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sülchen
Hallo liebe Leute,

ich drehe am Rad! In einem anderen thread hatte ich kurz erwähnt, daß ich nachts manchmal/des öfteren, sofern ich schlafe, mit dem Gefühl zu ersticken - Rachen ist durch zunge verlegt - panisch aufwache. Der Tag danach ist für's Gesäß

Nun habe ich l-tryptophan 1200mg genommen (hatte irgendwie vergessen, daß ich schon eine Tabelle intus hatte, daher 2x600mg) und werde müde. Eigentlich ja ganz schön, aber irgendwie hab ich mächtige Angst vor Atemaussetzern, alleine schon wegen des Aufschreckens, was ich in letzter Zeit immer wieder habe. Also googelte ich gerade nach Atemdepression und war erstaunt zu lesen, daß dies als eigenständiges Symptom z.b. bei Schlafapnoe existiert, wobei das Zäpfchen die Luftwege verlegt. Bei der Atemdepression liegt außerdem eine Verminderung der Atemzüge bis auf unter 10 pro Minute vor. Das schaff ich :/// ... Ich mache immer sehr lange Atempausen. Habe ich irgendwann wohl mal recht bewusst begonnen. Symptome der Atemdepression u.a. Angstzustände (kein Wunder ...)

Ich trau mich nicht mehr ins Bett ... Was soll ich machen? Bisher haben mich noch sehr wenige Symptome dazu gebracht ernsthafte Krankheiten hinter meinen Symptomen zu vermuten. Aber diesmal trifft das alles so auf mich zu daß mir Angst und Bange wird. Seit gestern befinde ich mich auf Gran Canaria meine Eltern besuchen und nächtige alleine in einem Appartement. Ich fühle mich so ohnmächtig. Zu Hause könnte ich meinen Freund aus dem Bett holen, außer ich höre wirklich auf zu atmen. Hier ist's doppelt sch****

25.01.2018 00:32 • 05.02.2018 #1


20 Antworten ↓


MirkoS
Zitat von sülchen:
Hallo liebe Leute,

ich drehe am Rad! In einem anderen thread hatte ich kurz erwähnt, daß ich nachts manchmal/des öfteren, sofern ich schlafe, mit dem Gefühl zu ersticken - Rachen ist durch zunge verlegt - panisch aufwache. Der Tag danach ist für's Gesäß

Nun habe ich l-tryptophan 1200mg genommen (hatte irgendwie vergessen, daß ich schon eine Tabelle intus hatte, daher 2x600mg) und werde müde. Eigentlich ja ganz schön, aber irgendwie hab ich mächtige Angst vor Atemaussetzern, alleine schon wegen des Aufschreckens, was ich in letzter Zeit immer wieder habe. Also googelte ich gerade nach Atemdepression und war erstaunt zu lesen, daß dies als eigenständiges Symptom z.b. bei Schlafapnoe existiert, wobei das Zäpfchen die Luftwege verlegt. Bei der Atemdepression liegt außerdem eine Verminderung der Atemzüge bis auf unter 10 pro Minute vor. Das schaff ich :/// ... Ich mache immer sehr lange Atempausen. Habe ich irgendwann wohl mal recht bewusst begonnen. Symptome der Atemdepression u.a. Angstzustände (kein Wunder ...)

Ich trau mich nicht mehr ins Bett ... Was soll ich machen? Bisher haben mich noch sehr wenige Symptome dazu gebracht ernsthafte Krankheiten hinter meinen Symptomen zu vermuten. Aber diesmal trifft das alles so auf mich zu daß mir Angst und Bange wird. Seit gestern befinde ich mich auf Gran Canaria meine Eltern besuchen und nächtige alleine in einem Appartement. Ich fühle mich so ohnmächtig. Zu Hause könnte ich meinen Freund aus dem Bett holen, außer ich höre wirklich auf zu atmen. Hier ist's doppelt sch****


Das mit der Atemdepression überrascht mich etwas. Als ich im Schlaflabor war, wurden in meinen Tiefschlafphasen 6 bis 5 Atemzüge pro Minute gezählt. Allerdings wurde das nicht als gefährlich sondern eher als völlig normal diagnostiziert...
Woher hast Du diese Angabe? Gibt es dafür eine Quelle?

25.01.2018 00:39 • #2



Atemdepression - Bradypneu / Schlafapnoe?

