App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

138

D

Dany89
Mitglied

Beiträge:
183
Themen:
6
Danke erhalten:
51
Mitglied seit:
Hallo liebe Mitleidenden!

Bis Dienstag hatte mich der Zwangsgedanke, dass ich meinen Mann nicht mehr liebe, fest im Griff. Während diesem Gedanken dachte ich immer mal: naja zur Not tust du dir halt was an, dann hat dein Leiden ein Ende. Was natürlich Blödsinn ist. Aber wenn man verzweifelt ist und in so einer doofen Grüblerei, dann kommen einem schon auch mal solche Gedanken. Außerdem denke ich, dass jeder "normale" Mensch auch mal so denkt, wenn man das Gefühl hat es geht mix mehr.

Tja, nun wieder zu besagtem Dienstag : ich saß in der Badewanne, versuchte wieder mal eine Lösung zu finden. Dann dachte ich wieder: naja du kannst ja noch alles beenden. BUMM ZACK: Auf einmal hatte ich wieder das Gefühl meinen Mann zu lieben aber anstatt diesem Gedanken war der Gedanke da: Wenn du über Suizid nachdenkst, dann wirst/musst du das ja auch tun bzw. wollen. Anfangs hat mich der Gedanke gar nicht sooo fertig gemacht (das hat mich natürlich auch irritiert). Den Gedanken hatte ich sicher für ein gutes 3/4 Jahr im Jahr 2018. Damals habe ich dann auch auf anraten meiner Therapeutin mich zu einem Psychiater begeben und mit Sertralin begonnen. Zwar kam der Gedanke immer wieder mal, aber er war auch gleich wieder weg.

Aber jetzt ist er wieder so intensiv da, fühlt sich so real bzw. gewollt an. Dann noch die blöden Hormone aufgrund meiner Schwangerschaft.

Hatte gestern Abend schon total Panik, weil mein Mann und unsere Tochter heute arbeiten und im Kindergarten sind und ich dadurch alleine bin. Sozusagen Angst weil ich keinen Aufpasser habe. Bin auch aus diesem Grund bis 11 Uhr im Bett geblieben, damit ich nicht auf dumme Ideen komme. So gerne hätte ich meine To-do Liste abgearbeitet, zumindest ein wenig. Kann mich aber zu nix aufraffen.

Hatte dann auch noch eine leichte Panikattacke im Bett. Traumhaft. 😞

Hab mich dann auch zu gefürchtetem Fenster gestellt (zwecks Konfrontation), hatte zwar Angst aber scheinbar keinen Impuls zu springen. Denk ich mal. Oder besser gesagt hoff ich mal.

Mein Mann und auch die Therapeutin kennen jeden meiner gefühlt 1000 Zwangsgedanken der letzten 13 Jahre. Weder mein Mann noch die Therapeutin sind verunsichert wenn ich ihnen von meinen grausigen Gedanken erzähle. Sie sagen dann immer nur: Es sind nur Gedanken. Mein Mann sagt auch immer, dass sich die Gedanken immer Wort für Wort bei mir wiederholen wenn ich ihm davon erzähle. Egal wie viele Jahre sie schon her sind.

Hab einfach so extrem Angst dass es eben keine Zwangsgedanken sind und es mein eigener Wunsch ist. Bin echt verwirrt. 😵
Egal was ich mache oder plane (Essen gehen,...), empfinde ich als "unnötig" da ich es ja eh nicht mehr erleben werde.

Kannt das wer so bzw. so ähnlich?


Lg und danke fürs lesen

01.05.2023 x 5 #1


151 Antworten ↓
silverleaf

silverleaf
Mitglied

Beiträge:
1467
Danke erhalten:
7972
Mitglied seit:
Hallo Dany89,

Zitat von Dany89:
Und dann kommt auch schon der Zweifel : willst du wirklich dass die Gedanken weg gehen?


