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TBURNA
Hallo Ihr Lieben, erstmal Danke das es dieses Forum gibt. Ich weiss nicht genau ob Ich hier Hilfe bekommen kann aber ich nehme jeden Strohhalm den ich kriegen kann. Ich Habe schon länger Probleme mit Depressionen und Angstzuständen aber das was ich jetzt habe sprengt alles dagewesene. ich habe die Probleme nach einer Anorganischen Schwefelkur. Welche ich nach 3 Tagen abbrechen musste weil ich merkte das Sie irgendwas tat was mir gar nicht gut tat. Zuerst hatte ich Verstopfung aber das was am schlimmsten ist diese extreme Unruhe und Angstzustände plus Depression. Symptome folgen. ich war jetzt in der Psychiatrie weil ich nicht mehr schlafen konnte und immer verrückter wurde. Sie probierten Truxal und Atosil aus aber es kam einfach gar nicht an. Obwohl ich fix und alle war haben Sie mich vor Weihnachten mehr oder weniger rausgeschmissen. Ich war nicht lebensfähig und ich hatte keine andere Wahl Tavor zu nehmen weil dieses Medikament als einziges dort ankommt. ich nehme es in kleinen dosen morgens 0,25mg und abends 0,25mg wenn es zu heftig wird auch mal mehr aberbich vermeide es so gut ich kann. Ich weiss das dieses Medi nicht gut ist wegen Sucht ect aber ich hatte 2 Möglichkeiten Leben oder Sterben und ich will Leben! Die ganze Ärzte schieben alles auf die Psyche aber ich bin mir sicher das da auch noch was anderes ziemlich im argen liegt.
Könnte der Schwefel irgendwas im Darm ausgelöst haben was man wieder in den Griff bekommen kann. Mikrobiom?!? macht Orthomolekularmedizin da Sinn?!? Befinde mich zur Zeit in einer Kur in Bad Oeynhausen da die Lösungsansätze hier ziemlich mager sind und ich ohne Tavor gar nicht mehr lebensfähig bin weil der Zustand so heftig ist brauch ich andere Hilfe. hier die Symptome wenn Tavor aufhört zu wirken.

-Herzrasen extrem pumpt in Bauch und Kopf,
-innere Unruhe, zittern, Beine zittern von allein.
-komische kalt und warm Zustände
-ständiges aufstossen, kotzanfälle
-extreme Magen Darmbewegungen
-Magenkrämpfe, Darmkrämpfe
-Angstgedanken
-Nackendruck und Kopfdruck
-Schwachheitsgefühl
-kann nicht einschlafen
-Augen können nicht richtig fokussieren
-Kopfschmerzen, heisser Kopf
-Schwindel
-Ohrendruck
-nach dem Essen wieder Unruhe
-druck auf der Brust
-schweres Atmen
-komisches Gefühl an der Wirbelsäule wie als wächst da was
-Pupillen gross wie auf anderen Dro.....

ich weiss einfach nicht weiter vielleicht habt Ihr eine Idee wo ich ansetzen könnte.

vielen Dank und Gottes Segen

Lg Tobi

10.02.2021 20:52 • 11.02.2021 #1


4 Antworten ↓


Roman87
Hallo TBURNA,
wenn die Symptome nach dem Abklingen von Tavor entstehen, dann gibt es 2 Ursachen: Angst oder Absetzerscheinungen. Wobei ich bei einigen der Symptomen und der Vielfallt schon sehr wahrscheinlich auf eine Abhängigkeit schließen würde, die sich mit deiner Angstsymptomatik mischt. Ich erkenne mich in den Symptomen wieder. Ich wurde in einer Klinik vier Wochen lang, statt angemessen mit Psychotherapie, lediglich mit 0,5 - 1 mg Tavor täglich behandelt, was im Grunde nach Ausschleichen der Wirkung die gleiche Symptomatik verursacht hatte. Nach sofortigem Absetzen durch den behandelnden Arzt ging ich durch die Hölle des kalten Entzugs und war schließlich nicht mehr therapierfähig; oder besser therapieunfähig gemacht und das brachte mich für 3 Wochen in die Geschlossene.
Mit Venlafaxin bin ich wieder auf die Beine gekommen, das ist ein SNRI, ein Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer und wirkt auch speziell da, wo Ängste unter Anderem entstehen, bei den Neurotransmittern Serotonin und Noradrenalin. Das Medikament ist sehr gut erforscht und hat eine sehr gute Wirkung im Verhältnis zu den Nebenwirkungen. Danach kam ich für weitere 2,5 Monate auf eine andere Station, wodurch ich wieder handlungsfähig wurde.
Tavor hat ein sehr hohes Suchtpotential und sollte nur in äußersten Notfällen genommen werden, in manchen stationären Betrieben wird es leider wie Fruchtgummi verabreicht, was ich verantwortungslos finde.