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sülchen
Hi, las ich im www.pflegewiki.de ... Atemdepression und auch noch auf anderen Seiten. Schreib hier nur über's Handy, da kann ich so schlecht links einfügen. Bin ich zu doof zu

25.01.2018 00:52 • #3


MirkoS
Zitat von sülchen:
Hi, las ich im http://www.pflegewiki.de ... Atemdepression und auch noch auf anderen Seiten. Schreib hier nur über's Handy, da kann ich so schlecht links einfügen. Bin ich zu doof zu


Mmh merkwürdig. Habe gerade nochmal meinen Befundbericht heraus gekramt um nach zu sehen.
Alles normal laut Diagnosebericht.
Warst Du schon mal in einem Schlaflabor?
Vielleicht würde das helfen gegen die verfluchte Schlafangst....

25.01.2018 00:57 • #4


sülchen
Zitat von MirkoS:

Mmh merkwürdig. Habe gerade nochmal meinen Befundbericht heraus gekramt um nach zu sehen.
Alles normal laut Diagnosebericht.
Warst Du schon mal in einem Schlaflabor?
Vielleicht würde das helfen gegen die verfluchte Schlafangst....


Nein, auf diese Idee bin ich bis zum heutigen Tag noch nie gekommen. Anhand meiner anderen Symptome und der klaren Abhängigkeit von Ablenkung=fehlende Symptome und Fixierung meiner Gedanken auf mein Befinden=Panik tagsüber war ich ja auch nur auf Panik gepolt.

Diese Erstickungssymptome begannen an einem Tag, an dem ich wie aus heiterem Himmel plötzlich die Panik bekam meine Zunge würde krampfen und nach hinten rutschen. Dieser fixe Gedanke biss sich fest und ich konnte nicht mehr anders als nur noch daran zu denken. Ich hatte eine riesige Panik! Seit jenem Moment kommt mir dieser Gedanke immer wieder und macht mich kirre und nächtliches Aufschrecken wird ebenfalls durch dieses Gefühl ausgelöst.

Werde der Sache nach meinem Urlaub nachgehen. Urlaub ... Klingt ein wenig höhnisch bei so einer Stimmung.

25.01.2018 01:07 • x 1 #5


sülchen
Oh Mann, ich habe versucht zu schlafen - es geht nicht. Es ist so, als würde ich bewusst einfach nicht atmen. Also einatmen, ausatmen und Luft anhalten. Dann muss ich mich sozusagen zwingen wieder einzuatmen. Das ist sooo perv.. Habe das Gefühl das Zwerchfell verkrampft.
Was kann ich nur tun? Hab mich gerade angezogen um raus zu gehen ... Bewegung, andere Gedanken. Ich bin so fertig!

25.01.2018 03:29 • #6


kopfloseshuhn
Mit dem Atmen ist das so:
Warum ertrinkt man wohl in einem See? Weil man die Luft nicht bewusst so lange anhalten kann, um zu ersticken.
Der Atemreflex kommt aus dem Gehirn. Und da kannst du machen was du willst du WIRST einatmen. Weil es ein Reflex ist.
Du kannst zwar die Luft anhalten bis dir schwindelig wird und das so lange unterdrücken aber spätestens, sobald die Sinne schwinden ist der Reflex wieder stärker und du wirst einatmen.

Was schlussendlich bedeutet, dass das, was du da im Bett erlebst so nicht ganz hinkommt. Mit dem zwingen müssen zu atmen.
Das mag sich so anfühlen aber ziemlich wahrschienlich ist, dass du meinst, du müsstest doch atmen und dein Körper sagt, aber so, wie ich gerade atmen, reicht doch.

Da dein Gefühl aus einem Panikerlebnis/Gedanken heraus resultiert würde ich ganz klar sagen, du hast ein psychisches Problem und durch die ewige konzentration auf das atmen, produzierst du komische Gefühle. So wie sich alles komisch anfühlt, das sonst unbewusst läuft und das man sich dann ins Bewustsein holt.

Nächtliche Gefühle von Panik weil man das Gefühl hat, nicht atmen zu können hat sehr oft, wenn nicht sogar meistens etwas mit Schlafparalyse zu tun. UNd die hat wiederum etwas mit Stress zu tun.
Hier gibt es schon einige Themen dazu, da habe ich auch geschrieben, dass ich das sehr gut kenne.
WEnn man im Halbschlaf ist oder gerade am einschlafen, schaltet der Körper um von bewusster Atmung auf automatische Schlafatmung. Und weil das Gehirn nicht als ganzes einschläft, bekommt man das mit und ich hatte auch Zeiten, in denen mir das wahnsinnige Angst gemacht hat. Adrenalineinschuss, aufspringen, und denken wenn ich jetzt einschlafe sterbe ich.
Aber fakt ist, man bekommt da nur einen völlig normalen Vorgang mit. Und je ruhiger man bleibt, umso besser ist das. Das ist schlicht der Einschlafprozess.

