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Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

J
Ja man möchte sich meist nur noch irgendwo verkriechen können und findet sich irgendwie wertlos. Dabei habe ich eigendlich soviel in meinem Leben geschafft. Angst jeden Tag aushalten zu müssen ist echt schlimm. Kann man nichts dagegen tun? Wer hat einen guten Tip??

#61


T
Hi Jany,
hast du schon mal versucht wenn du eine Attacke bekommst darauf zu achten was in dem Moment in dir vor geht,wie genau du fühlst und welche Situation dazu führt?Mir hilft es manchmal mich der Attacke zu stellen, anstatt
davor wegzulaufen also im nachhinein gesehen,ich finde es wichtig den genauen auslösern und dem Grund warum ich gerade in dieser Situation so reagiere auf die Spur zu kommen.
Ansonsten habe ich mich besonders nachts immer abgelenkt mit frühstücken oder chatten,Musik hören,für den Thera aufschreiben was gerade so passiert,
eben alles was beschäftigt.Das ist aber auch nicht so einfach und braucht übung um die Angst etwas ausblenden zu können,in einer Verhaltenstherapie kann man das lernen und es ist natürlich auch bei jedem etwas anders.
Musik die man gerne hört ist denke ich bei vielen eine Hilfe,Sport kann auch eine menge bewirken.
Viele Grüsse
Tired

#62


A


Angst Austausch und kurze Fragen

x 3


J
Es manifestieren sich Zunkunftsängste und die Angst, zur Arbeit und somit neue Kontakte knüpfen zu müssen. Und diese ständigen Versagensängste. Kaum hat sich ein gedankliches Problem in der Realität zerschlagen, schaffe ich mir das nächste. Ich kann doch nicht den Rest meines Lebens vor Dingen Angst haben, die wahrscheinlich fast nie eintreten werden. Ich hatte 3 freie Tage, die habe ich fast nur mit Grübeln verbracht. Erholungseffekt gleich null. habe Freitag Nachmittag schon Angst vor Montag Morgen. Ich achte auf die kleinsten Signale meiner Mitmenschen- ob da irgendwas ist woraus sich schließen lässt, das sie mich ( gerade) nicht mögen. Lausch ständig "zwischen" gesagten Worten. kennt ihr das?

#63


T
Hi Jany,
ist es der neue Job der das auslöst,Angst vor den kollegen,nicht so genommen zu werden wie du bist,oder zu scheitern?
Hast du mal drüber nachgedacht nochmal auf Medis zurückzugreifen,solange bis du dich dort sicherer fühlst?

#64


J
Es war auch im alten Job so, eigendlich schon seit 11 Jahren, das ich tägl. mit Angst zur Arbeit ging/gehe. Schätze mal, das resultiert aus schon genannten Erlebniss, das mich ein Kollegin sehr hintergangen hat und versuchte, das was sie "verbockt" ( und das ist gelinde ausgedrückt) hat, auf mich abzuschieben.Hat sich dann aber nach kurzer Zeit rausgestellt, das sie da eben riesen Mist gebaut hat. Aber sich erstmal für etwas verantworten zu müssen, womit man nichts zutun hat bis sich herausstellt, wer der wirklich Schuldige ist war mehr als schlimm. dafür gibt es keinen Ausdruck, es war wie eine seel. Vergewaltigung für mich. Ja und seitdem ist die Angst mein Begleiter. Antidepressiva haben damals nur die Physichen Symptome der Angst gedämpft, aber die " Kopfgeschichte" ist geblieben. Auch wenn ich immer meinen Status oder Stand in der Arbeit fand, Annerkennung oder Lob bekam- ich konnte es nie annehmen, fand es immer unaufrichtig, obwohl ich meine Arbeit immer engagiert und zuverlässig erledigt(e). Naja und nun die neue Arbeit- ich habe mich darauf gefreut aber mittlerweile ist eben die blöde Angst wieder ganz verstärkt da. medikamente möchte ich keine nehmen, habe damals massiv zugenommen davon. Therapie- hm...ich hatte mal mit Tiefenpsychologischer Ther. begonnen aber die hat mich so runtergezogen, das ich nach 4 Sitzungen abgebrochen habe, weil das kramen in meiner Kindheit mich so fertig gemacht hat, das es mir viel schlimmer ging als vor Beginn. Hier sind sehr schwer Termine bei Therapeuten zu bekommen, Wartezeit über 1 Jahr. ich will ja kämpfen, aber irgendwie ist die Angst immer stärker als ich.
Bitte nicht sauer sein, wenn ich dauernd nur jammere...

