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Kaische
Hallo,

ich heiße Kai, bin männlich und 30 Jahre.
Bei mir fingen die Panikattacken vor ungefähr 6-9 Jahren an.
Ich war unterwegs auf der Autobahn, zu einem Ausflug mit meiner damaligen Freundin.
Nach ungefähr 100-150 Km fahrt, wurde mir auf einmal so schwindelig das ich auf dem Seitenstreifen angehalten habe. Kurze Zeit später (30 Sekunden) konnte ich aber weiter fahren. Ob ich danach auf der Autobahn nochmal was hatte weiß ich gar nicht mehr, aber als wir abgefahren sind mussten wir noch ein Stück über Land fahren. Es ging immer Berg auf und Berg ab, über eine Landstraße. In dem Moment für mich die Hölle. Beim Bergauf fahren konnte man nicht sehen was dahinter und beim Bergrunter fahren konnte man viel zu weit gucken.

Wenn man mal genau drüber nach denkt ist das mehr als nur bescheuert. =D

Endlich am Ziel angekommen, war alles gut. Ich merkte nur das ich wohl etwas krank war, leichtes Fieber, Husten, Nase zu und wollte deswegen auch nicht sooo spät wieder zurück.
Auf dem Weg nach Hause musste ich nach ca. 150-200Km, auf eine Tankestelle fahren weil ich Panik hatte das ich ohnmächtig werden. Auf der Hinfahrt ist mir ja schon Schwindelig geworden.
5 Minuten gewartet zum Beruhigen und weiter, diesmal bin ich vielleicht noch 30 Km gekommen und auf einen Rastplatz gefahren. Ich zitterte am ganzen Körper und rief meine Mutter an das ich nicht weiter fahren könne und sie mich abholen müsse, meine Freundin hatte damals noch keinen Führerschein. Sie und ihr Mann machten sich dann auf den Weg und wir gingen in das Bistro. Für mich waren es Stunden, aber als sie da waren und ich auf dem Beifahrer Sitz gesessen habe war alles in bester Ordnung.
Meine Mutter leidet selber seit min. 25 Jahren an Angst und Panikattacken und meinte sofort zu mir das war ne Panikattacke.

Ich konnte dann sehr schnell zu einer ersten Psychologischen untersuchen gehen. Wo der Psychiater die Vermutung auch bestätigte.
Auslöser scheint meine damalige Arbeitsstelle gewesen zu sein. Ich musste im 3ten Lehrjahr den Arbeitgeber wechsel und das letzte Jahr war wirklich nicht schön. Es lag nicht an den Kollegen oder dem Chef, sondern die Arbeit hat mich total unterfordert und die Arbeitszeiten waren für mich sehr schlimm.

Wie es danach genau weiter ging, weiß ich gar nicht mehr zu 100%.
Irgendwann hatte ich dann oft schmerzen bzw. ein komisches Gefühl in der Herzregion und ich begann mir Gedanken über einen Herzinfarkt zu machen. Oft lag ich abends im Bett und hatte permanent meine Hand oder meinen Arm auf der Brust. Die Angst mich zu bewegen war riesig. An irgendwelche Aktivitäten, Sport oder Sex war gar nicht zu denken. Dazu kam eine permanente Angst zu ersticken bzw. keine Luft mehr zu bekommen.
Die Beziehung ging in die Brüche, allerdings weiß ich nicht mehr ob vor oder nach meinem Ausbildung ende. Die Panikattacken waren zum Teil auch dran Schuld, allerdings max zu 30%.

