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Hallo ihr lieben,

ich leider seit über einem Jahr an Agoraphobie. Bekomme beim Einkaufen und an offenen Plätzen Panik. Ich und meine Familie wollen schon seit längerem einen Hund. Hab jetzt neun Wochen Klinik hinter mir und gelernt mit der Angst umzugehen. Jetzt möchte ich gerne unser Familienmitglied aufnehmen. Von vielen habe ich auch gehört das ein Hund zur Heilung beiträgt, da man wieder regelmäßig aus dem Haus geht, auch an Orte die man sonst meiden würde z.B. Hundeschule. Man hat eine wichtige Aufgabe und weiß das man gebraucht wird.Wisst ihr was ich meine??

Hat von euch jemand Tipps oder Erfahrungen??

Danke schon mal für eure Antworten.

18.10.2009 11:54 • 22.10.2009 #1


14 Antworten ↓


Christina
Hallo Stella,

für mich ist ein Hund eine Bereicherung und in gewisser Weise ein Antidepressivum auf vier Pfoten. Aber Hilfe bei der Heilung? Ich habe mich schon des öfteren überwunden und dem Tier zuliebe Dinge getan, die ich sonst gelassen hätte. Das hat aber m.E. nichts mit Heilung zu tun, sondern war in dem Fall ein Anlass, mich zu zwingen. So etwas finde ich nicht hilfreich. Deshalb sollte es bei der Anschaffung eines Hundes primär darum gehen, ob sichergestellt ist, dass der Hund auch dann adäquat versorgt werden kann, wenn man selbst dazu (mal) nicht in der Lage ist. Das gilt übrigens für alle Erkrankungen, von denen man erwarten kann, dass sie einen im Alltag mal mehr oder weniger behindern. Wenn das geklärt ist, kann es natürlich trotzdem sein, dass der Vierbeiner neue Lebensgeister weckt und zu Höhenflügen in der Angstbekämpfung veranlasst...

Liebe Grüße
Christina

18.10.2009 13:49 • #2



Agoraphobie und Hund ?Eure Erfahrungen

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Und vielleicht auch überlegen, wer ihn versorgt wenn du es nicht schaffst...oder kannst du z. B auch 3 Stunden beim Tierarzt warten oder so? Futter einkaufen?.... Halt noch intensiver überlegen als man es sonst auch machen sollte... aber prinzipiell sprichts nichts dagegen. Manchen tut es auch einfach gut, weil sie gebraucht werden. Aber sei dir auch der Verantwortung bewusst, die du dir auferlegst.

18.10.2009 16:58 • #3


Danke für eure antworten. ich habe unterstützung von meinen eltern die mit im haus wohnen und von meinem freund der mit mir zusammen wohnt.der hund wird das familienmitglied von uns allen.von daher ist immer jemand zur stelle wenn es mir mal nicht so gut gehen sollte!
ich denke schon auch das ich mich mehr aufraffen werde wenn der hund da ist, da ich mir der verantwortung voll bewusst bin.meine cousine studiert tierärztin und von ihr weiß ich schon sehr viel. ich freue mich auf die verantwortung und übe jetzt schon mehr z.b. längere strecken spazieren gehen weil ich weiß das der hund bald kommt und es dann klappen sollte. sonst würde ich diese strecken niemals in angriff nehmen!

18.10.2009 17:07 • #4


Von wo kommt denn der Hund?

18.10.2009 18:08 • #5


Von wo wissen wir noch nicht hundertprozentig.Auf jeden fall ein hund vom tierschutz und nicht vom züchter.

