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habe nächste Woche Freitag eine Zahn OP und habe schon jetzt so eine Angst auf dem Zahnarztstuhl eine Panikattacke zu bekommen und dann ja dort nicht weg zu können.Ich muss dazu sagen seit ich unter PA leide gehe ich sowieso nur ungerne zum Arzt und habe auch Angst wenn ich z.B. Spritzen bekommen Das kuriose ist, das ich nicht vor dem spritzen an sich Angst habe sondern vor dem Medikament was ich bekomme.Ich habe mal beim Zahnarzt eine Betäubungsspritze bekommen und danach hatte ich eine ganz schlimme Panikattacke bei der ich mir eingebildet habe auf das Mittel allergisch zu sein.Ich weiss das klingt bescheuert...naja und bei der Zahn OP werde ich ja wohl um eine Betäubung nicht rumkommen Es ist auch das Gefühl das ich ja im Falle einer PA nicht einfach aufstehen und gehen kann und es wäre mir total peinlich beim fremden arzt was zu sagen.Ich mache mich schon total verrückt.Hat jemand eine Idee wie ich an die Sache rangehen könnte ohne schon vorher in Panik zu verfallen komme mir echt doof vor aber ich muss da leider hin........LG Finchen

04.04.2008 17:44 • 01.03.2020 #1


11 Antworten ↓


Christina
Zitat von finchen007:
Ich habe mal beim Zahnarzt eine Betäubungsspritze bekommen und danach hatte ich eine ganz schlimme Panikattacke bei der ich mir eingebildet habe auf das Mittel allergisch zu sein.
Das ist nicht soo ungewöhnlich. Da ist m.W. Adrenalin drin, um den Kreislauf zu stabilisieren. Und was kann Adrenalin bei entsprechend sensibilisierten Menschen auslösen?... Richtig: Panikattacken. Wenn Du also merkst, dass z.B. Dein Puls hochgeht, kannst Du Dir sagen, dass das nur vom Adrenalin kommt und völlig bedeutungslos ist.

Zitat von finchen007:
Es ist auch das Gefühl das ich ja im Falle einer PA nicht einfach aufstehen und gehen kann und es wäre mir total peinlich beim fremden arzt was zu sagen.
Wieso eigentlich nicht? Man kann doch die OP unterbrechen, bis Du Dich wieder gefangen hast. Ihr könnt ein Handzeichen verabreden und dann ist erstmal Pause. Falls Du tatsächlich die erste Angstpatientin bei diesem Zahnarzt sein solltest, dann nur, weil die anderen sich erst gar nicht hingetraut haben.

Zitat von finchen007:
Ich mache mich schon total verrückt.Hat jemand eine Idee wie ich an die Sache rangehen könnte ohne schon vorher in Panik zu verfallen komme mir echt doof vor aber ich muss da leider hin.
Du wirst Dich wohl zwischen Not und Elend entscheiden müssen: Entweder Du sagst dem fremden Arzt, was Dein Problem ist, oder Du setzt Dich weiterhin unter Druck, keine Angst bekommen zu dürfen und wenn doch, sie Dir nicht anmerken zu lassen. Nur Mut! Ängstliche Patienten sehen die jeden Tag, Angstkranke wohl etwas seltener, aber die meisten sind gern bereit, darauf jede erdenkliche Rücksicht zu nehmen.

Liebe Grüße
Christina

04.04.2008 17:59 • #2



Angst vor Panikanfall bei Zahn-OP

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Liebe finnchen,
kenne das Problem nur zu gut. Verschiebe momentan meinen Zahnarzttermin Woche für Woche raus, sage ständig ab und mache einen neuen Termin aus. Ich vertrage normale Spritzen auch nicht, lasse mir daher alles nur mit adrenalinfreien Spritzen machen. Die haben keinerlei Nebenwirkungen. Habe heute in 1 Woche Zahnarzttermin, nehme deshalb schon ab heute Baldriantabletten ein. Was genau muß bei dir gemacht werden ?
Gruß Claudi

04.04.2008 18:01 • #3


Hallo! Ich kenne das auch! Und ich habe meiner Zahnärztin gesagt wie es bei mir aussieht und was mit mir los ist! Und seitdem geht sie noch behutsamer um mit mir. Klar ist meine ANgst vorm Zahnarzt noch da, aber ich kann ein wenig besser damit umgehen. Und sie hat mir auch versichert das wir jederzeit unterbrechen können! Klar komme ich mir blöd vor wenn ich so was erzählen tu, aber es ist notwendig meiner Meinung nach. und es geht ja um meine Gesundheit und da muss ich halt durch! Du schaffst das auch! Nur Mut!

04.04.2008 18:08 • #4


Hallo Claudi,
vielen Dank für die schnelle Antwort.Also vor 3 Monaten wurde mein Weisheitszahn gezogen.Ich war so glücklich als ich das hinter mir hatte(habe glaube ich 25 Anläufe gebraucht aus Angst vor der Angst).Nun hat sich leider rausgestellt das mein alter Zahnarzt Wurzelreste im Kiefer "vergessen" hat die nun in einer OP von einem anderen Zahnarzt wo ich jetzt erst einmal war entfernt werden müssen.habe schon bei der Besprechung nasse Hände gehabt und musste mich zusammenreissen mit meinen 34 Jahre nicht los zu heulen....mir ist ads so peinlich ich stelle mir jetzt schon vor das ich bestimmt einen Kollaps kriege oder mich peinlich benehme(obwohl das noch nicht vorgekommen ist beim Arzt) aber ich sehe ehrlich schon den Notarzt vor der Tür stehen und spinne mir alles mögliche aus das ist doch völlig meschugge oder?meien Familie sagt das ich mich nicht so anstellen soll usw. aber ich komme gegen diese Katastrophengedanken nicht an......