Das ganze beruhigte sich dann etwas und ich beendete meine Ausbildung und bekam einen Job zu dem ich 5 Tage die Woche 90 Km fahren musste.
Zu Anfang auch gar kein Problem, ich habe meine erste Brille bekommen die das ganzen besserte weil ich ziemlich schlechte Augen habe, aber es kam wie es kommen musste. Die Panikattacken waren wieder da.
Ich hatte wahnsinnige Angst, vor einem Herzinfarkt, Ersticken/Atemnot und das ich einen Anfall beim Autofahren bekomme (Epileptisch usw.).
Ich war dann einige Zeit krankgeschrieben. In der Zeit lernte ich eine Frau kennen, fand eine Psychiaterin, machte eine Homöopathische Behandlung und alles war echt super.
Es ging mir von Tag zu Tag besser.
Als ich dann wieder arbeiten ging, soweit alles gut, nur leider wollte mir meine Chefin den Urlaub streichen und da kam die Panik wieder. An einem Morgen habe ich mir 1 Km bevor ich auf der Arbeit gewesen wäre, einen Krankenwagen gerufen. Ich war ca. 5 Stunden in dem Krankenhaus und die haben mein Herz auf alles getestet. Der Arzt meinte ich könnte damit Astronaut werden.
Darauf hin, war ich dann ca. 9 Monate krankgeschrieben und die Psychotherapie hat mir sehr gut geholfen.
Ich war nahezu Beschwerden frei und wenn ich doch mal was hatte, konnte ich mich selber damit aufziehen. Z.B.: Habe ich zu meiner Freundin gesagt das es mir nicht so gut geht und wenn sie gefragt hat warum habe ich geantwortet: "Du weißt doch, ich bin bekloppt und weiß nicht mal was ich habe".
Der Job 90Km entfernt hat sich durch die Auflösung des Unternehmens zum Glück selber erledigt und ich fand einen guten neuen Job danach.


Soweit zu meiner Geschichte, nun aber die Gegenwart.
Seit ca. 1nem Monat bzw. jetzt schon ehr 1 1/2 Monaten, kam alles wieder. Auslöser diesmal, finanzielle Probleme, Unruhe auf der Arbeit, meine Freundin und ich sind viel zuhause (haben nur noch wenig Freunde) und (man könnte sagen "so schließt sich der Kreis") eine Autobahn Fahrt mit darauffolgender Landstraße. So schlimm das Ganze ist, ich muss grade selber da drüber schmunzeln. =D
Seit dem habe ich wieder Angst vor einem Herzinfarkt, Atemnot, diesmal dazu noch einen Schlaganfall und ohnmächtig zu werden.
Durch einen sehr verspannten Nacken ist mir oft schwindelig, aus irgendwelchen Gründen auch beim Rauchen (allerdings nicht wenn ich mit den Gedanken woanders bin -.-) seit 2013 habe ich Diabetes so das mein Blutzucker und Blutdruck oft Kontrolliert werden muss was der Panik auch nicht grade zugutekommt.

Warum ich mich hier angemeldet habe? Eine sehr gute Frage, ich habe ehrlich gesagt selber keine Ahnung, vielleicht um einfach mal drüber zu reden!?!

Lieben Gruß

Kai

03.07.2015 20:11 • 04.07.2015 #1


21 Antworten ↓


Kai, herzlich willkommen.

Hier bist du genau richtig, deine geschilderten Symptome, die zahlreichen Untersuchungen bei denen dir bestätigt wird dass körperlich alles in Ordnung ist, usw. kennen die meisten nur allzu gut.

Du hast eine Therapie hinter dir, aber momentan scheint alles wieder von vorne loszugehen.
Kannst Du mit kemand drüber reden? Vielleicht hilft dir eine Selbsthilfegruppe in deinem Wohnort?

Und du musst wieder lernen, deinem Körper zu vertrauen!
Das ist schwer, aber denk an die positiven Dinge die du immer wieder geschafft hast.

Und untersucht worden bist du ausreichend.

Ich muss auch regelmäßig meinen Blutdruck kontrollieren.
Lerne damit umzugehen, denn Angst vor dem messen bzw. dem Meßergebnis läßt die Werte ansteigen und verfälscht sie damit.

