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Hey

Ich bin 17 und leide unter PTBS und Angst. Mein großes Problem ist, dass ich mich alleine kaum aus dem Haus traue. Mit meiner Mutter oder Schwester geht es, zwar nicht ganz ohne Angst, aber es geht. Deswegen gehe ich zur Zeit auch nicht zur Schule, was ich aber unbedingt noch weitermachen will. Aber deswegen sitze ich jetzt (fast) den ganzen Tag alleine zuhause, was auch nicht sehr schön ist, da ich das Alleinsein nur schwer ertrage. Nun meine eigentliche Frage

Ich hätte gerne einen Hund, da ich merke, dass wenn ich mit dem Hund einer Freudin unterwegs bin, alles deutlich leichter geht. Warum auch immer. Und auch das dann jemand zuhause ist und ich nicht so alleine bin, naja richtig alleine bin ich auch so nicht. Ich habe noch zwei Kaninchen (zwei Zicken, die nicht gerne kuscheln und sich anfassen lassen) und noch ein Wellensittich, aber richtig ablenken tun sie halt nicht. Meine Mutter sieht leider immer nur das Negativ, sprich Arbeit, Dreck usw., aber das es mir evtl. helfen könnte/würde nicht.

Was würdet ihr in meiner Situation machen?
Würdet ihr mir beipflichten oder eher abraten, da es für den Hund evtl. zu viel Stress sein könnte oder so?

Freue mich auf eure Antworten.

Lieben Gruß
Vivi

Würdet ihr mir in so einer Situation

26.06.2014 12:13 • 29.06.2014 #1


16 Antworten ↓


Hallo Vivi , schön zu lesen das du so tierlieb bist , sie können einem wirklich viel an Liebe zurückgeben.
Denke schon das du mit 17 Verantwortung und Pflege für einen Hund übernehmen kannst .
Wenn dir schon der Hund deiner Freundin so guttut wäre es doch einen Versuch wert !
Versuch doch deiner Mutter zu erklären ,wie hier auch, wie gut dir der Umgang mit
einem Hund tut.

26.06.2014 12:39 • #2



Hund bei Angststörung?

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MrsAngst
Also ich erzähle dir meine Erfahrung.
Ich hab seit Anfang des Jahres einen Hund aus dem Tierschutzverein aus Russland und seit dem ich sie habe geht es mir deutlich besser.
Es ist eine Verbundenheit da. Sie hatte früher ein schweres leben und das hatte ich auch. Irgendwie ist es so das ich ihr Leben rettete und sie meins.
Sie gibt mir unheimlich viel kraft und ich kann seit dem ich sie habe wieder viel besser raus gehen und meine Angst ist allgemein viel besser. Gott sei dank kann ich sie auch in die Arbeit mitnehmen.

Die andere Seite der Medaille ist in die schule zb kannst du einen Hund nicht mitnehmen.
Ein Hund bedeutet viel Arbeit. Erziehung, Sicherheit, regelmäßig gassi gehen gehören auch dazu.
Du musst als Hundebesitzer auch stark sein und dein Tier vermitteln das du ein guter rudelführer bist.
Das ist echt nicht leicht!
Bedenke auch das ein Hund (je nach Rasse) 8-15 Jahre als werden kann.
Du gehst einen Bund ein. Der Hund ist dann lebenslang dein Gefährte. Dein Rudel!
Und wenn dein Hund krank wird musst du das bezahlen können. Das geht aber ganz schnell in die 100er

Überlege dir das gut! Ein Hund ist ein toller Partner! Aber du musst auch sehen das du ein Lebewesen als deinen Schützling hast.

26.06.2014 12:54 • #3


Ein Hund bereichert das Leben, ohne Frage.