19.10.2009 16:16 • #6


Danke, das wollte ich nur hören

19.10.2009 16:38 • #7


Hallo Zamira,

was hast Du gegen einen Hund vom Züchter?
Wie haben beides einen von einem VDH Züchter und einen aus schlechter Haltung also den absoluten Vergleich. Und ich kann nur sagen immer wieder vom Züchter. Top Hund super lieb ein absoluter Schatz und das beste Balsam für die Seele. Der andere hingegen hat sein Trauma nie überwundern absoluter Problemhund. Und wenn ich jetzt auch gesteinigt werde so stehe ich dazu immer wieder einen Hund aber nur vom Züchter. Du hast eine super Beratung zumindest war es bei uns so. Wenn wir Fragen hatten so konnten wir immer anrufen. Wir waren rundum zufrieden. Und aus einem Hundekauf ist eine enge und langjährige Freundschaft entstanden.

Maybee

19.10.2009 22:14 • #8


Rine
Zitat von Maybee:
Der andere hingegen hat sein Trauma nie überwundern absoluter Problemhund. Und wenn ich jetzt auch gesteinigt werde so stehe ich dazu immer wieder einen Hund aber nur vom Züchter.

hallo maybee,

da können *wir* psychisch angeknackste ja froh sein das uns noch einer nimmt
sprich wir einen partner finden

19.10.2009 23:16 • #9


Es sprengt jetzt zwar das Ursprungsthema, aber da rollen sich mir grade die Fußnägel hoch.

Hunde kommen genau wie wir als unschuldige Babys auf die Welt....und letztendlich ist der Mensch derjenige, der den Hund zu dem macht, was er ist.
Dein 2. Hund kam vielleicht auch ursprünglich von einem Züchter und war vielleicht auch mal genauso lieb und problemlos wie Dein 1. Hund.
Und dann kam er in schlechte Haltung...also hat der Mensch den Hund traumatisiert.

Nicht jeder Züchter ist auch ein guter Züchter, das will ich jetzt mal ganz dick betonen!
Es gibt genug Kellerzüchter, die auch Mitglied beim VDH sind. Ein Vorsitzender von einem Yorkieverein, hochgepriesen beim VDH, hat seine Hunde in kleinen Käfigen im Keller gezüchtet...es hat lange gedauert, bis das aufgeflogen ist!

Eine Köhrung und gute Zuchtpapiere sagen nix, aber wirklich absolut nix darüber aus, wie sich ein Welpe in Zukunft entwickeln wird!
Alles, was Du garantiert bekommst, ist letztendlich das Aussehen ( Felllänge, Farbe, Größe) und bestimmte arttypische Charaktermerkmale...

Aber es gibt auch Terrier, die lieber faul auf dem Sofa abhängen...
Jagdhunde ohne Jagdtrieb, wasserscheue Labradore,bissige Retriever und überängstliche Schäferhunde....

Und nicht jeder Tierschutzhund kommt aus schlechter Haltung....
    die Familie kann sich das Tier nicht mehr leisten
    in der neuen Wohnung ist Tierhaltung nicht mehr erlaubt
    der Hund ist ein Scheidungsopfer
    das Herrchen ist verstorben


Die Gründe, weshalb ein Hund im Tierschutz landet, können sehr vielfältig sein....und gute Tierschutzorgas beobachten die aufgenommenen Hunde ganz genau und wissen über jede Macke des Hunde bestens Bescheid.

Ich behaupte jetzt mal, jede Tierschutzorga macht sich wesentlich mehr Gedanken darum, ob die Familie zum Hund passt als andersrum!
Es wird eine Familie für den Hund gesucht....ein dauerhafter Platz...und die Familie wird auf Herz und Nieren geprüft.
Die Wünsche der Interessenten werden gehört, aber nicht jeder Interessent bekommt seinen Wunschhund.

Es werden intensive Gespräche geführt, die Interessenten werden zuhause besucht....es gibt eine Nachbetreuung und auch die Möglichkeit, bei Problemen jederzeit nachzufragen und Hilfe zu bekommen.
Und es gibt eine Nachkontrolle, um zu sehen, wie es dem Hund in der Familie geht....und im Zweifelsfall wird der Familie der Hund wieder entzogen...die Verträge sind extra so gestaltet.

