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Hallo ich bin seid paar Tagen hier erst angemeldet und hatte vor drei Tagen schonmal geschrieben. Mein Leben ist zur Zeit einfach im Eimer. Ich bin dabei alle Menschen die mir helfen wollen kaputt zu spielen da ich einfach nur noch denke das mir keiner helfen kann. Ich habe innerhalb von 14 Tage eine Angst aufgebaut die ich noch nie hatte ich traue mich gar nichts mehr nicht mal in meine eigenne Wohnung zu fahren und dort mit meinem Partner zu leben . Heute Nacht haben wir bei meinen Eltern geschlafen die 3 km von meiner Wohnung entfernt wohnen weil ich absolut nicht nach hause wollte da ich denn denke da kann mir keiner helfen und ich werde verrückt durch meine Angst. Nun ist es aber so meine Eltern halten das nicht mehr aus und mein partner auch nicht. Es gibt nur 2 Möglichkeiten entweder geh ich jetzt sofort in die klinik oder ich fahr nach hause und vor beiden habe ich riesen angst und kann mich dem nicht stellen ich weiß nicht mehr weiter und bin verzweifelt.

23.07.2016 07:55 • 20.10.2019 #1


13 Antworten ↓


Perle
Hallo Katha,

ich hatte vor zwei Jahren eine ähnliche Situation und ich kann Deine Verzweiflung absolut nachvollziehen. Deine Angehörigen sind mit der Situation vollkommen überfordert und das dürfen sie auch sein. Eine Angststörung ist für andere Menschen, die das nie gehabt haben, nicht nachvollziehbar.

Meine "Rettung" damals war die Psychosomatische Akutstation eines Krankenhauses. Dort war ich 6 Wochen und konnte zumindest soweit stabilisiert werden, um danach wieder in meiner Wohnung sein zu können. Im Anschluss bin ich noch für 6 Wochen in eine Tagesklinik gegangen und nochmals einige Zeit später für ebenfalls 6 Wochen in eine Rehaklinik.

Bitte zögere nicht und gehe stationär in Behandlung. Das ist mein gut gemeinter Rat an Dich.

LG, Martina

23.07.2016 08:12 • #2


Hallo Martina

Das Problem ist das ich riesen angst habe in diese Klinik zu gehen da ich dort ohne eine vertraute bleiben muss weißt du ...Meine Gedanken machen mich wahnsinnig ich halte das nicht mehr aus

23.07.2016 08:29 • #3


Perle
Hallo Katha,

Du bist da nicht ohne Vertraute. Sicher, Deine Angehörigen sind in dem Moment nicht bei Dir aber dafür wirst Du auf ganz viele Menschen treffen, die ähnliche Probleme haben wie Du - und dadurch baut man eine große Verbundenheit miteinander auf.

Weiß Du, ich habe dort meine heutzutage beste Freundin kennen gelernt. Vielleicht erfährst Du auch so ein großes Glück wie ich. Aber trauen musst Du Dich schon, sonst wird sich Dein Leben nicht verändern. Sonst wirst DU Dich nicht verändern.

LG, Martina

23.07.2016 08:38 • x 1 #4


Icefalki
Katha, dein Zustand wird vom Nichtstun leider nicht besser. Und deine Vertrauten sind damit bald überfordert..

In der Klinik bekommst du Hilfe, und wie es Martina schreibt, dort gibt es Menschen, denen geht es genauso und dieses Verständnis tut dir dann gut.

Du nimmst das Umfeld gerade extremst feindselig war, war bei mir auch so. Aber das ist die Angst in dir. Und im Moment ist die Klinik der beste Ort.

Mach den Schritt, nimm jedes Quentchen Mut zusammen und geh dort hin. Hier gibt es viele User, die zu Beginn auch große Angst hatten, und anschließend total froh über diesen Schritt waren.

23.07.2016 08:50 • #5


Blueheaven
Hallo,

kann mich der Antwort von Perle anschließen, für Angehörige ist das sehr schwer damit klar zu kommen. Aber das ist genauso wenig deine Schuld, wie man ihnen keinen Vorwurf machen kann. Ich finde es jedoch gut, dass du dir über die Situation bewusst bist, das ist auch keine Selbstverständlichkeit.
Was hälst du davon, deinen Eltern/deinem Partner das mitzuteilen was du hier erzählt hast?