Alles Gute

03.07.2015 21:21 • #2



Angst während der Fahrt ohnmächtig zu werden

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Kaische
Danke schön Schnuffelchen,

Jein ich kann mit meiner Mutter da drüber reden, aber wie man sich vorstellen kann ist eine Mutter eh immer schon besorgt im ihr Kind und eine mit Panikattacken natürlich noch viel mehr.
Deswegen ist das nur in extremen Fällen gut.
Meinen besten Freund habe ich leider nicht mehr und meine Freundin hört mir zu und macht mir Mut, aber ich glaube das Verständnis fehlt ihr dafür. Was ich ihr nicht verdenken kann, wenn man das noch nie erlebt hat ist es schwer diese permanente Todesangst zu verstehen.
Ich bin drauf und dran, zumindest kurzzeitig, nochmal eine Therapie zu machen. Ob das was bringt ist natürlich die Frage.

Angst vor dem Ergebnis beim Blutdruckmessen hab ich komischerweise nicht, aber es muss ja auch was geben, was mir nichts aus macht. =)

03.07.2015 21:36 • #3


Hotin
Hallo Kaische,

schade, das Du Deine Ängste zur Zeit wieder so stark spürst.
Mit den geschilderten Auslösern kannst Du Recht haben.

Wie gehst Du denn mit Deinen Gefühlen um? Wie beurteilst Du Dein Selbstbewusstsein?
Zitat:
und die Psychotherapie hat mir sehr gut geholfen.
Ich war nahezu Beschwerden frei


Wunderbar, wie und womit hat das damals funktioniert?
Zitat:
habe ich geantwortet: "Du weißt doch, ich bin bekloppt und weiß nicht mal was ich habe".


Wenn Du nicht weißt, was Du hast, was hat Dir denn dann früher geholfen?

Viele Grüße

Hotin

03.07.2015 22:21 • #4


Kaische
Hallo Hotin,

Selbstbewusst sein ist Tagesform abhängig, mal bin ich sehr offen und Selbstbewusst, dann aber auch wieder total unsicher und zurückhaltend, Wobei das letztere überwiegt.
Die Therapie hat mir damals total geholfen. Die Homöopathischen Mittel brauchte ich irgendwann auch nicht mehr und war trotzdem lange beschwerdefrei. Ich habe es immer geschafft mir selber die Angst zu nehmen das wirklich was Ernstes ist und konnte super unterscheiden ob ich wirklich krank bin oder es vom Kopf kommt.
Das hat sich leider zuletzt wieder in die genau andere Richtung bewegt. Ich kann nicht mehr gut unterscheiden ob es vom Kopf kommt oder nicht.

Zitat von Hotin:
Wenn Du nicht weißt, was Du hast, was hat Dir denn dann früher geholfen?


Schwer zu erklären, mir ging es einfach sehr gut zu der Zeit und dann kam mal eine kleine Panikattacke, wo ich Angst hatte zu ersticken oder sowas und ich konnte mir selber sofort sagen, das ist eine Panikattacke. Trotzdem brauchte ich 2-3 Min bis ich mich 100% gefangen hatte und in der Zeit kamen dann solch Dialoge zustande.

03.07.2015 22:44 • #5


tweety007
Willkommen Kai,

ich bin zwar auch noch neu hier im Forum....aber dein geschildertes Problem erlebte ich vor kurzem auch...

Hm...wenn die Ärzte einen organisch abgeklopft haben und nichts gravierendes gefunden haben, versuche ich mich zu beruhigen, dass es nicht lebensbedrohlich werden kann, wenn es wieder passiert....aber nicht destotrotz bin ich froh, dass bald eine Therapie anfängt....

Ich verfolge mal deinen Beitrag, um zu schauen, wie du das meisterst....

Ich drück dir die Daumen...

LG

03.07.2015 23:06 • #6


Hotin
Hallo Kaische,

was hast Du denn für ein Bild von dem Begriff "Angst"?

Wie würdest Du mir normale "Angst" erklären, wenn ich überhaupt keine
Ahnung davon habe, was "Angst" bedeutet?

