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Sammelthema
hallo:-)
ich leide auch schon seit 2 jahren unter diversen seltsamen zuständen. sie äußern sich plötzlich so: herzrasen, schwindel, keine fähigkeit mehr zu denken, absoluter nebel im kopf...je heftiger diese innere unruhe wird, desto ruhiger und fast apathisch werde ich nach außen. meine familie und personen die mich kennen sagen dann ich wäre wie abwesend. manchmal habe ich dabei das gefühl, verrückt zu werden, dinge zu tun, die ich nicht möchte. aber ich habe soetwas noch nie getan. nur die angst davorr ist riesngroß, dass ich verrückt werde und nicht mehr aktiv am leben teilnehmen kann, sondern in einer psychoanstalt vor mich hindämmern muss.
ich bin 32 jahre alt. zudem habe ich schwere depressionen, die mein leben immer wieder in frage stellen. ich fühle mich wie ein versager, habe meinen beruflichen weg falsch gemacht, indem ich jahrelang studiert habe und dann das studium nicht abgeschlossen habe. jetzt habe ich keine ausbildung und war 1 jahr arbeitslos, hab im verkauf gearbeitet und jetzt im call- center. ich habe das gefühl, mein leben absolut vergeigt zu haben.
bin seit 1 jahr in ärztlicher behandlung und nehme ein antidepressivum und 1 tafil am tag. fühle mich aber nicht verstanden von der neurologin, sie schiebt alles auf meinen freund und wenn ich nach einer therapie frage, sagt sie nur: schauen wir mal. jetzt will sie nächstes jahr die tabletten langsam ausschleichen, obwohl ich trotz der medikamente diese zustände fast täglich noch habe!
ich weiß langsam nicht mehr was ich tun soll oder ob mir überhaupt zu helfen ist! kennt jemand von euch auch dieses gefühl verrückt zu werden? was sol ich nur tun? ich war einmal so voller lebensfreude, so aktiv, so ehrgeizig, schlank und hübsch. jetzt bin ich nur noch ein schatten meiner selbst.
habe mir anfang nächsten jahres einen termin bei einer anderen neurologin geben lassen, hoffe, sie kann mir helfen! es muss doch eine ursache dafür geben!
liebe grüße an euch alle und würde mich sehr freuen, wenn mir jemand antworten würde:-)
eva

25.01.2023 #1


152 Antworten ↓
Hotin

Hotin
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Hallo laborare,

Zitat:
Ich werde jetzt mal niederschreiben, was genau passiert ist, was in mir
vorging, damit wir es vielleicht zusammen analysieren können.


Gute Idee. Ich denke ich kann es erklären, jedoch weiß ich nicht,
ob Du meine Meinung teilen wirst.

Der Mensch funktioniert wie eine Maschine oder vielleicht so ähnlich
wie ein Computer. Dadurch ist es möglich,
erstens, zu erkennen, was in bestimmten Situationen sachlich überhaupt geschieht.
Zweitens, gibt es immer mindestens zwei Möglichkeiten auf die aktuelle Situation zu reagieren. Und
drittens kann man voraus ahnen, wie Du Dich danach fühlst.

Als Mensch hast Du im Kopf ein Entscheidungszentrum, welches Du vermutlich schon sehr lange
nicht mehr, oder falsch herum benutzt.

Auf alles, was Du siehst, hörst und fühlst, reagierst Du in Deiner eigenen Weise. Dies macht Dich gut,
frei und einzigartig. Bis auf ein paar grundlegende Ängste, zum Beispiel, Angst vor Dunkelheit,
Angst vor großen Höhen, Angst davor, bei Gefahr keine Fluchtmöglichkeit
zu haben, lernen wir uns Menschen selbst, was uns nicht gefällt und wovor wir deshalb Angst haben.
Um unser Gehirn zu entlasten denken wir mit sehr vielen Vereinfachungen.
Wenn die ersten beiden Äpfel, die Du probiert hast sauer waren, wirst Du bestimmt immer denken,
Äpfel mag ich nicht. Auch wenn jemand sagt, hier probiere den mal, wirst Du sehr vorsichtig daran gehen,
weil Du den sauren Geschmack von früher erwartest. Ist der Apfel süß, wirst Du nicht sofort Deine
Meinung über Äpfel ändern, sondern Du wirst sagen. Äpfel sind sauer, aber ich habe auch schon mal einen
süßen Apfel gefunden.