Den Gedanken solltest Du weiterverfolgen, der Triebfeder dafür auf den Grund gehen. Langfristig wirst Du Deine Zwangsgedanken sehr wahrscheinlich nicht loswerden und Du wirst weiter langfristig darunter leiden, wenn Du Deinen Umgang damit nicht veränderst.
Die Zwangsgedanken bringen Dir auf eine (noch verdeckte) Art und Weise etwas, Du ziehst einen Gewinn daraus, darum ist es so schwer, sie loszulassen. Und der Gewinn, den sie Dir bringen, ist aktuell größer als der "Preis", den Du dafür zahlst.
Aktuell führen sie ja dazu, dass Dir Eigenverantwortung abgenommen wird, Du Dich fallenlassen kannst, man sich um Dich kümmert.

Zitat von Dany89:
Die Ärztin heute war sehr einfühlsam. Sie bestätigte mir auch, dass es "nur" Zwangsgedanken sind. Beruhigung hat natürlich nur seeehr kurz angehalten


Genau das ist das Problem an der Sache: Die eigenen Emotionen von anderen Menschen co-regulieren zu lassen ist nie nachhaltig hilfreich. Therapie ist immer Hilfe zur Selbsthilfe, und Du musst den Willen haben, für Dich selber Verantwortung zu übernehmen und diese nicht weiter abzugeben.
Sonst wirst Du irgendwann "abhängig" von dieser Fremd-Regulation, genauso wie Du ja auch schriebst, dass Du ambulant bei jedem kleinen Zwangsgedanken sofort bei Deiner Therapeutin bist und die sich um Dich kümmert.

Du hast jetzt die Wahl: Dich dafür zu entscheiden, Verantwortung für Dich zu übernehmen, für Deine Familie zu übernehmen, und therapeutisch zu nutzen, dass Du jetzt im Krankenhaus bist. Andere Verhaltensweisen einzuüben und dem dysfunktionalen Impuls nicht immer wieder nachzugeben.
Du wirst aber keine Fortschritte machen können, wenn Du so, wie Du es auch ambulant tust, bei jedem Zwangsgedanken andere Menschen um Hilfe bei der Regulation bittest. Hilfe zur Selbsthilfe ist gefragt. Das würde also bedeuten, therapeutische Hilfe eher dafür zu nutzen, zu lernen, wie Du Deine Bedürfnisse selber erfüllen kannst. Zu analysieren, was Dir in Deinem Leben fehlt, wo Deine Bedürfnisse nicht ausreichend beachtet werden und diese Punkte im Rahmen Deiner Familie und Freunde so zu verändern, dass Du nicht immer die Flucht in Zwangsgedanken benötigst, um Fürsorge zu bekommen. Und nicht immer auf therapeutische Hilfe zurückgreifen musst, denn Du wirst ja wahrscheinlich eher nicht wollen, dass das immer so bleibt, oder doch?

Solange Deine Zwangsgedanken sicherstellen, dass Menschen sich um Dich kümmern, Dir Verantwortung abnehmen und Du Fürsorge von anderen Menschen bekommst, wirst Du diese vermutlich eher nicht loslassen können.

Es ist das Problem von "kurzfristig hilfreich - langfristig schädlich".
Kurzfristig erfährst Du Entlastung durch Zuwendung und Fürsorge, sobald Du einen Zwangsgedanken äußerst. Deine Familie macht sich Sorgen, Du wirst entlastet, Deine Therapeutin kümmert sich um Dich... Langfristig führt es nur leider dazu, dass Du aus diesem Teufelskreis nicht herauskommst und diese Zwangsgedanken weiter Teil Deines Lebens bleiben.