04.04.2008 18:17 • #5


Hallo Kajal,
finde ich super das du dich getraut hast deiner Zahnärztin das von deinen Ängsten zu erzählen.Bei meinem alten Zahnarzt habe ich das mal so angedeutet bei der Arzthelferin aber die hat mich nur blöd angeguckt und ich hatte das Gefühl jetzt lachen die mich bestimmt aus......

04.04.2008 18:20 • #6


Hallo Christina,
das wusste ich gar nicht das in diesen Spritzen Adrenalin enthalten ist.Das wäre auf jeden fall eine erklärung warum ich damalsl so stark reagiert habe.
Denn ich habe überhaupt keine Allergien bis jetzt in meinem Leben gehabt....aber ihr wisst ja selber was man sich mal eingeredet hat ist schwer wieder los zu werden.........lg Finchen

04.04.2008 18:30 • #7


Ich habe auch erst hier in deisem Forum davon gehört das Adrenalin in den Spritzen sind. Da habe ich es meiner Zahnärztin erzählt und nun bekomme ich die erste Spritze ohne Adrenalin am Montag. Bin echt voll gespannt we das wird. Habe auch ein wenig angst, den die anderen Behandlungen waren ohne Spritze. Aber nun kommt sie zum Einsatz. Aber ich stelle mir einfach vor das alles gut wird und das es schnell vorbei geht! Das solltest du auch! KOpf hoch, es wird schon!

05.04.2008 11:24 • #8


Hallo, ich war heute beim Zahnarzt zur Parodontosebehandlung. Ich bekam 6 Spritzen in den Oberkiefer und dachte auch nun geht es los.... Ich wollte aufstehen weil ich dachte ich fall vom Behandlungsstuhl. Die Zahnärztin hat mich nicht gelassen und gefragt was ich hab. Da hab ich ihr von meinem Problem erzählt. Sie sagte das was ich da jetzt hätte wäre panikähnlich, wäre aber in 10 Minuten vorbei, war es auch. Aber das "witzige" an der Sache war das sie mir erzählt hat wie schlimm ihr Mann auch unter Agoraphobie gelitten hat. Was er alles nicht mehr konnte, wie schlimm das war etc . Es ist erstaunlich wieviele Leute einem davon berichten wenn man selber anfängt zu erzählen. Es hat mir in dem Moment echt geholfen und beruhigt.

09.04.2008 21:37 • #9


Sw0bbe

01.03.2020 14:16 • #10


Icefalki
Klar, dass du am Rad drehst. Alles, was man nicht kennt kann einen beunruhigen. Wer eh Angst vor dem Zahnarzt hat, oder logischerweise Angst vor einem Eingriff, dreht eben am Rad.

Das Dormicum wirkt ziemlich gut. Dir ist alles egal. Eigentlich ein sehr schöner Zustand, mal im lmaA Zustand zu sein.

Ich hab mich hergekichert, als ich in der OP-Schleusse lag. Der Gedanke, dass die mich niiiiiiieeee narkotisieren können, fand ich total zum Lachen. So gut wirkt das Zeug. Und was die nun nehmen, ist egal. Hauptsache du bist cool drauf.

Dein Zahnarzt weiss schon, was er macht. Also, höre auf, dir Blödsinn auszumalen, der nie eintreten wird.

01.03.2020 15:44 • x 1 #11


Minkalinchen
Zitat von Sw0bbe:
hab nächste woche ein Zahn-OP in Dämmerschlaf mit Dormicum.Hab schon absolute Angst vor dem Dämmerschlaf. Allerdings ist es unbedingt notwendig, da ich seit 6 monaten,fast täglich extreme Schmerzen habe.Habe schon seit 8 Jahren fast täglich Angst Atembeschwerden (ohne Befund) (glaube das die Atembeschwerden von der Halswirbelsäule kommen durch Verspannungen) oder das mein Herz krank ist.Jetzt habe ich natürlich mal gegoogelt wie so eine Dämmerschlafnarkose abläuft und dann kamen das ziemlich unschöne Sachen für mich;Habe halt absolut Angst dass man von dem Dormicum Herzprobleme bekommt oder starke Atemprobleme.Außerdem habe ich teilweise starke Schluckprobleme, worum ich mir auch Sorgen mache. Dass ich mich verschluckewährend der Narkose (ich mein mit offenem Mund schlucken, ist schon schwierig, bei der OP).Hab auch mein Zahnarzt gefragt und der sagte nur, er habe 2-3 tausende Narkosen unter Dämmerschlaf schon gemacht undnoch nie ist was ernsthaft schlimmer passiert.Habe auch gelesen, dass Dormicum ein viel schwächeres Mittel ist als z.B. Propofol und daher auch die Risiken schon niedriger sind.Habt ihr irgendwelche Erfahrungen? oder könnt mich ein bisschen beruhigen Drehe langsam durch


Vor ca. 10 Jahren, sollte ich ein Zahnimplantat bekommen, hatte richtig Panik schon bei dem Gedanken. Mein damaliger Zahnarzt riet mir zu Dormicum, ich solle vor der Behandlung eine nehmen. Ich hatte auch erst Zweifel, wegen der Nebenwirkungen. Aber, was soll ich sagen, ich war dann mutig, habe sie eingenommen und ich war die Ruhe selbst, mir war alles egal. Und von der Behandlung habe ich gar nicht viel mitbekommen, lief sehr gut.
Warum soll es bei dir anders sein? Icefalki hat Recht, der Arzt weiß, was er tut und dir wird nichts passieren.

01.03.2020 19:15 • #12



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Dr. Hans Morschitzky