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Fallen-Angel

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Hallo zusammen!

ich leide an Angst, Pa´s und Klaustrophobie.
Bin auch deswegen in Behandlung, mache gerade eine Verhaltenstherapie.
Gleichzeitig war ich am Anfang noch bei meinem Psychater, der mir gesagt hat, wenn ich es bräuchte, dass würde er mir auch Antidespressiva aufschreiben.
Jetzt ist meine Frage, was habt ihr gemacht. Nehmt ihr welche?
Mein Problem ist, dass ich fürchtbare Angst habe abhängig davon zu werden (meine Eltern und Freunde haben mir davon abgeraten).
Wann ist es nötig bzw. geht nicht mehr ohne? Oder wie war es bei euch?
Ich nehm übrigens zur Zeit Baldriparan.

Liebe Grüße Fallen Angel

07.07.2008 #1


39 Antworten ↓
ZZerRburRuSs

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@Kiki 78

Da mus ich aber mal ne andere Sicht der Dinge gegenhalten ,nämlich meine .

Das ich pro Therapie bin kann man leicht an meinen ganzen Beiträgen herauslesen dies beruht auf meinen positiven Erfahrungen damit die ich auch erst sammeln musste .

Therapeuten wollen nur unser bestes , unser Geld ?
Von mir hat noch kein Therapeut einen Pfennig bekommen ! Von meiner Krankenkasse sehr wohl . So funktioniert das hier , permanent (verhältnissmässig) einzahlen und wenn man es braucht wirds an die richtige Stelle ausgezahlt .
Die Therapeuten tun doch auch ihre Arbeit und ich finde , wie jeder andere Arbeiter sollen sie dafür auch bezahlt werden !
Ich möchte mit keinem Therapeuten tauschen , auch nicht für Geld !

Ja ! Ich denke das es manchen Therapeuten wirklich interessiert hat wie es mir geht . Sonst hätten sie mir nicht helfen können .
Bei einer Therapeutin bin ich mir sogar 100% sicher ! und diese Frau war ganz sicher nicht meine Freundin sondern einer der grössten und wichtigsten Kontrapunkte die ich je hatte .

Am Anfang habe ich nie gewusst wie Therapie funktioniert oder wie ich sie für mich nutzen kann . Aus diesem Grund habe ich eine Menge Therapien angefangen und auch wieder abgebrochen .
Irgendwann ist dann der Groschen gefallen (langsam) und zwar innerhalb einer Gruppentherapie.
Wir haben in einer Runde dies oder jenes diskutiert und wenn einer der Therapeuten einen Hinweis *g* gegeben hat oder einen Vorschleg gemacht hat konnte man praktisch sehen und hören wie einige Patienten "zu gemacht" haben .
Das habe ich zweimal beobachtet und mir gedacht "boa ey , wie stur und eingefahren die sind" ! Beim dritten mal ist mir dann aufgefallen das ich nicht besser war !
Daraufhin habe ich in Windeseile für mich einen "Therapeutenbonus" entwickelt .
Erstmal zuhören, erstmal offen drüber nachdenken und auch mal probieren was er oder sie vorschlägt und schauen wie es mir dabei geht. "Nö" sagen kann ich immer noch .

Ich gehöre bestimmt zu den Leuten die neue Vorschläge erstmal 1000 mal von jeder Seite aus betrachten und viele Nächte drüber schlafen müssen .
Manche Sachen kann man aber nicht durch "denken" bewerten oder erfahren die muss man einfach mal machen .

Wärend der ganzen Zeit habe ich mich übrigens nie "schwach" , "dumm" oder "hilflos" gefühlt weil ich mich von anderen Menschen (Therapeuten wie Mitpatienten) lenken und beeinflussen lassen habe . Ich habe es ihnen bewusst erlaubt (man muss dafür im übrigen gar nicht die Kontrolle über sich abgeben ! offen- probierfreudig und nicht sooo skeptisch sein reicht völlig ) .


