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Hey,

ich bin 28 Jahre, Studentin und lebe seit ungefähr vier Jahren mit Panikattacken. Zu Beginn war s für mich sehr extrem. Ich konnte zwar noch alleine spazieren gehen, aber ansonsten rein gar ncihts allein ( also nicht einkaufen, busfahren etc) Ich habe es allerdings in den letzten Jahren gut in den Griff bekommen. Ich habe es geschafft mein Bachelorstudium fertig zu machen, ich habe meine gesamte Lebenssituation geändert und es ging wunderbar bergauf. Ich war endlich wieder flexibel, konnte Freunde in anderen Städten besuchen und auch zusätzlich noch ehrenamtlich arbeiten.
Jetzt ist aber alles wieder anders. Ende Mai hatte ich einen Krampfanfall mitten in einem Geschäft. Ich selber kann mich erst an Szenen im Krankenhaus erinnern, in dem ich aufgrund einer Gehirnerschütterung und einer großen Platzwunde, eine Woche verbrachte. Seit dem ist mein Zustand wieder viel schlimmer geworden.
Ich habe das Gefühl, dass ich meinem Körper nicht vertrauen kann. ich habe wieder schreckliche Angst. Ich kann gerade gar nicht wirklich alleine das Haus verlassen (höchstens in einem 5 Minuten Umkreis). Ich versuche mein möglichstes um das wieder hin zu bekommen aber es gibt nur kleine Erfolge. Meine Krise ist, dass in 21 Tagen mein Masterstudium beginnt. Das ist mir wichtig, dass will ich nicht verlieren, nur weil ich jetzt schon wieder so eingeschränkt bin. Aufgrund dessen setze ich mich selber unter Druck. Das Resultat davon: ich habe plötzlich depressive Phasen, die mir selber wirklich Angst machen. Ich habe in mir eine unfassbare Traurigkeit und bin einfach überfordert. Natürlich suche ich auch nach einem Therapeuten..leider bis her erfolglos. Zu meinem alten Psychologen will ich nicht mehr, der hat mich sehr enttäuscht.

Ich erhoffe mir in diesem Forum wieder Mut zu finden, weiter zu kämpfen. Vielleicht Leute kennenzulernen, die auch schon oft Rückschläge hatten, aber es hinbekommen haben und hauptsächlich auch mich nicht mehr so allein damit zu fühlen.

Liebe Grüße.

24.09.2013 20:29 • 27.09.2013 #1


36 Antworten ↓


Hallo Lalea...
schoen dass du hier bist, Wenn der Anlass auch leider nicht so gut ist. was fuer Gedanken hast du denn, wenn diese panikattacken kommen? ist es egal wer an deiner Seite ist, um zu helfen, oder brauchst du da bestimmte Menschen? da ich leider selbst noch neu bin und mit meiner Angst noch nicht richtig umgehen kann, ist es schwierig dir Tipps zu geben. aber ich kann dich verstehen... sehr gut sogar. was kannst du denn in deiner Freizeit machen, also so hobbymäßig? hast du schon mit einem Arzt gesprochen wegen einer moeglichkeit Medikation?
lg PiMo

24.09.2013 20:41 • #2



Ängste im Studium (Panik)

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Hallo PiMo25,
danke, für dein Willkommen Meine Gedanken wenn ich Panikattacken habe? Ich verliere die Kontrolle, kippe um, ich sterbe, verlasse meinen Körper (in der Kurzfassung) und deine?
Aktuell kann ich nichts wirklich machen..außer meine kleinen täglichen Mutproben ( meinen Umkreis wieder zu erweitern) ansonsten bin ich gerade echt eingeschränkt. Vor Mai war ich einmal die WOche schwimmen und regelmäßig joggen.. jetzt kann ich nur noch spazieren gehen, wenn mich jemand begleitet. ( wer ist egal, hauptsache die Person weiß was mit mir los ist- was mich aber auch stört, also diese Abhängigkeit von anderen) Ich habe wenigstens die letzte Zeit nutzen können um meine Bachelorarbeit zu schreiben ( also den AUgust), aber jetzt sitze ich hier und lese udn grübele und schaue tv und plane meine nächsten Mutproben.
Ich habe schon mit Ärzten wegen einer MEdikamention gesprochen..aber das war damals vor 4 Jahren. Ich habe mich immer geweigert irgendwas einzunehmen, was nicht homöopathisch war. allerdings überlege ich gerade, ob das nicht in dem jetzigen Zustand besser wäre. ich hatte damals wenigstens noch die Möglichkeit alleine rauszugehen. was mich am meisten erschreckt, ist aber auch, dass ich immer ein sehr positiver und freudeausstrahlender Mensch war und aktuell, also seit zwei Wochen, bin ich nur noch am weinen und einfach nicht mehr ich selbst.
nimmst du Medikamente? hilft dir das? lg