#65


T
Ja das Problem das es einem mit Therapie erst mal schlechter geht habe ich auch, aber ohne wird es halt auch beständig schlechter.
wenn es bei dir in der Nähe eine Ambulanz gibt,am besten eine die einer Klinik angeschlossen ist würde ich es mal da versuchen und dann wegen einem festen therapeuten schauen,vorausgesetzt du willst das.
Mit der Arbeit das kenne ich auch,man weiss das man gut ist,aber glaubt es dann doch nicht hat totale Angst fehler zu machen,oder sonst irgendwelche Schwächen zu offenbaren weil das ausgenutzt werden kann.
Da fällt mir ausser einer Verhaltenstherapie auch nichts anderes ein,ausser eben sich selber etwas zu beobachten und zu hinterfragen.
Übrigens ich finde den Small-Talk unter Kollegen sehr wichtig,auch wenn es einem selber auf den Geist geht,man lernt dadurch die Kollegen einzuschätzen und auch selbstsicherer zu werden.Es gibt Firmen die darauf achten das möglichst viele Mitarbeiter ihre Pausen gemeinsam verbringen,daß stärkt das zusammengehörigkeitsgefühl und ist gut für das Betriebsklima,wer immer aussen vor bleibt hat es generell schwerer als die anderen,es geht ja nicht darum gleich Freundschaft zu schliessen.

#66


J

Angst

ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll:

ich habe seit längerer Zeit schlimme Panikattacken. ich habe Angst zu sterben oder krank zu werde (vor allem an Krebs), ich habe Angst um meinen Bruder und meine Eltern dass sie sterben oder schwer krank werden, wenn ich sie manchmal so anschaue vor allem meinen Bruder muss ich mich weg drehen weil mir dann die Tränen in die Augen schießen weil ich solche Sorgen um sie habe, sie wissen aber alle drei nichts von meinen Gedanken es weiß niemand sonst das ich immer solche Gedanken habe. Überhaupt bin ich eher der verschlossene Typ und behalte meine Probleme für mich.


Ich bekomme dann keine Luft, habe das Gefühl ohnmächtig zu werden, habe einen Kloss im Hals und kann nicht mehr schlucken, habe Herzstiche, bei jedem Kribbeln denke ich das ich sterbe, ich bin ständig bei irgendwelchen Ärzten zuletzt war ich in der Notaufnahme weil ich dachte ich müsste jeden Moment sterben, ich erzähle den Ärzten meine körperlichen Symptome aber nicht was sich in meinem Kopf so abspielt ich will nicht das jemand denkt das ich verrückt bin (deswegen erzähle ich weder meiner Familie noch meinen Freunden von meinen Gedanken), denn so fühle ich mich manchmal oder das ich kurz davor stehe verrückt zu werden.

Ich habe keine Kraft mehr, nach der Arbeit (zum Glück habe ich Arbeit sonst würde ich den ganzen Tag im Bett bleiben), lege ich mich ins Bett und schlafe, vorm einschafen mache ich mir Gedanken ob ich morgen noch wach werde oder ich im Schlaf sterbe, alles bleibt liegen ich wohne wieder zu Hause wenn meine Mutter nicht bei mir sauber machen würde ich im Müll ersticken, ich habe mal eine Zeit lang alleine gewohnt hatte aber totale Angst, abends war ich meistens alleine und konnte nicht einschlafen, wenn ich ganz alleine bin habe ich das Gefühl jemand ist im Raum / Wohnung und muss mich dauernd aufsetzen und Licht anmachen und schauen ob jemand da ist.


Früher habe ich mich in mein Zimmer eingeschlossen um meine Ruhe zu haben, jetzt habe ich die Tür nie verschlossen meistens sogar offen selbst beim duschen (unter der Dusche bekomme ich manchmal Heulkrämpfe wegen der ganzen Gedanken in meinem Kopf) weil ich Angst habe ohnmächtig zu werden und das noch jemand rein kommt und mir helfen kann.