Allerdings solltest du wirklich sehr gut überlegen. Sich einen Hund mit dem Grund anschaffen, dass es DIR besser geht und du dich nicht mehr so alleine fühlst, sollte nicht alleine Ausschlag geben. Sondern du solltest auch an den Hund selbst denken. Er kostet Geld, Futter, Versicherung, Steuer, Tierarzt, etc. Er kostet Zeit. Er will nicht alleine sein und muss beschäftigt werden. Den kannst du nicht auf ne Wiese stellen, wie eine Zwergziege. Was ist wenn du den Weg in die Schule wieder packst? Wo bleibt er da? Ein Hund lebt auch nicht nur ein Jahr. Was ist, wenn du in einiger Zeit eine Ausbildung machst oder studierst? Man findet nicht so leicht eine bezahlbares WG-Zimmer, in dem auch Hunde erlaubt sind.
Ein Hund macht Freude, der bringt wirklich Sonne ins Leben. So lange alles super läuft. Durch eine kleine eigene Unachtsamkeit des Herrchens oder Frauchens kann dieses aber sehr schnell ziemlichen Ärger an der Backe haben, mit Nachbarn, Anwälten, Behörden. Und leider ist auch ein Hund nicht immer gesund und unsterblich. Schnell können da Torturen für Hund und Herrchen beim Tierarzt warten.
Ich musste meinen Hund im Frühjahr einschläfern lassen. Das tut, gerade wenn der Hund zur Beziehungsperson wird, nicht weniger weh, als der Verlust eines nahen Angehörigen. Dazu muss ich damit fertig werden, dass ich das Ja zur Euthanasierung, wie's euphämistisch heißt, gegeben habe. Da kommt man nicht so einfach drüber weg und merkt die eigene Einsamkeit danach wirklich hammerhart. Denn auf Verständnis und Beistand der Umgebung, darf man in so einem Fall nicht hoffen. Es war ja nur ein Tier.

Überlege gut, ob du für die nächsten 10 Jahre ausreichend Geld, Zeit und Lust hast und ob du selbst genug Kraft für mögliche Auseinandersetzungen mit Zweibeinern und den leider immer viel zu frühen Abschied hast.

26.06.2014 13:09 • #4


MrsAngst
Zuip mein herzliches Beileid wegen deinem Hund! Ich sehe es keinesfalls so das es nur ein Tier ist!
Ja es ist ein Tier, aber ein Tier ist nicht weniger wert und ist nicht weniger Wegbereiter Familie und rudel!

26.06.2014 13:21 • #5


Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen. Für einen Hund hat man eine große Verantwortung und auch der finanzielle Aspekt wie Hundesteuern , Tierarzt usw. sollte nicht außer acht gelassen werden. Aber , einen besseren und treueren Freund gibt es nicht und wenn man ihn eines Tages verliert , leidet man sehr.

26.06.2014 13:28 • #6


MrsAngst
Das sterben eines geliebten Tieres ist zwar sehr hart und man sollte wissen das man idealerweise das Tier überlebt aber es lohnt sich auch! Man lernt bedingungslose liebe zu bekommen!
Man lernt wie sturköpfig und eigen auch Tiere sind (jajaja meine Hündin zum beispiel)
Tiere bringen uns Menschen so verdammt viel bei wovon wir uns eine dicke Scheibe abschneiden können. Und das ist treue bis zum Tod

26.06.2014 13:32 • #7


Mrs.Angst , was hast du für einen Hund?

26.06.2014 13:43 • #8


MrsAngst
Einen husky mix hast du einen?

26.06.2014 13:46 • #9


Ja , einen Bolonka zwetna ( russischer Zarenhund ). Ist ein Rüde , kann aber auch zickig sein.

26.06.2014 13:50 • #10


MrsAngst
Männer sind auch die größeren Zicken
Ich find bolonka zwetna richtig süß! So plüschig

26.06.2014 13:55 • #11


Mir würden sich da zwei Fragen stellen.

1: Ist genug Zeit und finanzielle Rücklage (Kann in die tausende gehen, wenn unerwartet etwas passiert / das Tier krank wird) da, sich um einen Hund zu kümmern?