Und bei Hunden mit Traumas und negativen Eigenschaften wird doppelt und dreifach hingeschaut, ob die Interessenten dem Tier gewachsen sind oder nicht.

Die meisten Züchter leisten diese Arbeit nicht...da kommt man als Interessent ein-zweimal vorbei, schielt in die Welpenkiste, knuddelt kurz seinen Welpi, hört sich Infos über die tolle Zucht und die Vorzüge der Rasse an und darf ein paar Infos über die Familienverhältnisse loswerden (auf Wahrheitsgehalt wird nur mittels Personausweis geprüft).
Dann gibts den hohen Kaufpreis, die Zuchtpapiere und den Impfpass..ein bischen Futter für den Übergang und in den nächsten Monaten das Welpentreffen, wo sich vielleicht noch 3 neue Besitzer blicken lassen.

Ein guter Züchter sollte max. einen Wurf im Jahr haben, die Welpen in der eigenen Wohnung/Haus aufziehen und möglichst lange die Welpen bei der Mutter lassen, damit die Kleinen ausreichend sozialisiert werden.
Ein 8 Wochen alter Welpe rutscht so grade in der wichtigsten Zeit aus seinem gewohnten Umfeld, und schon kleinste Fehler in der neuen Familie können den Welpen nachhaltig prägen....

Ich habe bis vor 3 Jahren in Stoßzeiten bis zu 6 Hunde gehabt...einen Weißen Schäferhund vom Züchter und jede Menge Tierschutzhunde....
Mein Weißer war fast 4 Monate alt, als wir ihn vom Züchter geholt haben...vorher hat der Züchter keinen einzigen der Welpen rausgerückt!
Ich weiß aber, dass dieser Züchter echt eine rühmliche Ausnahme war.

Die Tierschutzhunde waren alles Straßenhunde...nicht stubenrein, krank, teilweise ängstlich...aber alle durch die Bank echt liebenswerte Hunde, die nach der Eingewöhnung superanhänglich und dankbar waren.
Ich kann sagen, die Arbeit, die ich in diese Hunde gesteckt habe, hat sich gelohnt und nicht ein einziges Tier ist in seiner neuen Familie problematisch gewesen!

Mein Weißer ist leider auch ein Scheidungsopfer geworden....und ich konnte ihn mir nicht mehr leisten....und in der neuen Wohnung war Hundehaltung auch nicht gestattet....

Eine befreundete Tierschutzorga hat ihn dann mit auf ihre Webseite genommen und mir die Telefonnummern der Interessenten gegeben.
Ich habe ein Jahr lang nach der passenden Familie gesucht....und zig Leute abgewiesen....bis ich den richtigen Platz für ihn gefunden habe.

Und Rine hat es auf den Punkt gebracht....

Ein traumatisiertes Lebewesen sollte auch eine Chance bekommen...auf dem richtigen Platz in der richtigen Familie!

20.10.2009 11:13 • x 1 #10


Genau so sehe ich das auch. für mich kam ein züchter noch nei in frage. esgibt soooo viele hunde die kein zu hause haben und so sehr dankbar sind wenn sie von ihrer familie geliebt werden. diese hunde haben eine chance verdient und ein problemhund ist einer, weil die menschen ihn zu einem gemacht haben. ui ich freu mich schon sooooooo sehr auf den hundi .

20.10.2009 18:17 • #11


Christina
Hi Stella,

nehmt ihr denn einen Welpen oder einen erwachsenen Hund? *neugierig frag*

Ich habe Erfahrungen mit Welpen vom Züchter, einem Rassehund aus zweiter Hand, einem Mischlingswelpen vom Bauernhof und aktuell mit einem erwachsenen, trennungstraumatisierten Mischling (namens Stella übrigens) vom Tierschutz. Alle waren/sind tolle Hunde. Für Stella brauchte man allerdings einiges mehr an Erfahrung und Geduld - und immer noch Toleranz für ein paar Macken, die sie wohl behalten wird. Lohnt sich aber...