Ich weiß manchmal nicht ob ich noch da bin weil alles so unwirklich ist, deswegen habe ich meinen Unterarm mit einer Rasierklinge aufgeritzt und der Schmerz sagt mir das ich noch da bin. Die Wunden sind nicht sehr tief, aber wenn ich das Blut sehe geht´s mir etwas besser, den bandagierten Arm verstecke ich.

Ich leide auch an Erythrophobie seit ich ca. 16 bin, werde ständig rot und das ist mir mehr als peinlich, habe sehr wenige Freunde was ich auch nicht so schlimm finden mache aber auch keine neuen Bekanntschaften wege des rot werdens. ich war vor einem Monat bei einem Psychotherapeuten deswegen zum Erstgespräch er hat mir erstmal ein Antidepressivum gegeben die das rotwerden etwas lindern kann, das nächste Gespräch habe ich erst wieder in einem Monat, diese Tabletten sind auch für andere Angststörungen deswegen dachte ich sie würden mir auch bei den Panikattacken helfen, ich habe dem Therapeuten erstmal nichts von meinen Panikattacken und Ängsten erzählt weil ich zu dem Zeitpunkt nicht so starke Beschwerden hatte, ich weiß ich muss und werde mich ihm bei der nächsten Sitzung davon erzählen.

Ich weiß nicht ob diese Panikattacken und diese Gedanken ein Resultat aus der Ery sind an der ich mittlerweile 8 Jahre zu knabbern hab, dass das Zurückgezogen sein mit keinem Reden zu können, einsam zu sein (mittlerweile seit 4 Jahren Single), das ist alles so frustrierend.

#67


S
Hallo Johanna

Ich bin auch ein Angstpatient.Auch mir ergeht es so,dass ich ständig überall Krankheiten sehe.Meine Angst dreht sich auch hauptsächlich um meine Familie und mich.

Aber ich bin mir sicher,dass du da alleine nicht mehr rauskommst.Du bist noch so jung,dein ganzes Leben liegt noch vor dir.Gut,dass du den ersten Schritt zu einem Psychotherapeuten gemacht hast!

JEDER TAG,DEN DU MIT DEINER ANGST VERBRINGST, IST EIN VERLORENER TAG!

Und ich habe schon viele Tage verloren!

Ich persönlich nehme zur Zeit ein Naturheilmittel gegen Depressionen und Unruhezustände.Ausserdem versuche ich mein Leben in Zimmer einzuteilen(klingt vielleicht blöd,aber jeder muss da etwas für sich finden)
Das Zimmer von gestern mache zu!Denke nicht mehr nach!Es ist vergangen!
Und das Zimmer von morgen kennst du nicht!Du kannst dir da keine Gedanken machen.Du weisst ja nicht,was kommt.

DU LEBST NUR IM HIER UND HEUTE!

Es nützt dir nichts,darüber nachzugrübelen,was morgen passieren könnte.DU WEISST ES NICHT!

Es gibt ein buddhistisches Sprichwort:
Mache dir nur Sorgen um etwas,das du selber verändern kannst.
Sorge dich nicht um etwas,was du eh nicht beinflussen kannst!Denn das ist sinnlos und nimmt dir deine Kraft.

Ich habe schon soooo viel Kraft verloren.

DU BRAUCHST JETZT HILFE!DU MUSST ZU EINER THERAPIE!
Du kannst als Erstgespräch bis zu drei Theapeuten testen,denn du musst mit ihm klarkommen,Vertrauen aufbauen.Oder du wendest dich an eine Beratungstelle,wo man dir noch andere Adressen geben kann.

Vor allem musst du ehrlich sein,ihm ALLE Probleme schildern,sonst kommst du nicht weiter!

Lass dir helfen,damit dein Leben wieder lebenswert wird.Du hast doch nur dies eine!

Sagt deine Mutter eigentlich nichts zu deinem Zustand?Das muss ihr doch auffallen?

LG
sonne

#68


S
Zitat von sonne:
Hallo Johanna

Ich bin auch ein Angstpatient.Auch mir ergeht es so,dass ich ständig überall Krankheiten sehe.Meine Angst dreht sich auch hauptsächlich um meine Familie und mich.

