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georgia
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Hallo,

plötzlich seit letzter Woche kann ich keine Nacht mehr schlafen. Es ist furchtbar. Ich habe entsetzliche Angst, dass der Schlaf nicht zurückkommt.

Ich war bei zwei Psychiatern und habe eine Palette von Tabletten und TRopfen und gebe mir die volle Dröhnung, ohne Erfolg.

Ich habe das Gefühl, in eine Krise hineingerutscht zu sein.

Ich weiß nicht weiter,

Georgia

09.01.2025 #1


137 Antworten ↓
Darcyless

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Liebe Malin,

damit ich dich richtig verstehe: Hast du Angst, an Corona zu sterben oder Angst, am Nicht-Schlafen zu sterben?
Bzgl. letzterem (Nicht Schlafen) kann ich dich definitiv beruhigen: es ist NICHT möglich am Nicht Schlafen zu sterben. Das ist eine biologische Unmöglichkeit, da dein Gehirn IMMER irgendwann in den Schlaf fällt und egal wie gestresst du bist, wenn der Schlafdruck hoch genug ist dann nimmt dein Gehirn sich den Schlaf und du kannst nichts dagegen tun.
Es gibt einige neurodegenerative Erkrankungen, die mit einem Verlust des Schlafs einhergehen, doch das sind schwere Behinderungen bzw. Demenzen. Bei diesen Krankheiten hast du zahlreiche andere neurologische Symptome, neurologisch auffällige Schlafstörungen (z.B. starke Muskelzuckungen und bizarres Schlafverhalten nachts etc), und außerdem geht bei diesen Krankheiten (was oft unter den Teppich gekehrt wird) nicht nur der Schlaf verloren sondern auch die Wachheit. Das kannst du dir so vorstellen dass bei diesen Krankheiten der Schlaf- und Wachzustand sich immer ähnlicher werden, sodass die Patienten immer mehr in einer Art "Zwischenzustand" sind. Letztendlich sind das Krankheiten die mit einem breiten Symptombild und auch geisitiger Beeinträchtigung am Tag einhergehen, und diese Schlafstörungen sind nicht mit "normalen" Schlafstörungen vergleichbar. Auch da sterben die Patienten jedoch nicht an den Schlafstörungen, sondern sie sterben weil sie eine degenerative Gehirnerkrankung haben, meist an Atemstillstand o.ä.
Ich weiß das daher so genau, weil ich seit einem halben Jahr intensive Recherche dazu betreibe, da ich selbst eine Phase mit starken Schlafstörungen hatte und ganz doll Angst vor so einer schweren neurodeg. Krankheit hatte. Mittlerweile könnte ich mich selbst ohne weiteres als Expertin auf dem Gebiet bezeichnen. Und ich kann dir eins versichern: Hättest du so eine Behinderung, hättest du zahlreiche andere Symptome und deine Schlafstörungen wären "neurologisch auffällig" - für dich selbst und deine Mitmenschen. Zudem würdest du unter einer exzessiven Tagesschläfrigkeit leiden und tagsüber immer wieder einschlafen, was typisch für organisch bzw. neurologisch bedingte Schlafstörungen (und nicht für Insomnie-Beschwerden) ist.
Das, was du beschreibst, ist eine ganz normale Insomnie, die psychisch bedingt ist, da du Angst vor dem Corona-Virus hast. Dadurch bist du einem permanenten "Hyper Arousal" (Über-Erregung)-Zustand, wodurch du ganz schlecht zur Ruhe kommst, immer wieder aufwachst und das Gefühl hast, gar nicht mehr zu schlafen. Das ist aber absolut unbedenklich und da kann dir nichts passieren - das Schlimmste hier ist deine Angst, die dir sehr zu schaffen macht.
Wir Hypochonder müssen insbesondere lernen, "leichte" von "schweren" Symptomen zu unterscheiden. Du solltest darauf vertrauen, dass bei so einer schweren Krankheit, wie die vor der du Angst hast, zahlreiche andere, schwere, neurolog. auffällige Symptome mit einhergehen würden und damit meine ich nicht leichte nervöse Muskelzuckungen wenn man mittags aufm Sofa sitzt.