LG Silver

06.09.2021 22:14 • x 10 #89


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Zwangsgedanken gegen sich selbst

x 3


silverleaf

silverleaf
Mitglied

Beiträge:
1467
Danke erhalten:
7972
Mitglied seit:
Vielleicht hilft Dir folgendes Gedanken"experiment", auf Deine Frage eine Antwort zu bekommen. Es ist ähnlich dem manchmal gemachten Vorschlag, den man hört, wenn man sich unsicher in Bezug auf eine Entscheidung ist: Man soll tatsächlich eine Münze werfen. Nicht, weil das Ergebnis des Münzwurfs entscheidend wäre, sondern weil man auf sein Gefühl hören soll, das man hat, wenn man das Ergebnis sieht.
(Fragt man sich also: Im Urlaub lieber in die Berge (Kopf) oder an die See (Zahl)?, wirft die Münze und sieht: das Ergebnis ist Zahl, ist dann das Gefühl in diesem Moment entscheidend: Ist man erleichtert, will man wirklich an die See, fühlt man eine Enttäuschung, möchte man eigentlich im Grunde seines Herzens in die Berge).
So hat man einen Hinweis auf seine wahren Gefühle bekommen.

Wenn jetzt also Dein Psychiater sagt, dass er bei Dir keinerlei Notwendigkeit für eine Einweisung sieht und Du nicht wirklich sui** bist, und Du im Grunde Deines Herzens gar nicht ehrlich erleichtert darüber bist, sondern stattdessen eine neue Gedankensprirale an Zwangsgedanken produzierst, könnte es ein Hinweis darauf sein, dass Du einfach gerade in eine Klinik möchtest, weil Dir alles über den Kopf wächst. Der Zwang spielt vielleicht sogar nur eine untergeordnete Rolle, vielleicht würde eine Reha für Mütter auslangen.
Es klingt für mich, als bräuchtest Du Entlastung und Deine Zwangsgedanken sind eher ein "Vehikel", um Deinem Umfeld verständlich zu machen, dass Du mehr Unterstützung brauchst. Dafür könnte auch sprechen, dass Du ja selber schreibst, dass Du bei jedem kleinsten Zwangsgedanken sofort zu Deiner Therapeutin gehst und Du dort Fürsorge bekommst, etwas, das Du Dir ganz dringend wünscht.
Zitat von Dany89:
Normalerweise hol ich mir bei kleinsten Gedanken einen Termin bei meiner Therapeutin. Aber was wenn ich das mal nicht tue? Ich will am liebsten ständig einen Menschen neben mir haben der auf mich aufpasst


Du wirkst auf mich überfordert mit der Situation, bereits für ein Kind in der Fürsorger-Position zu sein, jetzt kommt auch noch ein zweites, wodurch Du noch mehr Fürsorge geben musst, aber eigentlich eher ein Bedürfnis danach hast, Fürsorge zu empfangen. Als würden Deine Bedürfnisse komplett untergehen und Du keinen anderen Weg sehen, als diese "Unterversorgung" durch Deine Zwangsgedanken zu kommunizieren.

Und insofern könnte ein Klinikaufenthalt, egal, mit welcher Ausrichtung, vielleicht tatsächlich für Dich hilfreich sein, um etwas Entlastung zu bekommen und Dein Stress-Erleben etwas zu reduzieren, damit Du wieder zu Kräften kommst und etwas mehr psychische Stabilität erlangen kannst.

LG Silver

03.09.2021 18:58 • x 6 #59


Zum Beitrag im Thema ↓


D
Hab sogar schon überlegt mich einweisen zu lassen, damit ich bis zur Geburt in "Sicherheit" bin und danach am besten in ein Heim für psychisch kranke damit ich immer wen zum aufpassen habe. 😔

#2


petrus57
Kenne deine Gedanken sehr gut. Bin heute auch mal wieder mit denen wach geworden. Heute sind es wenigstens "nur" Gedanken. Früher hatte ich den Wunsch es zu tun. Das war die schlimmste Zeit meines Lebens.

x 1 #3


R
Ich kenn das auch. Und durch diese Gedanken bekomm ich Panikattacken und ganz schlimme Schuldgefühle. Ich kann auch nicht damit Ruhe finden wenn ich mir sage es sind Gedanken. Ich möchte nix mehr als glücklich leben und für meine Familie da sein. Aber dann kommt auf einmal ein Gedanke "was wenn du das und das machen würdest" ohne das ich es will. Ablenken geht meistens kaum. Hab dann den ganzen Tag Angst und Panik Sad

x 2 #4


D
Hallo und danke für eure Antworten.