Ähnlich könnte es mit Deiner gestörten Lehrerin gewesen sein. Deine Erfahrungen
mit dieser Frau waren sehr negativ und vor allem fehlte Dir damals eine hilfreiche
positive Vergleichsmöglichkeit.
Noch heute hast Du also Angst vor einer Schule, obwohl dies völlig unbegründet ist.
Findest Du nun eine Schule, in der Du keine Probleme hast, wirst Du sagen
Na ja, in der Schule war es eigentlich nicht schlecht, aber ich mag nun mal weder
Schulen, noch Lehrer.

Damit will ich sagen. Wie Du reagierst, hast Du Dir zum größten Teil selbst seit Geburt beigebracht.
Etwas was man gelernt hat, wird man nie vergessen. Man kann es aber überschreiben mit neuen Erfahrungen.
Je häufiger Du eine negative Erfahrung mit einer positiven Erfahrung überschreibst, um so schwächer wird die
alte, meistens wenig hilfreiche Information.

Etwas schlimmes geschieht, wenn Du negative Denkweisen automatisierst.
Beispiel : Es gibt zahlreiche polnische Landsleute, die Autos stehlen und
so großen Schaden anrichten. Egal, wie viele polnische Menschen Autos entwenden, es wird immer nur
eine geringe Minderheit sein.
Dem normalen polnischen Bürger tun wir sehr unrecht, wenn wir pauschal sagen,
ja die Polen, die stehlen nur.
Dieses pauschale Vorurteil hindert uns vielleicht oft daran, vertrauensvoll mit
Polen Gespräche und Kontakte aufzubauen – völlig zu Unrecht.

Die nächste Schwierigkeit besteht darin, Deine vorgefertigte (vermutlich falsche) Meinung zu überschreiben.
Die meisten sagen, "Ich kann nichts dafür. Ich mache das unbewusst." Richtig ist, das die meisten das wirklich
unbewusst machen.
Trotzdem kann man das bequem überschreiben, wenn man das will.

Zum Punkt "Zweitens."
Also kann man immer mindestens auf zwei Weisen auf eine Situation reagieren.
Entweder Du schaust nach, welche Erfahrung Du vor Jahren zu einer Sache gemacht hast. Damit liegst
Du über 50% falsch. Oder Du entscheidest, die aktuelle Situation neu zu bewerten, wozu Du Deine alten
Erfahrungen zum Vergleich prima hinzu ziehen darfst und solltest.

Und jetzt kommt das entscheidende.
Bei einer Angststörung, hast Du schon länger aufgehört, Sachen wirklich immer wieder neu zu beurteilen.
Du greifst nur auf alte Erfahrungen und das, was Du gehört und gelesen hast zurück.
Daher ist übrigens Hypochondrie sehr schlecht heilbar.
Deine alten Erfahrungen passen natürlich selten zu der aktuellen Situation. Dies verunsichert Dich erneut,
weil Du mit Recht sagst. "Ich verstehe es nicht. Ich bin doch nur in ein Geschäft gegangen. Da war doch
nichts gefährliches. Und damit hast Du Recht.
Du hast nur eins übersehen.
Du beurteilst die aktuelle Situation gar nicht mehr.

Warum? Bist Du zu faul um neu darüber nachzudenken? Erkennst Du den Sinn nicht Situationen immer
wieder neu zu überprüfen? Hast Du keine Lust dazu zu lernen? Oder was ist es sonst?

