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marrysoul
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Hallo.....
Gibt es hier noch andere, die Angst vor Medikamenten haben? Ich habe das erst seit meiner Angststörung, früher nie.....hab es sogar, wenn ich Medis nehmen, die ich früher schon mal genommen und gut vertragen habe.Kennt das jemand?
Und eine andere Frage, welche Untersuchung habt Ihr so gemacht um abzuklären, ob medizinisch alles ok ist`?
Danke

06.02.2023 #1


262 Antworten ↓
Icefalki

Icefalki
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Ich habe mich 17 Jahre gequält, weil ich ich mich bzgl. der Angst geschämt habe. Als eine schwere Depri hinzukam, war ein AD meine Rettung. Im Moment muss ich das auch wieder nehmen, weil's mich wal wieder erwischt hat.

In diesen akuten Phasen kann man nimmer vernünftig denken, weil alles nur noch angstbesetzt ist. Man fürchtet alles. Ist extremst empfindlich, spürt diese Last auf der Seele liegen, kommt nimmer zur Ruhe. Alles entgleitet einem, man möchte sich verstecken, und selbst das geht schief. Alles geht schief, reines Chaos.

AD haben die Eigenschaft, sofern sie anschlagen, sich wie ein Schutzschild über die Psyche zu legen. Was aber nicht heisst, dass man deshalb negativ verändert wird. Sie puffern nur. Man wird wieder gelassener. Allerdings, da die meisten antriebssteigernd wirken, hat man zu Beginn u.U. nochmals eine Steigerung der inneren Unruhe, und schlechte Gefühle. Wenn man das weiss, kann man durchhalten.

Mein Arzt hat mich jetzt gleich auf die normale Dosis gesetzt, um schnelle Wirkung zu erzielen und mir auch deutlich gesagt, dass ich mit Nebenwirkungen rechnen muss und die Gefühle dann darauf schieben kann. Hab ich getan. Ich kann jetzt wieder sehr gut schlafen, hab Zeiten, wo es mir besser geht, dann mal wieder schlechter. Allerdings hätte ich es ohne Medi nicht mehr gepackt..

Ich wollte euch nur bissle Mut machen. Ich Weiss auch, dass Angst nicht mit dem Verstand gehändelt werden kann. Manchmal braucht es eben Medis, um wieder klarer zu werden.

27.05.2019 12:53 • x 3 #183


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A


Angst vor Medikamenten

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Schneewittchen-
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Bei mir war es genauso, im Urlaub habe ich Schwindel bekommen Panikattacke und ins Krankenhaus dann ein zweites mal mit Übernachtung, meine Tochter die arme sagt Mama ich will nicht im Krankenhaus bleiben, das war im Teneriffa im Süden, mir ist von der Hitze schwindelig geworden. Wie ich wieder in Deutschland war ist meine Tochter eine Woche zu ihrem Papa, ab da könnte ich eine Woche nicht mehr zuhause schlafen weil ich dachte ich könnte umfallen und keiner bekommt was mit, hatte so panische Angst das es was mit dem Herzen ist. Meine Hausärztin hatte auch noch Urlaub meine Versichertenkarte nicht gefunden, bin zu irgendeinem Arzt und habe sie auch angefleht das sie mir was dagegen gibt. Sie hat mir Tavor gegeben, ich musste aber was dagegen tun kann ja nicht ganze Zeit Medikamente nehmen bin in die Psychiatrie und die Ärztin meinte ich soll einen Termin machen für eine ambulante Therapie, als der Termin dann war, bin ich ins Auto erst mal Fenster aufgemacht Musik angemacht damit ich keine Panikattacke bekomme, auf dem Weg ins Krankenhaus bekomme ich eine Panikattacke nehme schnell eine Tavor, rote Ampel rufe ich meine Freundin an und bin so am heulen das sie mich weiter fahren soll. Als ich dann in der Psychiatrie war habe ich die angepfleht das sie mich aufnehmen. Im Krankenhaus würde es mir dann noch schlechter ich konnte das Krankenhausgebäude nicht verlassen weil ich Angst davor hatte das die Ärzte nicht sofort dann zur Stelle wären, im Krankenhaus habe ich auch einen Kreislaufkollaps bekommen und mich dabei übergeben, das war so eine schlimme Zeit und wenn es dann warm wurde hatte ich Angst vor der Hitze, dann die Angst vor Medikamenten kam noch hinzu, jetzt nehme ich Venlafaxine und es geht mir besser aber habe immer noch Angst vor anderen Medikamenten.