Wie will man jemandem helfen der nicht an einer speziellen Phobie leidet ?

Man könnte ja versuchen herauszufinden welche feste Grösse "immer" vorhanden ist wenn seine Angst/Panik auftritt .
Wenn es nicht die "Spinne" ist oder der "grosse Platz" oder sonstwas kann es evtl vielleicht doch das "zu heisse Bad" sein dessen Schmerz noch nicht verheilt ist (auch nur als Beispiel).
Ich habe jede Angst gehabt und in jeder erdenklichen Situation eine Panikattacke bekommen .
Es hat auch immer gewechselt .
Die einzige Konstante Grösse war "ich" .

Die Therapeuten haben mir durch "reden" sehr geholfen Gründe zu finden für mein Verhalten und Denken und sie haben mir auch neue Wege aufgezeigt .
Wichtig ist das ich "zugehört" habe und es "versucht" habe.

Alles was ich verändert habe , an mir , habe ausschliesslich ich selbst beschlossen , erarbeitet , für probierenswert gehalten .... wie auch immer man das nennen möchte .
Ohne die Anregungen von aussen wäre ich auf vieles nicht gekommen und hätte mich auch vieles nicht getraut .

Therapie ist kein "Placeboeffekt" !
Therapie ist "verstehen" , "zulassen" ,"verändern" , "harte Arbeit" !

Wenn jemand 15 Jahre in Therapie geht und es demjenigen trotzdem nicht besser geht , ist er immernoch verschlossen und nicht bereit oder fähig neues zuzulassen !
Ich möchte das auf keinen Fall bewerten !
Jeder Mensch ist anders und jeder hat auch seine speziellen Erfahrungen .
Diese Sache , finde ich , macht auch anschaulich wie mächtig ein Mensch ist !
Wenn ein Mensch "seine" Türe wirklich schliesst ist es fast unmöglich für einen anderen Menschen sie von aussen zu öffnen !
Das muss dieser Mensch von innen tun .

Ich wünsche wirklich jedem das er sich das traut .
"Draussen" ist es auch schön .

Ja, ich habe da viel zu überlegt . Vor allem an meinem eigenen Beispiel.

Eine Studie ist immer so ne Sache !?!
Auch dort kommt es immer auf die Sichtweise an .
Vielleicht wäre es den 40 Leuten mit Therapie ja nicht so gut gegangen wie den anderen wenn sie keine gehabt hätten ?!
3 Monate sind mir zu wenig Zeit für so eine Studie !
War es die erste Therapie für diese Leute ?
Haben die sofort erkannt wie der "Therapiehase" läuft ?
80 Leute sind auch nich repräsentativ finde ich .
War der Auftraggeber / Autor dieser Studie unbefangen oder schon vorher pro oder contra Therapie ?!
Alles eine Frage der Herangehensweise


Ich habe also viel gelernt und erfahren .
Ich habe gehandelt und verhandelt mit Therapeuten , wie auf einem Basar .
Ich habe mich für Pro Therapie entschieden .

Dein Text ist deine Sicht der Dinge , das soll und muss auch so sein .

Aber so alleine konnte ich das da nicht stehen lassen

lg ZZ

06.07.2008 15:34 • #34


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A


Antidepressiva ja oder nein

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Christina

Christina
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Zitat von TheSaint:
ich mache keine angst vor den medikamenten, ich berichte von meinen erfahrungen und ich denke, das kann ich durchaus, da ich sehr viele und auch lange erfahrung mit dem zeugs gemacht habe.
Ich finde schon, dass Du mit zweierlei Maß misst, indem Du nämlich glaubst, aufgrund Deiner Erfahrungen verallgemeinern und Empfehlungen aussprechen zu können, während Du choice genau dies absprichst. Würde ich gleichfalls meine Psychotherapieerfahrungen verallgemeinern, müsste ich - aufgrund meiner umfangreichen und langjährigen Erfahrung - vor Psychotherapien jeglicher Art warnen.