Vielleicht hilft es ihnen mit der Situation besser zurecht zu kommen, wenn sie wissen was in dir vorgeht. Dass du Angst hast nach Hause zu fahren. Und, dass du ihnen mitteils nachvollziehen zu können wie schwierig das für sie ist; Du ihnen das nicht absichtlich antun möchtest, aber deine Erkrankung dich selbst überfordert.
Ich dachte, wenn du dann weißt, dass deine Eltern/dein Partner dadurch vielleicht zumindest etwas besser mit der Situation klarkommen, dass du dir dann keine Sorgen mehr um sie machen musst und dich ganz um deine Gesundheit kümmern kannst.
Je nachdem wie gut euer Verhältnis zueinander ist, würde ich ihnen vielleicht sogar auch mitteilen, dass du weißt dass sie dir helfen wollen, aber du momentan denkst dass dir keiner helfen kann. Eventuell belastet es sie auch, dass sie versuchen wollen dir zu helfen aber es nicht können.

Das muss auch nicht persönlich sein, vielleicht, solltest du dich für einen Klinikaufenthalt entscheiden, schreibe es ihnen als Brief und schicke es ihnen zu. Oder wirf es ihnen am Tag deiner Abreise in den Briefkasten. Dann wissen sie Bescheid, und du könntest dich komplett dem Aufenthalt in der Klinik widmen.

Lg Blueheaven.

23.07.2016 09:24 • #6


Danke für das liebe zusprechen von euch. Ich bin so froh das ein paar Antworten bekommen habe. Ich wollt euch einmal berichten wie mein Tag heute abgelaufen ist. Es war eigentlich ein Höllentrip aber He ich lebe immer noch und das sollte ich mir wohl endlich mal bewusst machen.
War heute morgen in der Klinik und hab mich in der Notaufnahme angemeldet naja aber was soll ich euch sagen die haben es nicht als Notfall gesehen da es ja nur Angstgedanken sind und ich diese halt selbst in den Griff bekommen muss und sie mir auch erstmal nur mit Medikamenten helfen können.
Nun gut für einen Platz um mich stationär behandeln zu lassen bin ich angemeldet und auf der warteliste aber dachte vielleicht können die einen schneller helfen wenn man so ins Krankenhaus geht.
Nachdem ich denn aus dem Krankenhaus los bis wo ich mit meinem Partner und meinen Eltern war sind wir nach hause und das ganze Spiel mit meiner angst ging von vorne los und ich wollte nicht zuhause bleiben nach 3 oder 4 Stunden weinen und mich meiner Angst nicht wirklich stellen können,Streit mit meinem freund und mit meinen Eltern hab ich es denn endlich geschafft in meinem zuhause zu bleiben . Nun Sitz ich mit meinem Freund auf der terrasse bin immer noch innerlich nervöse und unruhig und hab im Hinterkopf immer noch den Gedanken meine Eltern sind im Notfall soweit weg obwohl es nur 3 km sind und mein Freund ja bei mir ist. Ich hoffe ich schaffe bald mal gedanklich abschlaten zu können.

23.07.2016 19:57 • x 1 #7


Blueheaven
Hey Katha34,

wenn ich das beurteilen kann/darf, finde ich schon dass in deinem aktuellen Beitrag einige Fortschritte zu lesen sind. Es muss ja auch gar nicht alles innerhalb der nächsten Woche erledigt sein, mache es so wie du kannst.

Vielleicht gibt es für dich und deine Eltern eine Art Notfall-Kontaktmöglichkeit? Irgend eine Option, wodurch sie für dich wirklich dauerhaft erreichbar wären. Meinst du, das könnte dir zumindest ein Bisschen das Gefühl von Sicherheit geben, wenn du wüsstest dass du sie jederzeit sofort erreichen könntest? Und dass ihr dann so lange Kontakt haltet, bis du bei ihnen oder sie bei dir angekommen sind.

Lg Blueheaven.

25.07.2016 07:54 • x 1 #8


Da geb ich dir recht das leider nicht alles innerhalb einer Woche erledigt sein kann aber das wäre schön echt schön. Eigentlich wollten wir jetzt am Freitag auch in Urlaub fahren die gesamte Familie dieser ist seid einem Jahr gebucht aber ob das ein schöner Urlaub wird sowie ich momentan drauf bin. Aber nur jammern bringt ja auch nichts obwohl ich das momentan nur könnte. Möchte wieder die alte sein und wieder soviel Kraft haben mit diesen schei. Ängsten umzugehen.

25.07.2016 08:03 • #9


19.10.2019 23:01 • x 1 #10


Mondkatze
Was für ein Chaos.
Da wird man ja ganz wuschig im Kopf.
Das ewige Hin und Her und weiß nicht, oder doch nicht....
Das hält keiner auf Dauer aus.

Du mußt wissen was Du willst und solltest dann auch 100 %ig dahinter stehen mit allen Konsequenzen.
Kämpfe für das was Du willst / liebst aber verliere Dich nicht selbst dabei.