Wenn Du etwas verbessern willst, solltest Du irgend eine klare Vorstellung davon haben, was Angst
sein kann. Das muss nicht medizinisch korrekt sein.

Viele Grüße

Hotin

03.07.2015 23:07 • #7


Kaische
Zitat von Hotin:
Hallo Kaische,

was hast Du denn für ein Bild von dem Begriff "Angst"?

Wie würdest Du mir normale "Angst" erklären, wenn ich überhaupt keine
Ahnung davon habe, was "Angst" bedeutet?

Wenn Du etwas verbessern willst, solltest Du irgend eine klare Vorstellung davon haben, was Angst
sein kann. Das muss nicht medizinisch korrekt sein.

Viele Grüße

Hotin


Angst ist für mich, das Gefühl zu denken man Stirbt.
Das ist auch mein Hauptproblem, die Angst zu sterben.
Sei es durch Herzinfarkt, Ersticken usw.

03.07.2015 23:14 • #8


Kaische
Hey tweety,

das werde ich mit deinem Beitrag auch mache.
Mit dem einreden das es nicht schlimmes sein kann, versuche ich auch immer und hat auch immer sehr gut geklappt nur zuletzt leider nicht mehr. =(

Ich hoffe sehr das dir die Therapie hilft, bei mir hat sie damals Wunder bewirkt.
Vielleicht werde ich das auch Zeitnah nochmal versuchen.

03.07.2015 23:32 • x 1 #9


Hotin
Hallo Kaische,

Zitat:
Angst ist für mich, das Gefühl zu denken man Stirbt.
Das ist auch mein Hauptproblem, die Angst zu sterben.


Wovor Du Angst hast ist vermutlich nebensächlich. Dies wird oft zufällig entschieden.

Wenn Du weißt, das Angst ein Gefühl ist, warum hast Du dann Angst vor einem Deiner Gefühle.
Hast Du gelegentlich auch mal Angst vor Deinem Arm oder Deinem Bein?
Die Frage ist natürlich provozierend. Nur, wer entscheidet bei Dir drinnen,
welche Gefühle Dich belasten dürfen, und welche nicht?
Oder hast Du nur eine sehr begrenzte Anzahl von Gefühlen, die sich
bei Dir im Kopf überhaupt melden dürfen?

Meine brüllen gerade

- Es ist zu warm.
- Ich habe immer noch Durst
- Hunger habe ich aber auch noch
- Hoffentlich war die Soße noch nicht schlecht
- Von soviel Süßem wird Du bestimmt krank
- Warum gluckert das so im Darm, ist das krank?
- Warum juckt das Auge schon wieder
- Wird nächste Woche bei der OP alles gut gehen?
- Du lebst allein, was wenn Du danach Probleme zu hause hast

Wie gehst Du mit Deinen Gefühlen um?
Meine führe ich meistens wie eine Marionette in einem Puppentheater an einer Leine.
Ok, immer habe ich sie auch nicht vollständig im Griff. Sie gehorchen mir aber ziemlich gut.

Viele Grüße

Hotin

03.07.2015 23:37 • #10


Kaische
Genau das schaffe ich zurzeit einfach nicht mehr.
Die Angst zu Kontrollieren, sondern sie Kontrolliert mich.

Leider ist es nicht so einfach das so schnell wieder richtig zu biegen.

Hier zu schreiben, hilft allerdings echt schon etwas.

Edit: bzw. meine Gefühle zu Kontrollieren.

04.07.2015 00:18 • #11


alice01
Hallo Kaische,
die Kunst besteht darin, eben nicht zu kontrollieren, zu versuchen loszulassen, wenn die Angst und Panik wieder anklingeln!
Willkommen hier im Forum!

04.07.2015 00:22 • x 1 #12


Kaische
Danke alice,

kontrollieren ist vielleicht das falsche Wort.

Sollte so viel bedeuten wie, die Angst nicht überhand nehmen zu lassen.
Sondern mich an den schönen Dingen zu erfreuen und nicht in ständiger Angst zu Leben.