Zitat von TheSaint:
abgesehen davon gibt es leute, die haben ganz einfach angst davor medikamente zu nehmen (sehr nachvollziehbar, wie ich meine)
Die meisten hier dürften diese Angst haben. Ich habe sie auch, deswegen lag mein AD wochenlang nur im Schrank. Dennoch gibt es einfach Fälle, deren Häufigkeit wir beide hier nicht beurteilen können, in denen ein Medikament für eine gewisse Zeit sehr hilfreich oder sogar notwendig ist. Und wenn aus dem sinnvollen Abwägen von Nutzen und Risiken nur noch irrationale Angst wird, steht dies der Behandlung im Weg.

Zitat von TheSaint:
abgesehen davon gibt es mittlerweile studien, die anfang des jahres veröffentlicht wurden und die wirksamkeit von antidepressiva (im speziellen den hochgelobten SSRI) nicht nur anzweifeln, sondern anhand von patientenstudien sogar widerlegt haben - das hat mir persönlich sehr zu denken gegeben, zumal ich selbst jahrelang mit SSRI behandelt wurde und meine ängste immer noch nicht los bin...
Das sind Metastudien zum Wirkstoff Paroxetin und seiner Wirksamkeit bei Depressionen. Um Angststörungen ging es dabei nicht. Die Hersteller haben anscheinend beim Zulassungsverfahren in den USA ihre Ergebnisse geschönt. Trotzdem zeigte sich Paroxetin einer Placebobehandlung immer noch signifikant überlegen, allerdings nicht auf dem von der FDA (zuständige amerikanische Behörde) geforderten Niveau.

Zitat von Gaby001:
ihr macht mir ein wenig angst vor der Therapie.
Keine Panik! Meine schlechten Therapieerfahrungen gehen auf klare Therapeutenfehler zurück, und soviel Pech bei der Therapeutenwahl kann sich eigentlich statistisch so schnell nicht wiederholen. Man kann weder bei Medikamenten, noch bei Psychotherapie von den Erfahrungen des einen auf die Erfolge oder Misserfolge des anderen schließen. Und: Es gibt so etwas wie Psychotherapieforschung. Danach ist erwiesen, dass Psychotherapien wirken, sie bewirken sogar nachweisbare Veränderungen im Gehirn. Aber weil man immer noch selbst denken muss, kommen Veränderungen und Verbesserungen nicht durch das zustande, was der Therapeut sagt, sondern durch das, was der Patient erlebt, denkt, fühlt und tut - angestoßen durch die Therapie. Zu der Studie, die Kiki78 genannt hat: Die kenne ich nicht, aber eine Dauer von drei Monaten ist in so einer Frage absolut nicht aussagekräftig. In dieser Zeit greift noch keine Therapie so richtig, während andererseits die Teilnahme an der Studie bereits eine Wirkung hat. Warten auf einen in Aussicht gestellten Therapieplatz bewirkt z.B. auch eine Veränderung: Man hat ein Ziel und die Hoffnung, das sich bald etwas tut. Was für eine Therapie wirst Du denn machen?

Liebe Grüße
Christina

06.07.2008 14:35 • #31


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N
Zitat von Fallen Angel:
Gleichzeitig war ich am Anfang noch bei meinem Psychater, der mir gesagt hat, wenn ich es bräuchte, dass würde er mir auch Antidespressiva aufschreiben.
Jetzt ist meine Frage, was habt ihr gemacht. Nehmt ihr welche?
Mein Problem ist, dass ich fürchtbare Angst habe abhängig davon zu werden (meine Eltern und Freunde haben mir davon abgeraten).

Liebe Grüße Fallen Angel


Hallo Fallen Angel.
Ich sehe das genau wie du mit den Medikamenten und nehme auch keine, da ich auch Angst habe abhängig davon zu werden. Meiner Meinung nach klappt es auch ohne, aber hängt halt davon ab wie stark die PA's bei dir der Fall sind. Also ich hab mich immer dagegen gewehrt.

