unsichtbar

6
2
Hallo!

Ich habe ab und an Beratungstermine, bis ich meine Therapie beginne. Jedes mal, drehe ich bald vor den Termin durch.
Ich hab riesen Angst davor, fange an zu zittern und mir gehen total die komischen Dinge durch den Kopf. Es wird auch nicht besser, es ist immer das selbe. Ich kann davor die Nächte nicht schlafen, esse davor total wenig. Hab immer Magenschmerzen..
Ich versteh das einfach nicht.. ich hab ne riesen Angst vor der Beratung immer..
Aber ich mag die Beraterin ... ich verstehs nicht..

uni

16.09.2007 18:31 • 03.10.2007 #1


10 Antworten ↓


unsichtbar


6
2
Ich war heute da, was passiert?
Ich bekoemm keinen Ton raus, ich sitz da will was sagen aber ich schaff es nicht!
Wieso kann ich das nur nicht??
ICh hab voll rumgezittert, sie meinte nur sie sieht das es mir nicht gut geht, aber sie kann nichts machen wenn ich nicht spreche... ich hatte voll schiss und nur rumgezittert
Ich kann das net..

19.09.2007 21:09 • #2


no fear


470
31
1
ich kann es nachvollziehen, dass du angst hast: das gespräch ist wie ein eingeständnis, das man nicht leisten will. die aussage, sie kann nix machen, wenn du nicht sprichst, ist selten doof : das ist ihr job, sie muss dich runterholen,. wenn die die techniken nicht beherrscht, versuch doch einen "berater" zu finden, der sich mit panikern auskennt

20.09.2007 08:47 • #3


norium


92
16
Hallo,

ich kann Dich da auch gut verstehen. Ich hab zum ersten Termin mit dem Psychotherapeuten meine Freundin mitgenommen, weil ich dachte, der holt sofort die mit der lustigen Jacke und ab in die Klappse( ist eine meiner größten Ängste...)
Doch der Typ war sehr nett und hat mir eigentlch schon von Anfang an meine Ängste minimiert. Ich war wirklich positiv überrasch,t aber ich denke es liegt wirklich am Therapeuten oder auch am Betreuer.
Wenn Deine Therapeutin nicht auf Deine Probleme eingehen kann, hast Du denke ich zwei Möglichkeiten:
Einen extremen Schritt wagen und versuchen ihr alles zu erklären, angefangen davon, dass Du Dich schwer tust im Moment zu sprechen. Ich denke wenn der erste Schritt getan ist, werden die anderen leichter werden, jeder einzelne.
Oder Du suchst Dir jemand Anderen, der besser auf Deine Situation eingehen kann.

Ich denke es dauert alles seine Zeit und ich denke Du selbst solltest Dir diese Zeit auch gönnen und nicht gleich denken, dass Du das generell nicht schaffst, sondern, Du hast eben etwas Anlaufschwierigkeiten beim ersten Schritt und das ist, da bin ich mir felsenfest sicher, wahrlich kein Grund sich schlecht zu fühlen.
Diese Gefühle erleben sehr viele Menschen bei solchen Gesprächen, "normale" wie auch Angsthasen( soll nicht böse gemeint sein, aber etwas Humor nimmt den Schrecken....)
Ich hab mir auch vor dem ersten Termin fast in die Hose gemacht, hatte Panik, Schweißausbrüche, Herzklopfen, Unwirklichkeitsgefühl und so weiter.
Doch ich wollte das überwinden, ich wollte dieser schei. nicht länger das Zepter über mein Leben in die Hand legen und nichts dagegen tun können. Ich hatte die Schnauze echt voll und war richtig sauer auf meine Angst.

Ich weiß es ist verdammt schwer, aber heute denke ich, dass man diese Angst und die Panik in den Griff bekommen kann und das Leben wieder "besser" wird und irgendwann verspührt man die Angst nur noch wie ein leichtes Zuppeln am Ohr, dass man leicht abschütteln kann. So sehe ich jedenfalls in meine Zukunft und meine Therapie hat mir bis jetzt sehr dabei geholfen.

Das sind allerdings nur Erfahrungen, die ich gesammelt habe.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und auch viele starke Nerven und einen Beutel voll Mut an Deiner Seite um die ersten Schritte hinaus aus diesem verdammten Angstkreis zu machen.
ich wünsche Dir alles Gute dieser Welt und ich bin mir sicher, dass jeder das schaffen kann was er sich vornimmt.

Liebe Grüße,
C

20.09.2007 12:42 • #4


unsichtbar


6
2
Ich hab nächste Woche nochmal einen Termin bekommen, sie meint vlt geht es dann besser. Ich weiß nicht, ich würds besser finden wenn jemand mitkommen würde, aber das Problem ist, das ich keinen kenne.
Weiß nicht, ich hatte mir extra Sachen auf nen Zettel geschrieben und es ging nichts.. ich find das total peinlich, weil ich das nicht mal hinbekommen habe

20.09.2007 13:58 • #5


norium


92
16
Hi,

ich kann gut nachvollziehen, dass es Dir peinlich ist. Ging mir auch eine lange Zeit so. Vor allem in der Arbeit hab ich alles so gut versteckt, dass es nur ja keiner merkt.