24.09.2013 20:56 • #3


Bei mir stellt sich die Situation etw anders dar. ich hatte/habe Angst, dass Angehörigen bzw meinen Tieren etw schlimmes passiert. am Anfang wollte ich ueberhaupt nicht weg aus dem naechsten Umkreis um immer greifbar zu sein. irgendwann hat es sich dann weiter entwickelt, so dass ich Zuhause ueberhaupt nicht mehr abschalten konnte. ich war wirklich ungern Zuhause u hatte ständig Angst. jetzt durch die Therapie ist das etw besser geworden, aber die aengsten wechseln ständig. ich bin stoßempfindliches in Alarmbereitschaft weil ich immer noch Angst hab dass gleich etw schlimmes passiert oder dass ich schwer krank bin. alleine sein kann ich nur ganz schwer. Bräuche allerdings meine Angehörigen in meiner naehe. ich renne von Arzt zu Arzt u habe jedes mal totale Panik vor einer negativen Diagnose.
ich habe Phasen an denen ich nur im Bett liegen will, in der Hoffnung dass das komische Gefühl endlich vergeht.
ich kann gut raus gehen, allerdings immer nur fuer ein paar Std. dann ist sofort die Angst wieder da. Medikamente nehme ich auch nicht. weigere mich bislang auch ganz streng dagegen.
aber wenn es fuer dich so wichtig ist, in 20 Tagen wieder bereit fuer neue Dinge zu sein und du momentan das Gefühl hast es nicht zu schaffen, warten Medikamente viell gar nicht so schlecht?! aber ich kenne mich damit ueberhaupt nicht aus. viell hat hier noch jemand andere Lösungen, wie der Beginn klappen kann ohne dass es fuer dich zu einem Höllen- Trip wird.
die ueberwindzng von aengsten ist leider immer so schwer. hast du denn eine Vorstellung woher deine Panik kommen koennte? also der Auslöser fuer deine aengste? bei mir sind wir noch auf der suche...

25.09.2013 04:57 • #4


Hallo lalea,

willkommen hier in diesem Forum.

Hast du dich nach dem Krampfen untersuchen lassen? Es sollte erst mal ein körperlicher Befund ausgeschlossen werden. Sollte es mehr psychisch sein, versuche doch mal wieder Sport zu treiben, evtl. mit anderen, in einem günstigen Fitneßstudio. Dort bist du mit anderen zusammen, falls so etwas noch mal passiert. Sollte alles gut gehen, so kannst du damit Selbstvertrauen aufbauen, um alleine weiter zu machen.
In Punkto Bachelorstudium würde ich mich mal erkundigen, ob das nicht zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen ginge.
Meine Tochter studiert Grundlehramt und hängt noch zwei Semester dran, da auch sie mit Problemen zu kämpfen hat. Sie stellte einen Antrag beim BAföG Amt und es wird wohl gut ausgehen. Du bräuchtest dafür allerdings Atteste. Aber schon um deiner selbst willen würde ich alles Organische ausschalten. Es wird dich beruhigen, da du dann an dein Problem gezielter gehen kannst.