Ich hoffe, ich konnte dir deine Angst ein wenig nehmen.
Liebe Grüße

31.03.2020 17:58 • x 5 #20


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Angst, nie mehr schlafen zu können

x 3


Schlaflose

Schlaflose
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Damit habe ich seit an die 35 Jahren zu tun, eigentlich vom ersten Moment im Berufsleben ganz extrem. Vorher auch schon vor bestimmten Gelegenheiten wie Prüfungen, vor Reisen, dann auch während Reisen. Aber als ich meine erste Stelle antrat, war praktisch jeder Tag ein Termin, wo man funktionieren musste. Das weitete sich auf weitere Situationen aus wie Ausgehen, Besuch empfangen, auf Besuch gehen u.ä. Kündigen und nur Hausfrau sein wäre mein Traum gewesen, ging aber nicht, weil finanziell immer ganz allein auf mich gestellt war.
Die ersten Jahre habe ich mich mit Schlafbletten (Zopiclon) über Wasser gehalten. Dann fing ich an schlafanstoßende Antidepressiva zu nehmen und damit habe ich einigermaßen schlafen können und bei Bedarf gelegentlich Schlaftabletten dazu. Wesentlich besser wurde es, als ich meinen Beruf als Lehrerin vor 13 Jahren aufgab und in die Verwaltung wechselte. Ich konnte die Medikamente stark reduzieren, aber ganz ohne geht es dennoch nicht. Und vor wichtigen nehme ich immer noch zusätzlich Schlaftabletten. Und was mir auch noch sehr hilft ist Ausdsuersport, den ich seit über 25 Jahren regelmäßig mache.

Zitat von Alinaaa:
Ich bin im Urlaub und bin hier nur am weinen, weil ich einfach so große Angst habe nicht schlafen zu können.

Genau aus diesem Grund war ich zuletzt 1994 in Urlaub. Die paar Male davor hat jeder Urlaub mit Nervenzusammenbrüchen geendet. Das tue ich mir nicht mehr an.

19.11.2024 14:57 • x 2 #105


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G
Huhu,

genau mit dieser Angst hälst Du Dich wach.

Sag Dir nicht am Tag schon, dass du wieder nicht schlafen kannst.

Geh offen drauf zu - wenn Du nicht schlafen kannst, steh auf und mach irgendwas und leg dich nach 1 stunde oder so wieder hin und das dann nochmal wenns nicht geht.

Du musst einfach locker werden, denn wenn du dir dauernd sagst ich kann nicht schlafen und hoffentlich schlaf ich wieder ein etc. bist du in Gedanken und die halten dich wach.

Was auch gut helfen kann von 5000 in 5er Schritten runterzählen - mach ich auch manchmal - da gehen dann die Gedanken in eine andere Richtung und wupps ist man dann mal eingeschlafen.

Ohne Schlaf will Dein Körper eh nicht auskommen.
Vielleicht hast Du grad auch ne Phase wo du mit wenig Schlaf auskommst.

Ich war gestern um 23.00 uhr im Bett und bin seit 5.00 Uhr wach.....früher hab ich mich drüber geärgert und gesagt wie soll ich den Tag schaffen etc. - inzwischen geh ich locker damit um und weiss in der nächsten oder irgendwann nimmt der Körper sich schon den Schlaf den er mindestens braucht.

Mach es einfach nicht zum Thema, dann wirst du sehen, dass Du wieder besser schlafen kannst mit der Zeit.

LG
Gabi

x 2 #2


L
Hatte auch so eine Phase wo ich keine Nacht schlafen konnte.Habe Medis bekommen,das hat alles aber nur noch schlimmer gemacht,meine Beine waren wie Gummi,hatte Alpträume,war am Morgen total benebelt.Hab sie dann nicht mehr genommen und nach einiger Zeit ging es wieder mit dem Schlafen.Bei mir war das wirklich nur so eine Phase,ist wieder vergangen.Ich weiß aber sehr gut,was es heißt wenn eine Nacht nicht zu Ende gehen will.Wenn man sich schon davor fürchtet ins Bett zu gehen.
Wirst sehen,das vergeht wieder.

x 1 #3


G
Hallo Gajoko,
ich weiß, ich muss diesen Teufelskreis durchbrechen. Draußen laufen tut mir schon ziemlich gut.