04.07.2015 00:30 • #13


Hotin
Hallo Kaische,

alice hat da schon was wichtiges gesagt.

Jetzt bohre ich mal weiter. Bitte sage es, wenn es Dir zu viel wird.

Zitat:
Genau das schaffe ich zurzeit einfach nicht mehr.
Die Angst zu Kontrollieren, sondern sie Kontrolliert mich.


Wie hast Du das denn früher gemacht. Was schaffst Du heute nicht mehr?

Hotin

04.07.2015 00:37 • #14


Kaische
Das drüber reden in der Therapie hat sehr viel geholfen und ich habe es geschafft das erlernte dann auch anzuwenden.
Wie z.B.: die Panik nicht in den Mittelpunkt zu stellen.
Ich konnte mich immer selber beruhigen, dass es nur Panikattacken sind und habe auch sehr gut gemerkt wenn es doch keine Angst war. Bestes Beispiel ist der Diabetes vor 2 Jahren. Da habe ich auch erkannt, dass es keine Panik ist sondern wirklich was nicht stimmt. Also funktioniert mein Empfinden für sowas, in der Theorie, ja ganz gut. Allerdings schaffe ich es nicht mehr darauf zu vertrauen, sondern denke direkt es ist was Schlimmeres als z.B. ein verspannter Nacken.

In ganz schlimmen Fällen habe ich mir selber mehrmals hintereinander gesagt, dass ich nicht krank bin und habe tief durchgeatmet. Jetzt kann ich das auch noch, denke aber beim Durchatmen direkt es stimmt was mit der Lunge nicht.

Edit: Wenn es mir zu viel wird sage ich es entweder oder antworte nicht. Die Freiheit nehme ich mir einfach mal raus. =)

04.07.2015 01:14 • #15


Hotin
Hallo Kaische,

Zitat:
Das drüber reden in der Therapie hat sehr viel geholfen


Da sehe ich auch so.
Zitat:
Also funktioniert mein Empfinden für sowas, in der Theorie, ja ganz gut.


Das sehe ich wie Du. Und es funktioniert bei Dir auch in der Praxis.

Zitat:
Jetzt kann ich das auch noch, denke aber beim Durchatmen direkt es stimmt was mit der Lunge nicht.


Und da könnte es sein. Du scheinst da fast alles richtig zu machen.
Nur, warum vertraust Du Dir selbst nicht mehr so viel, wie früher?

Zitat:
Auslöser diesmal, finanzielle Probleme, Unruhe auf der Arbeit, meine Freundin und ich sind
viel zuhause (haben nur noch wenig Freunde) und (man könnte sagen "so schließt sich der Kreis")


Sind die aktuellen Sorgen so groß, das Du noch keine Lösung sehen kannst?
Dann gib Dir selbst zu, das die Angst Dich sehr belastet und so stark anwächst,
dass sie Dir sogar ein Luftproblem vorgaukelt.

Kannst Du Dir vorstellen, das verständlich und logisch mit Dir selbst zu besprechen.

Falls Du das schaffst, könnte das ein Stück weit eine Lösung sein. Du solltest jederzeit offen und bereit sein,
Dir selbst zu zu geben, das Du vor einigen Punkten schwach und hilflos blockierst. Wenn Du Dir das eingestehst,
es akzeptierst, sollten Ängste in anderen Bereichen überflüssig werden.
Sie werden dann dort nicht mehr benötigt. weil Deine Angst die Erfahrung macht. Sie wird erhört
und ernst genommen, dort wo sie eigentlich entsteht.

Eine gute und ruhige Nacht wünsche ich.

Hotin

04.07.2015 01:45 • #16


Hallo Kaische,

herzlich willkommen hier bei uns

Als selbst Betroffene ist es sehr schwer, gute Tipps zu geben. Aber um so besser kann ich dich verstehen und auch alles gut nachempfinden.
Deswegen schreibe ich mal einfach meine Gedanken dazu auf....