Bei vielen Menschen, die wieder selbstbewusst "neu" nachdenken, und ihr heutiges Weltbild anpassen,
verschwinden Panikattacken schnell, wie von Geisterhand.

Die Angst vor der Angst ergibt kaum einen Sinn. Du denkst ja sowieso erst mal wieder neu nach.
Deine alte Angst hilft Dir also nicht wirklich weiter.

Ist es einigermaßen verständlich, was ich ausdrücken möchte?

Viele Grüße


Hotin

20.01.2016 11:07 • x 2 #118


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Angst durchzudrehen - Erfahrungen

x 3


Hotin

Hotin
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Hallo laborare,

Zitat:
Und die Tatsache, dass man urteilt, obwohl man gar nichts über mich weiß, bringt mich in rasende Verzweiflung.


Na, dann denke ich wirst Du nie aus Deiner Verzweiflung rauskommen.
Menschen urteilen leider meistens viel zu früh und ohne alles wirklich geprüft zu haben. Bist Du sicher, das
Du ohne Vorurteile urteilst?

Zitat:
Auch gehe ich manchmal nicht raus, wenn ich Hautunreinheiten habe


Das kann ich gut verstehen. Aber dieses Verhalten ist leider auch falsch.
Ich habe jede Menge Narben von meiner Jugendakne zurück behalten.
Für ein junge Frau wie Dich ist das Aussehen sicher ein wichtiger Punkt für das Selbstbewusstsein.
Allerdings, frage Dich mal, was die vielen Menschen machen sollen, die von der Natur nicht so mit besonders
hübschem Aussehen ausgestattet sind. Sollen die alle depressiv werden?

Zitat:
Ich frage mich, warum ich mit ihn zusammen war, wie ich es ausgehalten habe und was für ein Mensch er wirklich ist.


Dies sollte eigentlich einfach zu beantworten sein. Er hat Dir Sicherheit gegeben.
Womit auch immer.
Zitat:
Nun aber denke ich darüber nach und hinterfrage ihn, was mich in einen Zwiespalt bringt.


Warum denn Zwiespalt? Damals war es richtig für Dich. Heute weißt Du mehr als früher. Also würdest Du
heute vermutlich anders entscheiden.
Was ein Mensch tut und wie er sich entscheidet, hängt immer von seinem derzeitigen
Wissensstand ab. Also hast Du kaum etwas falsch gemacht.

Zitat:
Und der letzte Punkt, so dumm es klingt, ist die Sehnsucht nach neuen Bekanntschaften


Was daran dumm sein soll, verstehe ich nicht.

Zitat:
Aber es ist schwer, da mein Freund sehr eifersüchtig ist


Dann solltest Du mal mit ihm reden, ob er Dich besitzen möchte, oder ob er sich eine faire Partnerschaft
vorstellen kann.

Bitte sei mir nicht böse. Ich glaube immer noch, dass Du einen ziemlichen Anteil
an Deiner Verhaltensweise und Angststörung hast. Und den gilt es zu finden, dann zu akzeptieren und
danach einiges anders zu bewerten.
Dies kannst Du schaffen, wenn Du das möchtest. Dafür solltest Du nicht Dich als Person, sondern
einiges in Deiner Denk- und Verhaltensweise verändern.