LG
N.

#2


K
Also ich habe leztes Jahr im Januar vier Tage lang Tabletten genommen! Dann habe ich aufgehört damit! Es war die Hölle! Es ist eine harte Zeit ohne die Medis aber ich denke mit Medis währe bei mir nichts besser geworden! Ich bin froh sie abgesetzt zu haben! So kann ich doch ganz bewußt an mir arbeiten! Ohne neben mir zu stehen!

#3


K
Hallo ihr beiden

Antidepressiva's machen nicht abhängig! Müßt die ja nicht jahrelang nehmen
Ich konnte vor der Therapie und den Tabletten weder alleine auf die Straße noch sonst irgendwas. Die ADs haben mir viel geholfen um Therapiefähig zu werden damals.
Mache keine Therapie mehr, und die ADs habe ich auch nach ca. 7 Monaten ausgeschlichen. Und außer "Zaps" im Kopf die ungefähr 2 Wochen anhielten, hatte ich NULL Entzugserscheinungen oder sonstwas.

Ich würde den Rat des Arztes annehmen und damit anfangen. Schlechter werden kann es bestimmt nicht Glaubt mir!

#4


K
Zitat von kajal:
Also ich habe leztes Jahr im Januar vier Tage lang Tabletten genommen! Dann habe ich aufgehört damit! Es war die Hölle! Es ist eine harte Zeit ohne die Medis aber ich denke mit Medis währe bei mir nichts besser geworden! Ich bin froh sie abgesetzt zu haben! So kann ich doch ganz bewußt an mir arbeiten! Ohne neben mir zu stehen!


Und mit ADs steht man nicht neben sich! Man merkt die Besserung "schleichend". Und ist richtig da und nicht benommen oder ähnlich
Die ersten 3 Wochen waren bei mir auch Übel! Aber das wußte ich ja dank des Therapeuten, das es sich nochmal verschlechtern kann. Danach ging es mir super! War wie ein neuer Mensch.
Verwechselst du ADs vielleicht mit Benzos? Ala Tavor, etc?

#5


Fallen-Angel
Was sind denn genau AD`s?

#6


B
Genau so sehe ich es auch und praktiziere es auch so liebe Kajal

und man kann es schaffen bin auf dem besten wege hab schon einiges geschafft konte haus nicht mehr verlassen nun tu ich es wieder, noch nicht ganz angstfrei aber es kommt langsam.. Konfrontation ist das zauberwort also rannnnnnnnnnnnnnnnnnn.
Der wille ist derWeg auch ohne Medis , aber muss ja jeder individuell selber entscheiden was ihm gut tut und was nicht ich hatte mal medis hab sie nach einem halben jahr in die ecke verbannt und nix mehr genommen und es bekommt mir besser und der entzug von den medis war schlimmer als die angst und symptomatik selbst an sich. ich bin froh das ich diese dinger nicht brauche auch nicht als krücke.die pharmaindustrie verdient sich ne goldene nase lachhh. aber nicht an mir .
Lg Biggi

#7


B
ADs gleich antdepressiva
LG Biggi

#8


B
ich hatte alles durch von benzos bis Ads der beste arzt ist die natur in sich wir sind 1 naturprodukt, man kann es aushalten ich weiss ist schwer aber es geht.

#9


Christina
Zitat von Fallen Angel:
Jetzt ist meine Frage, was habt ihr gemacht. Nehmt ihr welche?
Zur Zeit ja, Trevilor, und es hilft.

Zitat von Fallen Angel:
Mein Problem ist, dass ich fürchtbare Angst habe abhängig davon zu werden
Antidepressiva machen nicht in Form einer Sucht abhängig. Es gibt allerdings bei einigen sog. Absetzsyndrome, auch wenn man ordnungsgemäß langsam ausschleicht. Das Medikament, das ich nehme, ist dafür bekannt, steht sogar auf dem BPZ. Das verursacht mir immer mal wieder ein ungutes Gefühl, trotzdem überwiegt für mich der Nutzen dieses Risiko.