Hallo Lela,

das finde ich auch komisch, dass es einem mit diesen Medis noch schlechter geht. Aber der Psychiater, der im übrigen ein Stockfisch ist, sagt immer nur,

dann die Dosis steigern. Ich habe sowieso außerdem noch aus meiner Jugend einen Suchthintergrund und gar kein gutes Gefühl bei den Tabletten.

Finde es sehr mutig, dass du sie weggelassen hast.

Viele Güße
Georgia

x 1 #4


S
Kannst Du denn überhaupt nicht mehr schlafen oder schläfst Du schlecht ein? Ich habe auch manchmal Phasen, in denen ich aus lauter Angst nur sehr selten gut einschlafen kann. Aber das sind meistens Intervalle und gehen nach spätestens zwei Wochen oder so wieder weg...

#5


Ichbinmuede67

Angst nie wieder Schlafen zu können

knuddeln
Hallo ihr lieben Komma und vielen vielen Dank dass ich so schnell hier aufgenommen wurde Punkt diesen Text verfasse ich nun mit dem sprach zu Text Programm auf Android Komma da ich eine körperliche Beeinträchtigung habe welche Glasknochen heißt Punkt
Da ich mir erst vor ein paar Wochen das rechte Handgelenk gebrochen habe, benutze ich für lange Texte immer dieses Programm Punkt das Problem an dem Programm ist dass es nicht weiß wann man groß oder klein schreibt Komma und es auch oft, Punkt Fragezeichen und so weiter ausschreibt Punkt
Bitte seht es nicht als meinen Fehler an aber das ist zurzeit meine einzige Möglichkeit längere Texte zu verfassen Punkt
Wie ihr meinem Profil entnehmen könnt Komma bin ich die Milka, 41 Jahre alt aus Bochum Punkt


Schon als Kind hatte ich laut Aussage meiner Mutter größte Schwierigkeiten beim ein und durchschlafen, als ich älter wurde legte sich das während der Pubertät ich schlief vielleicht nicht ganz so viel wie andere Komma aber immerhin waren es sieben bis zehn Stunden plus minus zwei Stunden Punkt

Mit Anfang 20 hatte ich mehrere sehr belastende Erlebnisse Komma und mit 23 erste Mal so etwas wie lang anhaltende schlafstörung, die aber von meinem Hausarzt damals nicht für ernst genommen wurden Komma sodass ich jahrelang mit Baldrian Johanniskraut Passionsblume etc herumexperimentiert und somit auch immer auf meine sieben bis acht Stunden kam Punkt

Leider wurden meine Schlafstörung mit Anfang 30 wieder schlimmer Komma das heißt ich bekam zu den einschlafstörung auch noch schwerste durchschlafstörung.

Mit 30 nahm ich das 1 Mal 10 mg Opipramol am Abend und schlief davon wunderbar.

Da ich wahnsinnige Angst vor Schlaftabletten und Narkose etc habe habe ich lange lange Zeit benötigt um beim Opipramol auf 50 ml am Abend zu kommen. Irgendwann hatte ich das Gefühl ich würde sie nicht mehr benötigen und habe sie wieder abgesetzt Punkt

2009 Namen ich auf Anraten eines Psychiaters Komma bzw eines Diplom-Psychologen wieder Opipramol und fing da aber am Tag mit 75 mg an, da man mir sagte mein Schwindel sei auf meine unterdrückte Angst zurückzuführen.

ich hatte nämlich 6 Monate vorher einen Sturz mit meinem Rollstuhl gehabt bei dem ich mir sechs Rippen in Serie gebrochen hatte, und man hatte nicht gesehen dass ich mir zusätzlich die HWS 7 gebrochen und den Dornfortsatz abgebrochen hatte Punkt

Als ich demnach 6 Monate später plötzlich Schwindel bekam schob mann es auf die Angst.

Da ich solche Angst hatte vor dem Schwindel dass ich selbst im Bett das Gefühl hatte alles würde sich ständig drehen ich hätte keinen Halt mehr habe ich mich überwunden und über Tag 3 mal 25 mg genommen Komma und abends zusätzlich 100mg.