Viele Grüße

Hotin

17.01.2016 01:02 • x 1 #113


Zum Beitrag im Thema ↓


A
Hallo Du Liebe!
Ich mach´s kurz: Mir gehts haargenauso!
Würde mich gern per Email oder Telefon austauschen.
Bin 30 Jahre alt. Bitte schreibe an:
PS: Wir kriegen das hin! Ich freu mich!
Gruß,
Anja

x 1 #2


G
Hallo
HAbe auch am Anfang meiner Angstzustände so eine Phase durchgemacht . Ich habe einen Kleinen Sohn und hatte immer Angst das ich durchdrehe und mir und den kleinen etwas antue. Ich habe dann 3 monate bei einer Freundin gewohnt , weil mein Partner arbeiten mußte. ich brauchte immer ständige Kontrolle . Immer jemanden der auf mich aufgepaßt hat . Und irgendwann war es verschwunden . warum weiß ich auch nicht : ab und zu , aber eher ganz selten kommen diese gedanken und ich sag mir dann immer positive Dinge und schaue mir alte Bilder ( Erinnerungen ) an , die mich dazu aufbauen , das Leben und die dinge als Schön zu sehen. das hatt mich abgehalten , mir gedanken zu machen wie ich durchdrehen könnte. Naja aber meine Krankheit hat dann halt andere Seiten von sich gezeigt ( angst vor Tod usw ) die ebenfalls seht erdrückend sind .
Ich wünsche dir alles alees gute
Gruß alex

x 1 #3


G
hallo anja,
habe an die angegebene mailadresse geschrieben, aber keine raktion von dir erhalten. habe irgendwie ein komisches gefühl dabei. deine antwort auf meinen beitrag war auch irgendwie seltsam. hoffe, es steckt nichts seltsames dahinter.
gruß, eva

#4


G
Hallo eva
Zeige dem Leben deine Zähne Wach auf !
mache was Neues hau auf den Putz.Dir steht die Welt offen zeig was du kannst .Ich bin sicher du kannst sehr viel ,ich wünsche dir von Hezen alles gute .
gruß Andi

#5


B
Liebe Eva, ich habe deinen beitrag hier gelesen, und fand es schon sehr erschreckend wie du schreibst. Aber ich kenne genau das gefühl und dachte erst ich sehe mich in deinem bericht wieder, Wir können uns gerne mal unterhalten wenn du möchtest.
Schreib mir doch mal zurück.. liebe grüße Bibi

#6


G
Hallo, Eva!

Bin genauso "Kurz vorm durchdrehn"...von Zeit zu Zeit und im Moment grad wieder...

Mir kannst du auch schreiben, wenn du magst!

Lieben Gruß,Gaby!

