder Diazepam auch spritzen, und intravenös wirken sie noch viel intensiver.

15.02.2018 06:58 • #7


J
Tavor bewirkt, dass sich die Muskeln entspannen. Dadurch fällt einem das Atmen auch leichter und man atmet weniger. Patienten, die an Atemnot leiden können idR nach Einnahme von Tavor auch wieder besser atmen.

Ist bei mir auch so. Wenn ich mal wieder den ganzen Tag über kaum Atmen kann und dann irgendwann eine 0,5er Tavor nehme, ist meine Atmung nach ner Stunde wieder normal.

15.02.2018 13:24 • #8


sevr
Ja, wobei ich es selbst mit einer 0,5er teilweise noch hinbekomme, total krumm zu atmen. Liegt wohl einfach daran, dass das Atmen in den letzten Tag meine komplette Aufmerksamkeit bekommen hat. Deshalb jetzt aber auf 1mg aufzurüsten, halte ich aktuell noch für zu früh.

Ich hoffe, dass mein Kopf mit Tavor lernt, nicht andauernd ans Atmen denken zu müssen. Ich habe mich jetzt entschlossen, Tavor jeden Tag zu nehmen, bis ich wieder normal atme. Das nehme ich mir für die nächsten vier Tage vor, länger ungern. Mal sehen, ob das was bringt.

15.02.2018 13:34 • #9


J
Uhm, ganz ehrlich? Das würde ich lassen. Tavor ist eigentlich für Panikattacken und bei Schlafstörungen gedacht. Man kann das sicherlich mal versuchen, abhängig wirst du bei der Dosis und den paar Tagen sowieso nicht, aber die Schwelle, an der man Tavor dann nimmt, ist ziemlich stark herab gesetzt. Der Griff danach passiert dann immer schneller.

Bevor ich also solche Experimente mache, würde ich die ganze Sache mal mit meinem Hausarzt besprechen. Der wird dir aber mit Sicherheit ebenso sagen: lass es.

15.02.2018 14:07 • x 1 #10


sevr
Ne, ich habe das natürlich beim Neurologen abgesprochen. Sie sagte, um aus der akuten Krise jetzt wieder rauszukommen, habe ich freie Hand. Sie kennt mich seit vielen Jahren und sie ist eigentlich nur noch beratend tätig. Da ich ungern Tabletten nehmen, bringt es auch nichts, mir welche aufzuzwingen tatsächlich.

Ich hatte die Wahl: Venlafaxin nehmen für ein paar Monate oder mit Tavor geziehlt aus dieser Phase herausfinden. Ich bin nicht der Typ, der in Abhängigkeiten geraten würde, so sagte sie. Stimmt auch, ich habe großen Respekt vor den Dingern. Nur endet ja diese Atemtechnik, die ich selber erfunden habe, grundsätzlich in Panikattcken. Manchmal erst am Abend, meistens aber schon gegen Mittag. Mein Ziel ist, die vorwegzunehmen und damit zu lernen, den Tag auch ohne Panikattacken zu erleben.

Man kann vieles falsch und vieles richtig machen. Ich habe mit vielen Leuten darüber gesprochen. Die meisten haben ein ungutes Gefühl, sehen das aber auch als gute Möglichkeit, in einer angstfreien Zeit das Angstfrei-Sein eventuell auch zu erlernen.


Trotzdem hast du natürlich Recht. Ich bedenke das jeden Tag...

15.02.2018 14:14 • #11


J
Zitat von sevr:
Nur endet ja diese Atemtechnik, die ich selber erfunden habe, grundsätzlich in Panikattcken.

Ich glaube, dann machst du irgendwas falsch

Ich hatte mal mit meinem Neurologen gesprochen und bevor der mir Tavor aufschreiben würde, würden die Bayern eher in die dritte Liga absteigen. Er hatte mir damals Opipramol verschrieben die ich aber nie genommen habe, nachdem ich mir mal von manchen die Nebenwirkungen durchgelesen habe.

Jedenfalls schreib mal, ob es dir geholfen hat und wie viele Tage du Tavor genommen hast.

15.02.2018 14:24 • #12


sevr
Oh ja, da mache ich grundsätzlich was falsch Ich weiß auch gar nicht, wann ich mit dieser schei. angefangen habe. Ich achte so sehr auf den Atem, dass mir nach einiger Zeit schwindelig wird... dann bekomm ich noch schlechter Luft und dann bin ich total in Panik. Ersticken ist für mich so meine Schreckensvorstellung, die immer präsent ist.

Hab heute gegen 12 Uhr 0,5mg genommen. Die Atmung ist etwas besser, aber auch noch nicht der Oberknaller.

Mein Hausarzt hat ähnlich reagiert wie dein Neurologe. Mein Neurologe hingegen ist das etwas schmerzfreier. Das ist ja das altbekannte Problem... fragst du 20 Leute, bekommst du 20 unterschiedliche Reaktionen. So richtig ernst nehmen würde ich nur jemanden, der aus Erfahrung berichten kann. Wenn mir jemand sagt, er wurde nach 4 Tagen mit jeweils 0,5mg abhängig, dann würde ich das sicher nicht tun. Ich halte das aber für übertrieben. Wir werden sehen.... Opipramol und Venlafaxin kommt für mich eben auch nicht in Frage. Venlafaxin hat mich mal ganz übelst verändert und die Nebenwirkungen schrecken mich auch immer ab.