Zitat von Fallen Angel:
Wann ist es nötig bzw. geht nicht mehr ohne?
Es geht immer ohne, fragt sich nur, zu welchem Preis. Wenn Du den Alltag nicht mehr gebacken kriegst, Dich nicht mehr aus dem Haus traust, Deinen Job verlierst, das Studium schmeißen musst, bei Prüfungen durchfällst oder Dir durch Stress Bluthochdruck holst - das alles sind Situationen, in denen man sich fragen kann (und m.E. auch sollte), ob der mögliche Nutzen eines ADs die Risiken bzw. Nebenwirkungen nicht doch aufwiegen würde.

Zitat von Fallen Angel:
Ich nehm übrigens zur Zeit Baldriparan.
Und bist - wie ich gelesen habe - dadurch dauermüde und manchmal auch richtig "zu", ohne dass Baldriparan nun der Bringer gegen die Angst wäre... Das geht mir mit meiner "Chemiekeule" anders. Die hat meine Grundangst und Nervosität gesenkt, die Depressivität gemindert und macht sich ansonsten fast gar nicht bemerkbar. Kurz: Während der Einnahme scheint Trevilor weniger unerwünschte Nebenwirkungen zu haben als Baldriparan. Auch das würde ich bedenken. Natur ist nicht immer automatisch gut, Chemie nicht immer automatisch schlecht.

Liebe Grüße
Christina

#10


TheSaint
hi,

ich würde - wenn du es hinbekommst - ohne medikamente versuchen auszukommen. meine erfahrung mit antidepressiva waren durch die bank die gleichen - und ich habe viele verschiendene genommen über die jahre und es lief immer so: erst wird ausprobiert, was wirkt - probierphase MUSS mindestens 4-8 wochen laufen, da antidepressiva im schnitt erst nach 6 wochen anfangen zu wirken... heißt du kannst frühestens nach der zeit sagen, obs besser wird oder nich. wenn man dann was gefunden hat, was wirkt, dann war das bei mir IMMER so: geht ein halbes bis ganzes jahr besser - wenn man sich mit den nebenwirkungen arrangieren kann - dann dosissteigerung, weil wieder ängste, dann maximaldosis, trotzdem noch ängste, wieder ein neues medikament ausprobieren usw. so hab ich das je zweimal 3 jahre lang gemacht, bis ich 2005 die schnauze sowas von gestrichen voll hatte, weil ich 40kg zugenommen hatte von dem pillenzeugs, teilweise kombinationen bekam, die sehr wohl abhängig gemacht haben (zumindest psychisch, körperlich is ja noch mal anders), ständig neben mir stand und mich wie in watte eingepackt und manchmal auch handlungsunfähig fühlte - und die angst war trotzdem nie ganz weg, gedämpft ja, aber trotzdem da. und ja, es waren antidepressiva, die ich genommen habe und keine neuroleptika oder so nen kram.

ich kann nur sagen, ich lebe seit 3 jahren ohne pillen, habe zwar immer ein tavor fürn notfall mit dabei, aber das is ne reine "kopfsache" bis ich das auch noch zuhause lasse. ich möchte nie nie wieder antidepressiva nehmen, weil die probleme und ängste davon nicht weggehen. manche mögen meinen, dass es ne sinnvolle sache ist, sowas in ner akutphase zu nehmen, wenn es einem sehr dreckig geht. aber akut is was, was schnell kommt und schnell vergeht - antidepressiva nimmt man nich mal eben schnell und setzt sie auch wieder schnell ab...

letztlich muss es jeder für sich selber entscheiden - aber ich bin sehr froh, dass die meisten hier auch meine meinung vertreten und sagen "wenn du es irgendwie ohne hinbekommst, dann versuche das..."