#7


A
Hallo Eva,

was soll ich sagen, der Text von dir, kann auch exakt von mir stammen.
Bei mir begann alles vor circa 3 Jahren auf der Expo in Frankfurt. Wir waren damals mit meiner Abi Klasse da wo ich DAMALS noch Raucher war. Ich zündete mir eine Zig. an und mir wurde sowas von übel daß ich dachte ich muß mich auf der Stelle übergeben. Na ja das war auch der Auslöser das ich jetzt seid 3 Jahren Nikotin Clean bin.
Einige Monate später, gab es ein Abschluß-Fußball Spiel der Schule wo ich natürlich als Fußbalverrückter mitmachte. Da habe ich ganz normal gespielt und als dann das Spiel zuende war ging ich ganz normal raus und dachte nur "na ja es klappt nicht mehr so wie früher" plötzlich drehte ich mich um und alles kam mir so komisch vor und plötzlichhatte ich das Gefühl das wie eine Decke von oben auf mich fällt....
Na ja ich voller Angst und "..ich muß jetzt unbedingt Nachhause" stieg ich in mein Auto und fuhr Nachhause. Dort legte ich mich hin und dachte mir vielleicht war es ein Unterzuckerung oder Blutdruck kurzeitig in die Knie.
Hmmmm was tun? Ich beim Arzt angerufen und einen Termin gemacht.
Beim Arzt dann das Übliche, EKG, Belastungs-ekg, Blutentnahme usw.
Natürlich nichts gefunden und der Arzt meinte ich soll anfangen langsam wieder Sport zu treiben so wie früher.
2 Monate später war es soweit ich bekamm meinen ERSTEN richtigen Angst-Anfall. Und zwar bestellte ich mir Knotschis (Weiß nicht ob das richtig geschrieben ist) für mich und meine Freundin. Da meine Freundin nicht alles gepackt hatte, hat sie es mir gegeben und ich as dann noch den Rest.
Dann fuhr Sie weg und ich lag im Bett und schaute damals (ich kann mich erinnern wie als wäre es gestern gewesen) die erste Folge von Deutschlands härtesten Männer. Plötzlich überkam mich das Gefühl ich muß aufstehen und gehen ansonsten passiert was schlimmes, ich stand also vollgefressen auf und ging ein paar schritte, ich dachte mir vielelicht muß ich an die Frische Luft und ging darauf auf den Balkon oh Gott das wurde immer schlimmer..... danach konnte ich nicht mehr und bat meine Mutter einen Notarzt anzurufen. Sie tat dies und es dauerte nicht lange da war er schon da, sofort an EKG angeschlossen und mir Fragen gestellt Dro. Alk. usw. Ich verneinte alles. Jedenfalls schlug mein Herz wie verrückt und als der Typ meinte "Puls 140 " bekam ich immer mehr Angst.
Schließlich wurde ich dann mitgenommen und schlief eine Nacht im Krankenhaus. Was mir dan alleine in dem Bett alles durch den Kopf ging war unglaucblich....
Na ja am nächsten Tag wieder die gleiche Prozedur im Krankenhaus.... endeckt wurde wieder nichts und ich durfte wieder nachhause. Mir gings aber sowas von schlecht das alles um mich herum total vernebelt war.
Ich stellte mir vor, daß sich jemanden der an einem Herzanfall hatte, so fühlen muß.
Naja überzeugt das es wohl definitiv am Herz irgendwas sein muß ging ich wieder zu meinem Hausarzt und ließ mich durchchecken. ICh sagte ihm auch daß er mich bitte zu einem Cardiologen schicken soll. Das tat er dann auch und ich wurde auch dort untersucht wobei nur festgestellt wurde, daß ich einen Reflux habe, daß heißt soviel wie daß das Blut beim pumpen nicht vollständig durch gedrückt wird und ein Teil zurück geht.
Naja angeblich nichts schlimmes.
Es war Sommer und meine Eltern und ich fuhren in den Urlaub.
Nun ich fuhr auf der Autobahn und mich regte es als auf daß meine Freundin kein Urlaub bekomman hat um mit ihr in den Urlaub zu fahren.