Aber ich bin mir sicher,dass du da alleine nicht mehr rauskommst.Du bist noch so jung,dein ganzes Leben liegt noch vor dir.Gut,dass du den ersten Schritt zu einem Psychotherapeuten gemacht hast!

JEDER TAG,DEN DU MIT DEINER ANGST VERBRINGST, IST EIN VERLORENER TAG!

Und ich habe schon viele Tage verloren!

Ich persönlich nehme zur Zeit ein Naturheilmittel gegen Depressionen und Unruhezustände.Ausserdem versuche ich mein Leben in Zimmer einzuteilen(klingt vielleicht blöd,aber jeder muss da etwas für sich finden)
Das Zimmer von gestern mache zu!Denke nicht mehr nach!Es ist vergangen!
Und das Zimmer von morgen kennst du nicht!Du kannst dir da keine Gedanken machen.Du weisst ja nicht,was kommt.

DU LEBST NUR IM HIER UND HEUTE!

Es nützt dir nichts,darüber nachzugrübelen,was morgen passieren könnte.DU WEISST ES NICHT!

Es gibt ein buddhistisches Sprichwort:
Mache dir nur Sorgen um etwas,das du selber verändern kannst.
Sorge dich nicht um etwas,was du eh nicht beinflussen kannst!Denn das ist sinnlos und nimmt dir deine Kraft.

Ich habe schon soooo viel Kraft verloren.

DU BRAUCHST JETZT HILFE!DU MUSST ZU EINER THERAPIE!
Wenn dir dieser Therapeut,bei dem du jetzt warts,nicht zusagt,dann suche dir noch einen anderen.
Du kannst für das Erstgespräch bis zu drei Therapeuten testen,denn du musst mit ihm klarkommen,Vertrauen aufbauen.Oder du wendest dich an eine Beratungstelle,wo man dir noch andere Adressen geben kann.

Nur....vor allem musst du ehrlich sein,ihm ALLE Probleme schildern,sonst kommst du nicht weiter!Verstellen und herunterspielen darfst du in einer Therpie nichts!DU WILLST JA,DASS MAN DIR HILFT!

Lass dir helfen,damit dein Leben wieder lebenswert wird.Du hast doch nur dies eine!

Sagt deine Mutter eigentlich nichts zu deinem Zustand?Das muss ihr doch auffallen?

LG
sonne

#69


S
Zitat von sonne:
Zitat von sonne:
Hallo Johanna

Ich bin auch ein Angstpatient.Auch mir ergeht es so,dass ich ständig überall Krankheiten sehe.Meine Angst dreht sich auch hauptsächlich um meine Familie und mich.

Aber ich bin mir sicher,dass du da alleine nicht mehr rauskommst.Du bist noch so jung,dein ganzes Leben liegt noch vor dir.Gut,dass du den ersten Schritt zu einem Psychotherapeuten gemacht hast!

JEDER TAG,DEN DU MIT DEINER ANGST VERBRINGST, IST EIN VERLORENER TAG!

Und ich habe schon viele Tage verloren!

Ich persönlich nehme zur Zeit ein Naturheilmittel gegen Depressionen und Unruhezustände.Ausserdem versuche ich mein Leben in Zimmer einzuteilen(klingt vielleicht blöd,aber jeder muss da etwas für sich finden)
Das Zimmer von gestern mache zu!Denke nicht mehr nach!Es ist vergangen!
Und das Zimmer von morgen kennst du nicht!Du kannst dir da keine Gedanken machen.Du weisst ja nicht,was kommt.

DU LEBST NUR IM HIER UND HEUTE!

Es nützt dir nichts,darüber nachzugrübelen,was morgen passieren könnte.DU WEISST ES NICHT!

Es gibt ein buddhistisches Sprichwort:
Mache dir nur Sorgen um etwas,das du selber verändern kannst.
Sorge dich nicht um etwas,was du eh nicht beinflussen kannst!Denn das ist sinnlos und nimmt dir deine Kraft.

Ich habe schon soooo viel Kraft verloren.

