Hallo Funzel82,
ich weiß nicht ob es dir weiterhilft, als ich begann wegen meinen Extrasystolen eine Herzneurose zu entwickeln, habe ich folgendes getan. Statt mich zu schonen und jegliche Bewegung die eine ES auslösen könnte zu meiden wie ich es zu Beginn getan habe, habe ich angefangen genau das Gegenteil zu tun. Ich habe meine Angst in Wut umgewandelt und wenn das Herz dann stolperte habe ich mich z.B. extra auf die linke Seite gelegt (dann stolperte es am häufigsten) und habe geschrien "Bleib doch stehen du verdammtes Herz". Dieser Ansatz hat zwar nicht dafür gesorgt das die Extrasystolen aufhörten, haben mir aber jegliche Angst genommen.

10.12.2019 12:51 • x 6 #21


Hallo Apoll, ES habe ich nicht, nur diese verfluchte Brustenge und Atemnot in Momenten der Angst. Bin gerade 6 mal Richtung Therapeutin gefahren, und 6 mal umgedreht as der Verkehr Rtng Innenstadt voller wurde. Ohmann. Gut dass der Termin erst um 3 ist!

10.12.2019 13:00 • x 1 #22



Hallo Sabi05,

Angst aus dem Haus zu gehen

x 3#3


kritisches_Auge
Ich weiß nicht ob es hilft, aber ich verstehe dich vollkommen.
Falls du ein Smartphone hast: ich würde es mitnehmen und mir vorstellen, mit den anderen hier im Forum verbunden zu sein, dass andere ähnliche Probleme haben und wir einander helfen.

10.12.2019 13:17 • x 5 #23


mimi0202
ich mache das auch so ähnlich wie @Apoll

mit Begleitung geht es etwas besser, aber ich bin alleinstehend, Rentner und schon meistens alleine.
einmal die Woche kommt meine beste Freundin mit Ihrem zuckersüssen Baby dessen Onkel ich bin
dann erledigen wir zusammen alles was mir sonst alleine schwer fällt, ich besitze keinen Führerschein+Auto, also kaufen wir dann meist auch zusammen ein, ich bin 51j. alt, und meine Angststörung habe ich schon über ~20j.!

Sonst bin ich schon meistens alleine, alleinstehend, Rentner mit sehr süssen Hund ^^
ich LEBE "mit" meiner Angststörung, es ist wie es ist, und oh nein, daß ist nicht leicht !
.aber ich will einfach kein "Drama" mehr.

fast immer setze ich mich bevor ich raus gehe, auf einen Stuhl, und gehe in mich, atme ganz bewusst tief ein und aus, und dann gebe ich mir innerlich einen Startschuss..... JETZT !
Und dann sage ich genau wie @Apoll LECK MICH ANGST, dann mach doch !

Bei dir im Auto könnte noch sehr gut laute Musik und mit Singen helfen

Und nimm dir fest vor das du dieses spezielle Symptom deiner Angst mit deiner Therapeutin besprichst, die hat da bestimmt noch mehr gute Tipps auf Lager

10.12.2019 13:45 • x 2 #24


Singen? Atmen ist fast undenkbar

Aber ich finde es toll, daß du MIT deiner Angst lebst. Noch bin ich im naiven Wunschdenken irgendwann wieder ohne zu leben. Der Angst den Kampf anzusagen hab ich mir auch schon überlegt, doch sie ist so viel stärker als ich....NOCH

Ganz lieben Dank für Eure tollen Ratschläge

10.12.2019 13:52 • #25


Gleichklang
Du schaffst das heute zur Therapeutin bis gleich 15Uhr - ABSOLUT.
Diese ganzen Gedanken/Gefühle sind Horror, aber mehr passiert auch nicht.

Nimm diese Energie und mach ganz feste Fäuste, so fest du kannst. Die Energie muss raus, Atmung hilft zusätzlich. Einfach versuchen.
Du bist stärker wie deine Angst!