Jedenfalls wußte ich irgendwie es wird irgendwas passieren....
Irgendwann belamm ich in der Mitte meiner Brust ein kitzeln oder ein pumpendes Gefühl das ich wieder voll drinne war und mußte von 160 die ich fuhr sofort auf eine Raststädte fahren und anhalten.
Mir wurde sowas von übel und ich dachte wirklich ich sterbe mir gingen tausend sachen durch den Kopf.... ich wollte nur nicht sterben und mitten auf einer Raststädte.... wer kann mir denn hier helfen. Das war mein schlimmster Anfall den ich auch bis jetzt gehabt habe.
Jedenfalls ging seid diesem Tag alles nicht mehr so wie vorher, ich konnte zwar immernoch denken aber war immer müde und total lustlos und abgeschlagen. Abends bekam ich Herzrasen und Ängste, ich nahm einige Kilos ab da ich nichts essen wollte. Im Urlaub (Griechenland) bekamm ich wieder solche Angst und wir fuhren auch dort ins Krankenhaus wo ich auch durchgecheckt wurde und wieder nichst zu findne war.
Aus dem Urlaub zurück, fing mein Studium an, die Vorkurse begannen und ich bekam Angst in der Vorlesung umzukippen, ich konntre mich kaum konzentrieren und dachte immer wieder über die Vorfälle nach. Immer wieder hoffentlich passiert mir das nicht hier und was soll ich meinem Kumpel erzählen......
NAja es ging und nun bin ich im 5 Semester und es ist zum Glück noch nicht vorgekommen daß ich umgekippt bin aber diese Anfälle hatte ich auch weiterhin in den Jahren zwar nicht so extrem wie auf der Autobahn aber schon ab und zu. Dazu kommt das ich manchmal das Gefühl habe zurchzudrehen und immer wenn ich an der Psychatrie vorbeifahre denke ich immer das ich nie hier landen will. Ich kenne die geschlossene Anstalt da ich dort mal eine Pizza und einen Salat liefern mußte (Pizzafahrer Nebenjob), da habe ich Schreie und komisch Menschen gesehen....
Jedefalls hatte ich wieder die letzte Angstattacke letzte Woche Montag wo ich mit meinem Kumpel auf die Uni ging um zu lernen und plötzlich in der Bäckkerei mich die Verkäuferin, die ich kenne, ankuckte und Guten Morgen sagt und ich sowas von Angst bekam und mir wieder sachen durch den Kopf gingen " Warum kuckt die mich so komisch an? Oh Gott es dreht sich wieder alles du mußt hier weg sonst kippst du um. Ich zu meinem Kumpel gesagt daß ich aufs Klo muß und raus aus der Bäckerei und in der Uni aufs Klo wo ichmich hinsetzte und mich versuchte zu beruhigen, was dann auch ging nur später mit dem lernen ging es nicht so wie ich wollte da ich ständig drüber nachgedacht habe.
Manchmal habe ich auch Angst Dinge zu tun, die ich nicht tun will. Ich frage mich jedesamal was ich habe und warum gerade ich ? Ob es andere auch so empfinden und was man dagegen tun kann? Vielleicht bin ich herzkrank oder einfachnur depressiv? Vielleicht bin ich HIV-Positiv oder mein Gewissen plagt mich so stark daß es sich so auf mich auswirkt oder vielleicht mit dem Gelegenheitskiffen was ich vor Jahren machte da ich da auch mal eine Panikattacke erleiden mußt (Schau da nicht hin, du darfst nicht solange da hinschauen, angst zu sterben ...)
Jedefalls habe ich gemerkt daß wenn ich mich mit irgendwas richtig beschäftige sprich eine Klausur schreibe oder etwas lerne was mir spaß macht und ich mich reinknie, also etwas spezielles tue und mich nicht von irgendwas ablenken lasse, ist dieses Gefühl weg und ich fühl mich super.
Sport ist auch gut wobei ich im Sommer sehr viel Fahrrad fahre aber ich mich unmittelbar danach auch nicht gerade super fühle.
Wäre schön wenn wir vielelicht weitere Erlebnisse miteinander austauschen würde.