Liebe Grüße

25.01.2018 09:03 • x 5 #7


sülchen
Vielen Dank für deinen Beitrag kopfloseshuhn. Theoretisch beruhigt mich das und hilft mir weiter!
Praktisch komm ich eben aus dem Krankenhaus, EKG und Sono vom Herz bestens. Durch das BelastungsEKG merk ich auch, meine Lunge schafft die Anforderungen. Man gab mir ein Diazepam, was nicht ganz so durchschlagend wirkte wie das lorzepam Präparat. Trotzdem, ich merke wie die Rückenmuskulatur entspannt hat, eben so die Bauchmuskeln. Der Aufenthalt hat mal eben mein Konto um 600 Euro gemindert ...

Nun liege ich hier und möchte entspannt wegduseln, doch wenn ich das versuche schreckt mich jedesmal der Punkt direkt unter dem Brustbein wieder hoch. Es ist, glaube ich, dort wo die Speiseröhre in den Magen mündet. Zwerchfell müsste auch da liegen. Ich habe immer wieder Refluxprobleme und spüre auch manchmal, daß genau an diesem Punkt ein Stück Essen hängen bleibt, sprich sich staut und nur langsam durchrutscht. Bei so einem Moment hab ich auch schon mal eine Attacke ausgelöst.

Aber daß ich das jetzt auch unter dem Diazepam noch spür macht mich schon wieder fertig. Und schwupps bin ich wieder in der zwanghaft beobachtenden Position. Der Trakt ist einfach nicht entspannt genug, daß ich einfach mal ein Stündchen schlafen kann ((

Ich habe natürlich überlegt, womit es zusammen hängen kann, dass gerade der Punkt des Übergangs in den Schlaf so problematisch ist. Es ist ja letztendlich der totale Kontrollverlust. Das erchreckt mich total. Sicher auch die Angst dann nicht mehr aufzuwachen. Hab in letzter Zeit öfter Angst vor dem Tod, hat mit den Wechseljahren begonnen.

Noch vor zwei Monaten hätte ich nicht vermutet, daß sich meine Wahrnehmung soooo ändert und ich ernsthaft nach körperlichen Erklärungen suche. Aber das tue ich. Hab riesige Angst, dass mein Atemzentrum was abbekommen hat. Dann denke ich: hey, das ist sicher nur die Panik und im nächsten Moment kann ich mir das nicht vorstellen und bin sicher dass es einen ernsten Hintergrund hat, den ich übersehe, wenn ich nur auf Psyche fokussiere.

Heute Abend nehme ich mal eine Tavor (solange noch jemand bei mir ist, weil ich immer noch Angst habe, daß daß Zeug meine Atmung reduziert). Mal sehen ob ich damit schlafen kann. Aber leider ist meine Panik ins Bett zu gehen aus gegebenem Anlass verdammt groß

Alles nur Psyche?

25.01.2018 15:22 • #8


kopfloseshuhn
Also erstmal: Warum zahlst du die Untersuchungen denn selbst? O.O

Das Tavor kann eine Atemreduktion machen. ABER nur in großen Dosierungen. da bist du mit 1 mg sowieso auf der sicheren Seite. da passiert diesbezüglich gar nichts.

Ich kenne den Punkt den du da beschreibst, von dem aus du hochschreckst. genau dort empfinde auch ich in der Lage meinen Adrenalineinschuss.
Dort irgendwo liegt auch der Solar Plexus der für das vegetative Nervensystem zuständig ist. Es wundert als gar nciht, dass gerade dort eine art Zucken stattfindet, wenn man im ungleichgewicht ist.
Natürlich ist das Problem am Ende der Kontrollverlust beimin den Schlaf gleiten. Aber davor kommt die Angst, die du dir selbst machst.
Denn ich sehe das so:
Du hast Angst, dass du aufhören könntest zu atmen. Die Angst puscht dich auf, macht dir Angst vor dem Schlafen so dass du dich sowiieso nicht beruhigt hinlegen willst - und schon gar nicht die Sicherheit verspürst, dass dir nichts passiert.genau DER Stress ist es, der dich so aufputscht, dass du den Übergang so überhaupt mitbekommst.
Ich kenne das selbst - je aufgeregter und ängstlicher ich ins Bett gehe umso härter ist der Übergang in den Schlaf. natürlich. Von hundet auf null funktioniert schlicht nicht ohne Effekte