2: Willst du deine Krankheit besiegen oder dich damit durchs Leben winden? - der Hund wäre eher Letzteres. Ich könnte es verstehen, nicht falsch verstehen. Aber ein Weg die Angst zu besiegen ist es nicht, da du ihr damit nur aus dem Weg zu gehen versuchst.

26.06.2014 14:00 • #12


Ich habe auch sehr lange recherchiert um für mich einen passenden Hund zu finden. Er sollte wenig bellen , nicht haaren und ein Wohnungshund sein , also nicht so groß. Das Fell ist etwas aufwändig und zum Frisör muß ich auch drei mal im Jahr.

26.06.2014 14:01 • #13


MrsAngst
Da sind meine Anforderungen wohl das komplette Gegenteil
Ich wollte einen Hund mit dem ich viel Unternehmen kann in den Wald kann und richtig powern kann. Wollte etwas wolfsähliches an den ich mich kuscheln kann und groß ist

Bellen tut meine weniger, huskys sind ruhig außer manchmal das wolfsgeheule.
Aber ein Hund der wenig haart, das wäre ein Traum

26.06.2014 14:13 • #14


lori_123
Ich leide auch unter Angststörung und verlasse alleine nur selten das Haus.
Wir haben einen 13 Jahre alten Golden Retriever. Meine Eltern arbeiten beide und da ich ja jetzt zuhause bin, soll ich morgens mit dem Hund laufen gehen. Am Anfang war es eine große Überwindung mit ihm raus zu gehen. Doch ich weiß ja das er muss, also war ich immer irgendwie gezwungen. Wir gehen jetzt nicht so extrem weit, unser Hund ist auch durch sein Alter nicht mehr der fiteste. Mittlerweile gehört es zu meinem Tag einfach dazu und ich genieße es morgens gemütlich mit ihm in dem Wald zu gehen, die frische Luft zu atmen und die Ruhe zu genießen. Ich Tanke da morgens immer Kraft für den Tag.

Ich hatte ihn auch schon im Auto mit dabei, wenn ich eine Übungsfahrten gemacht habe. Er beruhigt mir einfach. Ich will ihm aber das im Auto nicht zu oft zumuten. Oft fahre ich mal irgendwo hin, wo ich mit ihm laufen kann. So sieht er was anderes und ich bin unterwegs und übe.

Unser Hund ist aber auch vieles gewohnt. Durch sein Alter ist sie schon sehr ruhig und lässt viel mit sich machen. Ich glaube ein junger wilder Hund ist da etwas anderes. Außerdem sorgen meine Eltern hauptsächlich sich um den Hund. Ich weiß nicht ob ich die ganze Verantwortung wollen würde.

29.06.2014 11:32 • #15


Cico005
Hallo
Ich kann mich dem, was die anderen geschrieben haben nur anschließen. Ein Hund krämpelt dein Leben so um, das man es gar nicht wirklich mit bekommt. Er spürt deine Angst, er spürt deine Freude und alles andere an Gefühlen was es da noch gibt.
Seid ich meine Maus hab, geht es mir auch viel besser. Ich bin gezwungen nach draußen zu gehen und das ist auch gut so. Ich glaube wäre sie nicht, würde ich es noch schwerer haben als es eh schon ist.
Sie zeigt mir mein Verhalten und hält mir somit sofort den Spiegel vor. Ich kann in ihrem Verhalten so viel von mir ablesen, das es eigentlich einfach sein müsste
Sie ist so Mut und Selbstbewusst, wie ich es im Moment nicht sein kann. Sie zeigt mir eigentlich, wie es geht und was ich machen muss, aber auch das umzusetzten ist nicht ganz so einfach. Ich bin einfach unendlich dankbar, das es sie gibt.

Cico

29.06.2014 13:48 • #16


Cico , es ist wirklich so , wenn man einen Hund hat kann man sich nicht gehen lassen. Man muß raus , egal wie man sich fühlt. Hinzu kommt noch , daß man einen treuen Freund an seiner Seite hat.

29.06.2014 14:04 • #17



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