Die Leidsymptomatik, die du durchgehst, ist zwar subjektiv schlimm, du musst aber wieder selbstständig auf die Beine kommen und lernen, deinem Körper wieder zu vertrauen, die Symptome sind hart, aber nicht gefährlich. Vielleicht nimmst du noch andere Medikamente, die z.B die Pupillenerweiterung betreffen, aber selbst das kann in äußersten Erregungsphasen autonom vegetativ geschehen.
Gegen das Zittern und zur Beruhigung kann ich Promethazin empfehlen, das ist ein leichtes Neuroleptikum, das in Krisensituationen oder Situationen großer Erregung und Anspannung eingenommen werden kann. Das habe ich in Angstphasen oder in Anspannungsphasen (Borderline) genommen. Das dämpft das zentrale Nervensystem und macht müde, verhilft zum Schlafen.

Besprich diese Punkte mit deinem behandelnden Arzt. Wie dem auch sei, versuche zu dir zu finden und lehne die Symptome nicht ab, sie sind bloß die Sprache deines Körpers, dir Konflikte mitzuteilen; lerne, dich selber zu beruhigen und du wirst mehr Entspannung finden.

Beste Grüße,
Matthias

10.02.2021 21:35 • x 1 #2



Angst Zittern Panik nach anorganischer Schwefelkur

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Roman87
Ich kann dir versichern, die Symptompalette, die ich in meinen 5 Leidensjahren entwickelt hatte, ließen mich immer glauben, es wäre etwas Pathologisches, etwas wäre organisch nicht in Ordnung. Alleine zu der Zeit in der erwähnten Klinik habe ich in mein Notizbuch 56 Symptome eingetragen. Das ist nur die Summe all der Empfindungen, die ein nervöses und übererregtes Gemüt konzentriert und es gibt noch viel mehr. Die Kur mag vielleicht nicht reingehauen haben und du hast sie abgebrochen, es kann sein, dass sie nur das instabile und nervöse Ich hervorgebracht hat, das seit Langem oder vielleicht seit Kindheitstagen bereits da war. Auch ich war völlig stabil und lebensfroh (mit gewissen Schwankungen) bis ich meine erste Panikattacke nach einem Dro.Konsum hatte, der keine Wirkung zeigte, danach lag mein nervöser Charakter frei und jeder Moment stabiler Phasen war teuer mit Kraft, Angst und Anspannung erkauft, bis ich lernte, mit diesem nervösen Charakter umzugehen und die psychosomatische Verursachung nicht abzulehnen oder zu relativieren. Wenn du medizinisch abgecheckt wurdest und es über die chemischen Wirkungen dieser Kur nichts Bedrohliches nachzulesen gibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du durch dieses Ereignis einem hypochondrisch-ängstlichen Zug in dir den Weg freigemacht hast.

10.02.2021 21:51 • #3


TBURNA
Erstmal Danke für deine Antwort... ich muss dazu sagen
das ich schon seit 2002 mit Angstzuständen zu tun habe ausgelöst durch
THC und Mischkonsum.. 2008 wurde ich auf Citalopram eingestellt
wegen Depressionen...Ich kann nur wirklich sagen das deine Analyse nicht wirklich zutrifft ich kenne Entzugserscheinungen und Nein diese snd hier definitiv nicht..sondern genau die Symptomatik weswegen ich nach dem Schwefel in die Klinik musste..Promethazin nehme ich noch zusätzlich aber gg diese Problematik kommt es genausowenig ran wie truxal.. . Leider... zusätzlich nehme ich 15mg Escitalopram.Ist jetzt ne persönliche Ansicht aber mir hat Gesprächstherapie nie was gebracht.. leider.. . an brauch einfach mal andere Ansätze ich geh von der Biochemie aus.das Problem der Pharma is immer das gleiche
"Symptome beheben" .. . doch wo bleibt da die Wurzel?!?! Therapie!? bei mir definitiv nicht.. .