Ich hab dese Effekte schon seit gefühlt hundert Jahren. Am Anfang konnte ich auch nicht mehr liegen, nciht mehr schlafen. Ich daachte, wenn ich einschlafe sterbe ich. Also wieder hochgeschreckt und das wieder hinlegen mit noch mehr ANgst...was passiert? Wieder und wieder mit Panik hoch.
Bis ich nach einer durchgerockten Woche auf diese Tour schlichtweg SO müde war, dass ich in dem Moment gesagt habe ach pups drauf, dann stebe ich halt jetzt ist mir egal. Ich bin so verdammt müde
Der Moment des einschlafens kam und ich hab ihn einfach mal ausgehalten mit einem mirdochegal gefühl. Und was passierte? Ich bin eingeschlafen. Seither ist mir bewusst, dass dieses gefühl mir gar nichts kann. Es ist ein Gefühl wie jedes andere auch nur die Bewertung als bedohlich macht es erst zur Panik.
Der GEDANKE dahinter ist das Problem.

WEißt du, ich glaubenciht, dass dein Atemzentrum was abbekommen hat. Immerhin erzählst du hier voneiner Panikauslösenden Situation als Beginn und nicht von einem sehr sehr schweren Autounfall und auch scheinst du mir so weit fit zu sein, dass man hier nicht von einem schweren Schlaganfall ausgehen muss. Denn ist der Teil des Gehirns betroffen, ist das meist direkt tödlich.
Zudem liegen dort auch ganz andere Funktionen die ganz offensichtlich bei dir funktionieren (Tippen zB). Daher kannst du davon ausgehen, dass dein Atemzentrum völlig okay ist.

Probier mal folgendes aus: Komm aus der zwanghaften Beobachtung raus. Zum schlafen hilft mir hier: Hörspiele. Aber am besten ist: damit dich ein interessantes Hörspiel nicht wach hält, hör es dir tagsüber bereits einmal an. Und dann machst du es dir zum schlafen an.
Konzentrier dich darauf. Mirhilft das sehr mit dem einschlafen besse rzurecht zu kommen und aus dem ganzen Beobachtungs/Angstprozess heraus zu kommen.

Liebe Grüße

25.01.2018 15:52 • x 2 #9


sülchen
Erstmal: echt, danke, danke, danke für deine Kommentare. Hab schmunzeln müssen, fühlte mich ertappt oder besser erkannt. Für mich ist es eine Riesenerleichterung, daß du gleiche Erfahrungen gemacht hast und ich davon profitieren darf. Werde jetzt eine Runde am Meer drehen und entspannen.

Tja, die Rechnung muss ich erstmal selbst zahlen, da es eine Privatklinik ist. Rechnung reich ich dann zu Hause bei meiner Kasse ein.

Schaue mal, was ich mir hier übers Handy aufs Ohr tun kann und überlege mir, wie ich meinen solarplexus freundlich stimmen kann

GLG

25.01.2018 16:29 • #10


kopfloseshuhn
Gerne. Freue mich, wenn es ein kleines wenig hilft.
Übrigens kann man sein vegetatives Nervensystem auch gut mit Yoga ausgleichen oder...ich mache gute Erfahrungen mit einem Biofeedbackgerät. Damit lernt man, sich so zu steuern, dass man ausgeglichener und ruhiger wird und bringt das Nervensystem runter. Klingt etwas abgefahren, funktioniert aber bestens!

Ach Meer! Wie wundervoll! Ich liebe das Meer. Grüß es von mir und atme mal für mich mit Weite ein. Es gibt nichts besseres.