Leider wurde gar nichts besser außer dass ich abends so gegen 9 Uhr schon so müde war dass ich einschlief Punkt um es kurz zu machen ein paar Monate später bei einer Röntgenkontrolle meiner Schulter stellte man dann fest dass man 7. Halswirbel falsch zusammengewachsen war unter Dornfortsatz für immer weg war Punkt

Da ich aber schon wieder so auf das Opipramol eingestellt war nahm ich es bis 2013 wieder in der gewohnten Dosierung abends 75 Milligramm Punkt

2014 nahm ich es dann schon wieder da mein Mann mich verlassen hatte ganz plötzlich ohne Streit ohne Stress ohne Ansage und ich wieder mal vor Angst nicht wusste wie ich unser Haus unsere Tiere unser Leben führen sollte Punkt

2016 ich im März das Opipramol den Rest 25 mg am Abend innerhalb von drei Tagen ganz ab, da ich eine beidseitige Lungenentzündung hatte und diese mit Erythromycin behandelt werden mussten Punkt Erythromycin hätte aber einen Herzstillstand in Verbindung mit Opipramol auslösen können, also entschied ich mich für das kleinere Übel Punkt

In alten Zeiten hatte ich auf jeden Fall alle paar Wochen schwerste einschlafstörung und eigentlich über Jahre durchschlafstörung, welche ich aber zu Händen wusste Punkt

Seit einigen Monaten wurden meine einschlaf und durchschlafstörung aber objektiv betrachtet schlimmer Komma obwohl ich nicht weiß woher, zur Zeit bestehen einschlafstörung durchschlafstörung Angst nicht genug Tiefschlaf zu bekommen, Angst überhaupt nie wieder schlafen zu können und so weiter.

Jetzt habe ich vor drei Wochen und drei Tagen wieder mit Opipramol angefangen Komma erst mit 12,5 mg und jetzt seit 4 Tagen mit 25 mg Komma leider merke ich nicht besonders viel und frage mich natürlich ob diese Dosierung überhaupt eine Wirkung hat Punkt
Ich habe nämlich zurzeit unheimliche Angst auf 50 oder 75 mg auf zu dosieren Komma da ich nicht weiß ob es mir dann helfen würde Punkt

Meine Hausärztin hat mir am Montag zopiclon verschrieben Komma ich traue mich allerdings nicht Schlaftabletten zu nehmen.

Entschuldigt bitte für den langen schwierigen Text Komma es wäre sehr schön wenn ihr mir im Grunde genommen sagen könntet dass ein Mensch gar nicht leben kann ohne dass er immer wieder schläft Komma und ein Mensch auch immer wieder Tiefschlafphasen hat Komma da ich im Moment am aller aller aller dringendsten eine Bestätigung benötige dass ich nicht kurz vor dem Durchdrehen bin Komma und wenn mir vielleicht jemand etwas über seine Schlafstörung und der Behandlung erzählen würde, bzw könnte Punkt ich freue mich über jede Rückmeldung und bin dankbar im voraus

#6


kritisches_Auge
Ich habe dich gelesen und viel Mitgefühl für dich, da ich auch sehr lange an Schlafstörungen mit. Ich nahm auch ein Schlafmittel und war auf dem besten Weg abhängig zu werden bis mir in geringster Dosis ein Medikament verschrieben wurde daa half.

Schlafmittel würde ich nur ganz ausnahmsweise nehmen wenn ein Termin ansteht oder um wieder in einen Rhythmus hinein zu kommen. Mein Psychiater regte sich seinerzeit furchtbar darüber auf, dass Psychopharmaka von Hausärzten verschrieben werden, das sei Sache des Psychiaters, ein Hausarzt könne nur die Medikation fortführen.

Die Angst nie wieder schlafen zu können, kannte ich auch.
Gibt es keinen Psychiater deines Vertrauens? Was wäre mit einer Klinik?

#7


Ichbinmuede67
Welches Mittel hast Du denn genommen in geringer Dosis um zu schlafen.