10.02.2021 22:41 • #4


Roman87
Hallo TBURNA,

wurdest du in der Klinik untersucht? Gab es Befunde oder Auffälligkeiten in den Werten?

quote="TBURNA"]ich kenne Entzugserscheinungen und Nein diese snd hier definitiv nicht [/quote]

Dass du Erfahrungen mit Absetzerscheinungen hast, will ich nicht abstreiten, aber jede Dro., jeder Stoff hat seinen eigenen Fingerabdruck an Symptomen, die mehr oder weniger noch von genetischen bzw. physiologischen Faktoren abhängen. Wenn du das erste Mal in deinem Leben von Tavor runterkommst und diese Symptome wahrnimmst, dann kann sich mir keine andere Verursachung erschließen, denn du schreibst sogar selber:

Zitat von TBURNA:
hier die Symptome wenn Tavor aufhört zu wirken.

-Herzrasen extrem pumpt in Bauch und Kopf,
-innere Unruhe, zittern, Beine zittern von allein.
-komische kalt und warm Zustände
...
...


Wenn nun die Symptome eine andere organische Verursachung hätten, wäre Tavor nicht im Stande viele oder ganz zu schweigen alle (!) zu dämpfen oder "verschwinden zu lassen".

Ich möchte nicht harsch oder kalt rüberkommen, ich erkenne nämlich einige Aspekte meiner Krankheitsangst in deinen Berichten wieder, aber ich sehe auch, dass du auf eine organische Erkrankung pochst, dass du nicht glauben kannst, wie heftig psychisch verursachte Funktionsstörungen des Körpers vielfältige Symptome erzeugen können. Es gibt Menschen, die verlieren das Augenlicht durch psychosomatischen Stress, andere verlieren die Fähigkeit zu gehen oder sogar zu sprechen, sich zu artikulieren.

Durch zu häufige Angst- und Panikzustände habe ich eine chronische Wahrnehmungsstörung mit dauerhaft aktiviertem Erregungszustand bekommen, was mir so viele kopflastige Symptome beschert, dass ich am Rande meines Lebensmutes stand; ich kann meine Brille nicht mehr tragen und keine langen Spaziergänge mehr machen; ich lebe im Dauerschwindel, mit unheimlichen Missempfindungen im Kopf, dazu wache ich seit 6 Monaten jede (wirklich jede) Nacht um 3, 5 und 6 Uhr morgens auf.
Ich war, seit alles begann, in insgesamt über 6 Kliniken (in jedem gab es einen Rundumschlag an Untersuchungen), und in den letzten 2 Monaten wieder beim Hausarzt (Blutwerte), beim Radiologen (MRT), beim Orthopäden (HWS Untersuchung), beim Rheumatologen (Entzündungswerte), beim Augenarzt, bei diversen Psychiatern und Psychologen und alle, ich sage dir wirklich alle Untersuchungen waren OHNE Befund.

Du bist sicherlich, wie ich ich früher auch so stark, unter ständiger Dauererregung und Anspannung. Dein Körper ist also 24/7 in Alarmbereitschaft.

Hast du über Venlafaxin nachgedacht?
Ich empfehle dir die kognitive Verhaltenstherapie, weil ich sehr stark annehme, dass du es mit einer Krankheitsangst zu tun hast, dass du nicht andere Ursachen als eine Organische ob der massiven Symptome nicht für möglich hältst. Ein so großer Leidensdruck, den ich auch hatte und z.T. habe, erzeugt fast immer den Wunsch nach einer greifbaren Lösung, nach einer sichtbaren Erkrankung, die irgendwie durch Blutwertanalysen oder Hormonuntersuchungen oder Ähnliches erklärt werden kann.
Tiefendynamische oder analytische Psychotherapien dauern zu lange, als dass sie dir kurzfristig helfen würden.

Von meinem jetzigen Standpunkt aus bin ich froh, dass ich die Bilanz der Untersuchungen und ihrer 0 Befunde schrittweise akzeptiert habe und nicht mehr unter dem Druck stehe, eine Erklärung für meine Symptome zu haben und ich bin froh, dass ich durch mehr Selbstfürsorge und Vertrauen in meinen Körper einen Teil meines Leidensdrucks beseitigt habe. Von hier aus begreife ich mehr und mehr vor allem wie die eigene bewusste und unbewusste mentale Einstellung im Nervensystem und Gehirn subjektiv schwerwiegende und immens "trickreiche" Effekte verursachen.

Gruß.

11.02.2021 11:35 • #5




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