DU BRAUCHST JETZT HILFE!DU MUSST ZU EINER THERAPIE!
Wenn dir dieser Therapeut,von dem du das Medikament hast,nicht zusagt,dann suche dir noch einen anderen.
Du kannst für das Erstgespräch bis zu drei Therapeuten testen,denn du musst mit ihm klarkommen,Vertrauen aufbauen.Oder du wendest dich an eine Beratungstelle,wo man dir noch andere Adressen geben kann.

Nur....vor allem musst du ehrlich sein,ihm ALLE Probleme schildern,sonst kommst du nicht weiter!Verstellen und herunterspielen darfst du in einer Therpie nichts!DU WILLST JA,DASS MAN DIR HILFT!

Lass dir helfen,damit dein Leben wieder lebenswert wird.Du hast doch nur dies eine!

Sagt deine Mutter eigentlich nichts zu deinem Zustand?Das muss ihr doch auffallen?

LG
sonne

#70


S
Ich weiss nicht,was ich jetzt falsch gemacht habe,dass mein Beitrag gleich dreimal erscheint!

Vielleicht kann der Admin das löschen!

#71


J

ANGST

Hallo, ich bin Jasmin,16 Jahre und neu hier. Ich habe mich hier angemeldet, weil ich einige Probleme habe.

Das ganze fing schon damals an als Kind.Eigentlich ist das auch der Grund warum ich heute so bin. Ich musste schon als Kind Leid ertragen. Meine Eltern hatten schon immer Probleme, entweder mein Vater mit seiner Familie oder irgendetwas anderes. Mein Vater wurde dadurch sehr agressiv. Ich war 5 Jahre und natürlich verstand ich solche Sachen nicht. (Ich habe noch 4 weiter ältere Geschwister .) Wie jedes andere Kind war ich auch, mal stritt man sich mit seinen Geschwistern,mal heulte man wegen unnötiges und mal lachte man,weil man glücklich war, doch mir ist das Lachen schon früh vergegangen. Meine Eltern, eigentlich besonders mein Vater war immer so dermaßen agressiv, dass er uns nie sehen wollte. Er konnte seine eigenen Kinder nicht mehr ertragen. Immer wenn wir lachten, wenn wir schrien, irgendwas sagten, hat er geschrien, wir sollen leise sein. Manchmal war er so agressiv, dass er zuschlug. An eine Situation erinnere ich mich noch besonders. Ich saß mit meinem Bruder am Esstisch und wir stritten uns. Daraufhin kam mein Vater angerannt und schrie: Was ist hier los? Mein Bruder ist schnell geflohen, aba ich saß da noch und er packte meine Haare und schlug mein Kopf solange gegen die Tasse bis sie zerbrochen ist. Es dauerte nicht lange bis sie zerbrach, denn er schlug mit voller wucht zu. Mein Gesicht war danach blau und ich weinte. Meine mutter kam daraufhin ins zimmer und hat mit kalten taschentüchern mein Gesicht gewischt. Körperlich ging es mir danach zwar besser,aber der seelische Schmerz sitzt bis heute noch in meiner Seele. Ich lernte schon früh meine Klappe zu halten und distanzierte mich schnell von meinem Vater, weil er oft schrie und agressiv war. So ging es uns allen. Wir redeten nicht viel mit ihm, nur mit meiner Mutter, die dadurch total überfordert wurde. Weil mein Bruder und ich damals noch klein waren verstanden wir natürlich nicht viel, und auch meine mutter wurde manchmal agressiv,als wir "ärger" machten. Auch sie schlug uns einmal mit einem Stock. Aber es tat nicht so doll weh wie bei meinem Vater. Auch meine älteren Geschwister schlugen mich oft, als wir stritten. Wenn ich ehrlich bin hasse ich meine Familie heute dafür. Ja ich hatte auch viele Probleme mit meinen Geschwistern. Das geht teilweise bis heute noch so. Aba das ist viel zu viel um alles aufzuzählen.