#8


K
Hallo armes müdes Ding, also ich denke, wenn es hart auf hart kommt, nimmt sich der Körper was er braucht. Das wird auch bei dur so sein. Aber warum kannst du denn nicht einschlafen ? Weil dein Kopf nicht abschalten kann und dich Sorgen quälen ? Hast du es einfach mal am Tag versucht ? Ich finde ja,es gibt nichts, was einen mehr fertig macht, als Schlafmangel und / oder Existenzängste. Du musst doch ganz erschöpft sein !

x 1 #9


petrus57
Zitat von Ichbinmuede67:
Jetzt habe ich vor drei Wochen und drei Tagen wieder mit Opipramol angefangen Komma erst mit 12,5 mg und jetzt seit 4 Tagen mit 25 mg Komma leider merke ich nicht besonders viel und frage mich natürlich ob diese Dosierung überhaupt eine Wirkung hat


Moin Ichbinmuede67

25 mg sind schon eine geringe Dosis. Würde da noch höher gehen.

#10


kritisches_Auge
Ich möchte keine Empfehlungen in bezug auf Psychopharmaka geben, die Wirkungen sind je nach Mensch sehr unterschiedlich und ich möchte mich auch nichtbeeinflussen lassen.

Nicht schlafen zu können ist furchtbar.

#11


Ichbinmuede67
Ersteinmal vielen lieben Dank, Existenzangst habe ich nicht. Sondern einfach Angst und Panik mitlerweile leider auch Nachts. Habe PTBS..

Ich habe irgendwie schon immer Schlafstörungen schon als Kind, aber oft wird Es schlimmer.

#12


K
Wie steht ihr nur alle eure Tage durch. Ich bin bei Schlafmangel immer gleich ein Wrack und sehe aus, wie aus der Kloschüssel gefischt. Ich finde das beeindruckend, wie tapfer ihr damit lebt. .

#13


J

Angst nicht schlafen zu können

Hallo zusammen,

heute nacht konnte ich nicht schlafen, weil mich ein paar Sachen die letzten Tage und gestern Abend getriggert haben. Obwohl ich müde war und sogar obwohl ich eine Tavor genommen habe, konnte ich nicht schlafen, weil ich ständig darauf geachtet habe, dass die Tavor anschlägt und mich in den Schlaf singt und beruhigt. Das hat leider nicht geklappt. Deshalb habe ich heute Angst wieder nicht schlafen zu können, weil der Schlaf für mich teilweise der einzige Ausweg ist mal zur Ruhe zu kommen. Meistens klappt das auch aber naja... Ich denke mir dann "schei. die Tavor hat nicht gebracht, mir wird gar nix mehr helfen, ich werde in der Klinik laden, dort wird mir auch nichts mehr helfen etc.." Katastrophal Gedanken halt. Kennt das jemand?

Was kann ich dagegen tun?

#14


Meteora
Ich kenne das. Hab seit Anfang dieses Jahres ziemliche Schlafstörungen. Immer wenn ich schlecht oder gar nicht geschlafen habe, habe ich Angst, dass das so bleiben wird, seit mein Vater mir eine Horrorgeschichte von einem Bekannten erzählt hat, der an Schlaflosigkeit gestorben ist. Aber daran stirbt man nicht direkt! Ich habe mal drei Tage am Stück mit nur je 2h Schlaf ausgehalten, dann hat es mich automatisch umgehauen, sogar ohne Tabletten. Du darfst an alles andere denken, nur nicht daran, dass du gleich einschlafen wirst, weil gerade das dadurch verhindert wird.

#15


Schlaflose
Zitat von joe899:
Katastrophal Gedanken halt. Kennt das jemand?


Ja, damit habe ich seit ca. 30 Jahren massiv zu tun.