27.05.2019 09:33 • x 2 #182


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S
Hi. Kannst du das etwas näher erklären? Denn ich habe auch eine sehr große Vorsicht gegenüber (chemischen) Medis in mir, ganz einfach, weil ich Medikamente kaum vertrage und schon desöfteren nach der Einnahme eines noch so "harmlosen" Präparats (z.B. Aspirin) flach gelegen habe (Familienerbe; haben mehrere bei uns und ist eine Enzymstörung).
Seitdem gehe ich äußerst vorsichtig an alles heran, aber es ist eben auch begründet.

Deshalb frage ich bei dir nach - hast du ähnliche Erfahrungen gemacht und deshalb Angst oder einfach grundlos eine diffuse Panik?

LG

Sinead

#2


M
also bei mir ist es beides, ich hab schon schlimme erfahrungen mit antibiotika gemacht.....habe davor jetzt besonders angst, aber....ich habe auch angst vor zb paracetamol, was ich sehr gut vertrage, eigentlich vor allem, aufgrund des kontrollverlustes....momentan habe ich eine starke erkältung und mache mir schrecklich sorgen, dass die erkätung meinem herzen schaden kann.....ich habe auch medikamente gegen die angststörung, die ich schon genommen habe, aber die ich mich momentan nicht traue zu nehmen wegen angst vor nebenwirkungen....ganz schlimm......

#3


B
hey marrysoul
ich verstehe genau was du meinst. habe auch so angst vor medis,obwohl ich früher immer welche genommen habe wenn es mir nicht gut geht,ohne probleme. traue mich im moment auch keine paracetamol oder ibus zu nehmen,aus angst vor nebenwirkungen. auch ich habe medis gegen die angst hier,die ich natürlich aus angst,auch nicht nehme. obwohl ich denke,die würden mir gut tun. das einzigste was ich nehme,ist meine pille,obwohl ich dabei auch ein schlechtes gefühl habe,komischer weise,denn ich nehme sie mitlerweile 15 jahre.

zu den untersuchungen: bilde mir auch gerne krankheiten ein,besser gesagt jeden tag was anderes und gleich der gedanke jetzt ist es vorbei. habe mich schon etwas durchchecken lassen,aber ich finde da fehlen noch untersuchungen. bis jetzt wurde ein großes blutbild,24 std blutdruckmessung,ekg,belasstungsekg und eeg gemacht,alles o.b.

lg bella

#4


M
ja hört sich echt so an wie bei mir......im moment bin ich sogar mal echt krank, hab ne erkältung und denke schon wieder das schlimmste..........geht mir aber so schlecht, dass ich ne ibu genommen hab....bedeutet ja irgendwie auch, dass wenn es echt sein muss, kann ich medis nehmen....schon merkwürdig........
steht bei dir auch immer die angst zu sterben im vordergrund`?
hab angst weitere untersuchungen zu machen weil ich befürchte, dass ich dann nie ein ende finde----

x 1 #5


B
Ich denke immer gleich ans sterben und bilde mir gleich bei jedem noch lächerlichen symptom ein,ich habe was ganz ganz schlimmes,was ich mal irgendwo gehört habe. Diese gedanken begleiten mich den ganzen Tag und es macht mich langsam wahnsinnig.