10.12.2019 14:21 • x 2 #26


mimi0202
Zitat von Funzel82:
Singen? Atmen ist fast undenkbar Aber ich finde es toll, daß du MIT deiner Angst lebst. Noch bin ich im naiven Wunschdenken irgendwann wieder ohne zu leben. Der Angst den Kampf anzusagen hab ich mir auch schon überlegt, doch sie ist so viel stärker als ich....NOCH Ganz lieben Dank für Eure tollen Ratschläge


"ich" bin natürlich nu ein Beispiel !

irgendwie findet jeder da beizeiten seinen ganz persönlichen eigenen Weg, entweder ganz raus aus der Angst, oder man Lebt "mit" ihr.

ein "Falsch" gibt es da nicht !

10.12.2019 14:46 • x 2 #27


Zitat von Gleichklang:
Diese ganzen Gedanken/Gefühle sind Horror, aber mehr passiert auch nicht.



Ja sie sind die absolute Hölle, und was sie mit meinem Körper machen daß er dumm wie 3 Meter Feldweg glaubt er müsse sterben ....unglaublich!

Aber: ich hab zwar auf 3km 3 mal angehalten, nun bin ich aber da. Sitze im Wartezimmer und warte immer noch aufs Ersticken. Mal wieder passiert nichts ausser Atemnot und Schmerzen in der Brust. Manmanman.....

10.12.2019 14:55 • x 2 #28


Gleichklang
Zitat von Funzel82:
Aber: ich hab zwar auf 3km 3 mal angehalten, nun bin ich aber da. Sitze im Wartezimmer und warte immer noch aufs Ersticken. Mal wieder passiert nichts ausser Atemnot und Schmerzen in der Brust. Manmanman.....


Klasse! Du bist da und nur das zählt jetzt!

10.12.2019 15:03 • x 2 #29


Orangia
Hmm...ich finde das nicht so gut, dass du in "diesem Zustand" Auto fährst...
Ich hatte auch schon Panikattacken während des Autofahrens, das war sehr leichtsinnig von mir
Du sollst es ja nicht dauerhaft vermeiden, aber ein wenig stabiler solltest du schon sein, finde ich.
Alles Gute für die Rückfahrt und natürlich für die Therapiestunde !

10.12.2019 15:09 • x 2 #30


kritisches_Auge
Ich freue mich sehr, dass du es geschafft hast.

10.12.2019 15:11 • x 2 #31


Gibt es denn auch Therapeuten, die ins Haus kommen? Mir geht es ähnlich, und bei einer richtigen PA kann ich auch kein Auto mehr fahren. Das wäre viel zu riskant - auch noch auf der Hauptstraße im Stadtverkehr.

Habe mich bisher auch fahren lassen, leider geht das nicht immer.

10.12.2019 16:47 • #32


tuffie 01
Hallo,

Ich bin über dreißig Jahre nicht alleine aus dem Haus gegangen.
Ich weiss , Panikattacken ist einfach nur schrecklich.
Ich habe es geschafft ,dass ich alleine meine Wohnung verlassen kann und ich fahre auch Bus

Nicht locker lassen, immer dran bleiben.

10.12.2019 17:03 • x 2 #33


Zitat von tuffie 01:
Hallo,Ich bin über dreißig Jahre nicht alleine aus dem Haus gegangen.Ich weiss , Panikattacken ist einfach nur schrecklich.Ich habe es geschafft ,dass ich alleine meine Wohnung verlassen kann und ich fahre auch BusNicht locker lassen, immer dran bleiben.


Hast du das vorwiegend mit Konfrontation geschafft?

10.12.2019 18:32 • x 1 #34


Habe es geschafft. Aber bin so voller Angst die ganze Zeit gewesen, daß ich außer Überlastungssydrom erstmal nicht so viel mitnehmen konnte heut. Stand permanent neben mir. Und nach der Rückfahrt nachhause hält die Angst an.
Kennt das jemand? Wenn man such zuhause nicht aufhören kann an dieses Monster zu denken?! Es einem die Luft zum atmen nimmt? Ich hasse es

10.12.2019 18:40 • #35


Zitat von Funzel82:
Habe es geschafft. Aber bin so voller Angst die ganze Zeit gewesen, daß ich außer Überlastungssydrom erstmal nicht so viel mitnehmen konnte heut. Stand permanent neben mir. Und nach der Rückfahrt nachhause hält die Angst an. Kennt das jemand? Wenn man such zuhause nicht aufhören kann an dieses Monster zu denken?! Es einem die Luft zum atmen nimmt? Ich hasse es


Geht mir auch immer so nach Konfrontationen - gefühlt wird die Angst erst mal schlimmer, statt besser. Und meist hängen mir solche Termine noch tagelang nach, obwohl man ja zuhause ist und nichts weiter ansteht.