Gruß,

Aki

#8


G
hallo ihr lieben,
vielen lieben dank für eure antworten! es hat mir sehr gutgetan, verstanden zu werden und das gefühl zu haben, dass es da draußen auch andere menschen gibt, die soetwas schonmal erlebt haben.
es wäre schön, wenn wir uns noch näher austauschen könnten...
ich habe jetzt anfang des jahres eine andere neurologin ausprobiert und es war schrecklich...sie wollte mir die "tafil"-tabletten nicht mehr verschreiben, weil ich, wenn ich täglich eine nehme, schon abhängig wäre..was ich dabei nicht verstehe ist, wenn jemand abhängig ist, dann kann man doch nicht aprupt aufhören damit? man muss die doch dann ausschleichen oder nicht? jetzt gehe ich halt wieder zu nem anderen neurologen, bin gespannt, zu wievielen ärzten ich noch gehen muss...
das letzte mal war ich vor 1 woche bei dieser neurologin, die die tafil weglassen wollte und so war unser gespräch:
sie sagte, sie werde mir die tafil (scheint fast das gleiche zu sein wie die "tavor") nicht mehr verschreiben. ich sagte, warum denn nicht, das sind meine notfalltabletten, d.h., wenn ich z.b. auf arbeit oder beim autofahren nen anfall bekomme, kann ich eine nehmen und dann gehts wieder vorbei. ich sagte, ich könne doch dann nicht mehr arbeiten, weil bevor ich die tabletten bekam, musste ich nach hause gehen von der arbeit und habe B. getrunken. dann sagte sie: so geht das ja nicht, wie sie sich das so vorstellen! von der Alk. zur tabletten abhängigkeit und dann ist wieder der arzt schuld! sie reißen sich jetzt zusammen, das geht auch von alleine wieder weg und sie haben ja noch das medikament gegen depressionen. da sagte ich, dass das mittel ja nicht im akuten notfall helfe...dann sagte sie, sie kann mich auch krankschreiben...ich war den tränen nahe und sagte, dass ich doch arbeiten wolle, es bringt doch nix, mich krankzuschreiben, nach 2 wochen krankschreiben isses ja auch nicht besser...darauf sie: so ein quatsch! jemand mit nem gipsbein kann auch kein leistungssportler sein!
das war der zeitpunkt, an dem ich gehen musste, sonst hätte ich noch in der praxis zu heulen angefangen...
habt ihr auch schon solche erfahrungen gemacht?
liebe grüße an euch,
eva

#9


A
Also ich war noch bei keinem Therapeuten nur beim Neurologen und der meinte ich wäre nicht krank, ich soll mich net so anstellen schließlich bin ich entweder krank oder gesund, ein wechseln so wie ich es ihm beschreiben würde würde es net geben, da ich ihm sagte, daß ich manchmal am Tag 2 -3 verschiedene "GUT wieder Schlecht" drauf bin.

#10


G
hi aki,
na der neurologe war ja noch blöder als meine! wenn du angstzustände hast, dann hast du freilich was...ist ja wie bei jemandem der unter bluthochdruck leidet, dessen werte sind ja auch nicht ständig auf 180, sondern ab und zu...
aber es ist wirklich furchtbar, wie sehr man sich bemühen muss um einen guten arzt, der einem helfen kann..habe die erfahrung gemacht, dass man sich auch nicht unbedingt auf empfehlungen von anderen verlassen kann, denn bei der einen diagnose kann er vielleicht gut gewesen sein, aber bei dir in pun kto angst-oder panikattacken wiederum nicht...
du schreibst"net", aki, bist du denn auch aus bayern?
wirst du denn derzeit garnicht medikamentös behandelt?
liebe grüße eva

#11


A
Hallo Eva,

nein ich nehme gar keine Medikamente, will ich irgendwie auch gar nicht.
Aber ich überlege mal Johanisskraut zu nehmen, mein Freund meinet es wäre saugut.... mal schauen. Zur zeit, ist es aber schlecht da ich für Klausuren lernen muß.
Leider bin ich nicht aus Bayern sondern aus Hessen.

Gruß,

Aki

#12


A
Ähhh mir ist ein Fehler unterlaufen,

ich meinte nicht Johanisskraut sondern Bachblüten.

Gruß,

AKI

#13


E
hallo !
also ich weiß garnicht mehr bei wie viele ärtzte und krankenheüser ich schon war.ich habe schon 8 jahre schmertzen , schwindel,und was weiß ich nicht alles. in meine gedanken habe ich alle krankheiten die es gibt ,aber die ärtzte sagen alle ich bin organsch völlich gesund . keine ahnung ob ich das glauben kan oder nicht ,da ich mich nicht vorstellen kan das man sich schmertzen in brust,im kopf ,arme,kiefer, und magen einbilden kan .die andere sache ist ,nach 8 jahre müsste schon mal was passiert sein aber das bleibt zum glück aus. habe schon alles probiert an medikamente nicht hilft auser tafil.