Als ich dann in die Schule kam, war ich total "sprachlos" "geschockt". Schon in der ersten Klasse, hab ich mir nichts zugetraut. Ich habe immer geschwiegen, wollte nie reden. Ich hab immer das nötigste gesagt. Es war auch immer sehr schwer mich zu verstehen,weil ich immer sehr ängstlich war, und dadurch kaum sprechen konnte. Es war undeutlich und leise. In der Grundschule hatte ich dadurch keine Probleme. Das ganze fing in der achten Klasse an. Ich verlor immer mehr Freunde, weil ich einfach scheu und ängstlich bin. Ich hatte einfach Probleme zu reden. Die neunte Klasse war das schlimmste Jahr in meinem Leben. Ich verlor all meine Freunde, auch meine beste Freundin hat mich verlassen. Wir waren 31 in der Klasse.Sie fingen an mich auszulachen,mich zu mobben, sie hatten keinen Respekt mehr vor mir. Auch meine Noten verschlechterten sich immer sehr stark weil es mir schwer fällt mich mündlich zu beteiligen. Sie nannten mich "taubesstumm". Ich verlor mein ganzes Selbstbewusstsein. Ich fand ein paar freunde in der paralelklasse die mich aufheiterten, am ende waren sie aba auch nur aus mitleid mit mir zusammen, weil ich sons niemanden hatte. Sie sagten nix, aba ich merkte dass sie auch genervt waren von meiner "stillheit". Ich wusste jahrelang selber nicht was mit mir los ist. In der zehnten war es dann besser mit meiner klasse. Ich musste kämpfen, weil ich mündlich meistens mangelhaft war. Ich hatte Glück, dass ich so tolle lehrer hatte, die rücksicht auf mich genommen haben. Einige Lehrer achteten bei mir auch nich auf das mündliche sondern haben mir dann trotzdem eine gute note,weil ich schriftlich immer gut war. Dadurch hassten mich meine Mitschüler noch mehr, weil ich mündlich so schlecht war und trotzdem gute noten bekommen habe. Eine Zeitlang ging ich jeden Tag mit Angst zur Schule. Ich war froh, dass Gewalt nie im Spiel war, denn ich habe große Angst vor Gewalt. Das ganze hat mich noch mehr eingeschüchtert so sehr, dass ich nich mehr dazu in der Lage war meine eigenen texte vorzulesen. Ich musste immer kämpfen beim vorlesen, denn ich wurde immer nervös und hatte angst, ich war immer kurz vorm weinen. Am Ende habe ich mich geweigert ich wollte nicht mehr vorlesen, meine klassenkameraden sagten zwar nichts mehr, aba ich sah ihr verstecktes lachen. Ich hatte kein selbstvertrauen mehr, dennoch habe ich es geschafft einen qualifizierten abschluss zu erlangen und habe nun die erlaubnis zum Gymnasium (ich war vorher auf real.)

Es war schon immer mein großer traum ein gymnasium zu besuchen und abitur zu machenn. Nach den Sommerferien geht es los. Normalerweise rede ich nicht gern über meine Vergangenheit, denn den meisten interessiert es gar nicht. Nun habe ich Angst nochmal so etwas zu erleiden und dass ich die versetzung nicht schaffen werde, denn ich glaube nicht dass mich auf dem gymnasium die schriftlichen leistungen wie auf der realschule retten können. Auch das lernen fällt mir dadurch schwerer. Mein Kopf fühlt sich immer voll an. Ich würde mich auch gerne mal am unterricht beteiligen, oder normal mit anderen menschen reden, lachen und witze machen. Einen richtigen Freundeskreis haben, aber das alles kann ich nich,weil ich einfach zu schüchtern und kontaktscheu bin. Irgendwas hält mich immer ab, es ist die angst. Ich habe ständig Angst, aber ich weiß nicht wovor.

Naja ich hoffe, dass sich jemand mal die Mühe macht und sich das mal durchliest, ich weiß nämlich echt nicht mehr weiter. Danke schonmal im vorraus , eure jasmin.