#16


Tuemmler
Ich kenne das auch. Das ist ein Teufelskreis. Man will schlafen, aber gerade weil man es so unbedingt will, klappt es nicht. Wenn du nicht "einschlaffähig" bist, weil du so sehr in Gedanken bist oder unruhig bist, dann ist es das Beste, aus dem Bett komplett rauszugehen und irgendwas anderes zu machen. Schreibe dir deine Gedanken und Sorgen auf, lauf in der Wohnung herum usw. Aber dich nicht im Bett quälen. Geh nur ins Bett, wenn du dich wirklich müde fühlst. Und wenn du halt eine Nacht nicht schläfst, dann schläfst du eine Nacht nicht. Irgendwann holt sich der Körper den Schlaf von alleine. Und zu Tavor: Benzos sind die schlimmsten Schlafmittel überhaupt. Denn sie machen zwar müde im Idealfall, aber es ist kein erholsamer Schlaf für den Körper, da sie den Tiefschlaf verkürzen.

#17

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aldia249
ja kann ich auch ein Lied von damals singen..ebenso wie " und was wenn ich jetzt nicht schlafen kann, dann kann ich meinen Job verlieren und und und blablabla" immer schön das Kopfkonzert, wenns eigentlich genau darauf ankommt.

So richtig hilft nur die Akzeptanz und Zeit..
vielleicht ein paar Gedanken:
- Eine schlaflose Nacht ist absolut nicht schlimm
- Der Körper schläft notgedrungen, wenn ers nicht mehr packt
- mir half auf: bequeme Schlafposition suchen und einen Gegenstand in die Hand nehmen --> Fokussierung auf den Gegenstand und zwing dich die ganze Zeit in der Position liegen zu bleiben. Oft wenn die ängste kommen, dann beginnt man sich zu drehen und wälzen, was wiederum wacher macht.--> daher einfach mal zwingen liegen zu bleiben in exakt einer Position
- Rituale schaffen (Kleinigkeiten vor dem Zubettgehen)
- ich nehme noch Trimipramin ca. 5-10 mg pro Nacht

Seitdem läufts (aber auch net immer). Wir sind keine Maschinen.

LG

#18


M

Angst das ich nie mehr richtig schlafen kann

Hallo Leute,
ich bin 27 Jahre alt und seit längerem Hypochonder.
Wie ihr ja in meinem letzten Post gelesen habt, habe ich aktuell große Angst vor dem Corona Virus und daran zu sterben. Seit jetzt gut einer Woche schlafe ich keine Nacht mehr. Ich liege im Bett und bin ganz entspannt. Ich höre Entspannungsmusik, trinke seit ein paar Tagen Schlaf und Nerventee und achte auf meine Atmung und merke wie gut mir das tut und wie ich immer tiefer in den Schlaf sinke. Mein Körper wird ganz schwer und meine Atmung flacher aber trotzdem nehme ich gleichzeitig alles um mich rum wahr. Ich schaffe den letzten Schritt zum kompletten Ausschalten des Kopfes (und der Wahrnehmung) nicht.
Nach einer Weile in dieser Entspannung werde ich wieder wacher. Manchmal habe ich morgens das Gefühl kurz und oberflächlich geschlafen zu haben aber meist habe ich morgens das Gefühl gar nicht geschlafen zu haben. Bin dadurch am Tag natürlich phasenweise müde (aber nicht durchgängig nur in Phasen). Manchmal, wenn ich auf dem Sofa sitze habe ich seitdem tagsüber auch ein kurzes Muskelzucken.
Ich hatte schon früher (in den Phasen wo ich mir Krankheiten eingebildet habe) Einschlafprobleme aber meistens nicht so lang weil ich beim Arzt meist schnell Gewissheit bekam (was bei Corona natürlich nicht möglich ist.)
Ich gehe ab morgen wieder in den Kindergarten zur Notbetreuung arbeiten und habe Panik das durch den Schlafmangel mein (sonst immer sehr gutes) Immunsystem so schwach ist das der Virus mich definitiv tötet wenn ich ihn bekomme. Gleichzeitig hoffe ich das der Alltag und das Arbeiten mir helfen wieder zu schlafen. Tagsüber habe ich meine Angst or dem Virus mittlerweile gut im Griff und kann mich sogar wieder öfter ablenken lassen. Aber gerade abends überfallen mich alle meine Ängste und ich werde innerlich phasenweise unruhig.
Jetzt habe ich Angst das ich nie mehr schlafen kann (da kommt meine Hypochondrie vor solchen Krankheiten raus) und daran bald sterben werde. Ich weiß bei allem was in mir vorgeht spricht vieles eher für psychosomatische Schlafstörungen (zumal es zeitlich mit Corona zusammentrifft und seit dem so ist) aber man weiß ja nie.