@christina "Es geht immer ohne, fragt sich nur, zu welchem Preis..." - der preis, den ich mit antidepressiva und anderen medikamenten "bezahlt" habe, war ein weitaus höherer, als ohne das zeugs... und trevilor hatte ich auch, das war ein richtiges dreckszeug die nebenwirkungen und gewichtszunahme betreffend. allerdings bekam ich das in kombination mit remergil


wünsch dir alles gute fallen angel und vorallem, dass du die für dich richtige entscheidung findest LG

#11


Christina
Zitat von TheSaint:
der preis, den ich mit antidepressiva und anderen medikamenten "bezahlt" habe, war ein weitaus höherer, als ohne das zeugs...
Ja, das ist sehr unterschiedlich, und man weiß nie, wie es gelaufen wäre, wenn man anders entschieden hätte. Ich nehme - bei 18-jähriger, fast dauerpsychotherapierter Krankheitsgeschichte mit symptomfreien Unterbrechungen - erst seit Januar Trevilor. Und ich überlege manchmal, ob mir eine rechtzeitigere Medikation nicht doch einige schlimme Krankheitsjahre erspart und berufliche und private Chancen gewahrt hätte. Das AD hat natürlich kein Wunder bewirkt, mich aber wieder therapiefähig gemacht. So etwas wäre nicht schlecht gewesen, als ich vor 16 Jahren aufgrund meines ersten schweren Rückfalls so down war, dass ich mein Studium für mehrere Jahre (!) unterbrechen musste.

Zitat von TheSaint:
trevilor hatte ich auch, das war ein richtiges dreckszeug die nebenwirkungen und gewichtszunahme betreffend. allerdings bekam ich das in kombination mit remergil
Auch das ist höchst unterschiedlich und Remergil für die Nebenwirkung der Gewichtszunahme ja bekannt. Meine einzige noch bestehende Nebenwirkung ist vermehrtes Schwitzen, zugenommen habe ich nicht. Wäre es anders, so dass ich im Alltag durch Nebenwirkungen behindert würde, hätte ich mich gegen das Medikament entschieden. Wie gesagt, der Nutzen muss im individuellen Fall die Risiken und Nebenwirkungen mindestens aufwiegen. Und: Ich plane keine jahrelange Einnahme. Monatelang ja, ADs sind keine Akutmedikamente. Aber ich versuche die Einnahmezeit dazu zu nutzen, psychotherapeutisch und in Bezug auf meine Lebensumstände das AD überflüssig zu machen.

Ich möchte niemandem dazu raten, nun unbedingt und möglicherweise noch als ersten oder einzigen Behandlungsversuch Antidepressiva zu nehmen. Das sind keine Smarties, irgendwelche Nebenwirkungen haben sie immer und ich weiß, dass ich diesbezüglich gut davongekommen bin. Fürs Selbstwertgefühl ist "ohne" auch besser. Aber: Ich möchte davor warnen, es um jeden Preis ohne ADs schaffen zu wollen.

Liebe Grüße
Christina

#12


K
Also bei mir war es ja echt übel! Und der Grund war damals auch das ich noch gar nicht solche Paniken hatte! Mein Neurologe hat die mir verschrieben wegen zwei Todesfällen in der Familie! Das ich da wieder runter komme! Ich selber bemerkte die Pas noch nicht! Aber Nach der Einnahme! Dieser Arzt hatte mich kein Stück vorgewarnt! Und seit dem Leide ich unter den PAs! Weil das für mein GEhirn zu viel auf einmal war!

#13


C
Also ich nehme Medikamente, besonders wenns mir schlecht geht, dann noch zusätzlich stärkere. Die machen nicht abhängig ich hör immer wieder auf mit den "Notfallmedis" wenns mir besser geht und habe keine Entzugserscheinungen.

Und meine Antidepressiva wirken gut und haben bei mir weder Nebenwirkungen noch werde ich Abhängig. Ich an deiner Stelle würde es probieren.

Ausserdem bauen die meisten einen Spiegel auf das dauert, also so 2-3 Wochen solltest du es probieren, dann kannst du es noch immer wieder absetzen.