15.02.2018 14:41 • #13


J
Zitat von sevr:
Wenn mir jemand sagt, er wurde nach 4 Tagen mit jeweils 0,5mg abhängig, dann würde ich das sicher nicht tun.

Ich will den Leuten, die so etwas behaupten ja nichts unterstellen (gibt auch welche, die meinen, schon nach einem Tag leicht abhängig geworden zu sein), aber ich halte das für Blödsinn. Tavor und andere Mittel dieser Art machen zwar schnell abhängig, aber nicht so schnell. Das ist eigentlich nicht möglich.

Mein letzter Psychiater hatte mich auch gefragt, was für Medikamente ich denn nehme und als ich ihm sagte, dass ich ab und an eine Tavor nehme und auch weiß, dass diese schnell abhängig machen meinte er, dass man Tavor schon mind. 4 Wochen nehmen muss, um davon abhängig zu werden, er die Einnahme aber trotzdem nicht gut findet, da einem dadurch ja nicht wirklich geholfen wird, seine Ängste zu überwinden.

15.02.2018 15:27 • #14


sevr
Tja, das ist natürlich richtig... aber ich kenne meine Ängste leider nicht. Ich rätsel seit Wochen, ändere alle mögliche... keine Ahnung, es passiert nix.

Ich denke, dass man psychisch schnell davon abhängig werden kann. Also, dass man den Dingern eine größere Wirkung zuschreibt, als sie eigentlich haben. Wenn ich die Dose mal nicht sofort in der Tasche finde, werde ich nervös. Das ist eine Abhängigkeit von der Dose, die ich dabei haben muss, das ja... und wenn man das jetzt weiter denkt, bekommt man eventuell auch Panikattacken, wenn man die Tabletten bewusst nicht mehr nimmt, weil man ihnen ebene eine sehr große Bedeutung zukommen lässt. Das könnte man dann wie Entzugserscheinungen empfinden. Absolute Laien-Gerede, das ist klar... aber so kann ich mir das ganz gut vorstellen.

Wenn ich ehrlich bin... ich merke bei den 0,5mg-Tabletten so gut wie gar nichts, ich atme nur etwas ruhiger. Als ich gestern zwei mal 0,5mg genommen habe, wurde ich müde. Das war das erste mal, dass ich überhaupt etwas wahrgenommen habe, was mit den Tabletten zusammenhängt. Ich denke aber auch, dass meine Panik viel zu gewaltig ist für diese kleinen Dosen. Da müsste ich wahrscheinlich schon 1,5-2mg nehmen, wenn ich wirklich erfolgreich Ruhe haben wollen würde. Das wird aber sicher nie passieren

15.02.2018 15:47 • #15


J
Das hat nicht unbedingt was mit der größe der Panik zu tun, sondern eher mit deiner Körpergröße und Gewicht Wenn du nur irgendwas zw. 50-60 Kilo wiegst, dann wirkt eine 0,5er wohl besser als wenn du 80kg wiegst.

Edit: Ich muss noch was hinzu fügen... Du schreibst, dass du nie eine höhere Dosis nehmen würdest, um Ruhe zu finden. Darf ich fragen, warum nicht?

15.02.2018 19:19 • #16


sevr
Darfst du natürlich

Ich denke mir, wenn ich abhängig werde, wenn ich 2mg täglich innerhalb von zwei Wochen nehme, dann habe ich mit 0,5mg wesentlich mehr Spielraum. Die Panik geht dann zwar nicht völlig weg, aber ich kann etwas besser damit umgehen. So blende ich auch nicht komplett aus, dass etwas nicht stimmt.

Ich wiege 82kg, das könnte dann wohl tatsächlich eine Rolle spielen. Ich bleib trotzdem erstmal dabei. Gerade wurde es wieder sehr knapp, was die Panik betrifft und ich hab 0,5mg nachgelegt. Dann ging es wieder etwas besser. Trotzdem spüre ich noch meine ängstlich verkrampfte Atmung. Das überlebe ich aber vorerst...

15.02.2018 22:14 • #17

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Loupita
Das elendige gefühl mit der Atmung kenn ich leider auch ich nehme aber in akutphasen diazepam und auch als tropfen. 5 tropfen reichen mir meist schon.

15.02.2018 23:12 • #18


sevr
Gerade geht wieder so null gar nicht... mein Bauch ist angespannt, Atmen komplett für die Tonne, Puls auf 120. Und warum? Keine Ahnung... ich lieg auf dem Sofa

Jetzt mal ehrlich... sowas Behindertes, das kann echt nicht sein. Werd heute keine Tavor mehr nehmen, ich sitz das aus. Wenn ich nur wüsste, wie ich dahinter komme, was mir das antut

15.02.2018 23:14 • #19


sevr
Zitat von Loupita:
Das elendige gefühl mit der Atmung kenn ich leider auch ich nehme aber in akutphasen diazepam und auch als tropfen. 5 tropfen reichen mir meist schon.


Diazepam habe ich hier auch liegen... gaaaanz weit weg. Mir wurde gesagt, Tavor okay, aber bloß kein Diazepam. Das muss noch heftiger sein. Aber nun gut, sei es drum... wie hilft es bei dir? Was macht es?

15.02.2018 23:15 • #20


A


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