25.01.2018 16:35 • #11


sülchen
Liebe Huhn, eben habe ich ganz tief in die Weite für dich geatmet. Mußte mich ganz schön anstrengen, war soo windig

Vor zwei Tagen bin ich dann doch in der Klinik gelandet, nachdem ich in der ganzen Nacht keine Minute schlafen konnte - es war ätzend und ich war morgens völlig erschöpft. Glücklicherweise kann ich mich in Spanisch gut verständigen. Nach dem BelastungsEKG (natürlich eigentlich auch schon vorher) war klar, daß Herz und Lunge tip-top sind, die lieben Nerven aber nicht. Man schob mir ein Benzo unter die Zunge. Alle Verspannungen waren anschließend gelöst (Tumore wären ja geblieben .......) Dazu bekam ich ein Rezept über Lorazepam, welches ich die erste Nacht bei meinen Eltern genommen hatte - traute mich alleine nicht, weil ich so Angst hatte aufzuhören zu atmen. Gestern Nacht blieb ich alleine, schlief auch aber fühlte mich unwohler. Naja, auf jeden Fall besser als zuvor. Werde ich die restlichen Urlaubstage nutzen und dann wieder ausschleichen. Dann muss ich weiter an der Ursache arbeiten. Seufz!
Danke, daß du da warst!

27.01.2018 19:03 • #12


kopfloseshuhn
Gerne.
Wenigstens kannst du mit dem Benzo etwas runter kommen.
Danke für die Meeresbrise. Ist angekommen

Das du dich alleine unwohler fühlst und die Benzos anders wirklen ist klar, wieder mehr ANgst der sie entgegen wirkenmüssen.
Du schaffst das schon.

Wie sieht es eigentlich aus mit Therapie bei dir?
Wär das mal was?

27.01.2018 19:23 • #13


sülchen
Klar! ... Einen Termin bei meiner alten Therapeutin hatte ich bereits. Demnächst evtl eine Selbsthilfe Gruppe. Dazu arbeite ich mit Homöopathie + Cranio. Ich bin ein wenig ungeduldig. Will das weg haben. Ist natürlich illusorisch. Erstmal muß ich hinschauen. Und währenddessen sind mir schon ein paar Schuppen aus den Haaren gefallen.

Irgendjemand erzählte hier letztens zu versuchen der Panik eine Figur zu geben. Das machte ich dann auch. Vor meinem geistigen Auge erstand völlig eigenständig eine groooooooße Schattenfrau, mind. 3 meter. Nicht ganz Mensch, eher eine weiche, dunkle Figur, leicht gebeugt, ständig zugegen. Witzigerweise gar nicht Angst einflößend, eher ein wenig arg umsorgend. Ganz schwer die Angst dazu zu bewegen mal etwas auf Distanz zu gehen um mir mehr Luft zum Atmen zu lassen und mich frei bewegen zu lassen. Dann hatte ich sehr wohlwollend mit der Angst versucht zu verhandeln: ich weiß ja, du möchtest mich nur beschützen, aber das brauchst du nicht mehr! Bitte lass mir mehr Raum! Darauf hin hielt die Angst zwar ein wenig mehr Abstand, aber ich konnte fühlen, daß die Angst sehr unsicher und unglücklich mit der Situation wurde und es schien, als würde sie etwas sauer und trotzig und klebte wieder an mir.

Ein Schelm wer dabei an die Mutter denkt.... Diese ganzen Visualisierungen hatten sich völlig automatisch in meiner Vorstellung entwickelt. Mir ist erst später aufgefallen, daß das nur mit meiner Mutter zu tun haben kann. Und zu der (und meinem Vater) bin ich ausgerechnet jetzt für eine Woche nach Gran Canaria geflogen um sie zu sehen. Inzwischen ist unser Verhältnis soweit gut, es gab schon eine Reihe von Konfrontationen in der Vergangenheit in denen ich einiges aufgearbeitet hatte. Aber anscheinend halte da grad immer noch.

Puuuh, Roman-Alarm!

Jetzt überfalle ich erstmal einen spanischen Supermarkt um Kaffee für daheim zu besorgen ...

27.01.2018 20:02 • x 1 #14


sülchen
Da bin ich wieder. Ich komm mit den Nächten nicht klar ... Tagsüber mit höchstens leichter Unruhe geschlagen geht's mir recht gut. Längere Autotour in die Berge unternommen. Abends alles okay bis ich schlafen gehe. Habe mich getraut max. 0,5 MG Lorazepam zu nehmen, das ca. 1-2 Stunden bevor ich ins Bett geh. Es ist jedesmal dasselbe: lege mich beruhigt hin, Kopfteil erhöht um dem Verlegen der Atemwege durch zusammen fallenden Gaumen vorzubeugen (meine Angst vor einer Schlafapnoe)

Schlafe ich in Rückenlage ein, schrecke ich garantiert mit Panik und einem Erstickungsgefühl auf. Dann geht's mir erstmal mies. Angst.... Wenn ich mich wieder beruhigt habe versuche ich es wieder. Diesmal achte ich penibel auf Seitenlage auf erhöhtem Kopfkissen. Dann geht's besser. Mehr oder weniger durchgeschlafen.