#72


J
Hallo, Jasmin. Mein Vater war auch sehr streng. Ich denke dass daher auch viele meiner Ängste ihren Ursprung haben. Bei mir war es so dass man nichts falsch machen durfte ohne blöde oder doof zu sein. Aber ohne Fehler machen zu dürfen lernt man eben nicht bzw. versucht man Situationen zu verhindern um ja keinen Fehler zu machen. Es wird einem vermittelt man sei doof obwohl man es in Wirklichkeit gar nicht ist, aber man glaubt es und verhält sich dementsprechend zurückhaltend. Man kann aber lernen sich von solchen falschen Annahmen zu befreien, aber es ist schwer. Ich denke da sollte man sich nichts vormachen. Man kann es schaffen aber es ist verdammt schwer und man muss sehr viel dafür tun und bei mir dauert es auch sehr lange. Das nervt mich sehr: Ich mache Schrittchen für Schrittchen was bedeutet dass ich vorwärts komme aber ich würde gerne viel größere Schritte machen, na ja ich hoffe trotzdem dass ich irgendwann einmal soweit bin, dass ich zufrieden sein kann. Wenn ich zurück schaue habe ich schon sehr viel erreicht was meine persönliche Entwicklung und die Überwindung meiner Ängste angeht; aber bei meinen hohen Erwartungen an mich habe ich noch viel vor mir was ich noch erreichen möchte. Angefangen habe ich damit vor ca. 10 Jahren als ich meine erste Therapie (Gruppentherapie) gemacht habe. Danach hatte ich den Mut in eine Angstselbsthilfegruppe zu gehen, dort Leute kennen zu lernen und zusammen etwas zu unternehmen. Wenn du nicht schon in einer Therapie warst würde ich dir dringend raten eine zu machen, denn du wirst dadurch deinen ersten Schritt in die Richtung machen in die du kommen willst. Wenn du schon in einer Therapie warst und noch nicht da bist wo du sein willst, nehme die nächste in Angriff oder suche dir eine passende Selbsthilfegruppe die bringt dich mit Sicherheit weiter. Ist alles leicht gesagt ich weiß, mir ist das alles auch unheimlich schwer gefallen, es hat lange gedauert bis ich mich das erste mal in eine Selbsthilfegruppe getraut habe, aber ich bin eines Tages trotz allem gegangen und diese Kraft hast du auch.

Liebe Grüße aus Ulm

#73


J
Hallo Jack,
vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast und alles durchgelesen hast.
Nein, ich war bis jetzt noch in keiner Therapie. Ich habe Angst, denn ich spreche nicht gerne über meine Probleme. Mir fiel es schon immer schwer Gefühle zu zeigen. Dadurch, dass mein Vater immer so agressiv und traurig war wurde er immer kranker, vor 3 jahren erlitt er einen ersten Schlaganfall, dieser war nicht so schlimm, wieder der zweite Schlaganfall, den er vor einem dreiviertal Jahr erlitt. Nun ist er halb gelähmt, kann kaum sprechen und liegt die meiste Zeit nur im Bett. Auch dies belastet nicht nur mich, sondern die ganze Familie sehr. Auch meine Mutter leidet dadurch sehr, und das Familienverhältnis zerbricht immer mehr. Ich habe bis jetzt nur darüber nachgedacht zu einem Psychologen zu gehen, aber ich traue mich einfach nicht.

#74


P
Liebe Jasmin,
eine ganz liebe und ganz kurze, aber sehr bestimmt Antwort:
GEH
Tu dir diesen Gefallen , nur für dich!
Ganz liebe Grüße
Iris

#75


J
Hallo Iris,
vielen Dank für deine Antwort.
Es ist immer leichter gesagt, als getan, besonders der erste Schritt.
Dennnoch werde ich versuchen zu kämpfen.
Schöne Grüße
Jasmin

#76


P
Glaub mir, ich WIESS wie schlimm der erste Schritt ist Aber wenn er dann hilft?
Ich drück dir die Daumen, wirklich

#77

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J
Danke, das ist lieb von dir
Kannst du mir vielleicht ein wenig von deiner Therapie erzählen, wie es dort abläuft, was man dort alles macht und so ?
Hoffe, es geht dir besser ...

#78


P
Die letzte Frage beantworte ich dir ( lieber ) nicht, dass muss jeder selber herausfinden.
Wie das Ganze abläuft kannst du hier von den Experten erfahren.Ich würde als ersts zu deinem Hausarzt gehen, ihn fragen ob er dihc an einen guten Therapeuten / Neurologen weiter überweisen kann und dann den ersten Schritt in diese Richtung machen.
Viel Glück wünsche ich dir

#79


J
Braucht man unbedingt eine Überweisung oder kann man einfach selber zu einem Therapeuten/Psychologen gehen ?

#80


A


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Dr. Hans Morschitzky
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