Aber warum unnötig noch schwerer machen.

#14


TheSaint
@choice - du rätst hier ruhigen gewissens jemandem dazu medikamente zu nehmen, weil es dir damit angeblich gut geht? und meinst man müsse es sich ohne medis ja nicht unnötig schwerer machen? dann frage ich mich schon, wie dein artikel "Bei der Arbeit versagt" heute abend zustande gekommen ist...

also mir scheint so, du widersprichst dir da ein wenig selber... oder redest dir das schön mit den medikamenten, oder warum sonst bist du heute aus der arbeit mit ner dicken PA geflüchtet und hast alles liegen und stehen lassen und dich so schlecht gefühlt, als du zuhause warst?

letztlich bestätigst du mit deiner aussage genau meine eigene erfahrung die ich in diesem thread hier schon geäußert habe... und genau aus diesem grund nehm ich keine bunten smarties mehr - denn die bringen auf dauer einfach nichts und hindern dich aktiv an der angst zu arbeiten und sie zu bewältigen.

#15


C
@ the saint:i
ich habe meine Medis im März abgesetzt, und deshalb ist mir das passiert. Ich nehme sie jetzt wieder und mein Zustand hat sich innerhalb von kurzer zeit deutlich verbessert. Ich glaube das sie helfen.

Und nur angst zu machen vor medikamenten, kann auch nicht die Lösung sein. Ich glaube das viele einfach wirklich helfen.

Und ein PAs hat man wahrscheinlich mit und ohne Medis, aber meine Medis schwächen die PAs schon sehr ab. Heute gehts mir zwar nicht perfekt aber doch um einiges besser als gestern.

#16


G
Hallo,

war jetzt ein paar TAge nicht hier, bin nicht dazu gekommenm. Ihr habt mir gefehlt. Also ich brauch glaub ich auch mal Hilfe bei meinen Tabletten. Ich nehme jetzt 14 Tg Fluoxetin. Habe mit einem viertel angefangen und nehme seit letzter Woche eine halbe. Aber irgendwie helfen die nicht so wirklich meine ich. Habe zwar auch gute Stunden aber vor allendingen Morgens geht es mir nicht wirklich gut. Oder bilde ich mir das auch ein ? Es wäre schön wenn mir jemand was sagen könnte. Übringens habe ich am Mittwoch den ersten Termin bei meiner Therapeutin.

LG

Gaby

#17

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S
liebe gaby

die wirkung der medikamente entfaltet sich frühestens drei wochen nach beginn der einnahme. in diesen drei wochen sind nebenwirkungen normal und man spürt in der regel von der wirkung des medis noch nichts. das ist immer noch die einschleichphase. nach ca. 6 bis 8 wochen solltest du beurteilen können, ob es dir besserung bringt.

liebe grüsse

leaina

#18


G
Hallo Leaina,

ich habe schon überlegt sie weg zulassen. War doch der Hoffnung sie helfen schneller. Das ist doch kein Zustand wie man fühlt. Man geht schon abends ins Bett und überlegt wiees es wohl morgen wieder ist. Ich kann bald nicht mehr. ICh hoffe das mir die Therapie hilft. Sonst weis ich nicht mehr weiter.

LG
Gaby

#19


S
liebe gaby

ich kenne das gefühl.

niemand kann dir sagen, ob das medikament in der gewünschent richtung anschlagen wird. mit diesen medikamenten ist es einfach eine ausprobiererei, zudem sind sie ja nicht die therapie selber sondern sollen nur ein bisschen stabilisieren und dich therapiebereit machen.

so fertig du dich gerade fühlst, du musst dem medikament, aber in erster linie dir jetzt noch einen gewissen spielraum der geduld einräumen.

du hast ja bald den ersten thermin beim therapeuten. das ist ein guter start. aber auch hier ist geduld gefragt. du hältst das durch - wir halten soviel mehr aus, als wir glauben.

#20


A


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Dr. Hans Morschitzky
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