Alltägliche Dinge wie Wäsche waschen, putzen, kochen,... fühlen sich so sinnlos an. Kennt ihr das?

Manchmal bin ich echt hoffnungslos und denke : was wenn dieser Gedanke nie aufhört und ich mir wirklich etwas antun will?

Zumindest hab ich nicht so extreme Heulattacken wie 2018. Ich schätze mal Dank Sertralin. Und genau das ist es auch das mich auch so verunsichert. Warum bin ich nicht so extrem am Boden zerstört wie damals bei dem Gedanken? Vielleicht ist es ja doch kein Zwangsgedanke? Und ich will es wirklich.
Oh Mann... 😞😭

x 2 #5


R
Zitat von Dany89:
Zumindest hab ich nicht so extreme Heulattacken

Die hab auch. Die letzen 2 Wochen ist es aber besser geworden nur heute hab ich wieder einen blöden Tag.
ch habe PMS und naja denke dadurch ist es wieder schlimmer :/

Trigger

Ich habe immer wenn ich auf einem Balkon oder ähnlichem stehe Angst das ich runter springe. Kennst du das auch?

x 1 #6


petrus57
@1RosaRot1

Bin deswegen lange Zeit nicht auf den Balkon gegangen.

x 2 #7


D
Ja bin ich. 34. Woche. Eigentlich hab ich mich bis vor ca. 5 Wochen voll darauf gefreut, aber seit dem Gedanken dass ich meinen Mann nicht mehr liebe und so ist natürlich alles absolut gefühlsleer. Manchmal heule ich wenn ich an meine Tochter denke, dass sie keine Mutter mehr hat/haben wird. Dann ist es mir scheinbar wieder egal oder was weiß ich.
Hab solche Angst vor mir.

Was wenn ich es wirklich tue? Mir bringt es auch nichts zu denken, hey es sind nur Zwangsgedanken, die werden nie ausgeführt. Weil ich eben nicht weiß ob es wirklich Zwangsgedanken sind. Verstehst du was ich meine? 😅

Mein Mann sagt mir immer dass es wie bei der 1. Schwangerschaft nur Gedanken sind. Da haben die argen Gedanken auch um die 30. SSW wieder volle Fahrt aufgenommen.

Manchmal denk ich mir bzw. weiß es fast, woher die Gedanken kommen bzw. wann sie kommen.

In letzter Zeit gab es einige "Auslöser" : Stress, Zukunftsangst ob ich alles mit 2 Kindern schaffe, unsere Tochter (5a) ist seeeeehr mühsam derzeit,...
Ich merke auch dass die Gedanken und eine gewisse Überforderung besonders dann kommen, wenn mich meine Tochter wieder mal extrem wütend macht. Zurzeit passt ihr gar nichts, egal was ich tue oder sage ich werde immer angebrüllt. Natürlich wird sie auch merken dass ich nicht on top bin.
Oder wenn ich z. B. mit jemandem aus der Familie eine hitzige Diskussion führe, steigt mir alles sofort zu Kopf und ich könnte vor lauter Wut nur mehr schreien und weinen.

Vielleicht ist es auch, dass ich derzeit so mit mir und der Schwangerschaft beschäftigt bin und eigentlich absolute Ruhe möchte, aber die natürlich kaum bekomme.

Meine Therapeutin freut sich sicher schon auf unseren morgigen Termin. 🙄

Ich will doch nur noch ein paar "ruhige" Wochen vor der Geburt haben und da brauch ich die Gedanken einfach nicht. 😤

x 2 #8


R
Zitat von Dany89:
Manchmal heule ich wenn ich an meine Tochter denke, dass sie keine Mutter mehr hat/haben wird.