LG

25.09.2013 06:12 • #5


Hallo Okok,
Danke auch für dein Willkommen
Ich lag nach dem Anfall ja eine Woche im Krankenhaus und wurde durchgecheckt. Bis auf leichte Herzstolperungen, die anscheinend im jungen Erwachsenenalter vorkommen können und einem niedrigen Blutdruck, haben die ncihts feststellen können. Allerdings muss ich noch insgesamt 6 Monate abwarten, ob der Anfall sich wiederholt ( das Datum fällt dann auch genau auf meinen Geburtstag). Ich darf in der Zeit jetzt nicht Fahrrad und Auto fahren und denke, dass diese Unsicherheit, dieses Abwarten, mich auch belastet.
Ansonsten ist mir seit dem Sturz oft schwindelig. Das rührt daher, dass mir an die 10 Wirbel rausgesprungen sind, aber obwohl ich die Ursache kenne, macht mich das im Alltag auch gerade unsicher. Ich habe keinen festen Stand. Um das wiederzubekommen, gehe ich regelmäßig zur Mass. und lasse mir die Wirbel immer wieder richten aktuell rutschen nur noch 3 halswirbel ein wenig raus.
Zu meinem Studium, den Bachelor habe ich schon ( allerdings auch ausserhalb der Regelstudienzeit) , ich mache jetzt den Master. Ich kann den aber zum einen nicht verschieben, weil es ne Ausnahme war, dass die mich mit meinem Studumgang dazu zu gelassen haben ( sind 2 verschiedene Fächer) und somit die Gefahr besteht, dass die das nächste mal anders entscheiden. Zum anderen freue ich mich da schon lange drauf. Ich habe richtig dafür gekämpft und das zu verschieben würde mir den Boden unter den Füßen entgültig wegreißen. Das klingt jetzt vielleicht komisch aber das ist so der Halt, den ich noch habe gerade und der mich dazu bringt überhaupt noch zu versuchen meine Panik in den Griff zu bekommen. lg

25.09.2013 09:32 • #6


Guten Morgen PiMo25,
oh das klingt auch ziemlich belastend. Hmm, die Ursache für meine Panik und Angst. Das ist schwer zu sagen. Ich war in Psychologischer Behandlung, bis dieser mich sitzen gelassen hat ( nachdem ich mich ihm völlig geöffnet hatte). ALso mit sitzengelassen meine ich, er hat einen Termin nicht eingehalten, hat sich nie wieder bei mir gemeldet und war für mich nicht mehr erreichbar. Habe mittlerweile erfahren, dass es nicht an mir lag, sondern, dass dieser schreckliche Mensch, das bei vielen Patienten macht. Absolut den Beruf verfehlt hat dieser Mann!
Allerdings konnten wir vorher schon Ansätze herausarbeiten. Ich denke, ich will perfekt sein- ich will, dass alle mich mögen und kann mit eigener Schwäche nicht gut umgehen. Ich bin absolut harmoniebedürftig und habe zudem schreckliche Verlustängste ( vorallem Kontrollverlust- was meine Panik ziemlich gut erklärt). Ich habe mich auch eigentlich immer ziemlich gut im Griff. Von aussen sieht man ( ohne jetzt arrogant sein zu wollen) eine attraktive, starke Frau..die selbstbewusst auftritt und innerlich bin ich ein Wrack. ich finde es immer wieder unfassbar, dass es keiner mir das direkt an der Nase ansieht.
Vor einigen Monaten musste ich in der UNi ein Referat halten ( lange vor meinem Krampfanfall und der Verschlimmerung). Dieses wurde auf Video aufgenommen. Das war unglaublich, ich selber wusste von dem Referat nichts mehr. Während ich gesprochen habe, habe ich nur daran gedacht, dass ich bitte nicht umkippen will und mich gezwungen nicht rauszurennen. Ich habe mich selber reden gehört udn am ganzen Körper gezittert..es war schrecklich und ich anschließend Schweiß gebadet.
Als wir uns hinterher im Seminar das Video angesehen haben, war da aber das komplette Gegenteil von dem was ich gefühlt habe. Man sah absolut nicht, dass ich gezittert habe..ich habe völlig klar und gut strukturiert geredet und wirkte sehr souverän. Das war unheimlich, aber auch irgendwie beruhigend. Egal wie mies es mir geht, es sieht mir keiner an udn das ist bei der Sorge des Kontrollverlustes ja eigentlich auch ein wichtiger, beruhigender Punkt.
Zu den Medikamten: ich habe Angst welche zunehmen. Zudem denke ich mir, dass ich das doch auch wirklich irgendwie selbst hinbekommen muss. Es ist doch einfach vor ein paar Jahren gekommen udn soll doch bitte genauso wieder gehen. Das einzige was mir gerade wirklich Angst sind meine Weinanfälle und diese Wellen des ich kann nicht mehr. Ich merke, dass ich damit auch eine Belastung bin. Als ich gestern abend mit meiner Mama telefoniert habe, meinte sie, dass sie ANgst habe, dass ich mir etwas antuen würde. Das will ich nicht! Ganz bestimmt nicht. Aber ich merke, dass ich manchmal in den traurigen Phasen nciht ich selber bin und ich habe Angst, dass es schlimmer werden könnte. Ach man, das ist so schwer.
Manchmal fühle ich mich auch richtig einsam. Ich wohne alleine. Das tut mir auf einer Seite gut, auf der andere fehlt mir dadurch die Ablenkung von mir selbst und meinen Gedanken.