Ich war auch vor 2 Wochen krank,mußte Antibiotika nehmen.. oh man,das war auch ein ganz schöner kampf...die Ängste wurden durch die Krankheit natürlich noch viel mehr und ich habe dann die Tabletten auch erst geschluckt,als die Schmerzen einfach kaum noch zum aushalten waren. Hatte eine Kehlkopfentzündung,ganz schön aua aua war das

Wünsche dir auf jeden fall gute besserung...

#6


S
ich weiss es hört sich doof an aber ich soll am Montag einen Magenspiegelung mit Kurznarkose bekommen.Da ich die ganze Zeit über eh schon dauernd ein schwanken im Kopf habe und Schwindel und Panikattacken,weiss ich nicht,wie ich das schaffen soll!!Ich habe vor der Narkose Angst,wegen Nebenwirkungenusw,Ich weiss ,das es so viele bekommen aber was ist,wenn mir dann noch schwindliger wird?Odernoch schwankiger?Hilfe!!Bin gerade totalüberfordert.Bitte ,geht es jemandem ähnlich?LG Silke

#7


O
Habe schon 3 Magen und 4 Darmspiegelungen hinter mir. Mit und ohne Narkose.

Bei Magenspiegelung brauchst Du doch keine Narkose. lass Dir ne Dämmerspritze geben die wirkt wie Valium. Du wirst ganz ruhig und spürst fast gar nix. Einmal kurz schlucken der Rest ist eine Sache von 10 Sekunden. das war es. Rein kurzz umgucken und wieder raus. Hab ich auch schon ohne narkose gemacht. Geht auch. Schmerzen haste sowieso nicht. Nur bei manchen die bringen es nicht fertig einfach nmal den Schlauch eunmal zu schlucken. Wenn er erstmal drinn ist merkste kaum noch was.

Mach Dir keine Gedanken geht raz faz und die ganze Angst war für die Katz

#8


M
Hallo
Also ich bin auch der Meinung das man keine Spritze brauch bei einer Magenspieglung. Habe vor kurzem eine gemacht bekommen und war in ner viertel Std. wieder draußen. Das Schlucken ist am schlimmsten aber das dauert ja nur ein paar Sekunden und dann merkt man kaum noch was.

#9


S
danke für Eure Antworten.Ich bekomme ja so eine Spritze.Habe auch schon überlegt ohne.Aber da ich im Moment schlimme Panikattacken habe,traue ich mir das auch nicht zu.So ein Mist...und vor Medikamentan Angst.Echt toll...LG Silke

#10


P
Es sei denn sie geben dir eine Überdosis, so wie vor zwei Jahren bei meinem Freund als der ne Magenspiegelung hatte. Der war danach den halben Tag noch high - sehr unterhaltsam für mich als Beobachter

#11


T
Hallo!
Ich habe ein großes Problem - ich habe den totalen Horror davor, wenn ich Medikamente nehmen muss, seitdem bei mir die Panikattacken davon ausgelöst wurden. Ich war damals immer sehr nervös und konnte kaum schlafen. Meine Ärztin hat mir dann "Citalopram" verschrieben und davon wurden die Panikattacken ausgelöst. Ich sollte sie dann auch sofort wieder absetzen. Seitdem traue ich mich gar nicht mehr irgendwelche Medikamente zu nehmen. Ich nehme mittlerweile noch nicht mal mehr eine Kopfschmerztablette oder so was. Jedesmal wenn ich erkältet bin habe ich Horror davor, dass ich evtl. ein Antibiotika nehmen muss. Letztes Jahr sollte ich auch mal Tabletten nehmen, weil ich leichten Eisenmangel hatte, noch nicht mal die habe ich vertragen. Die Nebenwirkungen hauen mich echt immer total um. Mir geht es bei so ziemlich allen Medis von den Nebenwirkungen schlechter als vorher - also verzichte ich lieber gleich ganz.....
Es wäre schön, wenn ich da auch mal einen Weg finden würde, dass ich damit umgehen kann.
Weiß vielleicht jemand einen Rat??
Gruß
Taddy