Heute morgen dann aber ein ungutes Gefühl. Natürlich Verspannungen durch die blöde Schlafposition - die triggern gleich wieder mein Vertrauen in meine Atmung. Schnell aufstehen, Aktionismus ...

Ich wollte gestern gar nicht auf dem Rücken einschlafen. War einfach so weg geduselt. Im Gegensatz zu sonst bin ich auch mit einem ganz guten Gefühl ins Bett gegangen. Blöd daß ich hier noch im Urlaub bin. Mir macht das ganze schon ziemlich Angst.

WENN ich jetzt davon ausgehe, daß alles nur psychisch ist, dann grübel ich, warum meine Sorgen eine so große Affinität zur Atmung haben. Ich glaube ja schon an diese psychosomatischen Entsprechungen und habe im Hinterkopf daß Lunge und Haut mit Abgrenzung zu tun haben. Kann da jemand hilfreiches beisteuern?

Und welche körperlichen Probleme können noch hinter dem nicht-atmen-können stecken, um dies abklären zu lassen?

Danke und euch einen schönen Tag!

30.01.2018 08:34 • #15


kopfloseshuhn
Aha
Und da wunderst du dich, dass es dir aktuell dort so schlecht geht?

Um das abzuklären kannst du ins Schlaflabor gehen aber ich glaube nicht, dass da viel bei herauskommt.

Bei jedem haben die Sorgen eine Affinität zu einer bestimmten, Sorge die am vorherrschendsten ist.
Bei mir geht es auch viel um Luft.
Sie ist nunmal notwendig um zu leben. Und Angst kann einem wortwörtlich die Luft zum Atmen abdrücken.
Ich könnte dir da jetzt Seitenweise Geschichten zu erzählen. Aber ob dir das hilft?

Beim Zusammenhang mit Lunge und Haut sind wir in der chinesischen Medizin ...
Naja wer mag....
http://www.tcmed.at/PAGES/ANWENDUNGEN/Lungentyp.htm

30.01.2018 08:50 • x 2 #16


sülchen
Melde mich mal wieder, diesmal aus der Badewanne. Bin erkältet und hab Halsweh ... Trotz zwei gut verschlafener Nächte packte mich mit diesem unschönen Körpergefühl wieder die Panik. Diese geschwollenen Schleimhäute triggern wieder meine Erstickungsangst. Hab ein Krümel Lorazepam genommen.

Dafür hab ich seit meiner Rückkehr am Donnerstag nix mehr genommen und mich gut gefühlt. Die Zeit mit meinen Eltern war zwar intensiv, triggerte anfangs auch gut meine Ängste, doch es war auch eine gute Zeit in der ich ganz dezent auch meine Probleme ansprach. Meinte z.B., sie könnten mir zwar nicht helfen, mich aber einfach mal in den Arm nehmen. Das fällt denen soooo schwer, aber meine Mutter ist tatsächlich offener geworden. Auch dieses Überbehütet sein versuchte ich dezent anzusprechen, meinte auch, ich müsse mir wahrscheinlich auch nicht ständig beweisen mit viel Arbeit, daß ich nur dann gelten würde, wenn ich Leistung erbringe. Meine Eltern mochte ich nicht angreifen. Wir hatten in der Vergangenheit immer mal klärende Diskussionen. Die konnten auch nicht aus ihrer Haut und ich merke schon, daß gerade meine Mutter sich sehr verletzt fühlt. Tja, oft ist nicht gut was gut gemeint war. Letztendlich ist mir schon lange klar, daß das MEINE Abgrenzung ist, die ich erreichen muß. Meine Eltern müssen sich nicht mehr ändern. Dazu war es wichtig auch zu begreifen, daß meine Ängste eigentlich zu meiner Mutter gehören, nicht wirklich meine sind. Aber ich lebe sie immer noch für sie. So sind meine Angst und ich in einem guten Dialog.

Nach diesem Urlaub habe ich ein ganz inniges Gefühl für meine Eltern, versuche aber zu trennen, was meine und was deren Ängste sind. Gibt sicher noch ein Stückchen Weg zu gehen.