25.09.2013 10:05 • #7


Hallo,

ich finde auch, du solltest dich unbedingt wieder von einem Psychologen betreuen lassen. Das der Erste ein Griff ins Klo war, ist bitter und fördert nicht gerade das Vertrauen in die Branche, aber Psychotherapie ist bei Angst zur Zeit das Mittel mit den größten und wirklich guten Aussichten, die Situation in den Griff zu bekommen.

Für mich hört sich das so an, als ob du durch den Anfall eine Art Rückfall in deine Angst hast, der sich nun gerade arg verschlimmert. Wenn das so ist, ist es umso einfacher, je früher man jetzt eingreift.

Da die Psychologen alle Wartelisten haben, würde ich vorschlagen, dich bei mehreren auf die Warte-/Rückrufliste setzen zu lassen, und wenn möglich auch mehrere zu testen, weil die Chemie da wirklich stimmen muss. Gibt es bei Euch eine psychosoziale Beratungsstelle der Uni? Die ist in meiner Stadt Anlaufstelle für Studis mit Schwierigkeiten, von Prüfungsangst bis zur ausgewachsenen Angsterkrankung. Und die haben (hier zumindest) kurzfristige Sprechstunden.

Zu den Depressionen, wenn es denn welche sind, kann ich leider kaum was sagen. So weit ich weiß, kann man Depressionen gerade im Anfangsstadium auch gut mit Antidepressiva behandeln. Das muss man natürlich wollen. Ich gebe zu, ich vertraue grundsätzlich eher auf Schulmedizin als auf Homöopathie. Dafür wäre dann ein Neurologe/Psychiater der richtige Ansprechpartner wie du ja wahrscheinlich weißt. Ich selber musste nach einem Rückfall (Herzphobie) auch ein paar Monate ein Antidepri nehmen, weil die Attacken so arg waren, das Psychoherapie allein nicht reichte. Die konnte ich nach vier Monaten wieder absetzen, haben mir in der Zeit sehr geholfen.

Alles Gute!
Amyg.

25.09.2013 11:05 • #8


@ lalea,

na dann los! Ran an den Feind!

25.09.2013 11:08 • x 1 #9


@amyg, danke für deine meinung!
ja du hast recht, ich denke auch, dass ich diesmal nicht an professioneller Hilfe vorbei komme. Leider bin ich gerade recht erfolglos ( also schon seit einiger Zeit). Da ich recht unflexibel bin, sollte es shcon jemand in der Nähe sein. Lange Fahrten etc sind gerade unmöglich und ich finde niemanden ich habe jetzt auf 2 Anrufbeantworter gesprochen- kein Rückruf und schon auf der AB- Ansage wurde erklärt, dass es keine Wartelisten gibt und man wenn man zurück gerufen wird, das Glück hat, dass spontan was frei ist. Hoffnung setze ich noch auf fr.! der eine Psychologe hat telefonische Terminvergabe fr. von 8:45-9. also nicht soo ein großer Zeitraum und ich hoffe ich komme diese Woche durch.
Meine Wunschtherapeutin ist leider gerade noch im Urlaub und von den 3 anderen stimmen die Nummern im Internet nicht. Das ist meine bisherige Ausbeute.
Das Problem ist, dass ich aufgrund der miesen Erfahrungen mit dem vorherigen Psychologen, alle aussortiere, die mehr als 2 negative Kommentare/ Bewertungen in der gleichen Richtung haben. Das kann ich nicht nochmal durchmachen und da bleiben nicht so viele Namen übrig- die Stadt ist einfach zu klein.