Warum setzt ihr beide euch nicht zusammen und klärt erst einmal, ob ihr nun zusammensein wollt oder nicht und wie es weitergehen soll, nur ihr beide oder zu dritt?
"Butter bei die Fische machen" .

Vielleicht hat sie ja ganz andere Vorstellungen von einer Beziehung als Du.
Das solltet ihr klären.

19.10.2019 23:40 • #11


soleil
Es wird dir nichts bringen, wenn ich dir meine ehrliche Meinung zu dieser Menage a trois, also Dreiecksbeziehung, sage. Es wäre genau so, als würde ich zu einem Abhängigen sagen, lass` die Dro. weg. Wenn die Bereitschaft dafür nicht da ist, wird er meine Antwort schlichtweg ignorien oder in eine Verteidungshaltung gehen. Also zu was könnte ich dir raten?
Nur soviel, drei sind meistens einer zuviel.
Da du meiner Meinung nach an dieser toxischen Beziehung festhältst, bleibt nur eine Möglichkeit:
Reden, reden, reden und schauen, was passiert. Vertrauen bleibt bei solchen Geschichten immer auf der Strecke und Misstrauen stellt sich ein. Ich weiss nicht, wie sich deine Partnerin bei diesem ewigen Hin und Her fühlt. Sie redet nicht bzw. wenig darüber. Dir geht das alles allerdings zunehmend an die Substanz, psychisch wie physisch.
Ob du die Aufarbeitung dieser toxischen Beziehung alleine schaffst ist fraglich. Ich rate dir, professionelle Hilfe zu suchen, da du dich eventuell bereits in einer emotionalen Abhängigkeit zu dieser Frau befindest.

20.10.2019 06:21 • #12


Zitat von Mondkatze:
Du mußt wissen was Du willst und solltest dann auch 100 %ig dahinter stehen mit allen Konsequenzen.Kämpfe für das was Du willst / liebst aber verliere Dich nicht selbst dabei.Warum setzt ihr beide euch nicht zusammen und klärt erst einmal, ob ihr nun zusammensein wollt oder nicht und wie es weitergehen soll, nur ihr beide oder zu dritt?"Butter bei die Fische machen" .Vielleicht hat sie ja ganz andere Vorstellungen von einer Beziehung als Du.Das solltet ihr klären.


ch will sie, ich will die Zukunft mit ihr, so wie wir es geplant hatten.

Wir saßen auch gezwungener weise zusammen. Sie liebt uns beide, sie kann nicht nur in eine Richtung, da die andere dann zerstört wird. Es tut ihr sehr leid, aber sie kann nichts dafür. Waren ihre Worte. Bis heute hieß es ich gehe nicht, ich lasse dich nicht gehen, ich liebe dich und daran ändert sich nichts usw.

Ich will sie nicht verlieren, aber auch nicht teilen. Das tut so weh.

20.10.2019 09:55 • #13


Zitat von soleil:
Also zu was könnte ich dir raten?Nur soviel, drei sind meistens einer zuviel.Da du meiner Meinung nach an dieser toxischen Beziehung festhältst, bleibt nur eine Möglichkeit: Reden, reden, reden und schauen, was passiert.

ich liebe sie...ein Leben ohne sie ist farblos, ich kenne es hatte es 6 Jahre lang durcherlebt...aber reden bringt auch nicht viel, denn Fakt ist sie liebt uns beide und kann Sich nicht entscheiden oder trennen.

Zitat von soleil:
Ich weiss nicht, wie sich deine Partnerin bei diesem ewigen Hin und Her fühlt. Sie redet nicht bzw. wenig darüber.

Für sie ist es auch schmerzhaft, dass habe ich gesehen als sie uns beiden ihre Liebe ausgedrückt hat. Es tut ihr leid, dass sie nicht in eine Richtung gehen kann, oder ohne uns... aber sie möchte uns nicht verlieren...

Zitat von soleil:
Dir geht das alles allerdings zunehmend an die Substanz, psychisch wie physisch.

Mir geht es seit der 1. Trennung nicht gut. Seit 2011...

Zitat von soleil:
Ich rate dir, professionelle Hilfe zu suchen, da du dich eventuell bereits in einer emotionalen Abhängigkeit zu dieser Frau befindest.

Ich bin schon seit 3 Jahren unter Behandlung. Auslöser war sie, die Trennung und mein Leiden. Mitten in der Behandlung vor 2,5 Jahren kam sie erneut, alles hatte sich verändert. Langsam aber sicher fand ich wieder zu mir mit ihr gemeinsam. Nun erneut Rückschlag. Meine Therapeutin sah mich an als wäre ich ein hoffnungsloser Fall ja, weil ich abhängig bin

20.10.2019 11:03 • #14




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