Die allererste Panikattacke ist meiner Meinung nach der Grundstein für alle Folgenden.
Die Gedanken ab dann, entscheiden den weiteren Verlauf.
Ein ständiges Nachgrübeln darüber, was das jetzt war und das genaue Beobachten des Körpers sind der sichere Weg in eine Panikwelt.

Ein Beispiel aus meinem Leben, auf dem Weg ins Dunkle!

Ein heftiger Streit mit meinem Ex, der eskalierte brachte mich zu diesem Zustand.....
Eine Beleidigung die mich in der Seele traf, hatte Schmerzen in der Magengrube.
Konnte plötzlich nicht mehr atmen. ..Bekam nur ganz wenig Luft ( wie durch einen Strohhalm).
Es waren wohl etwa 30 Sekunden...Diese 30 Sekunden, die mein Leben komplett aus der Bahn gerissen haben!

Von diesem Zeitpunkt an, wurde meine Atmung so unter die Lupe genommen, dass ich Dieses als Hauptaufgabe meines Lebens machte.
Arzbesuch brachte nichts, wen wundert das?
Also, der Grundstein in ein "nur funktionierendes" Leben war gelegt. Das Kontrollieren meiner Atmung brachte mir noch viele Panikattacken , auch hin und wieder so eine " Strohhalmatmung"!

Das ganze liegt nun einige Jahre zurück....
Es ist nicht ganz weg, aber ich habe das Denken, das "Konzentrieren" verändert.
Deswegen geht es mir viel besser!
Ich nehme mich und Situation nicht mehr so wichtig... Will nicht mehr die Sklavin meiner Gedanken sein!

Das war nur ein Beispiel, ich könnte ein Buch schreiben über solche " Fehlgedanken"!

Durch Probleme auf dem Lebensweg verliert man manchmal die Sicherheit.
Da ist man natürlich ein leichtes Opfer für Wege, die in die falsche Richtung führen!

LG
NoraMarie

04.07.2015 09:01 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Kaische
Guten Morgen,

was ich leider schon gestern geahnt habe ist nun natürlich auch so. Ich mache mir totale Gedanken um die Hitze heute (38 Grad soll es werden).
Allerdings mache ich mir weniger Gedanken, dass ich Kreislaufprobleme bekomme, sondern viel mehr wie ich das aushalten soll. Das zieht mich dermaßen runter, dass ich schon 0 Bock hatte heute Morgen aufzustehen.

Dazu kommt dann natürlich die Alltägliche Frage: Sterbe ich heute?
Habe grade in einem anderen Thread gelesen das man das ganze doch eigentlich mit Humor nehmen sollte und dem Stimme ich zu 100% zu und versuche das selber auch immer wieder.



@ NoraMarie: Danke schön.
Zitat von NoraMarie:
Es ist nicht ganz weg, aber ich habe das Denken, das "Konzentrieren" verändert.
Deswegen geht es mir viel besser!
Ich nehme mich und Situation nicht mehr so wichtig... Will nicht mehr die Sklavin meiner Gedanken sein!

Verstehe ich das richtig, dass du deine Konzentration versucht von deiner Panik weg zu lenken?

04.07.2015 10:39 • #18


tweety007
Ja...die Hitze ich auch meine größte Sorge.....Kai, du bist nicht allein damit....

Hast du einen Ventilator....? Stell ihn auf....

Ich hatte den sogar die Nacht ins Schlafzimmer gestellt....

Aber ich bin auch froh, wenn es wieder etwas kühler ist....

LG

04.07.2015 10:51 • #19


Kaische
Sitze schon unter einem Deckenventilator seit gefühlten 4 Tagen, deswegen bekomme ich wohl meine Erkältung nicht 100% in den Griff.
Leider Wohnen wir auch noch unter dem Dach (nur eine Dachboden ist nicht drüber) und hier werden es bestimmt heute 32Grad drin.

Bin einfach nur froh wenn heute Abend 22 Uhr ist.

04.07.2015 11:03 • #20



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