Die psychologische Beratung unserer Uni ist leider ein Witz. War da damals mal und die waren relativ überfordert.
Hm und ich würde nicht sagen, dass ich jetzt schon Depressionen haben. Aber ich rutsche in depressive Phasen..was wahrscheinlich aber auch jeder verstehen kann, wenn man seit ca. 3 Monaten fast täglich in einer 25qm Wohnung eingesperrt ist. Ich denke, da würde jeder Mensch verzweifeln und die Krise bekommen.
Naja, aber ich werde niemals aufgeben! Ich werde mich später aufmachen zu meiner heutigen Mutprobe. Aufgabe: ein Geschäft alleine betreten und ein paar Minuten aushalten. Ich bin gespannt wie das wird.

25.09.2013 11:37 • #10


@ lalea
Schau auch mal unter: Wie geht es euch heute/ was habt ihr gemacht....

25.09.2013 11:50 • #11


Zitat:
Aufgabe: ein Geschäft alleine betreten und ein paar Minuten aushalten.

Das ist auf jeden Fall der richtige Weg!

Am besten so lange dableiben, bis die Angst nachlässt (wenn sie überhaupt kommt.) Weißt du ja sicher.

Um die Zeit bis zum Therapeutenfund zu überbrücken kann ich übrigens die Selbsthilferatgeber der Forengründerin Doris Wolf sehr empfehlen, auch mit Zustimmung meiner Therapeutin, die die für sehr gut hält. Den Herzphobie-Ratgeber habe ich auch während meiner Therapie immer mal wieder in der Hand gehabt, weil da alles sehr kompakt zusammen drin steht und gut erklärt ist. Und man wird immer wieder eingenordet, dass man eben nur angstkrank ist und nicht lebensgefährlich physisch krank, das vergisst man ja manchmal im Akutfall.

Alles Gute und berichte mal, wie es lief.
Amyg.

25.09.2013 12:28 • #12


@amyg.
ich habe schon so viele Ratgeber gelesen Ich brauche jetzt mal praktische Aufgaben. Wie du siehst, bin ich immer noch nicht draußen, was daran liegt, dass ich gerade nochmal alles abtelefoniert habe. Erfolglos! Habe dann beim sozialpsychiatrischen Dienst angerufen ( habe den Tipp hier irgendwo im Forum gelesen), in der Hoffnung, dass diese mich unterstützen können, einen Therapeuten zu finden. DIe zuständige Dame war leider nicht da und die andere freundliche Dame am Telefon hat mir aber eine Nummer von einer zentralen freien Therapieplatzvermittlung gegeben. Ich habe die Nummer sicherheitshalber nochmal wiederholt -da mit ich bloß die richtige habe. Dann da angerufen- Nummer ist leider unbekannt. Dann also wieder beim spd angerufen..es ging keiner mehr dran. Im Inernet finde ich nicht annähernd die gleiche Nummer für diese zentrale Therapieplatzvermittlung udn blicke gerade gar nicht mehr durch, welche überhaupt für meine Stadt verantwortlich ist. Also versuche ich jetzt irgendeine und hoffe auf ein positives Erlebniss. Somit verschiebt sich meine Mutprobe noch um ein /zwei STündchen.
liebe Grüße!

25.09.2013 12:54 • #13


Tut mir leid, das sich die Therapieplatzsuche so schwierig gestaltet. Undankbar, wenn die vermeintlichen Berater sich als Schwachmaten entpuppen, als ob man gerade nicht genug anderes zu tun hätte.

Ich hatte auch viele Bücher zu dem Angstthema gelesen, aber der Ratgeber stach, fand ich, aus der Masse nochmal deutlich heraus. Auch ganz witzig, aber wenig hilfreich: Angstbuch von Borwin Bandelow.

Ich glaube aber, dass du die Sache richtig angehst und habe deswegen ein ganz gutes Gefühl, das du das wieder hinkriegst.

Viele Grüße,

Amyg.

25.09.2013 14:29 • #14


Hey Lalea,

hab grad die Geschichte mit dem Video gelesen. Das ist wirklich beeindruckend. ICh stelle auch immerwieder dasselbe fest. Ich befinde mich in allerhöchster Panikstufe aber die Umwelt (Kollegen, Freunde, Kunden) scheinen davon rein garnichts zu bemerken.