#12


I
Mhhhh, schwer zu sagen, dass sich das ja schon sehr in deinen Kopf eingebrannt hat. Ich kann dir da leider auch nicht weiter helfen. Sry

#13


E
Es gibt viele Menschen die eine Abneigung gegen Medikamente haben, was ja aber nicht sonderlich schlimm ist. Unsere Vorfahren haben Erkältungen und auch Krankheitsbilder wie Grippe, spielerisch gemeistert.(natürlich nicht immer, aber auch heute sterben noch Leute an Grippe)

Nimm es doch einfach so hin, das du ein Mensch bist, der von Medis nicht viel hält. Bilde dich doch ein wenig auf dem Gebiet "Naturheilkunde"...mir fällt da spontan Zwiebelsaft ein, wo es mir zugleich eiskalt den Rücken runter kräuselt. Soll ja aber Wunder bewirken.

#14


P
Eine Panikattaken sind mit Sicherheit nicht davon ausgelöst. Die ursachen der Panik liegen wo anderes und nicht in der medikamenteneinnahme

#15


T
Danke für eure Antworten. Ich werde mich wohl wirklich mehr auf die Naturheilkunde konzentrieren

#16


E
Ist auf jeden Fall nicht verkehrt.

Im Ernstfall, wegen was auch immer...wirst du denke schon von ganz alleine, die medikamentöse Behandlung vorziehen. Gibt ja heut zu Tage Krankheitsbilder, die es damals nicht gab und wo die Natur_Medizin versagen würde bzw. es unnötig Zeit kosten würde, das geeignete pflanzliche Mittel zu finden, was auch zu 100% wirkt.

Vielleicht denkst Du dennoch mal drüber nach, ob die damalige Angst und Panik, nicht doch einen anderen Ursprung hat. Nimm dir Zeit..bloß kein Stress...ist pures Gift. Chill Out maaannn...

#17

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Michaellu
Von den Citalopram kommen die Panikattacken bestimmt nicht ich nehme die auch und bei mir helfen die Einwandfrei,das ist bei dir wohl ein Psychisches Problem du hast schon die Nebenwirkungen bevor du die Tabletten schon genommen hast,es besteht aber auch die Gefahr das wenn du neue Tabletten einnehmen muss das sie die erste Woche deine Ängste verschlimmern das ist aber ganz normal,die Medikamente fangen erst richtig nach 2-3 Wochen an zu wirken.Versuche die trotzdem zu nehmen,du wirst sehen nach einiger Zeit lassen die Ängste nach.
Gruß: Michael

x 1 #18


A
das sie bei dir helfen heißt nicht, dass sie bei anderen auch so wirken... ich sollte die tabletten nehmen um nicht immer so angespannt zu sein und gegen meine schmerzerkrankung. ich geb zu, dass ich ein sehr ängstlicher mensch bin, aber eigentlich keine panikattacken hatte... durch citalopram war ich viel unausgeglichener, aggressiver und hatte immer wieder panikattacken... habe dann das medikament gewechselt und es wurde ganz plötzlich wieder viel besser... meine ängste haben übrigens überhaupt nicht nachgelassen. meine ärztin sagte auch nach dem 3. Medikament, dass ich die SSRI und SSNRI anscheinend nicht gut vertrage und nehme jetzt wieder ein trizyklisches antidepressivum. das hilft auch gegen meine ängste....

#19


C
Citalopram und alle SSRI können gerade am Anfang enorm die Angst und Panik verstärken. War bei mir auch so. Und ich kenne Leute, da dauerte der angebliche Anfang von 2-3 Wochen dann 2 Monate und alles war schlimmer, bis es besser wurde. Das hält nicht jeder aus, ich hatte nach 1 Woche auch die Nase voll.

#20


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Dr. med. Andreas Schöpf
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