Aber leider oder zum Glück geben Dir genau solche Empfindungen eine Richtung vor.
Ich finde es ist überhaupt nichts peinlich. Ich finde so ziemlich alles ist menschlich und von daher vollkommen in Ordnung.
Wenn zu Dir jemand kommen würde um mit Dir über ein Problem zu reden und er würde Dir sagen, er findet es peinlich und kann nicht...wie würdest Du reagieren? Wäre es für Dicg doof oder peinlich oder dumm oder was auch immer negatives nur weil einer Hemmungen hat mit all seinen Problemen auf anhieb herauszubrechen?
Ich denke es ist menschlich und von daher in Ordnung.
Das mit dem aufschreiben hat mir auch immer gut geholfen. Ich hab immer dann etwas geschrieben, wenn ich Lust dazu hatte oder es loswerden wollte.

Vielleicht kannst Du ja Deiner Therapeutin den Zettel geben und sie liest was Du empfindest.
Vielleicht erhält sie so eine bessere Plattform um Dir zu helfen, denn leider hat sie ja auch recht...wenn sie nicht weiß, was mit Dir ist kann sie Dir nicht helfen, aber die Methode das herasuzufinden sollte von ihrer Seite, nach meiner Meinung professionell und hilfreich sein.

Keine Bange, wenn Du mit dieser Therapeutin nicht zu Recht kommst, such Dir eine andere. Ich habe während meiner schlimmen Zeit Hausarzt und Neurologe gewechselt, da ich mich nicht gut aufgehoben gefühlt habe.
Es ist Dein gutes Recht...5 Probesitzungen und dan die Entscheidnug ob der Therapeut der "richitge" ist.

Der erste Schritt ist der schlimmst und beinahe unmöglich zu gehen, aber nur beinahe. Man kann ihn gehen und meist wird dannach alles einfacher und leichter, zumindest wars bei mir so.
Aber es ist halt eine wirkliches Stück Arbeit an sich selbst und an Gewohnheiten, die meist ohne Hilfe nur zeitweise funktionieren.

Darf ich fragen, wie alt Du bidt und wie schlimm Deine PS's sind?

Liebe Grüße,
C

20.09.2007 15:42 • #6


unsichtbar


6
2
Ich glaube das mit einen Zettel ist sehr gut...
vlt schreib ich das alles mal auf... hört sich leichter an...
aber ich weiß nicht, ob ich es schaffe ihr den auch zu geben
ich trau mich ja schon kaum was zu sagen.. obich dann schaff ihr was zu geben?? warum ist das alles nur soooo schwer...

sie ist nicht meine therapeutin.. sondern meine beraterin...
therapie beginne ich erst in januar.. leider....
und ich mag sie sonst ja.. sie ist sehr nett..

was meinst du den mit PS's?
ich bin 21...

20.09.2007 17:19 • #7


norium


92
16
Hi Du,

sorry meint Panikattacken oder Angstzustände.

Ja es ist schon nicht einfach damit fertig zu werden und ich denke wenn es einfach und leicht wäre, hätten wir keine Probleme...leider ist das Leben kein Zuckerschlecken und das wird es auch nie sein.

Ich bin 28 Jahre alt und lebe nun schon seit sieben Jahren mit diesem Problem, aber wenn ich es mir aussuchen könnte, möchte ich diese Erfahrung eigentlich nicht missen.
Denn man kann sehr viel darauß lernen. Man muss den Ar. hochbekommen und sich den schrecklichsten Gefahren stellen, auch wenn es nur der Gang zur Post ist, für mich war das mal eine riesige Gefahr, dachte ich zumindest.
Man Lernt mutig zu sein, ein Risiko einzugehen und das ein Risiko auch gut enden kann, man lernt sich mehr zu vertrauen und zu entdecken wo Grenzen sind oder gezogen werden müssen. Man lernt tapfer zu sein und sich nicht so leicht entmutigen zu lassen und man erkennt, was man kann und wer man sein könnte.

Denn: die Seite der Angst und des Verzagens sind das eine....aber was würde passieren, wenn Du die Energie und die Zeit die Du jetzt in Deine Angst steckst in produktive Dinge stecken würdest? Wie weit würdest kommen und wie viele wunderbare Dinge erleben.

Jetzt scheint Dir alles schwer und ich denke, dass muss auch so sein, wenn es leicht wäre, hätte es nicht dieselbe Bedeutung. Nur wenn Du etwas wirklich Schweres schaffst, hast Du hinterher ein Hochgefühl. Wenn es einfach wäre, wie Schuhe zubinden...dann wäre es alltäglich und man lernt nicht so viel darauß.
Jede Krise ist eine Chance, auch wenn es schwer ist.

Stell Dir doch mal in Gedanken vor, wie Du der Betreuerin den Zettel gibst und das es gut gehen wird....


Liebe Grüße,
C

20.09.2007 18:17 • #8


unsichtbar


6
2
Hey,

ich habs geschafft letzte Woche und hab auch voll mit der Frau gesprochen
Ich konnte zwar nicht alles, und hab auch rumgezittert.. aber es gibt,...
Ich bin vooooll zufrieden... weil ich ja sooooooo viel schiss hatte

uni

02.10.2007 18:22 • #9


kottennatz


Hichen Uni,
Herzlichen Glückwunsch!
Merk dir dieses Glücksgefühl und erinnere dich in der nächsten, solchen Situation daran.

LG
Natz

03.10.2007 00:51 • #10


ZZerRburRuSs

ZZerRburRuSs


1035
15
ja da hat Natz wirklich recht !

merke dir das gut und erinnere dich daran .

stufe es als "besonders toll" ein ,denn das ist es !

LG ZZ

03.10.2007 01:15 • #11



Dr. Hans Morschitzky