Diesen Hang zum perfekt sein wollen hält mir meine Therapeutin auch immer wieder vor. Glaube das ist ein beachtlicher Stressor den man selber so garnicht richtig wahrnimmt. ICh kann dir als Tabletten Einstieg eine Empfehlung machen. Ich nehme seit mehreren Monaten Tianeurax 12,5 mg die sind erst seit ende 2012 in deutschland zugelassen deswegen kennt die hier auch offenbar noch fast niemand. Dass tolle an den Dingern ist das sie bei mir keine Nebenwirkungen haben außer das ich mich jede Nacht an meine Träunme erinnern kann . Und der Höchstpegel ist schon nach 7 TAgen erreicht, wenn du also nach 14 Tagen keinen Effekt spürst kannst du sie auch wieder absetzen ohne das sie süchtig machen.

Solltest also vielleicht mal deinen Arzt auf diese ansprechen

achja die Wirkung der Tabletten sit aber auch recht subtil bei mir. Als meine Depressionen schlimmer wurden halfen die nicht mehr ausreichend, habe noch ne zweite Tablettensorte dazu bekommen. Aber wegen der genannten Vorteile ist es als Einstieg um überhaupt mal die Angst vor Tabeletten zu verlieren ne feine Sache

25.09.2013 14:54 • #15


Ihr Lieben,
ihr glaubt gar nicht, wie gut es mir tut einfach schon Kontakt zu Menschen zu haben, denen es ähnlich geht! Das hat mich heute schon gepushed.
Also: Ich habe mich durch den Telefonnummernsalat gewühlt. Ich habe jetzt eine Liste mit Therapeuten, die in den nächsten Wochen auch freie PLätze haben ( gut manche von ihnen sind viel zu weit entfernt..ein std alleine wenn mich jemand mit dem Auto fahren würde) aber andere nicht. Habe da leider noch keinen erreicht, aber wieder jemand neuem auf den Anrufbeantworter gequatscht ( wobei eher geheult zutrifft).
Dann als ich mit der Dame von der Kassenärztlichen Vereinigung sprach, habe ich ihr von dem Psychologen erzählt, der mich damals einfach im Stich gelassen hat ( und viele andere auch..wenn man sich alleine schon die Internetbewertungen anschaut) und sie gab mir die Nummer von der Therapeutenkammer in Düsseldorf. Weil ich gerade eh dabei war, habe ich auch noch dort angerufen und hatte eine wirklich nette und verständnisvolle Frau am Telefon. Ich werde ihr meine Beschwerde nochmal schriftlich zu kommen lassen und ich kenne mindestens noch eine weitere ehemalige Patientin von ihm , die das auch machen wird. Dann wird die besagte Frau und eine Erklärung zur Auflösung der Schweigepflicht zu schicken und dann muss er sich vor denen mal erklären. Ich bin gespannt und ich hoffe die absolut unverantwortlichen Handlungen dieses Kerles haben endlich mal Konsequenzen!
Ja und zuletzt hatte ich dann heute noch eine Mutprobe. Ich bin alleine in die Innenstadt gelaufen ( ok auf Seitenwegen..aber immerhin eine Strecke von 20 Min) und habe mich dort mit meiner Mama auf ein Eis getroffen. Ok, ich war pitschnass geschwitzt..aber es hat geklappt und ich bin gerade ziemlich stolz auf mich!
Ich hoffe, ihr hattet auch einen erfolgreichen /erfreulichen Tag! liebe Grüße..

25.09.2013 16:58 • x 1 #16


Hallo lalea,

suuuper, weiter so!

25.09.2013 18:08 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von lalea:
Vor einigen Monaten musste ich in der UNi ein Referat halten ( lange vor meinem Krampfanfall und der Verschlimmerung). Dieses wurde auf Video aufgenommen. Das war unglaublich, ich selber wusste von dem Referat nichts mehr. Während ich gesprochen habe, habe ich nur daran gedacht, dass ich bitte nicht umkippen will und mich gezwungen nicht rauszurennen. Ich habe mich selber reden gehört udn am ganzen Körper gezittert..es war schrecklich und ich anschließend Schweiß gebadet.
Als wir uns hinterher im Seminar das Video angesehen haben, war da aber das komplette Gegenteil von dem was ich gefühlt habe. Man sah absolut nicht, dass ich gezittert habe..ich habe völlig klar und gut strukturiert geredet und wirkte sehr souverän. Das war unheimlich, aber auch irgendwie beruhigend. Egal wie mies es mir geht, es sieht mir keiner an udn das ist bei der Sorge des Kontrollverlustes ja eigentlich auch ein wichtiger, beruhigender Punkt.