Oh ja! Sobald ich Bilder von meinem Kind sehe (der ist gerade im Urlaub mit Papa) könnte ich nur heulen. Weil ich immer denke er hat bald keine Mama mehr. Was ja völliger blödsinn ist.

Zitat von Dany89:
Weil ich eben nicht weiß ob es wirklich Zwangsgedanken sind. Verstehst du was ich meine

Jap ich auch nicht aber darüber kannst du ja morgen mit deiner Therapeutin sprechen!

Meine Therapeutin sagt immer ich mach mir zu viel Druck. Früher aber ich alles gemacht. Arbeit, Haushalt, Kind etc pp ohne mit der Wimper zu Zucken. Jetzt ist schon Mittag kochen etc eine Überwindung!

x 1 #9


R
@petrus57 Ich hab das schon immer aber zur Zeit ist es echt heftig. Alleine selbst der Gedanke aufm dem Sofa kann diese Angst auslösen bzw den Gedanken

x 2 #10


D
Mein Mann meint, als jemand der außen steht und alles klar sieht, sind es Zwangsgedanken, weil er mich eben schon so gut kennt.

Manchmal denk ich mir dann auch, dass es mir eh egal ist ob ich nochmal Weihnachten erlebe,... oder so. Aber wenn es mir egal wäre, würde es mich ja nicht so mitnehmen bzw. verängstigen und beschäftigen oder? Und sogar hierbei denk ich mir, dass ich mir diese Angst wahrscheinlich nur einbilde bzw. einrede. Kennt ihr das? 🙄

Da ich seit 9 Jahren im psychiatrischen Bereich arbeite schaue ich auch immer ob ich eine Ähnlichkeit bei suizidalen Patienten und mir finde. 😒 Wenn ich mich recht erinnere haben die wirklich suizidalen Patienten aber meist sehr ruhig und gelassen gewirkt. Die hat der Gedanke daran nicht scheinbar nicht gestört. Und nun wieder die Frage in meinem Kopf: stört mich der Gedanke wirklich oder bild ich es mir nur ein bzw. rede es mir ein?

Aaaaaaaaah ich schei. drauf echt. Sorry 😭

x 1 #11


R
Ich glaube solange man Angst davor hat sind es wirklich nur diese Gedanken.

Besprich das morgen und berichte doch mal was deine Therapeutin dazu sagt.

Ich hab zu den Gedanken auch immer so eine innerer Getriebenheit. Bin froh wenn ich in der TK bin und da wieder mehr zur Ruhe komme. Ich lieg schon wieder seit 3 h aufm Sofa und komm nicht auf die Beine. Weiß einfach nicht was ich machen soll :/ unruhig bin ich aber trotzdem und naja Gedankenkreisen Sad

x 2 #12


D
Oje das kenn ich. Einfach dazusitzen oder dazuliegen und nichts zu schaffen. Weil es einem einfach so sinnlos vorkommt alles.

Am Sonntag fahre ich mit meiner Mutter und unserer Tochter für 6 Tage auf einen Bauernhof. Ich hoffe dass ich dort etwas zur Ruhe kommen kann. Nur hab ich Angst dass ich mir dort was antue. Mein Mann fährt nicht mit da er nur noch 2 Wochen Urlaub hat und die nach der Geburt nehmen möchte. Das stresst mich auch. Zuerst hat es mich gestresst weil ich ihn ja "nicht liebe" und jetzt weil er nicht als mein Aufpasser mitfährt. Deswegen habe ich meine Mutter gebeten mitzufahren. Sie weiß aber nicht das es mir wieder so kacke geht.

Habe auch Angst davor, dass mir der Gedanke irgendwann mal keine Angst mehr macht und ich es wirklich will. 😔😞😭

#13


R
Da ist ganz schön viel Angst im Spiel! Ich kann dir da leider wenig Rat geben weil es mir ja ähnlich geht Sad

Versuch mal mehr im hier und jetzt zu bleiben und nicht immer schon an morgen oder an in 2 Wochen zu denken. vielleicht hat die Angst da weniger Raum.

x 1 #14


D
Ich versuche auch nicht unbedingt vor meiner Tochter zu heulen. Manchmal echt schwer.