Habt ihr irgendwelche Tipps oder könnt mir ein bisschen meine Ängste nehmen?
Vielen Dank im Voraus
Malin

#19


Darcyless
Liebe Malin,

damit ich dich richtig verstehe: Hast du Angst, an Corona zu sterben oder Angst, am Nicht-Schlafen zu sterben?
Bzgl. letzterem (Nicht Schlafen) kann ich dich definitiv beruhigen: es ist NICHT möglich am Nicht Schlafen zu sterben. Das ist eine biologische Unmöglichkeit, da dein Gehirn IMMER irgendwann in den Schlaf fällt und egal wie gestresst du bist, wenn der Schlafdruck hoch genug ist dann nimmt dein Gehirn sich den Schlaf und du kannst nichts dagegen tun.
Es gibt einige neurodegenerative Erkrankungen, die mit einem Verlust des Schlafs einhergehen, doch das sind schwere Behinderungen bzw. Demenzen. Bei diesen Krankheiten hast du zahlreiche andere neurologische Symptome, neurologisch auffällige Schlafstörungen (z.B. starke Muskelzuckungen und bizarres Schlafverhalten nachts etc), und außerdem geht bei diesen Krankheiten (was oft unter den Teppich gekehrt wird) nicht nur der Schlaf verloren sondern auch die Wachheit. Das kannst du dir so vorstellen dass bei diesen Krankheiten der Schlaf- und Wachzustand sich immer ähnlicher werden, sodass die Patienten immer mehr in einer Art "Zwischenzustand" sind. Letztendlich sind das Krankheiten die mit einem breiten Symptombild und auch geisitiger Beeinträchtigung am Tag einhergehen, und diese Schlafstörungen sind nicht mit "normalen" Schlafstörungen vergleichbar. Auch da sterben die Patienten jedoch nicht an den Schlafstörungen, sondern sie sterben weil sie eine degenerative Gehirnerkrankung haben, meist an Atemstillstand o.ä.
Ich weiß das daher so genau, weil ich seit einem halben Jahr intensive Recherche dazu betreibe, da ich selbst eine Phase mit starken Schlafstörungen hatte und ganz doll Angst vor so einer schweren neurodeg. Krankheit hatte. Mittlerweile könnte ich mich selbst ohne weiteres als Expertin auf dem Gebiet bezeichnen. Und ich kann dir eins versichern: Hättest du so eine Behinderung, hättest du zahlreiche andere Symptome und deine Schlafstörungen wären "neurologisch auffällig" - für dich selbst und deine Mitmenschen. Zudem würdest du unter einer exzessiven Tagesschläfrigkeit leiden und tagsüber immer wieder einschlafen, was typisch für organisch bzw. neurologisch bedingte Schlafstörungen (und nicht für Insomnie-Beschwerden) ist.
Das, was du beschreibst, ist eine ganz normale Insomnie, die psychisch bedingt ist, da du Angst vor dem Corona-Virus hast. Dadurch bist du einem permanenten "Hyper Arousal" (Über-Erregung)-Zustand, wodurch du ganz schlecht zur Ruhe kommst, immer wieder aufwachst und das Gefühl hast, gar nicht mehr zu schlafen. Das ist aber absolut unbedenklich und da kann dir nichts passieren - das Schlimmste hier ist deine Angst, die dir sehr zu schaffen macht.
Wir Hypochonder müssen insbesondere lernen, "leichte" von "schweren" Symptomen zu unterscheiden. Du solltest darauf vertrauen, dass bei so einer schweren Krankheit, wie die vor der du Angst hast, zahlreiche andere, schwere, neurolog. auffällige Symptome mit einhergehen würden und damit meine ich nicht leichte nervöse Muskelzuckungen wenn man mittags aufm Sofa sitzt.

Ich hoffe, ich konnte dir deine Angst ein wenig nehmen.
Liebe Grüße

x 5 #20


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Dr. Hans Morschitzky
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