Auf dem Rückflug hab ich dann das Buch vom Cafe am Ende der Welt gelesen und mir kamen einige Male die Tränen, ich habe wirklich meinen Weg aus den Augen verloren und überhäufe mich mit Arbeit und Verpflichtungen, anstatt mehr Zeit mit Leben zu verbringen.

Ich bin dankbar für die vielen Gedankenanstöße die ich hier bekomme, speziell, Hühnchen, für eure Unterstützung!

Allen und mir selber eine ruhige Nacht!

03.02.2018 20:57 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

kopfloseshuhn
LIebe sülchen
Wenn ich das so lese könnte das Buch
https://www.amazon.de/Vergiftete-Kindhe ... dpSrc=srch

etwas für dich sein.Auch, wenn es bei dir vielleicht nicht so krass war, wie in den vielen Fällenim Buch so ist das doch ein guter Leitfanden dafür, wie man eigenverantwortlich wird und sich von den schlechten Einflüssen - eben auch Überbehütung - abgrenzt.

Liebe Grüße

05.02.2018 10:07 • #18


Rena57
Hallo Sülchen,
also, in Rückenlage ist es nahezu normal, wenn beim Einschlafprozess alles locker wird und viele fangen ja an zu schnarchen in dieser Position - Du schreckst halt stattdessen hoch, weil Du - unbewusst - darauf nur wartest und schwupp, da isses wieder und dann kommt die Angst und schon geht natürlich gar nix mehr in Richtung ruhiger Schlaf...

Wenn Du es nicht schon getan hättest, würde ich Dir als erstes empfehlen, es mit der stabilen Seitenlage zu versuchen. Ein Seitenschläferkissen ist übrigens eine ganz prima Sache dabei (gibts öfters mal bei Aldi oder Lidl im Angebot ) Gibt einem auch so ein wenig ein Gefühl von Geborgenheit, man hat was im Arm

Und ansonsten fällt mir noch dazu ein:
Ich habe seit einigen Tagen extremes Kratzen im Hals und Husten- und Niesanfälle - die Hasel blüht, was das Zeug hält und es muss aufgrund der wenigen Niederschläge der letzten Zeit ziemlich heftig sein dieses Jahr mit Allergien. Habe dann vor drei Tagen mit Loratadin angefangen und schon konnte ich besser schlafen. Leider habe ich noch ne andere Baustelle und vermutlich muss ich das Loratadin deshalb wieder absetzen. Aber jetzt weiß ich, dass ich keine Erkältung habe

Und damit Du nicht ständig an all die Schreckensbilder von wegen Atemgedöns denken musst, wie wäre es mit Meditationen zum Einschlafen? Gibts bei Youtube, teilweise zum kostenlosen downloaden und richtig schöne dabei, die total beruhigen und man hat das Gefühl, nicht allein zu sein...

Viel Erfolg und viel Spaß beim Ausprobieren und vor allem keine Erkältung wünscht Dir herzlichst
Rena

05.02.2018 11:06 • x 1 #19


sülchen
Liebe Rena,

Danke für deine Tipps! Das mit dem Seitenschläfer Kissen hatte ich schon öfter mal im Kopf, nur nie umgesetzt - eine guuute Idee. Für den Kuschelfaktor habe ich mein Stofftier ...

Früher hab ich autogenes Training gemacht und kann das noch recht gut abrufen. Fällt mir schwer Fantasiereisen zu gestalten, sobald eine fixe Idee sich einnistet. Und diese Entspannungsmeditationen auf YouTube hatte ich auch schon ausprobiert, das klappt leider nicht.
Im Moment geht es auch relativ gut. Aber halt nicht so ganz gut.

Hatte jetzt auch festgestellt, daß ich eher solche Gedanken zu Ersticken bekomme, wenn ich mich mal wieder zu sehr um andere bemühe. Diese Angst will mir jedesmal was erzählen. Ich verstehe es nur nicht immer. Am besten geht es mir momentan anscheinend, wenn ich mich ganz egoistisch nur um mich kümmer. Hoffe, daß sich das bald mal normalisiert und ich einen goldenen Mittelweg finde. Noch habe ich ein schlechtes Gewissen mich weiter krank schreiben zu lassen, aber irgendwie fehlt mir noch die Kraft für den Alltagsstress ;//

05.02.2018 20:58 • x 2 #20



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