Hallo lalea,
das mit der Panik beim Refarat hatte meine Tochter auch, sie wird angehende Lehrerin. Habe sie da beruhigt. Nun ist sie auch in einer Verhaltenstherapie und es geht ihr besser. Zu den Medis möchte ich sagen, ich habe auch welche genommen, sie haben aber nicht gewirkt (5 verschiedene). Ich habe mich, genauso wie du, auf mich selbst konzentriert. Das macht selbstsicher und in dem Video sahst du ja auch eine andere Frau; und genauso bist du bei den anderen auch rüber gekommen, glaube es mir. Einfach weiter so, rausgehen, immer ein bisserl mehr. Nicht mehr so viel nachdenken, einfach machen!
Evtl. etwas Sport treiben, um den Ängsten entgegen zu wirken?

LG

25.09.2013 18:19 • #18


Zitat:
Ich bin alleine in die Innenstadt gelaufen

Schön, so ist gut.

Auch wenn´s ermüdend ist, ich fand dieses Ich mache was, auch wenns mir Shice geht hinterher immer selbstmotiverend, vor allem weil man merkt, dass es eben auch dann geht.

Weitermachen,
Amyg.

26.09.2013 10:26 • #19


@okok : ja Sport sollte ich unbedingt wieder treiben. Es fehlt mir total. Bisher hat mich nur die ständige Unsicherheit, keine Kontrolle über mich zu haben davon abgehalten. Seit 3-4 Monaten mache ich nichts mehr, ausser mal einen langen Spaziergang in Begleitung. ( und davon habe ich dann Muskelkater- das ist unfassbar) Ich denke, ich brauche das unbedingt wieder..ich bin eigentlich ein super sportlicher Mensch gewesen. Aber das kommt bestimmt auch mal wieder- ersteinmal wieder Sicherheit, alleine draussen bekommen. Hmm und nicht Nachdenken, ist wirklich leichter gesagt als getan..ich bin ein schrecklicher KOpfmensch. Aber eigentlich muss man das ja auch abtrainieren können.

@amyg. : ja da stimme ich dir zu. Ich glaube was mich gerade nur wirklich belastet ist, dass es ein Rückfall ist, der schlimmer ist, als das was ich vorher hatte. Ich meine ich lebe seit ca. 4 Jahren jeden Tag mit Panikattacken, es gibt keinen Tag, an dem ich völlig unbeschwert war, aber ich habe es geschafft, trotzdem meinen Alltag zu leben. Ich mache mein Studium, arbeite in einer stressigen ehrenamtlichen Einsatzstelle in einer anderen Stadt und verdiene sogar noch regelmäßig Geld auf großen Messen dazu.
Stück für Stück habe ich mir mein Leben zurückgekämpft. ( Wobei ich früher immer alleine spazieren konnte und nur Probleme beim EInkaufen- Kasse anstehen, Ampel stehen, Bus/Zugfahre, enge Räume und viele Menschen hatte). Dann an einem Punkt, wo es mir eigentlich gut ging, kam ein für mich extremer Rückschlag. Meine größte Angst der Kontrollverlust ( durch den Krampfanfall in einem Laden beim Einkaufen) und dann meine 2.größte Angst : mein allerster Krankenhausaufenthalt ( mit Mrt/ct und Tropf) also schön alle Horrorszenarien (für mich) auf einmal. Und anschließend konnte ich noch nicht einmal alleine raus an die Mülltonne.
Das ist für mich ermüdend..und wirft dann in meinem Kopf immer die Frage auf: Wofür kämpfe ich eigentlich. Das es nur ein bischen besser wird und dann der nächste Rückschlag kommt?Steigern sich die Rückschläge jetzt- Jedes mal ein bischen schlimmer? Lohnt es sich überhaupt dann noch zu kämpfen ? Muss ich jetzt mein ganzes Leben kämpfen und lässt sich unter den Umständen überhaupt noch ein irgendwie normales Leben führen?
Naja, aber noch habe ich ein wenig Restenergie die ich mobilisieren kann..zumindest an Tagen, an denen ich nicht tottraurig bin.. ich glaube heute ist ein guter Tag und den werde ich sinnvoll nutzen.

Alles Liebe an euch

26.09.2013 11:05 • #20



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Dr. Reinhard Pichler