#14


N
wie scnell hilft dir tafil? möchte ich mir auch verschreiben lassen. Habe immer Panikattacken bevor ich zur Arbeit gehe. das heist das medikament muss schnell wirken sonst bin ich wieder krank geschrieben und setze meinen job aufs spiel, wäre schön wenn du mir schnell antworten kannst

Danke schon im voraus

#15


K
Hallo! Bin froh auf gleichgesinnte zu treffen. Habe auch diese schlimmen Angstzustände. Kann nachts nicht mehr schlafen. Bei mir ist es so, dass ich gar nicht genau weiß vor was ich Angst habe. Manchmal habe ich Angst vor einer schweren psychischen Erkrankung bei mir, obwohl ich eigentlich ziemlich gesund bin. Die Phasen von Angst und einiger Maßen normal drauf sein, wechseln sich bei mir ab. Dann kommt noch das Schlafproblem bei mir hinzu. Ich kann nicht einschlafen, weil meine Gedanken ständig kreisen. Hat jemand einen Tipp was ich dagegen machen kann? Habe an Psychotherapie gedacht. Habe eine kleine Tochter und kann deshalb nicht in eine Klinik und das möchte ich auch nicht. Vielleicht kann mir ja einer einen guten Angsttherapeuten sagen.

ciao
Kerstin

#16


N
mir geht das ganz genauso weiss auch nicht wovor ich angst habe, aber die angst ist da und man denkt man dreht durch weil man nicht weiss woran das liegt.ich muss ständig grübeln, im moment hab ich angst das ich meine arbeit verliere weil ich meine ängste nicht kontrollieren kann und dadurch so oft krank geschrieben bin, ich bin noch in der probezeit und man hat mir schon angedroht das ich nicht mehr krank sein darf, donnerstag gehe ich zum psychologen, ich hoffe der kann mir weiterhelfen. ich würde dir auch raten einen psychologen aufzusuchen denn es wird schlimmer und um so eher du was machst desto schneller kann dir geholfen werden. ich hab warscheinlich auch zu lange gewartet und jetzt geht es mir ständig schlecht ich habe angst zur arbeit zu gehen, kann meinen kollegen nicht mehr unter die augen treten. gott sei dank steht meine familie hinter mir

liebe grüsse

nicki

#17

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G
hallo!Kenne das Gefühl sehr gut,nach meinem dritten Kind sind meine Angstzustände noch größer geworden!!Habe schon Therapie gemacht ,aber es half aber alles nur kurzfristig,jetzt bin ich bei einer Heilpraktikerin die mir echt super viel geholfen hat und mir geht es schon viel Besser!!
Gruß Eva

#18


K
Hallo Nicki,

danke für deinen Tipp. Habe mir gestern schon einen Termin bei einem Psychotherapeuten geben lassen. Seit ich den habe geht es mir um etliches besser. Es ist gut zu wissen, dass man mit seinem Problem nicht alleine ist.
Würde mein Problem als einen Teufelskreis bezeichnen aus dem man alleine nicht mehr raus kommt. Die Gedanken drehen sich immer um die gleichen Probleme, die eigentlich keine großen Probleme seien müssten. Aber durch das ständige Nachdenken darüber, werden sie immer größer und größer. Bin zuversichtlich das ich das in Zukunkt in den Griff bekomme. Wünsche dir auch viel Erfolg bei deiner Therapie!

L. G.
Kerstin

#19


N
was ich dir noch raten kann, kauf dir mal das Buch ( Anleitung zum postivem Denken), dieses Buch ist der totale hammer. Ich hab mir nie vorstellen das mir ein Buch bei meinen Problemem helfen kann, aber dieses Buch wird dich auch ein Stück wieter bringen. Am Anfang des Buches ist es schwer zu verstehen aber dann merkst du richtig was das Buch bei dir bewirkt.

Wenn du es lesen solltest dann erzähl mir mal wie du es fandest

ich wünsch dir ganz viel glück
Liebe Grüße
Nicki

#20


A


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