Was die Vermittlung/den Verkauf von Hunden angeht, habe ich die Erfahrung gemacht, dass einerseits Züchter oft sehr kritiklos ihre Tiere verkaufen, andererseits aber auch beim Tierschutz mitunter nicht nur nicht kompetent beraten, sondern schlicht auch gelogen wird. Die wissen auch, dass wirkliche Tierfreunde ein Tier nicht zurückbringen, bloß weil es ein paar Jährchen älter ist als angegeben oder völlig überraschend die eine oder andere Verhaltensauffälligkeit zeigt. Und die Beratung bei Stella in einem eigentlich recht guten Tierheim sah so aus: Hund gesehen - eine Runde mit ihr spazieren gegangen - gefragt, ob sie verträglich mit Artgenossen sei - gehört, dass sie manchmal ein bisschen dominant sei (ist sie aber nicht, nur unsicher, das verwechseln viele) - Vertrag unterschrieben - Hund mitgenommen. Kontrolle wurde zwar angekündigt, fand aber nie statt. Wer keinerlei Erfahrung mit Hunden hat oder aus anderen Gründen unbedingt einen höchstwahrscheinlich unproblematischen Hund haben muss (wegen kleiner Kinder vielleicht), tut m.E. gut daran, sich nur an solche Bezugsquellen zu wenden, wo wesentlich ausführlicher beraten wird. Trotzdem würde ich den Tierschutz dabei Züchtern vorziehen, um die Weiterproduktion v.a. von Modehunden nicht zu unterstützen und um die Tierheime wenigstens ein bisschen zu leeren.

Liebe Grüße
Christina

20.10.2009 19:30 • #12


Hallo christina,

wir möchten keinen kleinen welpen, sondern ein hund der zwischen2 und 5 jahre alt ist. und da gibt es beim tierschutzt vieeele von und auch anfängerhunde!ich hab schon meine 2 hasen vom tierschutz.die haben sogaer ein eigenes zimmer bei und das hasenzimmer . hier hüpfen sie den ganzen tag zwischen höhlen, kartons baumstämme usw.

lg stella

21.10.2009 18:42 • #13


hätte ich meine hündin nicht gehabt dann würde ich wohl nicht mehr leben oder total krank und zugeballert sein mit medikamente.

bei mir (habe ne ganze reihe von ängsten) war es so schlimm das ich irgendwann plötzlich nicht mehr aus dem haus konnte vor lauter panik aber ein hund muss eben

ein hund kann einem auch klasse kontakte knüpfen
also ich meine bekommen habe, hatte ich schon ängste ohne es zu wissen, lol, und da sie so süüüß war haben mich viele angesprochen und ja es war wie balsam für die seele weil alle so nett waren und freudig und doch vorsichtig... tja durch sie habe ich meine damalige erste große liebe gefunden

und auch jetzt schenkt sie mir so vie kraft und zeigt mir an ihrem verhalten an der leine sofort wenn ich wieder zu angspannd bin
ich kann es nur empfehlen!

22.10.2009 00:01 • #14


ah was habe ich da oben für ein wirrwar geschrieben? bin wohl schon etwas müde^^

ach was ich noch sagen wollte:
eigendlich hatte ich nie vor, das mein hund in mein bett kommt (ist ein großer hund) aber als sie klein war und ich eine attacke im bett hatte ist sie zu mir ins bett gekommen (einem welpen kann man dad auch echt nicht übel nehmen, die sind so sauber, klein und weich^^) und hat sich an mich rangekuschelt....tja die attcken wurden schwächer
das ist jetzt bis heute so das sie in mein bett kommt oder ich sie auch hole wenn wieder eine attcke im anflug ist oder ich einfach unruhig bin.
liegen dann rücken an rücken und ich schlummer dann ein wie ein baby

22.10.2009 00:09 • #15



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