10.12.2019 18:57 • x 1 #36


Zitat von littlegirl19:
Und meist hängen mir solche Termine noch tagelang nach, obwohl man ja zuhause ist und nichts weiter ansteht.


Du sprichst mir aus der Seele. Bin froh dass nichts ansteht. Aber man ist total erschöpft von dem Termin heute. Und ich kann nur für mich sprechen. Es zwar geschafft, aber sowas normales wie in die Stadt zu fahren wieder nur unter Todesangst geschafft zu haben ist unfassbar deprimierend. Stolz am Ende über das geschaffte am Tag zu sein ist irgendwie anders ;(

10.12.2019 19:01 • #37


Zitat von Funzel82:
Du sprichst mir aus der Seele. Bin froh dass nichts ansteht. Aber man ist total erschöpft von dem Termin heute. Und ich kann nur für mich sprechen. Es zwar geschafft, aber sowas normales wie in die Stadt zu fahren wieder nur unter Todesangst geschafft zu haben ist unfassbar deprimierend. Stolz am Ende über das geschaffte am Tag zu sein ist irgendwie anders ;(


Genau hier liegt auch mein Problem. Ich realisiere nicht, was ich da wirklich grade geschafft habe und bin auch nicht stolz. Stattdessen sehe ich immer "na toll, dank der Konfrontation gehts dir jetzt noch schlechter als vorher, die Symptome nehmen überhaupt kein bisschen ab, selbst zuhause gehts dir jetzt so schlecht". - Wie man da rauskommt, habe ich leider auch noch nicht rausgefunden... habe es schon versucht mit vor den Spiegel stellen und sich selber angrinsen oder sich wirklich einzureden "ich habs geschafft, ich habs geschafft, ich bin so stolz auf mich,..." was allerdings kein Gefühl des Stolzes in mir ausgelöst hat. Vielleicht auch eine Sache der Übung? :/

10.12.2019 19:07 • x 1 #38


Gaulin
Hey ihr beiden...

Eure Mühe in allen Ehren, aber so einfach geht es leider nicht. Ich finde es ganz klasse, dass ihr es angehen wollt, aber....

Es ist mit "nur" Konfrontation leider nicht getan. Die Denkweise dabei spielt die hauptsächlichste Rolle dabei.
Wenn ihr euch sagt: "Augen zu und durch" was nimmt euer Gehirn dann daraus mit? Nämlich so in der Art: "Es ist ganz schrecklich, aber da muss ich jetzt durch, damit die blöde Angst weggeht. Das einzige Ziel ist: Ich will diese verdammte Angst nicht mehr haben!"
Und mit dieser Sichtweise klappt es leider nicht.
Losrennen und konfrontieren bringt nicht viel. Ich empfehle euch erstmal innerlich für euch an euren Glaubenssätzen zu arbeiten. Belest euch über das Thema. Mein Favourit war/ist zum Einstieg "das Kind in dir muss Heimat finden"... übt euch in Achtsamkeit, pfeift auf andere Meinungen oder was die denken könnten, tut euch gutes (was wirklich IHR wollt).
Unter diesen Voraussetzungen würde ich auch kein Auto selbst steuern (sorry, aber das kann schon gefährlich werden)...
Und wenn es gar nicht möglich ist, ihr keinen Ausweg seht, nicht mal zum Thetapeuten kommt habt ihr noch die Möglichkeit in Kliniken zu gehen (fahren lassen).
Geht ihr alltäglich gar nicht vor die Tür? Also ich meine zb. einkaufen.

Liebe Grüße
Gaulin

10.12.2019 19:42 • x 1 #39


kritisches_Auge
Ich habe einmal eine Frage die vielleicht sehr naiv ist. Würde mit ärztlichem Attest die Krankenkasse ein Taxi bezahlen?

10.12.2019 20:27 • #40




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