Gestern meinte ich zu meinem Mann : es macht mir Angst dass der Gedanke mich nicht so fertig macht wie damals.
Er meinte nur: und warum hast du dann Tränen in den Augen und bist so angespannt?

Geh auch wegen jeder Kleinigkeit an die Decke und schrei schnell mal meine Tochter an. 😔😭

#15


D
Vor allem bin ich auch Hypochonderin. Das passt ja alles nicht logisch zusammen. Auf der einen Seite Angst schwer erkrankt zu sein und zu sterben, auf der anderen Seite Suizid?

Meine Tochter kam gerade zum Kuscheln. Dieser Schmerz in meiner Brust ist teilweise schrecklich. 😭😔

Und wenn das Würmchen im Bauch strampelt kommt es auch hoch.

x 1 #16


R
Ich habe auch mehrere Diagnosen die sind irgendwie gegenseitig im Weg stehen. Hab gerade mit meine Oma telefoniert das tat mir gut.

Wenn mein Kind zu mir kommt
Ist es für mich auch wie als
Würde mich was innerlich zerreißen. Weil ich denke ich bin nicht gut genug. Weil es mir schlecht geht und er sich deswegen sorgen macht :/

Hast du mal versucht eine geführte Meditation zu machen? vielleicht kannst du da mal für eine paar Momente die Gedanken bei Seite schieben? Schreibst du Tagebuch?

Wenn ich wenigstens auf irgendwas Lust hätte könnte ich mich ablenken aber auch das geht nicht. Panikattacken habe ich auch noch. Ach alles es nicht schön

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

D
Jetzt wieder der Gedanke : wenn du es tun würdest wärst du erlöst. Klar wäre ICH erlöst, aber was ist mit meinen Kindern? Dann will mir der Gedanke ständig einreden dass mir das eh alles egal ist. Warum heul ich dann wie verrückt und könnte nur kotzen?

Ich weiß auch dass ich selber bestimme was ich tue, aber zurzeit habe ich das Gefühl keine Kontrolle über mich und meine Taten habe. 😞😞😭

#18


M
Zitat von Dany89:
Egal was ich mache oder plane (Essen gehen,...), empfinde ich als "unnötig" da ich es ja eh nicht mehr erleben werde.
Kennt das wer so bzw. so ähnlich?


Ja, das kenne ich aus meiner Jugend. Hermann Hesse´s "Unterm Rad" ist da eine schöne Lektüre für dieses "befreite" Gefühl, wenn man eh alles abgeschrieben hat.

Grundsätzlich finde ich die regelmäßige Kontemplation darüber, dass wir sterben müssen, sehr sinnvoll. Es ist DAS große Thema des Daseins. Die Art, wie Du das betreibst, geht jedoch m. E. völlig am Ziel vorbei. Aus Zwangsgedanken lernt man selten etwas, da man sie niemals zu Ende denkt. Sie erhalten und bedingen sich selber im Kreislauf. Aber das hast Du sicher bereits alles gelernt.

Die Äußerung Deines Mannes: "Es sind nur Gedanken" ist zwar richtig aber der Zwängler hat nichts von dieser Einsicht. Er hängt an ihnen wie an einer Infusion. Irgendwann bestimmen sie das gesamte Erleben und lassen kaum mehr Raum für Lebendigkeit.

Eine sehr gute Klinik für Zwänge ist die Psychosomatische Klinik Windach am Ammersee. Kann ich sehr empfehlen.

x 2 #19


D
Danke für deine Antwort.

Ich denke dass auch dieser Gedanke, sowie der davor mit meinen Verlustängsten zu tun hat. Wie so oft. Glaube auch dass mir das morgen die Therapeutin bestätigen wird.

Der Druck auf der Brust ist echt grausig. Nicht mal tiefes atmen hilft gerade.

x 2 #20


A


x 4


Pfeil rechts



App im Playstore